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Doppelmetall-Stehbolzen.
Bei starren Stehbolzen, die vorzugsweise mit den stärkeren Gewindeenden in die Kesselwand geschraubt werden, wurde zur Verhinderung der Korrosion im Wasserraum schon vorgeschlagen, für die Herstellung sogenannte Doppelmetalle zu verwenden, d. h. die Stehbolzen aus zwei ineinanderliegenden Teilen, einem inneren aus widerstandsfähigem Metall von hoher Festigkeit, z. B. Stahl und einem äusseren aus korrosionsfestem geschmeidigen Metall, z. B. Kupfer, herzustellen. Dabei wurde das äussere Metall entweder angegossen, um eine möglichst innige Schweissverbindung zwischen beiden zu erzielen, oder durch Aufeinanderwalzen von Rohren auf das feste Metall aufgebracht.
Auf jeden Fall aber musste die Auflage ziemlich dick, d. h. stärker sein, als die Gangtiefe des zu schneidenden Gewindes an den Bolzenenden, damit der innere korrosionsempfindliehe Kembaustoff nicht angeschnitten wurde. An den Stellen, wo das edlere Metall mit dem unedleren zusammentrifft, würde sogar im Wasser eine elektrolytische Korrosion entstehen, die im Verein mit der Kerbwirkung des Gewindes von wesentlich stärkerer zerstörender Wirkung auf den Stehbolzen mit stählernem Kern wäre als bei der Verwendung von Stehbolzen aus Stahl ohne Kupferüberzug.
Eine dicke Auflage hat nun zur Folge, dass ein erheblicher Prozentsatz des edleren Metalls, z. B. Kupfer, verwendet werden muss. Dieses wertvolle Metall bildet bei derartigen Stehbolzen den äusseren Mantel und erfordert daher auf dem. grösseren Durchmesser ohnehin einen verhältnismässig hohen Prozentsatz an Gesamtquerschnitt. So besteht z. B. ein Stehbolzen von 20 mm Schaftdureh- messer mit 5 mm Bohrung bei einer Kupferauflage von nur 2 mm Stärke bereits aus rund 400 Kupfer.
Auch tritt beim Schneiden derartiger Stehbolzen aus einem Doppelmetall, bei dem ein verhältnismässig starker Schutzmantel aus weichem Baustoff vorgesehen ist, leicht eine exzentrische Verlagerung des Mantelmetalls ein. Die Folge davon ist, dass entweder der Schutzmantel wesentlich stärker gehalten werden muss als die Gewindetiefe oder dass infolge Durchschneidens des Schutzmantels ein höherer Ausschusssatz an Stehbolzen entsteht.
Ausserdem ist es bei Stehbolzen aus Doppelmetall vielfach erwünscht, den Schutzmantel aus weichem Baustoff an der Einspannstelle der Kopfenden zu beseitigen, um die stärkeren Druckbean- spruchungen von dem warmfesteren Kernmetall aufnehmen zu lassen. Bei Verwendung eines Doppelmetalls mit starkem Schutzmantel entstehen dann aber besonders Schwierigkeiten. Entweder muss man dann stufenförmige Köpfe mit sehr starkem Aussendurchmesser anstauchen und den Metallmantel nachträglich, d. h. vor dem Gewindeschneiden, beseitigen. Oder aber man muss den Metallmantel vor dem Anstauchen der Kopfenden abdrehen und aus dem freigelegten dünnen Kern einen normalen Rohlingskopf anstauchen ; hiezu werden sehr lange Zugabsenden benötigt.
Beides bereitet pressteeh- nische Schwierigkeiten vor allem für die stärkeren Bolzendurehmesser.
Gemäss der Erfindung werden die geschilderten Schwierigkeiten mit Doppelmetall-Stehbolzen behoben und gleichzeitig wird erheblich an Kupfer gespart, indem dem Stehbolzen eine Auflage aus
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ist als die Tiefe des Gewindes, und dass an den, z. B. durch Warmverformung, verstärkten Bolzenenden das Gewinde durch Einwalzen anstatt durch Einschneiden hergestellt wird. Auf diese Weise kann der Anteil des aussenliegenden edleren Metalls auf 10-20% des Bolzengesamtquerschnittes herabgesetz werden, ohne dass die Korrosionssicherheit im Gewindeteil irgendwie gefährdet ist.
Der dünne Schutz-
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mantel verformt sieh nämlich beim Einwalzen des Gewindes entsprechend dem Gewindeprofil und erfährt dabei zugleich eine bedeutende Kaltverfestigung, durch welche nach den Ergebnissen zahlreicher Unter- suchungen sowohl die Dauerbiegefestigkeit, als die Warmfestigkeit der Stehbolzenköpfe wesentlich erhöht wird.
Ausserdem ist durch Gestaltung als derartig dünne, durch Prägung verfestigte Einlage der Widerstand des edleren, geschmeidigen Baustoffes gegen plastische Verformung, welche eine Hauptursache des Undichtwerdens der Stehbolzen ist, so stark erhöht, dass die Beanspruchung im Gewinde mit Sicherheit unterhalb der Elastizitätsgrenze bleibt, was bei einer stärkeren weichen Ummantelung nicht der Fall ist, besonders wenn das Gewinde in das Mantelmetall eingeschnitten wird und die Stärke des Sehutzmetalls daher über die Gewindelänge ständig wechselt.
Will man trotzdem den Metallmantel an der Einspannstelle beseitigen, um die Warmelastizität des Bolzenkopfes noch weiter zu erhöhen, so bleibt doch der Vorteil bestehen, dass der Rohlingsdurehmesser der Kopfenden vor dem Anbringen der Gewinde nur wenig stärker zu sein braucht als der Durchmesser des Fertiggewindes. Dadurch vereinfacht sich der Pressvorgang erheblich und der Ausschuss- anteil wird stark ermässigt.
Die Erfindung soll mit Hilfe der Zeichnung näher erläutert werden. In der Zeichnung stellen Fig. 1 und 2 Längsschnitte durch Stehbolzen bekannter Ausführung dar mit dicker Kupferauflage, um als Vergleich zur Klarstellung der neuen Erfindung zu dienen. Diese ist in den Fig. 3,4 und 5 in verschiedenen Ausführungsformen im Längsschnitt dargestellt.
In Fig. 1 ist a. der Stahlkem und b die bekannte dicke Kupferauflage des Stehbolzens. al ist das zur Ausbildung des Kopfes c erforderliche Zugabeende mit der zugehörigen Kupferauflage bl. Nach dem Anstauchen des Kopfes c verbleibt auf ihm die Kupferauflage b2. Die Herstellung des Stehbolzens erfolgt durch Anstauchen eines stufenförmigen zylindrischen Kopfes c, Abdrehen des Kupfermantels b2 auf dem grössten Teil des Kopfes und nachfolgendes Gewindeschneiden. Bei diesem Verfahren muss die Kupferauflage stärker sein als die Gewindetiefe, damit der stählerne Kern an dem einen Kopfende nicht angeschnitten wird. Ausserdem muss der grösste Durchmesser des Stehbolzenrolùings am Kopf verhältnismässig stark sein, damit der Kupfermantel mit Sicherheit beseitigt wird.
Dies macht eine sehr lange Zugabe für das Anstauchen des Kopfes erforderlich. Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist ebenfalls die Herstellung eines Stehbolzens mit auf dem Gewindeende nur teilweise vorhandenen starkem Kupfermantel b dargestellt. Man geht von Stangen mit starker Kupferauflage aus, die vorher soweit abgedreht wird, dass der durch Anstauchen hergestellte Kopf c grösstenteils von der Kupfer-
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Stangenende al nach Abdrehen des Kupfermantels b1 sehr dünn und lang ; trotzdem muss aber daraus ein Rohlingskopf gestaucht werden, der stärker als der Aussendurchmesser des zu schneidenden Gewindes d ist.
Gegenüber diesen beiden Ausführungsformen, gestaltet sich die Stehbolzenherstellung nach dem Verfahren der Erfindung, wie aus den Fig. 3,4 und 5 sich ergibt, folgendermassen :
In Fig. 3 ist ein Stehbolzen nach dem neuen Verfahren dargestellt, der eine dünne Plattierung (rund 1 mm) besitzt, die das ganze Gewindeende umfasst. Die Buehstaben a-, a1, b, bt, c und d bezeichnen die gleichen Teile wie in Fig. 1. In diesem Fall braucht der Stehbolzenrohling nur auf den mittleren Gewindedurehmesser angestaucht zu werden, wozu natürlich eine wesentlich geringere Zugabe (il erforderlich ist. Beim Walzen des Gewindes cl schmiegt sich der Kupfermantel b bzw. b2 dem Gewindeprofil an.
Bei diesem Verfahren ist trotz der dünnen Kupferauflage ein Durchtreten des stählernen Kerns am Kopf und damit eine elektrolytische Abzehrung ausgeschlossen. Gleichzeitig wird der Kupfermantel im Gewinde d durch das Walzen stark verfestigt und ist daher auch in der Betriebswärme nicht so leicht verformbar.
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Man hat also bei der Erfindung die Vorteile, dass
1. an Material gespart wird,
2. das Anstauehen der Köpfe auch bei stärkeren Gewindedurchmessern erleichtert, gegebenenfalls erst möglich gemacht wird,
3. der Kupferüberzug, soweit er erhalten bleibt, auch im Gewinde mit Sicherheit gewährleistet ist,
4. der Ausschusssatz bei der Stehbolzenherstellung, der nach dem bisherigen Verfahren ganz ausserordentlich gross war, stark herabgesetzt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Doppelmetall-Stehbolzen mit einem Stahlkern und einer Auflage aus einem korrosionbeständigen Metall, z. B. Kupfer oder einer Kupferlegierung, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke dieses Metalls kleiner ist als die Tiefe des Gewindes und dass das Gewinde durch Einwalzen hergestellt ist.