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Bei dem Empfang von Fernsehbildern, deren'Übertragung durch Modulation derselben Trägerwelle mit den Synchronimpulsen und dem Bildinhalt erfolgt, hat man bisher an den Detektorkreis, welcher die Modulationsspannung, d. h. die sogenannte Niederfrequenzspannung, liefert, stets eine besondere Röhre angeschlossen, die auch als Amplitudenselektionsstufe bezeichnet wird, durch welche die Zeilenimpulse aus dem Bildinhalt ausgesiebt werden. Des weiteren hat man im Anschluss an diese Amplitudenselektionsröhre einen besonderen sogenannten Selbstkipper, d. h. entweder eine Röhre in Sperrschwingerschaltung oder ein gittergesteuertes Entladungsgefäss mit Gas-oder Dampffüllung und Lichtbogenentladung, verwendet, um die Zeilenimpulse zu verstärken und in Impulse stets gleichen Energieinhaltes umzuwandeln.
Gemäss der Erfindung soll nun sowohl die Trennung der Zeilenimpulse vom Bildinhalt als auch die Verstärkung und Umformung in Impulse stets gleichen Energieinhaltes mittels einer einzigen Röhre bewerkstelligt werden. Dies lässt sich durch eine geeignete Zusammenschaltung des Detektorkreises mit einer in Sperrsehwingerschaltung befindliehen Röhre erreichen, wie aus den folgenden Ausführungsbeispielen hervorgeht. Dabei wird eine Verriegelung des gegebenenfalls die Sperrschwingerröhre enthaltenden Zeilensägezahngenerators zu Beginn und eine Entriegelung jeweils erst gegen Beendigung der Zeilenablenkung erreicht.
Bei der Schaltung nach Fig. 1 ist 10 die Sekundärwicklung eines Hoehfrequenzübertragers, an welche ein Gleichrichter 11 und ein Widerstand 12 mit parallel dazuliegendem Kondensator 13 angeschlossen ist. Das untere Ende des Widerstandes 12 ist an den negativen Pol einer Gleichspannungs- quelle 14 angeschlossen, deren positiver Pol geerdet ist. Der Sperrschwinger besteht aus einer Röhre 15, deren Anodenkreis die gegebenenfalls mit einem Parallelkondensator versehene Primärwicklung 16 eines Übertragers enthält, dessen Sekundäiwicklung 17 sehr fest mit der Primärwicklung gekoppelt ist. Ausserdem enthält der Anodenkreis der Röhre 15 noch einen Widerstand 18.
Das eine Ende der
Sekundärwicklung 17 ist über die Leitung 19 mit dem oberen Ende des Widerstandes 12 verbunden, während das andere Ende der Sekundärwicklung über einen Widerstand 20 mit parallel dazuliegendem Kondensator 21 an das Gitter der Röhre geführt ist. Der Kondensator 21 muss gross gegen die Erdkapazität des Steuergitter sein ; es ist ferner empfehlenswert, die Röhre 15 als Schirmgitterröhre oder Dreigitterröhre auszuführen.
Diese in Fig. 1 dargestellte Schaltung ist für das bekannte Übertragungsverfahren bestimmt, bei welchem die Trägerwellenamplitude durch den Bildinhalt oberhalb des in Fig. 2 mit S bezeichneten endlichen Betrages durch die Synchronimpulse unterhalb dieses Betrages ausgesteuert wird. Man kann dabei sowohl den schwarzen Bildstellen den Trägeramplitudenbetrag S und den weissen Bildstellen einen höheren Trägeramplitudenbetrag zuordnen als auch umgekehrt durch den Wert S die weissen Bildstellen und durch einen höheren Betrag die schwarzen übertragen. Ferner kann man in jedem der beiden Fälle die Synchronimpulse durch Reduktion der Trägerwellenamplitude auf den Betrag Null oder auf einen endlichen Betrag, der jedoch kleiner ist als der Wert S, übertragen.
Während der Zeilendauer entsteht an dem Widerstand 12 ein der Helligkeitsverteilung über die Zeile entsprechender Spannungsabfall, der die durch Plus-und Minuszeichen angedeutete Richtung besitzt. Die Spannung 14 soll dabei kleiner sein als die negative Gittervorspannung V, welche zum unteren Knick der Anodenstrom-Gitterspannungskennlinie der Röhre 15 (Fig. 3) gehört, u. zw. um
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so viel, dass der Spannungsabfall am Widerstand 12 während der Zeilendauer zusammen mit der Spannung 14 stets so gross ist, dass in der Röhre 15 noch kein Anodenstrom fliessen kann.
Die Spannung am Kondensator 21 am Gitterkreis der Röhre 15 soll dabei vorläufig zu Null angenommen werden, so dass also am Gitterkreis nur die Spannung 14 und der Spannungsabfall am Widerstand 12 wirksam
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das Potential des Steuergitters gegenüber der Kathode in positiver Richtung ; beim Werte A möge der Spannungsabfall am Widerstand 12 zusammen mit der Spannung 14 kleiner werden als der Wert V in Fig. 3. Dann setzt in der Röhre ein Anodenstrom ein, und an der Sekundärwicklung 17 entsteht eine Spannung, welche für das Steuergitter positiv ist. Der einmal vorhandene Anodenstrom wird also vergrössert, bis das Steuergitter auf Kathodenpotential kommt. Bei einer geringen Überschreitung dieses Wertes setzt ein Gitterstrom ein, der einen Spannungsabfall am Widerstand 20 erzeugt, so dass das Gitterpotential dann zunächst konstant bleibt.
Sobald die Spannung an der Sekundärwicklung 17 ihren Höchstwert überschritten hat, wird das Steuergitterpotential wieder in negativer Richtung
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Richtung verlagert wird, u. zw. bis weit über den unteren Knick der Anodenstrom-Gitterspannungs- cbara1. -teristik hinaus. Die Ladung, die der Kondensator 21 vorher durch den Gitterstrom aufgenommen hat, sperrt die Röhre 15 zunächst und gleicht sich erst langsam, d. h. etwa im Verlauf einer Zeilendauer über den Widerstand 20, aus. Im Anodenstrom der Röhre 15 tritt also ein Stromimpuls auf, dessen Energieinhalt von der Dauer der Zeilenpause unabhängig ist und unabhängig davon, auf welchen Wert die Trägerwellenamplitude während der Zeilenpause vermindert worden ist.
Infolgedessen tritt auch am linken Ende des Widerstandes 18 ein Spannungsimpuls von jeweils gleichem Verlauf und jeweils gleicher Höhe auf, der zur Synchronisierung des Zeilensägezahngenerators benutzt werden kann. Man kann auch z. B. mit dem Anodenstromimpuls einen zwischen das linke Ende des Widerstandes 18 und Erde eingeschalteten Kondensator entladen. Der Widerstand 18 arbeitet dann als
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beispielsweise dadurch vorgenommen werden, dass man dem Widerstand 18 einen Kondensator parallel schaltet, der sich durch den Anodenstromimpuls auflädt und während der Zeilendauer über den Widerstand wieder entlädt.
Bei der beschriebenen Schaltungsanordnung werden also die Zeilenimpulse vom Bildinhalt getrennt, da am Widerstand 12 während der Zeilendauer ein so grosser Spannungsabfall besteht, dass die Röhre 15 nicht ansprechen kann. Des weiteren wird in der Röhre 15 der Zeilenimpuls in sehr wirkungsvoller Weise verstärkt und gleichzeitig in einen Impuls konstanten Energieinhaltes umgeformt, da nämlich der Verlauf des Anodenstromes der Röhre 15, sobald der Wert A in Fig. 2 einmal unterschritten ist, vollkommen unabhängig von dem weiteren Verlauf des Zeilenimpulses vor sich geht. Insbesondere ist der Anodenstrom davon unabhängig, ob der Zeilenimpuls kürzere oder längere Zeit dauert, und unabhängig davon, welche Amplitude er besitzt.
Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Schaltungsanordnung ist noch darin zu sehen, dass unmittelbar nach dem Anodenstromstoss der Röhre 15 der Kondensator 21 auf eine verhältnismässig hohe Spannung, die eine negative Gitterspannung für die Röhre 15 darstellt, aufgeladen ist und dass diese Spannung über den Widerstand 20 erst verhältnismässig langsam wieder verschwindet. Die Röhre 15 kann also auch durch Störimpulse während der Zeilenablenkung, selbst wenn diese Impulse eine erhebliche Amplitude besitzen, nicht zum Ansprechen gebracht werden. Erst gegen Beendigung der Zeilendauer hat die Ladung am Kondensator 21 sich über den Widerstand 20 einigermassen aus-
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Fig. 2 wieder einen Stromeinsatz in der Röhre 15 hervorrufen kann.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung, welche sieh auf Übertragungsverfahren gemäss
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In der Fig. 5 haben die Bezugszeichen 10-14 wieder dieselbe Bedeutung wie in Fig. 1. An dem Widerstand 12 tritt jedoch während der Zeilendauer ein Spannungsabfall auf, welcher im Gegensatz zur Schaltung nach Fig. 1 demjenigen der Spannungsquelle 14 entgegengesetzt gerichtet ist. Die Spannungsquelle 14 wird so bemessen, dass das obere Ende des Widerstandes 12 auch beim Werte 1V der Trägerwellenamplitude noch ein negatives Potential gegenüber Erde behält, welches grösser ist
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Weise betätigt werden kann, wie an Hand der Fig. 1 und 3 erläutert wurde.
Es sei noch erwähnt, dass bei Einrichtungen gemäss der Erfindung auch die Bildwechselimpulse vom Bildinhalt getrennt werden. Wie jedoch die Synchronisierung des Bildwechsel-Ablenkungsgenerators erfolgt, gehört nicht zum Gegenstand der Erfindung.