AT149863B - Verfahren zur Entgiftung bzw. zur Herabsetzung der toxischen Wirkung tierischer Gifte. - Google Patents

Verfahren zur Entgiftung bzw. zur Herabsetzung der toxischen Wirkung tierischer Gifte.

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  Verfahren zur Entgiftung bzw. zur Herabsetzung der toxischen Wirkung tierischer Gifte. 



   Die therapeutische Wirkung tierischer Gifte, wie z. B. Viperngift, Skorpiongift oder Bienengift, sind vielfach beschrieben. Diese therapeutischen Wirkungen treten unabhängig von den toxischen Eigenschaften in Erscheinung. Nichtsdestoweniger sind die bisherigen Versuche, welche darauf abzielten, die Toxidität des Produktes unter Beibehaltung seiner therapeutischen Wirksamkeit herabzusetzen, gescheitert. Ein weiteres Hindernis lag in der grossen Schmerzhaftigkeit bei Applikation im Organismus. 



   Versuche, welche angestellt wurden, haben nun ergeben, dass die Präparate mit Zusätzen versehen werden können, welche die toxischen Eigenschaften zum Verschwinden bringen, wogegen die therapeutischen Wirkungen nicht   geschwächt,   unter Umständen sogar infolge adsorptiver und sensibilisierender Wirkungen gesteigert werden. Das Toxin befindet sich nämlich in einem Zustande der Entgiftung. 



   Als ein solcher geeigneter Zusatz hat sich beispielsweise kolloidaler Schwefel erwiesen. Spritzt man weissen Mäusen   0'5 em3   eines konzentrierten Bienengiftes ein, so stirbt das Tier innerhalb 30 Minuten. Setzt man nun dem Bienengift   auf 10 cm3   des   konzentrierten Präparates 2 cm3 einer   kolloidalen Schwefellösung enthaltend   VM-ooo an Schwefel   zu und spritzt man nunmehr einen halben Kubikzentimeter ein, so treten keinerlei Vergiftungserscheinungen auf. Das Tier bleibt am Leben. 



   Wird vor Injektion eines solchen Präparates ein schmerzstillendes Mittel injiziert, so treten durch kurze Zeit hindurch keine Schmerzen auf. Die nicht neutralisierten, geringen Schmerz auslösenden Komponenten des Giftes kommen jedoch nachher zur Wirkung. Eine völlige Ausschaltung 
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 Gifte noch vor der Injektion beigemengt wird. Es werden beispielsweise gute Wirkungen erzielt, wenn 0'5 cm3 des oben beschriebenen Präparates, bestehend aus konzentriertem Bienengift plus kolloidaler Schwefellösung, 1 em3 einer   4% igen Novocain-Adrenalinlösung   zugesetzt wird. In die Augenbindehaut eines Menschen injiziert kann das Präparat ohne Verursachung von Schmerzen seine Wirkung entfalten. 



   Es ist jedoch beachtenswert, dass diese schmerzstillenden Eigenschaften gerade dann auftreten, wenn das   Analgeticum   dem Präparat noch vor der Injektion zugesetzt wird. Die gesonderte Injektion des   Analgeticums   kann damit erspart werden. 



   Auf der Suche nach weiteren Mitteln, welche die gleiche Wirkung wie kolloidaler Schwefel auslösen, wurde ferner Chlorina   (Toluolsulfonchloramidnatrium)   gefunden. Bemerkenswert ist, dass es sich durchwegs um Stoffe handelt, welche Schwefel enthalten. In Chlorina ist überdies eine besondere Wirkung auf die Anwesenheit einer Amingruppe   zurückzuführen.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Entgiftung bzw. zur Herabsetzung der toxischen Wirkung tierischer Gifte, wie Bienengift, Viperngift, Skorpiongift u. dgl., gekennzeichnet durch den Zusatz von Verbindungen, welche Schwefel enthalten, wie kolloidalen Schwefel und Toluolsulfonehloramidnatrium. 

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Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, dass dem tierischen Gift noch ein Analgeticum zugesetzt wird. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT149863D 1934-05-14 1934-05-14 Verfahren zur Entgiftung bzw. zur Herabsetzung der toxischen Wirkung tierischer Gifte. AT149863B (de)

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