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Wechselgetriebe, insbesondere für Fahrräder.
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grosse und wesentliche Vorteil gegenüber ovalen Kettenrädern.
Ein weiterer Vorteil zeigt sich noch darin, dass die Tretkurbel zufolge der verschiedenen Winkelgeschwindigkeiten z. B. bei Einschaltung der grossen Geschwindigkeit im Verhältnis zu einer kreis- runden Kettenscheibe, öfter, r. zw. genau im Verhältnis zu den beiden Radien, in den wirksamen Aktions- bereich kommt, während bei eingeschalteter kleiner Geschwindigkeit im Verhältnis zu einer gleich grossen kleinen Kettenscheibe die Pedale in längeren Intervallen getreten werden können. Es kann also in andern Worten beim grossen Gang, d. i.
beispielsweise beim Schnell-und Rennfahren, die Muskel- kraft mehr zur Geltung kommen, da im Verhältnis zu Fahrrädern mit runder Kettenscheibe pro Weglänge mehr Impulse in Anwendung kommen, während bei Bergfahrten, bei welchen grössere Kraft zum Treten erforderlich ist, sich angenehmer Weise grössere Rastpausen ergeben.
Die Verstellung bzw. Einstellung der Kurbeln gegenüber dem Kettenrad kann von Fuss oder von Hand aus erfolgen. Es kann aber auch Vorsorge zur selbsttätigen Verstellung getroffen werden, indem eine vorgespannte Torsionsfeder entsprechend dem Drehmoment die Verdrehung der Tretkurbel gegenüber dem Kettenrad selbsttätig besorgt, in der Weise, dass z. B. bei der Bergfahrt zufolge der grösseren aufgewendeten Tretkraft die Kurbel durch die Spannung der Feder bzw. ihre Verdrehung so weit verschwenkt wird, dass der kleine Hebelarm wirksam wird, also mit der kleinen Übersetzung gefahren werden kann.
Die verschiedenen Radien R und @ des im wesentlichen rhombischen Kettenrades (mit abge- rundeten Ecken an den Stellen der stumpfen Winkel) können so ausgebildet werden, dass insbesondere bei einem 25% igen Unterschied der beiden Geschwindigkeitsstufen die Kette gleich lang bleibt und die Verwendung eines Kettenspanner unterbleiben kann. Die Durchhängung der Kette auf der nicht ziehenden Seite ist übrigens so klein, dass die üblichen Naben mit Rücktrittbremsen auf jeden Fall Verwendung finden können, im Gegensatz zu den bekannten Ausführungen mit Kettenspannern, bei welchen Rücktrittbremsen nicht verwendet werden können.
In der Zeichnung ist in den Fig. 3 und 4 ein Ausführungsbeispiel eines Kettenrades gemäss der Erfindung dargestellt. Fig. 3 zeigt das Kettenrad mit einseitiger Tretkurbel in Seitenansicht, Fig. 4 im Schnitt längs der Kurbel.
Das Kettenrad 1 besitzt im wesentlichen rhombische Form, wobei die Ecken an den Stellen der Stumpfwinkel, bei 3 und 4, abgerundet sind und die Krümmungsmittelpunkte der Abrundungen mit der Drehkurbrlachse : 3 zusammenfallen. Das Kettenrad 1 ist mit den Tretkurbeln 5 so verbunden, dass beide gegeneinander in der Winkellage verstellt werden können. Zwecks Fixierung der Kurbeln in den gewünschten Stellungen besitzen sie in der Kurbelriehtung verschiebbare, in Nuten der Kurbeln geführte Stangen 6, deren obere Enden in Ausnehmungen 7 der mit dem Kettenrad verbundenen Scheibe 8 eingreifen und in ihnen durch den Druck der Feder 9 gehalten werden.
Sollen die Kurbeln verstellt werden, so wird die Stange 6 bei der gezeichneten Kurbelstellung mittels des Ansatzes 10 entgegen der Wirkung der Feder 9 in der Richtung des Pfeiles nach unten verschoben ; dadurch tritt die Stange aus der ausnehmung 7 der Scheibe 8 heraus und gleitet bei Verdrehung der Kurbel längs des Randes der Scheibe 8 bis zur nächsten, um 90= verschobenen Ausnehmung 7, in welche sie einschnappt, wodurch die Änderung der Übersetzung bewirkt ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wechselgetriebe, insbesondere für Fahrräder, mit einem Kettenrad von länglicher Form und Tretkurbeln, welche in jeder gewünschten Winkelstellung zum Kettenrad einstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Kettenrad im wesentlichen quadratische oder rhombische Grundform besitzt und zwei gegenüberliegende Ecken, bei rhombischer Grundform des Kettenrades die durch die kürzere Diagonale miteinander verbundenen Ecken abgerundet sind, wobei die Mittelpunkte dieser Abrundungen zweckmässig mit dem Drehpunkte des Kettenrades zusammenfallen.
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