AT151517B - Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Teilnehmerstellen. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Teilnehmerstellen.

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AT151517B
AT151517B AT151517DA AT151517B AT 151517 B AT151517 B AT 151517B AT 151517D A AT151517D A AT 151517DA AT 151517 B AT151517 B AT 151517B
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relay
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Kapsch Telephon Telegraph
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden
Teilnehmerstellen. 



   Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Auswahl von Teilnehmerstellen, die an einer gemeinsamen Leitung liegen. 



   Es ist bekannt, dass die bisher, insbesondere in   der Fernsprechtechnik,   bekannten Systeme dieser Art zur Auswahl der Abzweigstellen bzw. der Teilnehmer selbst bei diesen angeordnete Relais oder   Schrittsehaltwerke   benötigen. Solche Anordnungen müssen durch Stromkombinationen oder Impulse gesteuert werden. Werden Gleichstromimpulse zur Steuerung benutzt, so bedingt dies Einrichtungen zur exakten Impulsformung. Diese Systeme sind überdies meist empfindlich gegen Ableitungen. 



  Systeme mit Wechselstromimpulssteuerung, z. B.   sogenannte"dispatehing"-Systeme,   erfordern komplizierte und teuere Sehrittschaltwerke. Die Auswahl der Abzweigstellen an einer gemeinsamen Leitung kann aber, wie bekannt, auch noch durch Aussendung von Tonfrequenzen erfolgen. Diese Systeme sind jedoch äusserst temperaturempfindlich und teuer, da sie eine besondere Präzision der Empfänger und des Senders bedingen. 



   Es ist auch bekannt, die Auswahl von Anschlussstellen in Fernsprechanlagen durch synchron schwingende Pendelwerke zu bewirken (österr. Patent Nr. 72254, D. R. P. Nr. 276073). Die Pendel werden von der Sendestelle nur ausgelöst, sind   aber während   ihrer Bewegung   (Schwingungsdauer)   sieh selbst überlassen, also von der Sendestelle aus in ihrer Schwingungszeit nicht steuerbar. Diese ist bei allen gleichzeitig ausgelösten Pendeln nur durch ihre Pendellängen bestimmt. 



     Gemäss   der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch vermieden, dass die Auswahl der Teilnehmerstellen durch synchron und stetig umlaufende, durch Wechselstrom aus- dem Netz betriebene Auswahlvorriehtungen, z. B. Synchron-oder Asynchronmotoren, erfolgt. Die Auswahlvorriehtung an der Vermittlungsstelle steuert hiebei über die gemeinsame Leitung die Auswahlvorrichtungen der Teilnehmerstellen. 



   Die Zeichnung, in der nur die für das Verständnis der Erfindung notwendigen Einzelheiten dargestellt sind, stellt Ausführungsbeispiele der Erfindung dar, auf welche sie sich jedoch nicht   beschränkt.   



   In Fig. l sind die Teilnehmerstellen   mit AT 1-AT   3 und die Sendestelle mit SA (Amt) bezeichnet. 



  Bei den einzelnen Teilnehmerstellen sind Motoren M.   1-1lI 3 eingebaut,   die z. B. als Asynchron-oder als Synchronmotoren mit Selbstanlauf ausgebildet sind. Im Amte bzw. in der Sendestelle SA ist gleichfalls ein Motor   AM   eingebaut, der die gleiche Laufgeschwindigkeit wie die Motoren   M 1-1lI 3   besitzt. 



   Soll durch die   Sendestelle'S'f : (Amt)   eine der Stellen   AT 1--IT 3   an die Leitung angeschlossen werden, so drückt die Manipulantin in   8a   die Einsehaltetaste ET. Das Senderrelais ST wird erregt und   schliesst   die Kontakte st   l-sot   4. Dadurch gelangt Wechselstrom vom Netze N über den Transformator TR und die Kontakte st 1, st 2 zum Motor   AM   und über die Leitungsäste La,   Lb   auch zu den   Motoren M1#M3.   Alle diese Organe beginnen sich somit kontinuierlich zu drehen.

   Bewegt sieh der Motor   AM   in der Sendestelle aus seiner Ruhelage, so wird der   Unterbrechungskontakt uk geschlossen   
 EMI1.1 
 ein oder mehrere Markierhebel MH mit jenen Kontakten   1-6   des Motorkontaktkranzes MK verbunden, die in ihrer Stellung zum Kontaktarm a den mit der gleichen Nummer bezeichneten   Kon-   takten k   1#k   3 bei den Motoren der Stellen   AT 1#AT 3 entsprechen.   



   Angenommen, im Amte wird nur ein Markierhebel   AH ?   auf Kontakt 3 gestellt. Gelangt der 
 EMI1.2 
 Arm   a 3 - Erde.   



   Da die Arme a 2 bzw. a1 der   Motoren A/2   bzw. M 1 in dieser Winkelstellung keinen Kontakt vorfinden, kann der gesendete Gleichstromimpuls auf die ihnen zugeordneten Anreizwieklungen. 12 bzw. Al nicht einwirken. 
 EMI1.3 
   Erde#Haltewicklung H 3 # Kontakt t 3 # Leitungsast La # Haltekontakt h k   im   Amte-Drossel-   spule   DB-Batterie B-Erde.   Der Haltekontakt hk im Amte Si kann je nach Ausführung der Detailschaltung des Amtes entweder einer jeder Leitung zugeordneten Leitungsklinke oder einem Kippsehalter, z. B. dem Abfragekipper od. dgl., angehören. 



   Durch Erregung des Relais A 3 (H 3) wird die Abzweigstelle AT 3 an die Leitung angeschlossen. 



  Die Auswahl ist somit vollzogen. Die Motoren drehen sieh so lange weiter, bis der Arm des Motors   AM   in seine Ruhestellung gelangt und den Kontakt   M &    öffnet. Das Relais ST fällt ab, öffnet seine Kontakte, schaltet den Strom N ab und alle Motoren bleiben stehen. 



   Wenn mehrere Stellen gleichzeitig an die Leitung angeschlossen werden sollen   (Zirkulare),   werden in der Sendestelle SA mehrere Markierungshebel oder Markierungstasten vorher auf die Kon- 

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 takte   1-6   gestellt. Während der kontinuierlichen Drehung   vom 1118   wird über jeden dieser Kontakte ein Anreizimpuls auf dem Leitungsast Lb gesendet. 



   Es ist für den Erfindungsgedanken belanglos, wie die Apparatur des Amtes selbst schaltungstechnisch entwickelt ist. So könnte z. B. die Markierung nicht durch Markierungshebel, sondern durch eine andere dem Amte angepasste Art erfolgen. 



   Fig. 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Sendestelle für eine Anordnung, bei der die Selektivorgane nur so lange in ununterbrochener Drehbewegung gehalten werden, bis die zur Kennzeichnung bzw. zum Anschluss der gewünschten Abzweigstelle benötigte Stellung erreicht wird. 



   Die Manipulantin im Amte braucht ihre Sendetaste ET nur kurz zu drucken. Das Relais Mr wird erregt und hält sich über den Haltekontakt Kl'4. Das Relais MR schliesst im Amte die Kontakte mr 1-mr 3 (äquivalent mit den Kontakten   sot 3   der Fig. 1) und die Motoren laufen so lange, bis der Arm a des Motors MS z. B. den Kontakt : berührt, wodurch der Gleichstromanreizimpuls ausgesendet wird. Dieser Impuls erregt in diesem Falle aber auch das im Anreizimpulskreis liegende Abschalterelais   AR.   Dieses spricht an und öffnet den Kontakt ar. Letzterer unterbricht den Haltestromkreis des   Relais   es fällt ab und öffnet an seinen Kontakten mr 1, mr 2 den Motorstromkreis. 



   Bei dieser Art der Stillsetzung können besondere Haltestromkreise für die Relais in den Abzweig-   stellen AT 1#AT 3 vermieden   werden. Hiezu ist es nur nötig, den Kontakt   m)'   zu überbrücken. 



  Der Anreizstromkreis bildet nun zugleich den Haltestromkreis : 
 EMI2.1 
 



   Die Motoren können auch in der Ruhestellung gesperrt werden. Dadurch wird erreicht, dass sie durch den Rufwechselstrom des Teilnehmers nicht unbeabsichtigt ausgelöst werden und anderseits eine Weiterdrehung über die Ruhelage hinaus infolge auftretender   Schwungkräfte   ausgeschlossen ist. 



  Damit wird auch der gleichzeitige Anlauf und die gleichzeitige Stillsetzung erreicht. 



   Fig. 3 zeigt diesen Gedanken in einer beispielsweisen Ausführung. Die auf der Motorachse befestigte Scheibe   Sch   wird in der Ruhelage durch den sieh an dem Ankerhebel SH stützenden Stift   g   gehalten. Der Motor kann sich daher so lange nicht in Bewegung setzen, als nicht der Hebel SH durch den Auslösemagnet Ma angezogen wird. Dieser Magnet muss also, sobald die Sendetaste ET (Fig. 1) gedrückt wird, einen Stromstoss erhalten, der durch eine mit der Sendetaste verbundene Relaiskombination erzeugt werden kann. Beim Drücken der Taste ET erhält ein Relais X Strom und   schliesst   den Kontakt   x 1, wodurch über   den Leitungsast Lb die Auslösemagnete Ma erregt werden.

   Das Relais X öffnet seinen Kontakt x 2 und erregt damit das Relais   Y.   Dieses schliesst mit Kontakt y 1 
 EMI2.2 
 und die Auslösemagnete Ma stromlos. Damit durch das abfallende Relais   X   bzw. seinen Kontakt x2 das Relais Y nicht kurzgeschlossen wird, hat dieses mit Kontakt y2 den Kurzschlusskreis geöffnet. Beim Loslassen der Einschaltetaste fällt das Relais   Y   ab. Wenn der Stift g nach einem Umlauf der Scheibe Sch wieder in seine Ausgangsstellung zurückgekehrt ist, hat der Magnet 1lIa mittlerweile den Hebel SH freigegeben, der Stift findet wieder seinen Anschlag und der Motor bleibt trotz der Schwungkraft stehen. Gemäss der Erfindung erfolgt die beschriebene   Auslösung   durch das Teilnehmerrelais. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für   Fernsprechanlagen   mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Teilnehmerstellen, dadurch gekennzeichnet, dass-ohne Zuhilfenahme besonderer Schrittschaltwerke-bei den Teilnehmern und in der Vermittlungsstelle synchron mit der Periodenzahl einer Stromquelle und stetig umlaufende Auswahlvorrichtungen, z. B. Synchron-oder Asynchronmotoren vorgesehen sind und die Auswahlvorrichtungen der Teilnehmerstellen von der Auswahlvorrichtung der Vermittlungsstelle über die gemeinsame Leitung gesteuert werden.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kennzeichnung der gewünschten Teilnehmerstelle entweder während des stetigen Umlaufes der Auswahlvorrichtungen durch einen Gleichstromstoss (Fig. 1) oder durch Unterbrechung des stetigen Umlaufes der Auswahlvorrichtungen (Fig. 2) bewirkt wird.
    3. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswahlvorrichtung des Teilnehmers in der Ruhestellung durch das Teilnehmerrelais gesperrt ist.
AT151517D 1935-12-21 1935-12-21 Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit mehreren an einer gemeinsamen Leitung liegenden Teilnehmerstellen. AT151517B (de)

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