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Wagenkasten für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge.
Die Erfindung bezieht sich auf Fahrzeuge, insbesondere Kraftfahrzeuge mit Stromlinienkarosserie, die das Fahrgestell und die Räder überdeckt, u. zw. besteht die Erfindung darin, dass der Wagenkasten die breiteste Stelle im Bereich der Hinterräder aufweist und dass die sich dadurch ergebende Ver- schlechterung der Stromlinienform infolge verhältnismässig plötzlicher Verjüngung des Fahrzeugkörpers auf folgende Weise ausgeglichen wird :
In den unteren, nach hinten verjüngten Teilen der Seitenwände des Fahrzeugkörpers sind unmittelbar hinter seiner breitesten Stelle an sich bekannte, nach rückwärts gerichtete Schlitze angebracht.
Durch diese Schlitze wird Luft, die weiter vorn, etwa an der Stelle der grössten Breite des Fahrzeugkörpers, in dessen Inneres eingeleitet wird, nach aussen geführt. Durch diese Luftzuführung wird an der stark verjüngten Stelle eine Unterbrechung des Strömungsvorganges wirkungsvoll verhindert, so dass auch bei verhältnismässig kräftiger Verkürzung des die Hinterräder überbauenden Heekteiles ein wirbelfreier Abfluss bei geringstem Widerstand erfolgen wird. Da die an den Schlitzen vorbeistreichende Luftströmung einen kräftigen Unterdruck in den mit den Schlitzen in Verbindung stehenden Innenraumteilen des Fahrzeugkörpers ergibt, wird das Fahrzeuginnere auch wirksam belüftet.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise schematisch veranschaulicht, u. zw. zeigt Fig. 1 ein erfindungsgemäss ausgebildetes Fahrzeug im Grundriss, Fig. 2 eine Seitenansicht hiezu und Fig. 3 eine Vorderansicht des Fahrzeuges gemäss den Fig. 1 und 2.
Gemäss Fig. 1 wird in der Draufsicht der Hauptkörper 5 an seinem hinteren Ende 6 so breit gestaltet, dass er die Hinterräder 7 voll überdeckt. Unmittelbar hinter den Hinterrädern 7 wird die Seitenwand 8 des Körpers kräftig eingezogen, so dass sich ein annähernd dreieckiges Heck 6 mit abgerundeter Spitze ergibt. Die Vorderräder 9 hingegen ragen aus dem Hauptkörper 5 frei heraus, und an den Hauptkörper sind nun kotflügelartige Mulden 10 angesetzt, welche die Räder 9 überdecken und mit dem Hauptkörper 5 die Schnittlinie 11 ergeben.
Die grösste Verengung der Stromlinien, also die grösste Geschwindigkeit der Strömung, herrscht in der Zone i-B, und durch die zuvor beschriebene Ausbildung des Hecks wird ein wirbelfreier Abfluss der Strömung sichergestellt.
Gleichzeitig ergibt diese Formgestaltung folgende Vorteile in bezug auf Belüftung des Fahrzeuges :
Der Staupunkt am Vorderteil des Wagens wird konzentriert in die Zone C-D. Von dieser Stelle grössten Druckes kann also beispielsweise Kühlluft für den Motor abgezapft und dem Kühler zugeführt werden. Die Ausstossöffnung dieser abgeleiteten Strömung ist nun in eine Zone des Rück- teiles zu leiten, an der kräftiger Unterdruck herrscht. Eine solche Zone stellt die Seitenwand 8 des Heckes 6 dar. Werden daher Ausströmsehlitze 14 an dieser Seitenwand 8 des Heckes 6 angebracht, so wird zwischen der Zone C-D und diesen Ausströmsehlitzen besonders starkes Druckgefälle herrschen.
Gleichzeitig aber wird die Zuführung neuer Strömungsenergie an dieser Stelle eine Unterbrechung des Strömungsvorganges wirkungsvoll verhindern, so dass auch bei verhältnismässig kräftiger Verkürzung des die Hinterräder überbauenden Heckteiles ein wirbelfreier Abfluss bei geringstem Widerstand erfolgen wird.
Anstatt die Kühlluft im Vorderteil in der Zone C-D anzuzapfen, kann der Luftstrom vorteilhaft dort, wo grösste Dichte der Stromlinien, also grösste Geschwindigkeit herrscht, abgelenkt werden, also etwa in der Zone E-F am oberen Seitenteil des Körpers, u. zw. etwa in Form herausstellbarer Klappen 15 mit nach vorn gerichteter Öffnung. Diese Anordnung bietet den grossen Vorteil, dass staub-
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freie Luft abgezapft wird und gleichzeitig die starke Verengung der Stromlinien an dieser Stelle eine Verringerung erfährt. Diese Anordnung ist besonders wichtig bei Fahrzeugen mit im Heck angeordnetem Motor. Die Abzapföffnungen der Kühlluft können dabei durch Thermostaten zweckentsprechend selbsttätig geregelt werden.
In der Seitenansicht in Fig. 2 ist der nach abwärts gerichtete Übergang der Wagenoberfläche 16 zu den Seitenwänden deutlich sichtbar, ebenso wie die eingezogenen Seitenwände 8 des Heckes 6 mit den Ausstossschlitzen 14 für die Kühlluft.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Wagenkasten für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge, der einen das Fahrgestell und die Räder überdeckenden, in sich geschlossenen, halben Stromlinienkörper darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass der Wagenkasten im Bereich der Hinterräder die breiteste Stelle aufweist und dass die sich dadurch ergebende Verschlechterung der Stromlinienform infolge verhältnismässig plötzlicher Verjüngung des Fahrzeugheckes dadurch ausgeglichen wird, dass in den unteren, nach hinten eingezogenen Teilen der Seitenwände des Fahrzeugkörpers unmittelbar hinter der breitesten Stelle an sich bekannte, nach rückwärts gerichtete Schlitze angebracht sind, derart,
dass die vorbeistreiehende Luftströmung einen kräftigen Unterdruck in den mit den Schlitzen in Verbindung stehenden Innenraumteilen des Fahrzeugkörpers ergibt und die Schlitze, die weiter vorn, etwa an der Stelle der grössten Breite des Fahrzeugkörpers, eintretende Luft nach aussen ableiten.