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Injektor mit selbsttätigem Schlabberventilabschluss.
Die Erfindung beinhaltet eine Verbesserung von Injektoren, die mit einer Einrichtung zum selbsttätigen Schliessen des Schlabberventils in Abhängigkeit vom Druck des Förderwassers nach dem Patent Nr. 148643 versehen sind.
Nach dem Stammpatent kann dieser selbsttätige Schlabberventilabschluss durch einen Kolben erfolgen, der in bewegungssichere Verbindung mit dem Druckventil gebracht ist und durch eine
Stopfbüchse aus dem mit dem Kessel in Verbindung stehenden Druckraum des Injektors nach aussen führt. Dieser Kolben wird Sehlabberkolben genannt. Er stösst mit seinem aus dem Druckraum herausgeführten Ende gegen einen Hebel und drückt durch diesen während des Ganges des Injektors das Schlabberventil dichtend auf seinen Sitz.
Beim Abstellen des Injektors bewirkt der vom Kessel auf das Druckventil ausgeübte Rückdruck, dass es sich auf seinen Sitz aufsetzt, wobei wegen der erwähnten bewegungssicheren Verbindung zwischen dem Druckventil und dem Schlabberkolben auch der Sehlabberkolben nach unten gezogen wird. Dadurch wird das Schlabberventil wieder freigegeben.
Ist nun die Reibung, die der Schlabberkolben in seiner Stopfbüchse findet, gross, so kann es vorkommen, dass der vom Kessel auf das Druckventil ausgeübte Riiekdruek nicht ausreicht, diese Reibung zu überwinden, so dass der Schlabberkolben in jener Stellung verharrt, in welcher das Druckventil offen steht und das Sehlabberventil gesperrt ist.
Dieser Nachteil wird erfindungsgemäss durch eine Einrichtung behoben, von der ein Ausführungsbeispiel an Hand der Figur beschrieben sei :
Der Injektorkörper 1 enthält, wie üblich, die Frischdampfdüse 2, die Mischdüse 8 und die Druckdüse 4.5 ist der Druckraum und 6 der Schlabberraum des Injektors, während 7 jener Raum ist, über welchen das Wasser den Injektordüsen zugeführt wird. Über die Öffnung des Druckventilsitzes 18 steht der mit dem Kessel verbundene Raum 8 des Injektors, wenn dieser in Tätigkeit und das Druckventil 15 geöffnet ist, mit dem eigentlichen Druckraum 5 in Verbindung.
Wie die schematische Figur zeigt, ist nun das Druckventil erfindungsgemäss als ringförmiger Körper ausgebildet und besitzt oben eine ringförmige Diehtungsfläche 16, gegen welche sich ein Bund 17 des Schlabberkolbens 12 dichtend aufsetzt, wenn sich der Schlabberkolben 12 in seiner gezeichneten tiefsten Lage befindet.
Weiters ist das verdickte Ende 10 des Sehlabberkolbens 12 so ausgebildet, dass es in jeder Betriebslage in den Hohlraum des Ringventiltellers 15 eingreift. Der Ringventilteller 15 wird auf diese Weise in jeder Betriebslage vom Kolbenansatz 10 in lotrechter Richtung geführt. Der Schlabberkolben 12 ist, wie die Zeichnung zeigt, durch eine Stopfbüchse 11 nach aussen geführt und kann mit seinem oberen Ende gegen das Ende 13 eines zweiarmigen Hebels M, 13'stossen. Das andere Hebelende 1. 3' kann auf das Sehlabberventil j ! einwirken und es auf seinen Sitz drücken, wenn der Hebel 13, 13'der Uhrzeigerbewegung entgegen um seinen Drehpunkt 19 gedreht wird.
Diese Anordnung wirkt wie folgt :
Wird der Injektor angelassen, so hebt der im Druckraum 5 entstehende Förderdruck sowohl den Ringventilteller 15 als auch den Kolbenansatz 10 mit dem Schlabberkolben 12 nach oben an, wodurch der Weg vom Druckraum 5 über die Öffnung des Ventilsitzes 18 in den Raum 8 und zum Kessel für das Förderwasser freigegeben wird. Dabei drückt das obere Ende des Schlabberkolbens 12 das Hebelende 13 nach aufwärts, während das andere Hebelende 18'das Schlabberventil14 nach unten auf seinen Sitz drückt.
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Beim Abstellen des Injektors wirft der vom Kessel wirkende Rückdruck zunächst nur den lose am Kolbenansatz 10 geführten Ringventilteller 1. sofort nach unten auf seinen Sitz 18, und von diesem Zeitpunkte an wirkt, weil der Kolbenansatz 10 die Öffnung 9 des Ringventiltellers 15 ausfüllt, von oben her auf die Querschnittsdifferenz zwischen dem Kolbenansatz 10 und dem Schlabberkolben 12 der erwähnte Rückdruck des Kessels mit voller Kraft und zieht den Sehlabberkolben nach abwärts, bis
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des Hebels 13, 13' vom Schlabberkolben 12 freigegeben, wodurch das Schlabberventil14 frei beweglich wird und der Injektor wieder in jenen Zustand versetzt ist, der ein sicheres Angehen desselben gewährleistet.