AT151931B - Vorrichtung zum Überziehen von Gegenständen, insbesondere Lautschriftträgern mit Metall. - Google Patents
Vorrichtung zum Überziehen von Gegenständen, insbesondere Lautschriftträgern mit Metall.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Vorrichtung zum Überziehen von Gegenständen, insbesondere Lautschriftträgern mit Metall. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Überziehen von unebenen Gegenständen, z. B. Lautschriftträgern, mit Metall. das von einer Kathode abgesprüht wird. Die zur Kathodenzerstäubung verwendeten bekannten Apparate weisen eine Vakuumkammer auf, . in welcher sich Elektroden befinden, die an eine elektrische Stromquelle angeschlossen sind. so dass eine Zerstäubung der Kathode eintritt, deren Teilchen sich an der Oberfläche eines in der Kammer untergebrachten, der Kathode gegenÜberstehenden Gegenstandes absetzen, der hiedurch mit dem Kathodenmetall überzogen wird. Es ist bekannt, das Elektroplattieren einer Originallautschrift auf Wachs in der Weise zu bewerkstelligen, dass der Schriftträger zunächst einen durch Kathodenzerstäubung erzeugten Metallbelag erhält, der nachträglich durch galvanisches Niederschlagen von Metall verstärkt wird. Bei den gebräuchlichen Vorrichtungen ist indessen die Kathode so gestaltet, und in der Zerstäubungskammer so angeordnet, dass die zerstäubten Kathodenteilchen sich durchaus in einer gleichgerichteten Bahn bewegen. Dabei ergibt sich der Übelstand, dass eine unebene Oberfläche, z. B. eine Lautschrift, keinen gleichförmigen Überzug erhält, weil jene Flächenteile, die zur Bahn der Teilchen geneigt liegen, auf die Flächeneinheit weniger Metall erhalten, als Fläehenfeile, die zur Bahn der Teilchen normal stehen. Da der Widerstand der nur spärlich überzogenen Flächenteile sehr hoch ist, ergeben sich bei der nachträglichen Elektroplattierung auch nur ganz geringfügige Verstärkungen ; zuweilen findet eine Ver- stärkung überhaupt nichtstatt. Unregelmässigkeiten der Elektroplattierung geben aber die Veranlassung zur Entstehung zarter Rippen auf dem endgültigen L'1utschriftträger und verursachen bei der Wiedergabe ein störendes Oberflächengeräusch. Aufgabe der Erfindung ist es, die Zerstäubungsvorrichtung so auszugestalten, dass auch Gegenstände mit unebener Oberfläche einen durchaus gleichförmigen Metallüberzug erhalten. Zu diesem Zwecke wird gemäss der Erfindung eine Kathode verwendet, die aus einem metallischen Rohr oder einer Stange besteht, die in die Form einer ungefähr parallel zur Oberfläche des zu behandelnden Gegenstandes angeordneten Spirale gebogen ist, um die gleichmässige Absehleuderung der Oberflächenteilchen in verschiedene Richtungen zu ermöglichen und auf diese Weise einen gleichförmigen Überzug auf dem Gegenstand zu erhalten. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Die Fig. 1 zeigt die Zerstäubungsvorriehtung im Schnitt und die Fig. 2 eine Draufsicht auf die Elektroden. Die auf einer Metallplatte aufgebrachte Wachsscheibe 10 trägt die Lautschrift, welche mit einem metallischen Überzug versehen werden soll. Von dem Metallüberzug wird das Negativ durch Elektro- EMI1.1 Die Kammer 13 wird mittels einer Pumpe 17 evakuiert, die an ein in den Boden der Kammer einmündendes Rohr 18 angeschlossen ist. Von diesem Rohr führt eine Zweigleitung zu einem Ventil 19, durch das der Druck in der Kammer geregelt werden kann. Die Elektroden 20 und 21 bestehen aus runden Rohren oder Stangen. Aus wirtschaftlichen Gründen sind sie nicht durchaus aus dem Übrrwgsmrtall hergestellt, sondern nur mit dem Üherzugs- <Desc/Clms Page number 2> metall, z. B. Gold, Silber oder Palladium, belegt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist. sind beide Elektroden in die Gestalt von Spiralen gebogen. Durch diese Verbiegung wird die Achse des zylindrischen Materials je nach der Windungszahl der Spirale um 360 bzw. ein Mehrfaches davon verdreht. In dieser Weise wird die Zahl der Richtungen, in welchen sich die Kathodenteilchen bewegen, unendlich gross gemacht und die Diffusion der Teilchen durch die Kammer beträchtlich erhöht. Dadurch erhält jeder Flächenteil der Tonrille auf der Scheibe 10 im wesentlichen eine gleiche Menge von Überzugsmetall, unabhängig davon, ob er zur Ebene der Spirale parallel liegt oder zu ihr senkrecht steht. Dementsprechend ist auch der elektrische Widerstand des Überzuges gleichförmig, was zur Folge hat, dass der galvanische Überzug keine spärlich belegten Stellen und feine Löcher aufweist, welche bei der bisher üblichen Art der Herstellung des Überzuges das Oberflächengeräusch veranlasst haben. Die Verbindung der Elektroden mit dem äusseren elektrischen Stromkreis kann in jeder beliebigen Art bewerkstelligt werden. Gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel ruhen die Elektroden 20 und 21 auf einer Scheibe 22 aus Isoliermaterial, z. B. Glas. Die inneren Enden 2'j, 24 sind unter rechtem Winkel zur Ebene der Spiralen abgebogen und in Vertiefungen oder Öffnungen 25, 26 der Scheibe 22 dicht eingesteckt. Die äusseren Enden der Elektroden, die gleichfalls unter rechtem Winkel zur Ebene der Spirale abgebogen werden, sind durch den Boden der Kammer 13 hindurchgeführt. Isolierungen 27,28 verhindern den Stromübergang zur Kammerwand. Die äusseren Enden der Elektroden sind an die Sekundärwicklung eines Transformators 29 angeschlossen, der die Spannung des von der Stromquelle 'M erzeugten Wechselstromes auf jene Höhe transformiert, die für die Glimmentladung in der Kammer jf. erforderlich ist. Der Strom in der Kammer kann mit einem Milliamperemeter 31 gemessen und durch einen Widerstand 32 auf die für die normale Zerstäubung günstigste Stärke eingestellt werden. Der Durchmesser der zur Herstellung der Elektroden verwendeten Stangen bzw. Rohre kann 6 mm (# Zoll) oder mehr betragen, je nachdem die Zerstäubung langsamer oder rascher vor sich gehen soll. Der kürzeste Abstand zwischen den Oberflächen der Elektroden soll nur um weniges grösser sein als 25#4 mm (1 Zoll). Auch der Abstand zwischen den Elektroden und der Oberfläche des Lautschrift- EMI2.1 Scheibe 22 von drei Trägern abgestützt. Bevor die Vorrichtung in Betrieb gesetzt wird, befestigt man die Originalplatte 10 aus Wachs an dem Deckel 12 und schliesst hierauf die Kammer 13 mittels des Deckels. Sodann wird in den Hohlraum der Platte Wasser eingepumpt, bis das Wachs eine konstante Temperatur angenommen hat. Nunmehr wird die Kammer soweit evakuiert, dass der Druck etwa a mm Quecksilbersäule beträgt und sodann der Wechselstrom eingeschaltet. Nach ungefähr fünf Minuten wird der Strom wiederausgeschaltet und der Lufteinlass in die Kammer J. 3 geöffnet. Man kann nun den Deckel 12 abheben und die mit Metall vollkommen besprühte Platte ; ? abnehmen. Wenn die Elektroden beispielsweise zum Zwecke der Reinigung oder der Erneuerung mit dem zu zerstäubenden Metall abgenommen werden sollen, werden sie vom äusseren Stromkreis abgeschaltet und können sodann von der Scheibe 22 abgehoben werden. Die Kanten und alle vorragenden Flächen der Elektrode sollen mit möglichst grossem Krümmungsradius abgerundet sein, um übermässige Erhitzungen zu vermeiden, die an scharfen Kanten und Flächen kleinen Krümmungshalbmessers leicht auftreten. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zum Überziehen von Gegenständen, in deren Oberflächen Unregelmässigkeiten, z. B. Tonrillen, vorgesehen sind, beispielsweise von Lautschriftträgern, mit Metall, das von einer Kathode abgesprüht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode aus einem metallischen Rohr oder einer Stange besteht, die in die Form einer ungefähr parallel zur Oberfläche des zu behandelnden Gegenstandes angeordneten Spirale gebogen ist, um die gleichmässige Abschleuderung der Oberflächenteilchen in verschiedene Richtungen zu ermöglichen und auf diese Weise einen gleichmässigen Überzug auf dem Geggenstand zu erhalten.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei spiralförmig gewundene Metall- elektroden (20, 21), die, mit ihren Windungen ineinandergreifend, eine doppelte Spirale bilden, und eine an die Elektrode angeschlossene Wechselstromquelle (30). so dass jede Elektrode abwechselnd als Anode und als Kathode wirkt.3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode aus einem runden Rohr oder einer runden Stange besteht, die spiralförmig gebogen ist und einen galvanischen Überzug aus dem zu zerstäubenden Metall aufweist.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT151931D AT151931B (de) | 1935-04-25 | 1936-01-21 | Vorrichtung zum Überziehen von Gegenständen, insbesondere Lautschriftträgern mit Metall. |
Country Status (3)
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Also Published As
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