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Hallenbauwerk.
Die Erfindung bezieht sich auf Hallenbauwerke und bezweckt in erster Linie, diese so auszubilden, dass sie gleichzeitig eine möglichst grosse Spannweite überdecken und eine möglichst grosse Festigkeit und insbesondere Steifigkeit besitzen. Mit der Erfindung wird dies für hallenförmige Bauwerke grundsätzlich dadurch erzielt, dass ihre raumumschliessenden Teile gleichzeitig das Tragwerk der Halle bilden und doppelwandig ausgebildet sind. Weiterhin besteht die Erfindung darin, dass die beiden Wandungen, die das Tragwerk und zugleich das Dach und die Seitenwände des Bauwerkes bilden, in einem bestimmten Abstande voneinander angeordnet und miteinander durch stegartige Wände verbunden sind, die vollwandig, als Fachwerk oder als Rahmenwerk ausgebildet werden können.
Eine in dieser Weise gemäss der Erfindiung ausgeführte Halle ist somit ein einheitliches, als ein Ganzes wirkendes Bauwerk, das als ein grosser Träger betrachtet werden kann, dessen Ober-und Untergurt durch die raumabschliessenden Wandungen und dessen Steg durch sämtliche Verbindungswände gebildet werden. Infolge ihrer Eigenart zeichnet sich die Halle nach der Erfindung durch zahlreiche wertvolle Eigenschaften aus, so vor allem durch geringen Baustoffaufwand bei grosser Spannweite, sodann aber auch durch grosse Unempfindlichkeit gegen Teilzerstörungen, durch guten Schutz gegen Wärmeeinflüsse, durch Feuersicherheit und doppelte Sicherheit gegen das Durchschlagen von Brandbomben.
Die Erfindung eignet sich daher insbesondere zur Anwendung bei Flugzeug-und Luft- schiffhallen. Wählt man beispielsweise Blech als Baustoff für die Halle, so bietet die sehr nachgiebige und zähe doppelte Blechhaut etwa darauf fallenden kleinen Bomben einen sehr hohen Widerstand ohne irgendeine Splitterwirkung. Ferner können aus dem Bauwerke grosse Stücke herausgerissen werden, ohne dass dadurch seine Standfestigkeit wesentlich beeinflusst wird, weil infolge des eigenartigen Aufbaues die den zerstörten Teilen benachbarten Bauglieder den Ausfall an Tragkraft übernehmen. Bei einem Bauwerke nach der Erfindung können daher auch an beliebigen Stellen in den Wandungen einzelne Lichtöffnungen vorgesehen werden, ohne dass dadurch seine Standfestigkeit und seine übrigen Vorzüge beeinträchtigt werden.
Die zwischen den beiden Wänden eingeschlossene Luftschicht ist ein schlechter Wärmeleiter und bietet einen guten Wärmeschutz.
Um den Wandungen die nötige Steifigkeit zur Aufnahme der auf sie wirkenden Kräfte zu erteilen, kann man allen oder auch einzelnen von ihnen eine gewellte Form geben.
Auf der Zeichnung sind in Fig. 1 und 2 in Schrägansicht zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, während Fig. 3 in grösserem Massstabe einen Teil des Schnittes nach III-III der Fig. 2 zeigt.
Fig. 1 stellt eine tonnenförmige Halle, z. B. eine Luftsehiffhalle, dar, deren gesamte Wandung erfindungsgemäss durch zwei in gewissem Abstande angeordnete Blechhäute 1 und 2 gebildet wird. Wie der Ausschnitt aus der oberen Haut 1 erkennen lässt, sind die beiden Blechhäute 1 und 2 durch stegartige Wände 3 und 4, ebenfalls aus Blechen bestehend, verbunden, die in der Quer-und in der Längsrichtung der Halle angeordnet sind.
Die Halle nach Fig. 2 unterscheidet sich von der vorbeschriebenen nur durch ihre Querschnittsform, welche senkrechte Seiten-und flache Dachwände zeigt. In den Seitenwänden können Fenster- öffnungen 5 vorgesehen werden, was in gleicher Weise auch bei der Halle nach Fig. 1 möglich ist.
Wie aus dem Querschnitte nach Fig. 3 ersichtlich, kann man den Dachhautbleehen eine Wellenform geben, indem man beispielsweise Z-oder rinnenförmige Bleche 6 zu Tafeln zusammensetzt. Die stegartigen Bleche 7 greifen zweckmässig an den Stossstellen je zweier Tafeln an und sind mit Versteifung-
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rippen 8 versehen. Bei wellenförmiger Ausbildung der raumumsehliessenden Wandungen können statt der quer zu den Wellen liegenden stegartigen Wände 4 an den Innenseiten der Wände 6 niedrige Aus-
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erleichtern.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Hallenbauwerk, dadurch gekennzeichnet, dass die gleichzeitig das Tragwerk der Halle bildenden raumumschliessenden Teile doppelwandig derart ausgebildet und miteinander verbunden sind, dass das ganze Bauwerk einen einheitlichen Träger darstellt, dessen Ober-bzw. Untergurt die Wandungen (1, 2) und dessen Steg die diese Wandungen verbindenden Teile bilden.