<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Zerlegung von Gasen, insbesondere von Luft durch Verflüssigung und Rektifikation.
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Anstatt die zu zerlegende Luft in die Flüssigkeit am Fusse der ersten Säule einzuleiten kann man in etwas abweichender Arbeitsweise z. B. auch die vorgekühlte Luft durch einen mit flüssiger Luft oder flüssigem Sauerstoff gefüllten Bullertopf streichen lassen und aus der Flüssigkeit des Bullertopfes die niedergeschlagene Kohlensäure in geeigneter Weise, z. B. durch Filtration entfernen. Die besten Erfolge erzielt man,, wenn zwecks Abscheidung der Kohlensäure die Luft mit einer Flüssigkeit durchmischt wird. Mit etwas schlechterer Wirkung kann man jedoch auch hydrodynamische Abscheider verwenden, die zweckmässig zusätzlich z. B. durch den abziehenden Stickstoff gekühlt werden.
Es sind schon verschiedene Vorschläge gemacht worden, um die durch Ausscheidung von Kohlensäure oder Wasserdampf bedingten Schwierigkeiten bei der Zerlegung von Luft zu beseitigen. So hat man vorgeschlagen, die Luft nach einer gewissen Vorkühlung über die Adsorptionsmittel zu leiten. Man hat ferner vorgeschlagen, die gesamte Luft vor Eintritt in den Zerlegungsapparat unter Druck durch äussere Kühlung zu verflüssigen und die sich hiebei in der Flüssigkeit ausscheidende feste Kohlensäure durch Absitzenlassen abzutrennen.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung unterscheidet sich von dieser Arbeitsweise dadurch, dass die zu verarbeitende Luft nicht vollständig in einer gesonderten, der Zerlegungsapparatur vorgeschalteten Einrichtung verflüssigt zu werden braucht, was beträchtliche Druck-und Kälteverluste zur Folge hat, sondern lediglich mit einem geringen Anteil flüssiger Luft vermischt wird.
Die Vorteile des neuen Verfahrens bestehen darin, dass man auf die vollständige Ausscheidung der Kohlensäure in oder vor den Kältetauschern, welche im allgemeinen Schwierigkeiten und Unkosten
EMI2.1
nuierlich wirkenden Kältetausehern auf eine vollständige Vorreinigung der Luft von Kohlensäure zu verzichten und dafür die Luft durch ausreichend hohe Strömungsgeschwindigkeit und entsprechende Querschnittsgestaltung der Gegenströmerrohre so zu führen, dass die Kohlensäure sich nicht als fester Beschlag an den Wänden absetzt, sondern in Staub-und Nebelform bis zum kalten Ende der Kältetauscher mitgeführt und dort gemäss der Erfindung ausgeschieden wird.
In gleicher Weise wie bei Luft lässt sich das Verfahren sinngemäss auch zur Abscheidung der letzten Reste in fester Form kondensierbarer Substanzen bei der Zerlegung anderer Gasgemische durch Tiefkühlung anwenden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Zerlegung von Gasen, insbesondere von Luft durch Verflüssigung und Rektifikation, wobei die Vorkühlung des Frischgases und die Wiedererwärmung der Zerlegungsprodukte in periodisch gewechselten Kältespeichern erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Kältespeichern bis auf den Taupunkt abgekühlte Luft mit flüssiger Luft bzw. flüssigem Sauerstoff in Berührung gebracht wird und die in der Flüssigkeit sich sammelnden Kondensate aus ihr insbesondere durch Filtrieren in an sich bekannter Weise entfernt werden.
<Desc / Clms Page number 1>
Process for the decomposition of gases, in particular air, by liquefaction and rectification.
EMI1.1
<Desc / Clms Page number 2>
Instead of introducing the air to be broken down into the liquid at the foot of the first column, you can work in a slightly different manner, for. B. also let the pre-cooled air pass through a Bullertopf filled with liquid air or liquid oxygen and from the liquid of the Bullertopfes the precipitated carbonic acid in a suitable manner, e.g. B. remove by filtration. The best results are achieved when the air is mixed with a liquid in order to separate the carbonic acid. With a somewhat poorer effect, however, you can also use hydrodynamic separators, which are also useful for B. be cooled by the withdrawing nitrogen.
Various proposals have already been made to eliminate the difficulties caused by the separation of carbonic acid or water vapor in the decomposition of air. It has been proposed, for example, to pass the air over the adsorbent after a certain pre-cooling. It has also been proposed to liquefy all of the air under pressure by external cooling before it enters the decomposition apparatus and to separate off the solid carbonic acid which is separated out in the liquid by allowing it to settle.
The method of the present invention differs from this mode of operation in that the air to be processed does not need to be completely liquefied in a separate device upstream of the dismantling apparatus, which results in considerable pressure and cold losses, but only with a small proportion of liquid air is mixed.
The advantages of the new process consist in the fact that one can rely on the complete elimination of the carbon dioxide in or in front of the cold exchangers, which is generally difficult and expensive
EMI2.1
naturally acting cold exchangers to forego a complete pre-cleaning of the air from carbonic acid and instead to guide the air through a sufficiently high flow velocity and appropriate cross-sectional design of the countercurrent pipes so that the carbonic acid does not settle as a solid fog on the walls, but in the form of dust and mist to the cold end of the cold exchanger is carried along and is eliminated there according to the invention.
In the same way as with air, the process can also be used for the separation of the last residues in solid form of condensable substances when other gas mixtures are broken down by deep freezing.
PATENT CLAIMS:
1. A method for the decomposition of gases, in particular air by liquefaction and rectification, wherein the pre-cooling of the fresh gas and the reheating of the decomposition products takes place in periodically changed cold storage, characterized in that the air cooled in the cold storage to the dew point with liquid air or . Liquid oxygen is brought into contact and the condensates that collect in the liquid are removed therefrom, in particular by filtration, in a manner known per se.