AT15159U1 - Konstantteil-Sortierung - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Behandlung einer Faserstoffsuspension (1) für einen Stoffauflauf (2) einer Maschine zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue oder einer anderen Faserstoffbahn mit mehreren Drucksortierern (3, 4, 5), wobei das Accept eines ersten Drucksortierers (3) zum Stoffauflauf (2) und das Rejekt des ersten Drucksortierers (3) zum Zulauf eines zweiten Drucksortierers (4) geführt und das Accept des zweiten Drucksortierers (4) vor dem ersten Drucksortierer (3) der Faserstoffsuspension (1) beigemischt wird. Dabei sollen der Aufwand sowie der Energiebedarf dadurch vermindert werden, dass Rejekt des ersten Drucksortierers (3) ohne Pumpe zum zweiten Drucksortierer (4) geführt wird.
Description
Beschreibung
KONSTANTTEIL-SORTIERUNG
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Behandlung einer Faserstoffsuspension für einen Stoffauflauf einer Maschine zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue Oder einer anderen Faserstoffbahn mit mehreren Drucksortierern, wobei das Accept eines ersten Druck-sortierers zum Stoffauflauf und das Rejekt des ersten Drucksortierers zum Zulauf eines zweiten Drucksortierers gefiihrt und das Accept des zweiten Drucksortierers vor dem ersten Drucksor-tierer der Faserstoffsuspension beigemischt wird.
[0002] Im Konstantteil von Papiermaschinen wird die im Wesentlichen von aufbereiteten Fasern und Füllstoffen gebildete, hochkonsistente Faserstoffsuspension mit dem in der Papiermaschi-ne aufgefangenen Siebwasser verdünnt und anschließend dem Stoffauflauf zugeführt.
[0003] Für die Reinigung der Faserstoffsuspension werden im Allgemeinen mehrere Drucksor-tierer vorgesehen, die in Kaskade geschaltet sind. Dabei wird das Rejekt des jeweiligen Drucksortierers mit Siebwasser verdünnt und iiber eine Pumpe zum Zulauf des folgenden Drucksortierers geleitet.
[0004] Dies ist relativ aufwendig und mit einem großen Energiebedarf verbunden.
[0005] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher den Aufwand sowie den Energiebedarf für die Behandlung der Faserstoffsuspension im Konstantteil zu vermindern.
[0006] Erfindungsgemäß wurde die Aufgabe dadurch gelöst, dass das Rejekt des ersten Drucksortierers ohne Pumpe zum zweiten Drucksortierer gefiihrt wird.
[0007] Die direkte Zufiihrung des Rejekts vermindert den Aufwand wegen des Wegfalls der sonst iiblichen Pumpe und einer eventuell auch vorhandenen Biitte erheblich. Hinzu kommt die Energieeinsparung hinsichtlich dieser Pumpe.
[0008] Da die Faserstoffsuspension in diesem Teil der Maschine bereits sehr sauber ist, kann meist auf eine Verdiinnung des Rejekts des ersten Drucksortierers vor seiner Zufiihrung zum zweiten Drucksortierer verzichtet werden. Dementsprechend kann wegen dem verminderten Durchfluss auch der zweite Drucksortierer kleiner als iiblich ausfallen.
[0009] Falls der zweite Drucksortierer fiir einen größeren Durchsatz ausgelegt ist, was bei Umbauten gegeben sein kann, so sollte das Reject des ersten Drucksortierers vor der Zufiihrung zum zweiten Drucksortierer mit Wasser Oder einer Suspension niedriger Stoffdichte ge-mischt werden, wobei der Druck des Wassers Oder der Suspension dem Druck des Rejekts des ersten Drucksortierers am Zulauf des zweiten Drucksortierers entspricht.
[0010] In jedem Fall ist eine Druckerhöhung mittels einer Pumpe nicht erforderlich, insbesonde-re da der Druck am Zulauf des ersten Drucksortierers höher ist als am Zulauf des zweiten Drucksortierers.
[0011] Oft geniigen bereits zwei Drucksortierer zur Behandlung der Faserstoffsuspension, was bedeutet, dass der zweite Drucksortierer der letzte Drucksortierer ist.
[0012] Hierbei sollte das Rejekt des zweiten Drucksortierers der Faserstoffsuspension vor dem ersten Drucksortierer, insbesondere vor dem Konstantteil, d.h. in der Stoffaufbereitung beigemischt werden.
[0013] Bei besonders hohen Ansprüchen an die Qualität der Faserstoffsuspension kann es jedoch vorteilhaft sein, wenn das Rejekt des zweiten Drucksortierers ohne Pumpe zum Zulauf eines dritten Drucksortierers gefiihrt wird, wobei der Druck am Zulauf des zweiten Drucksortierers etwa dem Druck am Zulauf des dritten Drucksortierers entspricht.
[0014] Auch hier kann das Rejekt des zweiten Drucksortierers ohne Verdiinnung zum dritten Drucksortierer gelangen.
[0015] Sollte wegen der erforderlichen Durchflussmenge eine Verdünnung erforderlich sein, so ist es von Vorteil, wenn das Reject des zweiten Drucksortierers vor der Zuführung zum dritten Drucksortierer mit Wasser Oder einer Suspension niedriger Stoffdichte gemischt wird, wobei der Druck des Wassers Oder der Suspension dem Druck des Rejekts des zweiten Drucksortierers am Zulauf des dritten Drucksortierers entspricht.
[0016] Bei den überwiegenden Anwendungsfällen genügen drei Drucksortierer in Kaskade völlig, so dass dann der dritte Drucksortierer der letzte Drucksortierer ist.
[0017] In diesem Fall sollte das Rejekt des dritten Drucksortierers der Faserstoffsuspension vor dem ersten Drucksortierer, insbesondere vor dem Konstantteil, d.h. in der Stoffaufbereitung beigemischt werden.
[0018] Urn den Aufwand für die Bereitstellung eines Fluids zur Verdünnung zu minimieren, ist es von Vorteil, wenn Wasser Oder eine Suspension niedriger Stoffdichte, insbesondere Sieb-wasser zu einem LC-Drucksortierer geführt wird, dessen Accept zur Querprofilierung zum Stoff-auflauf geleitet und dessen Rejekt der Faserstoffsuspension vor dem zweiten und/oder dem dritten Drucksortierer beigemischt wird.
[0019] Möglich wird diese Lösung insbesondere deshalb, weil die Faserstoffsuspension 1 in der Stoffaufbereitung bereits ausreichend gereinigt wurde. Dementsprechend ist die Eindickung durch die Drucksortierer auch relativ gering. Hinzu kommt, dass die Stoffdichte vor dem ersten Drucksortierer relativ gering und relativ konstant ist.
[0020] Nachfolgend soil die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden.
[0021] In der beigefügten Zeichnung zeigt: [0022] Figur 1: eine Anordnung mit zwei 3,4 und [0023] Figur 2: eine Anordnung mit drei Drucksortierern 3,4,5.
[0024] In dem hier gezeigten konstanten Teil der Maschine wird die Faserstoffsuspension 1 maschinenfertig gemacht. Darunter versteht man im Wesentlichen die Reinigung, die Verdiin-nung sowie die Stoffmengendosierung.
[0025] Zur Reinigung der Faserstoffsuspension 1 kommen hier Drucksortierer 3,4,5 zum Ein-satz, deren druckfestes Gehäuse einen Siebkorb sowie einen sich nahe am Siebkorb drehen-den Rotor mit Flügeln einschließt.
[0026] Der den Siebkorb durchströmende Teil der Faserstoffsuspension 1 bildet das Accept und der abgewiesene Teil das Rejekt.
[0027] Der Durchsatz der Drucksortierer ist stark abhängig von der Stoffart, der Stoffdichte, den Sieböffnungen sowie der Rotordrehzahl.
[0028] In beiden Fallen gelangt die Faserstoffsuspension 1 von der Stoffaufbereitung in eine Mischbütte 8 und von dieser über eine Stoffpumpe 9, über eine Verdünnung sowie eine folgen-de Mischpumpe 10 zu einem ersten Drucksortierer 3 des Konstantteils.
[0029] Zwischen der Stoffpumpe 9 und der Mischpumpe 10 können auch weitere Elemente des Konstantteils, beispielsweise Cleaner Oder Entliiftungsvorrichtungen angeordnet sein.
[0030] Das Accept des ersten Drucksortierers 3 wird direkt zum Stoffauflauf 2 der Maschine gefiihrt. Fiir die Querprofilierung im Stoffauflauf 2 wird hier das in der folgenden Papiermaschi-ne aufgefangene Wasser 7, d.h. das Siebwasser verwendet. Zur Reinigung durchläuft dieses Siebwasser einen LC-Drucksortierer 6.
[0031] Bei der in Figur 1 gezeigten Anordnung gelangt das Rejekt des ersten Drucksortierers 3 ohne Zwischenschaltung einer Pumpe iiber ein Regelventil direkt zum Zulauf eines zweiten und letzten Drucksortierers 4.
[0032] Während das Accept dieses zweiten Drucksortierers 4 der Faserstoffsuspension 1 im Konstantteil vor dem ersten Drucksortierer 3 beigemischt wird, gelangt das Rejekt des zweiten
Drucksortierers 4 zurück in die Stoffaufbereitung.
[0033] Die Rejektmenge des ersten Drucksortierers 3 liegt bei etwa 10% der zum Drucksortie-rer 3 gefiihrten Menge. Sollte der erforderliche Durchsatz des zweiten Drucksortierers 4 wesent-lich größer sein, so ist eine Verdünnung des Rejekts des ersten Drucksortierers 3 erforderlich. Hierzu wird das Rejekt des LC-Drucksortierers 6 verwendet.
[0034] Davon abweichend gelangt bei Figur 2 das Rejekt des ersten Drucksortierers 3 ohne Pumpe und ohne Verdünnung über ein Regelventil zum Zulauf des folgenden, zweiten Drucksortierers 4.
[0035] Allerdings wird hier das Rejekt des zweiten Drucksortierers 4 ebenfalls ohne eine Pumpe zum Zulauf eines folgenden, dritten Drucksortierers 5 geleitet. Zwischen dem zweiten 4 und dem dritten 5 Drucksortierer findet eine Verdünnung der Faserstoffsuspension 1 mit dem Rejekt des LC-Drucksortierers 6 statt.
[0036] Auch hier wird in analoger Weise das Accept des zweiten sowie des dritten und letzten Drucksortierers 5 der Faserstoffsuspension 1 im Konstantteil vor dem ersten Drucksortierer 3 beigemischt und das Rejekt des dritten Drucksortierers 5 zuriick in die Stoffaufbereitung geleitet.
[0037] Sollte die Papierbahn aus mehreren Lagen bestehen, so können einzelne Oder alle Lagen separat und erfindungsgemäß behandelt werden.
Claims (11)
- Ansprüche1. Anordnung zur Behandlung einer Faserstoffsuspension (1) für einen Stoffauflauf (2) einer Maschine zur Herstellung einer Papier-, Karton-, Tissue Oder einer anderen Faserstoffbahn mit mehreren Drucksortierern (3,4,5), wobei das Accept eines ersten Drucksortierers (3) zum Stoffauflauf (2) und das Rejekt des ersten Drucksortierers (3) zum Zulauf eines zwei-ten Drucksortierers (4) geführt und das Accept des zweiten Drucksortierers (4) vor dem ersten Drucksortierer (3) der Faserstoffsuspension (1) beigemischt wird, dadurch gekenn-zeichnet, dass das Rejekt des ersten Drucksortierers (3) ohne Pumpe zum zweiten Drucksortierer (4) geführt wird.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Rejekt des ersten Drucksortierers (3) ohne Verdünnung zum zweiten Drucksortierer (4) geführt wird.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Reject des ersten Drucksortierers (3) vor der Zuführung zum zweiten Drucksortierer (4) mit Wasser Oder einer Suspension (7) niedriger Stoffdichte gemischt wird.
- 4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Anspmche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Drucksortierer (4) der letzte Drucksortierer (4) ist.
- 5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rejekt des zweiten Drucksortierers (4) der Faserstoffsuspension (1) vor dem ersten Drucksortierer (3), insbe-sondere in der Stoffaufbereitung beigemischt wird.
- 6. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rejekt des zweiten Drucksortierers (4) ohne Pumpe zum Zulauf eines dritten Drucksortierers (5) geführt wird.
- 7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Rejekt des zweiten Drucksortierers (4) ohne Verdünnung zum dritten Drucksortierer (5) geführt wird.
- 8. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Reject des zweiten Drucksortierers (4) vor der Zuführung zum dritten Drucksortierer (5) mit Wasser Oder einer Suspension (7) niedriger Stoffdichte gemischt wird.
- 9. Anordnung nach einem der Anspmche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Drucksortierer (5) der letzte Drucksortierer (5) ist.
- 10. Anordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Rejekt des dritten Drucksortierers (5) der Faserstoffsuspension (1) vor dem ersten Drucksortierer (3), insbe-sondere in der Stoffaufbereitung beigemischt wird.
- 11. Anordnung nach Anspruch 3 Oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser Oder eine Suspension (7) niedriger Stoffdichte, insbesondere Siebwasser zu einem vierten Drucksortierer (6) gefiihrt wird, dessen Accept zum Stoffauflauf (2) geleitet und dessen Rejekt der Faserstoffsuspension (1) vor dem zweiten (4) und/oder dem dritten (5) Drucksortierer beigemischt wird. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Citations (5)
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| CN205839465U (zh) | 2016-12-28 |
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Legal Events
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| MK07 | Expiry |
Effective date: 20251031 |