AT151303B - Raketen für beliebige feste Treibstoffe. - Google Patents

Raketen für beliebige feste Treibstoffe.

Info

Publication number
AT151303B
AT151303B AT151303DA AT151303B AT 151303 B AT151303 B AT 151303B AT 151303D A AT151303D A AT 151303DA AT 151303 B AT151303 B AT 151303B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
rocket
propellant
layers
producing
combustion
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Rudolf Ing Zwerina
Hermann Ing Stolfa
Original Assignee
Rudolf Ing Zwerina
Hermann Ing Stolfa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rudolf Ing Zwerina, Hermann Ing Stolfa filed Critical Rudolf Ing Zwerina
Application granted granted Critical
Publication of AT151303B publication Critical patent/AT151303B/de

Links

Landscapes

  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Raketen für beliebige feste Treibstoffe. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Hülse einbringen, da diese Teile keine Hohlräume besitzen (Fig. 10) und daher fest gegen die Hülseninnenwand gepresst werden können. Dabei erhält die letztere wellenartige Einbuchtungen (Fig. 11), die eine Gewähr für sicheres Abdichten längs der Hülseninnenwand bieten, was unbedingte Voraussetzung zur Vermeidung des Hinterzündens längs der   Hiilseninnenwand   ist. Fehlt dieser luftdichte Abschluss, so muss die Rakete explodieren.

   Werden schliesslich die einzelnen Treibstoffteile in nicht hartem Zustand in die Hülse eingebracht, so wird durch Pressen in der Hülse der Treibstoffteil nach Fig. 11 a geformt, erforderlichenfalls soll erfindungsgemäss ein Treibstoffteil mit Einbuchtungen an seiner anfänglichen   Entf1ammungsf1äche   versehen werden, wodurch   Verbrennungsdruckerhöhung   und damit wieder Intensivierung der Verbrennung erreicht wird, weil gewisse Treibstoffe um so rascher und damit wirksamer vergast werden, je grösser der Druck im Verbrennungsraum ist (Fig. 12). 



   Es ist auch Gegenstand der Erfindung, die Rakete während ihrer Fahrt teilweise durch Schwarzpulver oder rauchloses Pulver, teilweise aber durch schärfere Treibstoffe, die erforderlichenfalls durch 
 EMI2.1 
 gemäss entweder in vorbeschriebenen Raketen erfolgen können oder aber in Raketen nach Fig. 6. 



   Solche Raketen können in dem an die Düse anschliessenden Teil z. B. Schwarzpulver oder irgendeinen Raketentreibsatz enthalten. Die an diesen Teil c oder c und d in Fig. 6 anschliessenden Treibstoffschichten   eX t und   folgende sollen nach der gemäss Fig. 1 beschriebenen Art oder je nach Erfordernis gemäss den Fig. 7 bis einschliesslich 12 ausgebildet sein, wobei diese ihrer Zusammensetzung nach entweder aus rauchlosem Pulver, aus Schwarzpulver (schärfer als der Raketentreibsatz bei e) oder aus schärferen Treibmitteln, als rauchloses Pulver ist, bestehen. 



   Ist eine Rakete nach Fig. 6 erforderlich, dann ist erfindungsgemäss die Ausbildung der ersten, der Düse somit   nächstgelegenen Entflammungsoberfläche nach   Fig. 3   möglich.   Es ist verschiedentlich bekannt, mehrere Hohlräume in allseits abgeschlossenen Treibstoff teilen anzuordnen. Dies kann sinngemäss auch auf den der Düse   nächstgelegenen   Treibstoffteil Anwendung finden. Erfindungsgemäss wird aber nach Fig. 3 ein solcher Treibstoffteil mit mehreren Hohlräumen in der Rakete selbst, u.   zw.   so erzeugt, dass zunächst an Stelle der Auspuffdüse eine Pressunterlage gemäss Fig. 4 Verwendung findet, die nach dem Pressen der Rakete entfernt und an deren Stelle eine Düse beliebiger Konstruktion nachträglich in der Raketenhülse befestigt wird.

   Bekanntlich werden die Düsen der Raketen stets sehr kurz ausgeführt, da sie beim Pressen der Raketentreibladung den Hub der Presse unnötig erhöhen, weiters bei grosser Länge einen sehr bedeutenden Teil des Gesamtgewichtes der Rakete bilden. Erfindungsgemäss werden die Düsen   nachträglich,   also nach erfolgtem Pressen der Rakete in die Raketenhülsen eingesetzt. So ist es möglich, die Düsen aus spezifisch leichtem Material anzufertigen, da die Beanspruchung durch den Pressdruek fortfällt. Für erfindungsgemässe Düsen kommt solcherart z. B. Holz in Betracht, das durch Anstrich oder Verkleidung, z. B. Kupferblech, gegen Verbrennung   geschützt   wird, wie dies Fig. 3 bei b und c zeigt. 



   Erfindungsgemäss wird ein plötzlicher Start der Rakete dadurch bewirkt, dass der Düsenaustrittsquerschnitt durch einen plattenförmigen oder sonst zweckmässig geformten Verschluss (Fig. 3e) zunächst gegen den die Rakete umgebenden Raum abgeschlossen, dann aber durch den Druck der sieh entwickelnden Gase der Verschluss ausgetrieben wird und die Gase bei grosser Druckdifferenz ausströmen. 
 EMI2.2 
 bedeutet die Hülse der Rakete, b die Düse,   -t6   Treibstoff teile. 1-6 sind Schichten des Treibstoffes, konzentrisch um den Mittelpunkt des Linienzuges 1   angeordnet. 1'-4'sind Schichten   des Treibstoffes konzentrisch um den Mittelpunkt des Linienzuges l'angeordnet (Richtung der Treibmittelgase beim Ausströmen daher so wie einleitend ausgeführt).

   Fig. 2 stellt den Längsschnitt durch eine Hülse und das   Pressunterlagsstüek   für die aus Fig. 1 ersichtliche Rakete dar. a ist die Hülse, b das Pressunterlags-   stück,   1 und   T Treibmittelsehichtenbegrenzung   gemäss Fig. 1. Fig. 3 stellt den Längsschnitt durch eine erfindungsgemässe Rakete mit mehreren Hohlräumen in einem Querschnitt durch die Rakete, dar. a ist die Hülse, b die Düse, e die Düsenwandverkleidung (Kupferblech od. dgl. wie vorstehend ausgeführt), e das   Verschlussstück   der Düse.

   Fig. 4 stellt den Längsschnitt durch das   Pressunterlagsstück   für eine Rakete gemäss Fig. 3 dar. a ist das   Pressunter1agsstÜck   mit einem Dorn für den Haupt- 
 EMI2.3 
 dem Pressen der Rakete zweckmässig zuerst jeder für sich entfernt und dann das Pressunterlagsstück allein in bekannter Art aus der Hülse durch Drehung entfernt werden. Fig. 5 ist ein Querschnitt durch die Fig. 3. a ist die Hülse, d der Treibstoff. Fig. 6 stellt den Längsschnitt durch eine Rakete dar, die in einem Teil, z. B. Schwarzpulver, im andern schärfere Treibstoffe enthält. 
 EMI2.4 
 Treibstoffteile z. B. schärferer Zusammensetzung. Fig. 7 ist ein Längsschnitt durch den Treibstoffteil der erfindungsgemässen Rakete. a ist die Hülse, b und d sind Treibstoffteile, e ist das Verzögerungsmittel.

   Fig. 8 ist ein Längsschnitt durch den Treibstoffteil einer erfindungsgemässen Rakete. a ist die Hülse, b ist das Verzögerungsmittel, c und d sind Treibstoffteile. Fig. 9 ist ein gleichartiger Längsschnitt, aber mit konischer Hülse a, Verzögerungsmittel b, Treibstoffteile e und d. Fig. 10 ist ein gleichartiger Längsschnitt. a ist die Hülse,   b und c   sind Treibstoffteile. Fig. 11 ist ein gleichartiger Längsschnitt. a ist die Hülse, b ein Treibstoffteil, der in die Hülse eingepresst ist und Einbuchtungen in der Hülsen- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 innenwand erzeugt hat. Fig. 11 a ist ein gleichartiger Längsschnitt.   a   ist die Hülse, bund c sind Treibstoffteile, die beim Einpressen einerseits in die Hülseninnenwand, anderseits einer in den andern Einbuchtungen bewirken.

   Fig. 12 ist ein gleichartiger Längsschnitt. a ist die Hülse, b der Treibstoffteil. 



   Mit vorstehend beschriebenen Raketen kann man auch Stufenraketen bilden, die bekanntlich so funktionieren, dass eine Stufe nach der andern ihre Treibladung verbraucht, wodurch Geschwindigkeitsaddition in bekannter Weise erfolgt und sehr grosse Strecken zurückgelegt werden können. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rakete für beliebige feste Treibstoffe mit massivem Treibstoffkörper, dadurch gekennzeichnet, dass der ganze Treibmittelkörper aus einzelnen Schichten mit konzentrisch zur Düsenhalsmitte ausgebildeten   Trennfläche     (Brennfläehen)   besteht, wobei die von den letzteren senkrecht ausgehenden
Gasstrahlen direkt und vorwiegend geradlinig in die   Düsenhalsmitte   gerichtet sind.

Claims (1)

  1. 2. Rakete nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung, die Dicke sowie die chemischen Eigenschaften der einzelnen Schichten des Treibmittelkörpers derart bemessen sind, dass die Geschwindigkeit der Treibgasentwieklung und die Menge der jeweils entwickelten Treibgase dem allmählich grösser werdenden Brennraumvolumen entsprechend den gleichen oder einen steigenden oder einen fallenden Brennraumdruck ergeben, wobei die an jeder Brennoberfläche entwickelt Vortriebskraft stets die günstigste Raketenfahrgeschwindigkeit ergibt.
    3. Rakete nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Treibmittelschichten - zwecks Regelung ihrer Verbrennung-durch die Verbrennung verzögernde Mittel voneinander getrennt sind.
    4. Verfahren zur Erzeugung einer Rakete nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Treibmittelschichten schon ausserhalb der Raketenhülse mit einem die Verbrennung der Treibmittelschicht mehr oder weniger beeinflussenden (verzögernden oder beschleunigenden) Mittel umgeben sind und mit dieser Umhüllung durch Pressen in die Raketenhülse eingeführt werden.
    5. Verfahren zur Erzeugung einer Rakete nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Treibstoffschichten ausserhalb der Rakete gepresst und so in die an sich oder nur in ihrer Innenwand konisch ausgebildete Raketenhülse eingepresst werden.
    6. Verfahren zur Erzeugung einer Rakete nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Treibmittelsehiehten innerhalb einer konischen Hülse so eingepresst werden, dass luftdichter Abschluss gegen die Innenwand der Raketenhülse entsteht.
    7. Verfahren zur Erzeugung einer Rakete nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Treibmittelschichten in plastischem Zustand in die Raketenhülsen eingebracht werden, derart, dass sie sowohl gegeneinander als auch gegen die Hülseninnenwand hin durch räumliche Flächen luftdichten Abschluss herbeiführen.
    8. Rakete nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Treibmittelschichten, insbesondere aber die der Düse nächstgelegene mit Einbuchtungen an ihrer anfänglichen Entflammungs- EMI3.1 und damit wiederum raschere Verbrennung ergibt.
    9. Verfahren zur Erzeugung von Raketen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse in die fertig gepresste Rakete nachträglich eingebracht wird.
    10. Verfahren zur Erzeugung von Raketen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in Raketen gemäss Fig. 1 und Fig. 6 die Treibmittelschichten abwechselnd aus Raketensatz und Schwarzpulver oder aus Schwarzpulver und rauchlosem Pulver, eventuell rauchlosem Sprengmittel bestehen.
    11. Rakete nach den Ansprüchen 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Raketensatzschicht oder die Sehwarzpulverschicht zum Anfahren, die Schwarzpulversehichten oder die rauchlose Pulverschicht zur Weiterfahrt benutzt werden oder umgekehrt.
AT151303D 1933-11-18 1933-11-18 Raketen für beliebige feste Treibstoffe. AT151303B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT151303T 1933-11-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT151303B true AT151303B (de) 1937-11-10

Family

ID=3646563

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT151303D AT151303B (de) 1933-11-18 1933-11-18 Raketen für beliebige feste Treibstoffe.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT151303B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69104781T2 (de) Patronenhülsenelement mit verbrennbarer Hülse, mit einem solchen Element versehene halbverbrennbare Munition und Verfahren zum Laden dieser Munition.
DE596300C (de) Rakete
EP0463414A1 (de) Flügelstabilisiertes Geschoss
DE1013202B (de) Patrone mit Leitwerk-Geschoss
DE1601663A1 (de) Wandelement fuer eine Brennkammer
DE2206646A1 (de) Zündanordnung
AT151303B (de) Raketen für beliebige feste Treibstoffe.
DE2504906B2 (de) Treibladungsanzünder
DE2456721C2 (de) Mehrkammer-Raketentriebwerk
DE1428680A1 (de) Verbesserungen an Huelsen fuer Feuerwaffenmunition
EP0100840B1 (de) Teilverbrennbarer Treibladungsanzünder
DE949726C (de) Kraftgas erzeugende Ladung
DE3151673A1 (de) Flammleitrohr fuer treibladungsanzuender
DE2504756A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum zusammenpressen von feinteiligen festen explosivstoffen in einem granatmantel oder in einer treibladungshuelse
DE1154978B (de) Treibsatz fuer Feststoffraketen, insbesondere fuer Kurzbrennraketen
DE585850C (de) Patronenlager
DE3402121A1 (de) Hohlladungsgeschoss
DE1148816B (de) Rakete und Verfahren zu ihrem Zusammenbau
AT395910B (de) Jagdgeschoss
DE1199056B (de) Verfahren zur Herstellung von Feststoffraketen-Treibladungen
DE2404870C2 (de) Verzögerungseinrichtung mit in einem Gehäuse angeordneten pyrotechnischen Verzögerungssatz
DE3139525A1 (de) Verfahren zum zuenden einer gaserzeugenden treibladungskartusche und konstruktion einer derartigen kartusche
DE2757814C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Treibladungen aus doppelbasigen Propergolen
DE968599C (de) Als Traeger, insbesondere fuer eine Leine oder eine pyrotechnische Fuellung dienende Rakete
DE1476941C1 (de) Verfahren zur Herstellung einer Feststoffrakete