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Elektrischer Kondensator, insbesondere Elektrolytkondensator.
In neuerer Zeit werden Konstruktionen von elektrischen Kondensatoren verwendet, bei denen das Kondensatorgehäuse ein Gewinde besitzt, so dass der Kondensator in die Chassisplatte von Apparaten, insbesondere Radiogeräten, eingeschraubt werden kann. Vorzugsweise wird bei solchen Konstruktionen, insbesondere bei Elektrolytkondensatoren, eine zylindrische Gehäuseform angewendet, weil sie für die Herstellung am günstigsten ist.
Bei Elektrolytkondensatoren macht die Dichtung des Gehäuses an den Ausführungspolen unter
Umständen Schwierigkeiten. Da aber ein Auslaufen von überschüssigem Elektrolyt verhindert werden soll, muss also sowohl der durch den Gewindeteil hindurchgeführte Bolzen als auch die Befestigung des
Isolierteiles im Becher genügend abgedichtet sein, wodurch also mehrere Dichtungen erforderlich werden. Bei derartigen bekannten Ausführungen von Kondensatorgehäusen mit unmittelbar am
Gehäuse ausgebildetem Gewindeteil ist z. B. ein isolierendes Futter zwischen Anschlusspol und Öffnung des Kondensatorgehäuses eingesetzt, das sowohl gegen das Gehäuse als auch gegen den Ansehlusspol abdichten muss.
Der Erfindung gemäss werden solche Kondensatorkonstruktionen mit am Gehäuse befestigtem
Gewindeteil zum Anschrauben dadurch verbessert und vereinfacht, dass der vom Gehäuse isolierte Pol in den einen selbständigen Bauteil darstellenden Gewindeteil eingesclrumpft oder eingepresst ist. Dadurch fällt eine Dichtung weg, und der Anschlussbolzen braucht nicht besonders gegen Verdrehungen geschützt zu werden. Ausserdem bedeutet die Herstellung des Gewindeteiles als selbständigen Bauteil eine Vereinfachung des eigentlichen Gehäusebeehers, insbesondere wenn der Gewindeteil gleichzeitig den Abschluss des Gehäuses bildet.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt die bisher übliche Konstruktion. Das Gehäuse 1 wird durch einen Gewindeteil 2 an der Deckelseite abgeschlossen.
Der Gewindeteil 2 ist mit einem Flansch in den Becher eingesetzt und durch eine Scheibe 4 abgedichtet.
Der Anschlussbolzen 5 ist durch den Gewindeteil2 hindurchgeführt und durch eine Scheibe 6 abgedichtet.
Fig. 2 veranschaulicht die Ausführung gemäss der Neuerung, die abgesehen von der Befestigung des Anschlussbolzens gleich ausgeführt ist. Dieser Anschlussbolzen 5 ist hier durch den Gewindeteil 2 hindurchgesteckt und in diesem eingeschrumpft oder eingepresst. Eine Dichtung des Anschlussbolzens gegen den Gewindeteil ist nicht erforderlich, da der Gewindeteil hier aus Isolierstoff bestehen soll.
Die Erfindung kann selbstverständlich auch bei Flachwickeln angewendet werden. Es muss dann lediglich der Flansch des Gewindeteiles der Gehäuseform angepasst sein.
Das Anschlussgewindestuck kann aus Metall oder einem Isolierstoff bestehen, vorzuziehen ist die Ausführung aus Isolierstoff, da in diesem Falle eine besondere Isolierung des Anschlusspoles sich erübrigt.
In den meisten Fällen ist es auch schon erwünscht, den Kondensator elektrisch isoliert von der Chassisplatte einzuschrauben, so dass auch aus diesem Grunde die Ausführung des Gewindeteiles aus Isolierstoff vorzuziehen ist.