AT15235U1 - OLED-Anordnung zur Lichtabgabe - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Lichtabgabe, die eine erste OLED-Lichtquelle (1) zur Erzeugung eines ersten Lichts (L1) aufweist, wobei die erste OLED-Lichtquelle (1) eine erste Lichtabgabefläche (2) zur Abgabe des ersten Lichts (L1) aufweist, sowie eine zweite OLED-Lichtquelle (3) zur Erzeugung eines zweiten Lichts (L2), wobei die zweite OLED-Lichtquelle (3) eine zweite Lichtabgabefläche (4) zur Abgabe des zweiten Lichts (L2) aufweist. Dabei ist die Gestaltung derart, dass das erste Licht (L1) zumindest teilweise in die zweite OLED-Lichtquelle (3) eintritt und im Weiteren über die zweite Lichtabgabefläche (4) abgegeben wird. Weiterhin weist die Anordnung eine Steuervorrichtung (5) zur voneinander unabhängigen Ansteuerung der ersten OLED-Lichtquelle (1) und der zweiten OLED-Lichtquelle (3) auf. Die zweite OLED-Lichtquelle (3) weist dabei eine strukturierte Oberfläche (6, 7) zur Richtungsbeeinflussung des ersten Lichts (L1) und/oder des zweiten Lichts (L2) auf. Auf diese Weise lässt sich erzielen, dass sich das von der Anordnung abgegebene Licht aus dem ersten Licht (L1) und dem zweiten Licht (L2) zusammensetzt, wobei die Gewichtung dieser beiden Lichtabgaben durch die Steueranordnung (5) unterschiedlich eingestellt werden kann. So lässt sich durch Verändern dieser Gewichtung das Lichtabgabeverhalten der Anordnung verändern, insbesondere mit Bezug auf die Richtungsverteilung des abgegebenen Lichts. Ein Einbringen eines optischen Elements ist hierbei nicht erforderlich.
Description
Beschreibung
OLED-ANORDNUNG ZUR LICHTABGABE
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Lichtabgabe mit zwei OLED-Lichtquellen (OLED: organische Licht emittierende Diode). Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Ansteuern einer solchen Anordnung.
[0002] Im Allgemeinen weist eine OLED eine Lichtabgabe auf, die etwa derjenigen eines Lambert-Strahlers entspricht. Dabei ist die Richtungsverteilung der Lichtabgabe in der Regel nicht veränderbar. Wird eine andersartige Richtungsverteilung der Lichtabgabe gewünscht, beispielsweise eine überwiegend nach vorne gerichtete Lichtabgabe oder eine überwiegend zu den Seiten gerichtete Lichtabgabe ("Butterfly"), so muss hierfür ein entsprechendes optisches Element vor der Lichtabgabefläche der OLED positioniert werden.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte OLED-Anordnung zur Lichtabgabe abzugeben. Insbesondere soll die OLED-Anordnung bessere Möglichkeiten zur Modifikation der Lichtabgabe bieten. Weiterhin soll ein Verfahren zur Ansteuerung einer solchen Anordnung angegeben werden.
[0004] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den in den unabhängigen Ansprüchen genannten Gegenständen gelöst. Besondere Ausführungsarten der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0005] Gemäß der Erfindung ist eine Anordnung zur Lichtabgabe vorgesehen, die eine erste OLED-Lichtquelle zur Erzeugung eines ersten Lichts aufweist, wobei die erste OLED- Lichtquelle eine erste Lichtabgabefläche zur Abgabe des ersten Lichts aufweist, sowie eine zweite OLED-Lichtquelle zur Erzeugung eines zweiten Lichts, wobei die zweite OLED-Lichtquelle eine zweite Lichtabgabefläche zur Abgabe des zweiten Lichts aufweist. Dabei ist die Gestaltung derart, dass das erste Licht zumindest teilweise in die zweite OLED-Lichtquelle eintritt und im Weiteren über die zweite Lichtabgabefläche abgegeben wird. Weiterhin weist die Anordnung eine Steuervorrichtung zur voneinander unabhängigen Ansteuerung der ersten OLED-Lichtquelle und der zweiten OLED-Lichtquelle auf. Die zweite OLED-Lichtquelle weist dabei eine strukturierte Oberfläche zur Richtungsbeeinflussung des ersten Lichts und/oder des zweiten Lichts auf.
[0006] Auf diese Weise lässt sich erzielen, dass sich das von der Anordnung abgegebene Licht prinzipiell aus dem ersten Licht und dem zweiten Licht zusammensetzt, wobei die Gewichtung dieser beiden Lichtabgaben durch die Steueranordnung unterschiedlich eingestellt werden kann. So lässt sich durch Verändern dieser Gewichtung das Lichtabgabeverhalten der Anordnung verändern, insbesondere mit Bezug auf die Richtungsverteilung des abgegebenen Lichts. Ein Einbringen eines optischen Elements ist hierbei nicht erforderlich.
[0007] Vorzugsweise sind die erste OLED-Lichtquelle und die zweite OLED-Lichtquelle parallel zueinander angeordnet. Hierdurch lässt sich die Anordnung insbesondere besonders kleinräumig gestalten.
[0008] Vorzugsweise ist wenigstens eine der beiden OLED-Lichtquelle transparent gestaltet. Dies ist vorteilhaft mit Bezug auf den Wirkungsgrad der Anordnung.
[0009] Vorzugsweise ist die Anordnung derart gestaltet, dass zwischen der ersten OLED-Lichtquelle und der zweiten OLED-Lichtquelle ein Abstand gebildet ist. Hierdurch lässt sich das erste Licht besonders geeignet beeinflussen.
[0010] Lichttechnisch vorteilhaft ist die strukturierte Oberfläche vorzugsweise zumindest teilweise auf der zweiten Lichtabgabefläche gebildet und/oder zumindest teilweise auf einer, der zweiten Lichtabgabefläche gegenüberliegenden Oberfläche der zweiten OLED-Lichtquelle.
[0011] Vorzugsweise ist die strukturierte Oberfläche durch eine Linsenstruktur gebildet, insbesondere durch eine Mikrolinsenstruktur. Hierdurch lässt sich das Licht besonders geeignet lenken, insbesondere in eine Richtung normal zu der zweiten Lichtabgabefläche.
[0012] Vorzugsweise ist eine, der zweiten Lichtabgabefläche gegenüber liegende Oberfläche der zweiten OLED-Lichtquelle plan gestaltet. Dies ist insbesondere vorteilhaft mit Bezug auf die Lichtlenkung; außerdem lässt sich hierdurch die Anordnung besonders geeignet kleinräumig gestalten.
[0013] Vorzugsweise ist die strukturierte Oberfläche durch eine Prismenstruktur, insbesondere eine Mikroprismenstruktur gebildet. Auch hierdurch lässt sich eine besonders geeignete Lichtlenkung erzielen. Weiterhin vorzugsweise ist hierbei herstellungstechnisch vorteilhaft die zweite Lichtabgabefläche plan gestaltet.
[0014] Vorzugsweise weist die erste Lichtabgabefläche keine Oberflächenstruktur auf; insbesondere ist sie plan gestaltet. Dies ist insbesondere sowohl herstellungstechnisch als auch lichttechnisch vorteilhaft.
[0015] Vorzugsweise ist die Steuervorrichtung dazu ausgestaltet, die erste OLED-Lichtquelle und die zweite OLED-Lichtquelle derart anzusteuern dass sich die Intensität des ersten Lichts und die Intensität des zweiten Lichts gegenläufig verändern. Auf diese Weise lässt sich erzielen, dass sich das Abstrahlverhalten der Anordnung lediglich durch Nutzung der Steuervorrichtung verändern lässt.
[0016] Vorzugsweise sind die erste OLED-Lichtquelle und die zweite OLED-Lichtquelle derart gestaltet, dass sie jeweils als solche individuelle Abstrahlcharakteristika aufweisen, die sich voneinander unterscheiden. Auf diese Weise lässt sich erzielen, dass zwischen den beiden Abstrahlcharakteristika "durchgestimmt" werden kann.
[0017] Vorzugsweise weist die Anordnung außerdem wenigstens eine dritte OLED- Lichtquelle auf, wobei lediglich diejenige der OLED-Lichtquellen, die sich auf der, der Lichtabgabe abgewandten Seite der Anordnung befindet, nicht transparent gestaltet ist.
[0018] Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Ansteuern einer erfindungsgemäßen Anordnung vorgesehen; das Verfahren weist dabei den folgenden Schritt auf: die erste OLED-Lichtquelle und die zweite OLED-Lichtquelle werden derart angesteuert, dass sich die Intensität des ersten Lichts und die Intensität des zweiten Lichts gegenläufig verändern.
[0019] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels und mit Bezug auf die Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen: [0020] Fig. 1 eine Skizze zum prinzipiellen Aufbau einer erfindungsgemäßen Anordnung mit einer ersten OLED-Lichtquelle und einer zweiten OLED-Lichtquelle, [0021] Fig. 2a eine Ausgestaltung der Anordnung, bei der auf der zweiten Lichtabgabeflä che Mikrolinsen gebildet sind, wobei exemplarische Lichtstrahlen gezeigt sind, die den Lichtverlauf bei eingeschalteter erster OLED-Lichtquelle und ausgeschalteter zweiter OLED-Lichtquelle repräsentieren, [0022] Fig. 2b eine mit dieser Ausgestaltung erzielbare Lichtabgabeverteilung, wenn die erste OLED-Lichtquelle eingeschaltet ist und die zweite OLED-Lichtquelle ausgeschaltet, [0023] Fig. 3a eine der Fig. 2a entsprechende Skizze, wobei exemplarische Lichtstrahlen gezeigt sind, die den Lichtverlauf bei ausgeschalteter erster OLED-Lichtquelle und eingeschalteter zweiter OLED- Lichtquelle repräsentieren, [0024] Fig. 3b eine mit dieser Ausgestaltung erzielbare Lichtabgabeverteilung, wenn die erste OLED-Lichtquelle ausgeschaltet ist und die zweite OLED-Lichtquelle eingeschaltet, [0025] Fig. 4a eine der Fig. 2a entsprechende Skizze, wobei exemplarische Lichtstrahlen gezeigt sind, die den Lichtverlauf bei eingeschalteter erster OLED-Lichtquel-le und eingeschalteter zweiter OLED- Lichtquelle repräsentieren, [0026] Fig. 4b eine mit dieser Ausgestaltung erzielbare Lichtabgabeverteilung, wenn beide OLED-Lichtquellen eingeschaltet sind, [0027] Fig. 5a eine Ausgestaltung der Anordnung, bei der auf der, der zweiten Lichtabgabe fläche gegenüberliegenden Oberfläche der zweiten OLED-Lichtquelle Mikroprismen gebildet sind, wobei exemplarische Lichtstrahlen gezeigt sind, die den Lichtverlauf bei eingeschalteter erster OLED-Lichtquelle und ausgeschalteter zweiter OLED-Lichtquelle repräsentieren, [0028] Fig. 5b eine mit dieser Ausgestaltung erzielbare Lichtabgabeverteilung, wenn die erste OLED-Lichtquelle eingeschaltet ist und die zweite OLED-Lichtquelle ausgeschaltet, [0029] Fig. 6a eine der Fig. 5a entsprechende Skizze, wobei exemplarische Lichtstrahlen gezeigt sind, die den Lichtverlauf bei eingeschalteter erster OLED-Lichtquelle und eingeschalteter zweiter OLED- Lichtquelle repräsentieren und [0030] Fig. 6b eine mit dieser Ausgestaltung erzielbare Lichtabgabeverteilung, wenn beide OLED-Lichtquellen eingeschaltet sind.
[0031] Fig. 1 zeigt eine Skizze zum prinzipiellen Aufbau einer erfindungsgemäßen Anordnung. Die Anordnung umfasst eine erste OLED-Lichtquelle 1 und eine zweite OLED-Lichtquelle 3.
[0032] Die erste OLED-Lichtquelle 1 ist vorzugsweise insgesamt plattenförmig gestaltet, so dass sie eine erste große Oberfläche 2 und eine hierzu gegenüberliegende zweite große Oberfläche 9 aufweist. Die erste OLED-Lichtquelle 1 ist dazu ausgestaltet, ein erstes Licht L1 zu erzeugen, wobei die Gestaltung derart ist, dass das erste Licht L1 über die erste große Oberfläche 2 abgegeben wird. Die erste große Oberfläche 2 wird daher im Folgenden auch als erste Lichtabgabefläche 2 der Anordnung zur Abgabe des ersten Lichts L1 bezeichnet. In Fig. 1 ist das erste Licht L1 lediglich sehr schematisch mit einem kleinen Pfeil angedeutet.
[0033] Herstellungstechnisch vorteilhaft kann die zweite große Oberfläche 9 der ersten OLED-Lichtquelle 1 plan gestaltet sein. Die erste OLED-Lichtquelle 1 kann, muss jedoch nicht transparent gestaltet sein. Vorzugsweise ist die erste OLED-Lichtquelle 1 nicht transparent gestaltet. Dies ist herstellungstechnisch und lichttechnisch vorteilhaft.
[0034] Die zweite OLED-Lichtquelle 3 ist vorzugsweise insgesamt plattenförmig gestaltet, so dass sie eine erste große Oberfläche 4 und eine hierzu gegenüberliegende zweite große Oberfläche 8 aufweist. Die zweite OLED-Lichtquelle 3 ist dazu ausgestaltet, ein zweites Licht L2 zu erzeugen, wobei die Gestaltung derart ist, dass das zweite Licht L2 über die zweite große Oberfläche 4 abgegeben wird. Die zweite große Oberfläche 4 wird daher im Folgenden auch als zweite Lichtabgabefläche 4 der Anordnung zur Abgabe des zweiten Lichts L2 bezeichnet. In Fig. 1 ist das zweite Licht L2 lediglich sehr schematisch mit einem weiteren kleinen Pfeil angedeutet.
[0035] Die Anordnung ist derart gestaltet, dass das erste Licht L1 zumindest teilweise in die zweite OLED-Lichtquelle 3 eintritt und im Weiteren über die zweite Lichtabgabefläche 4 abgegeben wird. Vorzugsweise ist hierzu die zweite OLED- Lichtquelle 3 transparent gestaltet. Das von der Anordnung abgegebene Licht umfasst dementsprechend im Allgemeinen das erste Licht L1 und das zweite Licht L2; insbesondere ist die Gestaltung derart, das sich das von der Anordnung abgegebene Licht aus dem ersten Licht L1 und dem zweiten Licht L2 zusammensetzt, also insbesondere keinen weiteren Lichtanteil aufweist.
[0036] Bei den OLED-Lichtquellen 1, 3 kann es sich insbesondere um "OLED-Panels" oder "OLED-Module" handeln.
[0037] Fig. 1 zeigt die beiden OLED-Lichtquellen 1, 3 in einem Querschnitt. Vorzugsweise ist die Anordnung derart gestaltet, dass die zweite große Oberfläche 8 der zweiten OLED-Lichtquelle 3 zumindest in erster Näherung in einer ersten Ebene E1 verläuft und die erste Lichtabgabefläche 2 zumindest in erster Näherung in einer zweiten Ebene E2 verläuft, die vorzugsweise parallel zu der ersten Ebene E1 orientiert ist. Dabei ist weiterhin vorzugsweise zwischen den beiden Ebenen E1 und E2 und damit insbesondere zwischen den beiden OLED-Lichtquellen 1,3 ein Abstand d und somit ein Zwischenraum gebildet.
[0038] Insbesondere kann die Gestaltung derart sein, dass die erste OLED-Lichtquelle 1 und die zweite OLED-Lichtquelle 3 parallel zueinander angeordnet sind.
[0039] Weiter umfasst die Anordnung eine Steuervorrichtung 5 zur voneinander unabhängigen Ansteuerung der ersten OLED-Lichtquelle 1 und der zweiten OLED- Lichtquelle 3. Insbesondere kann die Steuervorrichtung 5 dazu ausgestaltet sein, die erste OLED-Lichtquelle 1 und die zweite OLED-Lichtquelle 3 derart anzusteuern, dass sich die Intensität des ersten Lichts L1 und die Intensität des zweiten Lichts L2 gegenläufig verändern.
[0040] Die zweite OLED-Lichtquelle 3 weist eine strukturierte Oberfläche 6, 7 zur Richtungsbeeinflussung des ersten Lichts L1 und/oder des zweiten Lichts L2 auf. Hierdurch lässt sich die Lichtabgabe der Anordnung, insbesondere deren Richtungsverteilung besonders geeignet beeinflussen.
[0041] Insbesondere kann hierzu die strukturierte Oberfläche 6, 7 zumindest teilweise auf der zweiten Lichtabgabefläche 4 gebildet sein und/oder zumindest teilweise auf einer, der zweiten Lichtabgabefläche 4 gegenüberliegenden Oberfläche, also insbesondere auf der zweiten großen Oberfläche 8 der zweiten OLED-Lichtquelle 3. In Fig. 1 sind entsprechende Strukturierungen schematisch durch Balken angedeutet. Wie weiterhin durch die unterschiedliche Länge der Balken angedeutet, kann dabei vorgesehen sein, dass auf der zweiten Lichtabgabefläche 4 eine erste Strukturierung 6 gebildet ist und auf der gegenüberliegenden Oberfläche 8 der zweiten OLED-Lichtquelle 3 eine zweite Strukturierung 7, die sich von der ersten Strukturierung 6 unterscheidet. Wie weiter unten noch gezeigt, kann insbesondere vorgesehen sein, dass die zweite Lichtabgabefläche 4 die Strukturierung aufweist, die gegenüberliegende zweite große Oberfläche 8 der zweiten OLED-Lichtquelle 3 jedoch keine Strukturierung aufweist, also plan gestaltet ist. Weiterhin kann umgekehrt vorgesehen sein, dass die zweite große Oberfläche 8 die Strukturierung aufweist, die zweite Lichtabgabefläche 4 jedoch keine Strukturierung aufweist, also plan gestaltet ist.
[0042] Die erste OLED-Lichtquelle 1 kann im Sinn des gezeigten Aufbaus sozusagen als eine "Primär-OLED-Lichtquelle" aufgefasst werden und die zweite OLED-Lichtquelle 3 als eine "Se-kundär-OLED-Lichtquelle", wobei durch die Sekundär-OLED-Lichtquelle - aufgrund der strukturierten Oberfläche 6, 7 - eine "Sekundäroptik" für die Primär- OLED-Lichtquelle 1 gebildet ist.
[0043] Wenn nur die erste OLED-Lichtquelle 1 eingeschaltet ist und dementsprechend die zweite OLED-Lichtquelle 3 ausgeschaltet ist, ergibt sich somit eine Lichtabgabe mit einer ersten Richtungsverteilung. Diese erste Richtungsverteilung ist insbesondere von der strukturierten Oberfläche 6, 7 der zweiten OLED-Lichtquelle 3 abhängig. Im Allgemeinen ergibt sich hierdurch eine Richtungsverteilung der Lichtabgabe, die signifikant von einer Lambert-Verteilung abweicht. Wenn hingegen nur die zweite OLED-Lichtquelle 3 eingeschaltet ist und dementsprechend die erste OLED- Lichtquelle 1 ausgeschaltet ist, ergibt sich eine Lichtabgabe mit einer zweiten Richtungsverteilung, die sich grundsätzlich von der ersten Richtungsverteilung unterscheidet. Diese zweite Richtungsverteilung kann insbesondere zumindest im Wesentlichen eine Lambert-Verteilung darstellen.
[0044] Dadurch, dass sich die beiden OLED-Lichtquelle 1, 3 unabhängig voneinander ansteuern lassen, ist es möglich, durch Nutzung der Steuervorrichtung 5 zwischen der Lichtabgabe mit der ersten Richtungsverteilung und der Lichtabgabe mit der zweiten Richtungsverteilung zu wählen und insbesondere auch eine Lichtabgabe mit einer Richtungsverteilung zu bewirken, die eine Zwischenstufe zwischen der ersten und der zweiten Richtungsverteilung bildet. Wenn es sich um eine elektrisch steuerbare Steuervorrichtung 5 handelt, die dazu ausgestaltet ist, die
Intensitäten des ersten Lichts L1 und des zweiten Lichts L2 quasi kontinuierlich gegenläufig zu verändern, lässt sich die Lichtabgabe sozusagen zwischen der ersten Richtungsverteilung und der zweiten Richtungsverteilung "durchstimmen". Ein erfindungsgemäßes Verfahren umfasst daher den folgenden Schritt: die erste OLED-Lichtquelle 1 und die zweite OLED-Lichtquelle 3 werden derart angesteuert, dass sich die Intensität des ersten Lichts L1 und die Intensität des zweiten Lichts L2 gegenläufig verändern.
[0045] In Fig. 2a ist eine mögliche Ausgestaltung der Anordnung skizziert, bei der auf der zweiten Lichtabgabefläche 4 die strukturierte Oberfläche durch eine Linsenstruktur, insbesondere eine Mikrolinsenstruktur 6 gebildet ist. Die zweite große Oberfläche 8 ist bei diesem Beispiel unstrukturiert bzw. plan gestaltet. Auch die erste Lichtaustrittsfläche 2 ist hier plan gestaltet.
[0046] Dabei sind - lediglich sehr schematisch - Lichtstrahlen des ersten Lichts L1 angedeutet. Nach Austritt über die erste Lichtabgabefläche 2 gelangt das erste Licht L1 in den durch den Abstand d gebildeten Zwischenraum zwischen den beiden OLED-Lichtquellen 1,3, tritt anschließend zumindest teilweise in die zweite OLED-Lichtquelle 3 ein - hier über die zweite große Oberfläche 8 - und wird im Weiteren über die zweite Lichtabgabefläche 4 abgegeben. Die Lichtstrahlen des ersten Lichts L1 deuten dabei den Lichtverlauf an, der sich ergibt, wenn die erste OLED-Lichtquelle 1 eingeschaltet ist und die zweite OLED-Lichtquelle 3 ausgeschaltet ist. Dementsprechend ist in diesem Fall die Intensität des zweiten Lichts L2 gleich Null; es sind also keine Lichtstrahlen gezeigt, die das zweite Licht L2 repräsentieren.
[0047] Das von der ersten OLED-Lichtquelle 1 emittierte erste Licht L1 wird an der zweiten großen Oberfläche 8 der zweiten OLED-Lichtquelle 3 gebrochen und anschließend über die Mikrolinsenstruktur 6 ausgekoppelt und hierbei überwiegend nach vorne gelenkt. Die Mikroprismenstruktur 6 bewirkt sozusagen eine "Vorwärtsbeugung".
[0048] Fig. 2b zeigt eine Lichtverteilungskurve, die die Richtungsverteilung des entsprechend abgegebenen Lichts der Anordnung beschreibt, hier auch im oben genannten Sinn als "erste" Richtungsverteilung R1 bezeichnet. Durch die Strukturierung in Form der Mikrolinsen 6 wird das Licht überwiegend in eine Vorwärtsrichtung gerichtet - hier also in Richtung einer Flächennormalen N, die die Ausrichtung der zweiten Lichtabgabefläche 4 repräsentiert, wenn die Strukturierung bzw. die Mikroprismen 6 außer Acht gelassen werden. Insbesondere ist die erste Richtungsverteilung R1 derart, dass im Vergleich zu einer Lambert-Verteilung der Anteil des Lichts in die Vorwärtsrichtung größer ist. Die ausgeschaltete zweite OLED-Lichtquelle 3 fungiert hier sozusagen als "Sekundäroptik".
[0049] Fig. 3a zeigt entsprechend die Situation, die sich ergibt, wenn die erste OLED-Lichtquelle 1 ausgeschaltet ist und die zweite OLED-Lichtquelle 3 eingeschaltet ist. Hier sind entsprechend Lichtstrahlen schematisch eingezeichnet, die das zweite Licht L2 repräsentieren. In Fig. 3b ist die Richtungsverteilung gezeigt, die sich in diesem Fall ergibt, hier dementsprechend auch als "zweite" Richtungsverteilung R2 bezeichnet. In dem gezeigten Beispiel handelt es sich um eine Lambert-Verteilung.
[0050] Fig. 4a zeigt einen Fall, in dem sowohl die erste OLED-Lichtquelle 1, als auch die zweite OLED-Lichtquelle 3 eingeschaltet ist. Dementsprechend sind Lichtstrahlen des ersten Lichts L1 und Lichtstrahlen des zweiten Lichts L2 eingezeichnet. Fig. 4b zeigt - mit durchgezogener Linie - eine Richtungsverteilung, die sich in diesem Fall als Zwischenstufe R3 zwischen der ersten Richtungsverteilung R1 und der zweiten Richtungsverteilung R2 ergibt. Gepunktet sind diese beiden "extremen" Richtungsverteilungen, also die erste Richtungsverteilung R1 und die zweite Richtungsverteilung R2 skizziert.
[0051] Vorzugsweise ist die Steuervorrichtung 5 dazu ausgestaltet, die OLED-Lichtquellen 1, 3 derart anzusteuern, dass sich die Intensitäten des ersten Lichts L1 und/oder des zweiten Lichts L2 bis auf Null reduzieren lassen. Auf diese Weise lässt sich die Richtungsverteilung des abgegebenen Lichts in einem besonders weiten Bereich verändern.
[0052] In den Figuren 5a, 5b, 6a und 6b ist in entsprechender Weise eine zweite mögliche Ausgestaltung gezeigt. Soweit im Folgenden nicht anders angegeben, gelten die obigen Aus- führungen auch mit Bezug auf diese Ausgestaltung. Die Bezugszeichen sind analog gebraucht.
[0053] Im Unterschied zur oben genannten ersten Ausgestaltung ist hier die strukturierte Oberfläche 6, 7 auf der, der zweiten Lichtabgabefläche 4 gegenüberliegenden Oberfläche 8 der zweiten OLED-Lichtquelle 3 gebildet. Die Strukturierung ist dabei in Form einer Zackenstruktur oder Prismenstruktur 7, insbesondere Mikroprismenstruktur gestaltet. Die zweite Lichtabgabefläche 4 ist in diesem Beispiel plan gestaltet.
[0054] Wie in Fig. 5a durch die Lichtstrahlen des ersten Lichts L1 angedeutet, wird das erste Licht L1 hier durch die Prismenstruktur 7 gebrochen und auf diese Weise in seitliche Richtungen gelenkt. Wenn die erste OLED-Lichtquelle 1 eingeschaltet ist und die zweite OLED-Lichtquelle 3 ausgeschaltet ist, lässt sich somit die in Fig. 5b skizzierte erste Richtungsverteilung R1 erzielen. Diese erste Richtungsverteilung R1 ist hier dementsprechend Butterfly-artig.
[0055] Wenn nur die zweite OLED-Lichtquelle 3 eingeschaltet ist, ergibt sich wiederum eine Richtungsverteilung, die zumindest im Wesentlichen einer Lambert-Verteilung entspricht.
[0056] Die Figuren 6a und 6b beziehen sich auf den Fall, dass beide OLED-Lichtquellen 1, 3 eingeschaltet sind, so dass wiederum eine entsprechende Zwischenstufe R3 der Richtungsverteilung zwischen der ersten Richtungsverteilung R1 und der entsprechenden zweiten Richtungsverteilung R2 erzielt werden kann. Ein "Durchstimmen" führt hier dazu, dass die Richtungsverteilung der Lichtabgabe mehr oder weniger zur Seite "gespreizt" wird.
[0057] Als Variation kann weiterhin vorgesehen sein, dass die beiden OLED-Lichtquellen 1, 3 derart gestaltet sind, dass sie bereits als solche individuelle Abstrahlcharakteristika aufweisen, die sich deutlich voneinander unterscheiden. In diesem Fall kann zwischen diesen beiden Abstrahlcharakteristika "durchgestimmt" werden.
[0058] Weiterhin ist es möglich, dass die Anordnung mehr als zwei OLED-Lichtquellen aufweist. In diesem Fall ist dementsprechend vorzugsweise lediglich diejenige der OLED-Lichtquellen, die sich auf der, der Lichtabgabe abgewandten Seite der Anordnung befindet, nicht transparent gestaltet.
[0059] Weiterhin ist es möglich, dass alle OLED-Lichtquellen transparent sind, und es dadurch möglich ist, dass die Lichtabgabe zu beiden Seiten erfolgt und damit gegebenenfalls eine di-rekt/indirekt sowie steuerbare Lichtquelle entsteht.
[0060] Mit der erfindungsgemäßen Anordnung lässt sich also erzielen, dass die Richtungsverteilung der Lichtabgabe der Anordnung verändert wird, insbesondere unter alleiniger Zuhilfenahme der elektrischen Steuervorrichtung. Dabei lässt sich die Richtungsverteilung zwischen einer Verteilung, die zumindest im Wesentlichen einer Lambert-Verteilung entspricht und einer weiteren Richtungsverteilung durchstimmen, die signifikant von einer Lambert-Verteilung abweicht, beispielsweise einer Butterfly- Verteilung. Aufgrund dieser Eigenschaft eignet sich die Anordnung insbesondere als Leuchte.
Claims (10)
- Ansprüche1. Anordnung zur Lichtabgabe, aufweisend - eine erste OLED-Lichtquelle (1) zur Erzeugung eines ersten Lichts (L1), wobei die erste OLED-Lichtquelle (1) eine erste Lichtabgabefläche (2) zur Abgabe des ersten Lichts (L1) aufweist, - eine zweite OLED-Lichtquelle (3) zur Erzeugung eines zweiten Lichts (L2), wobei die zweite OLED-Lichtquelle (3) eine zweite Lichtabgabefläche (4) zur Abgabe des zweiten Lichts (L2) aufweist, wobei die Gestaltung derart ist, dass das erste Licht (L1) zumindest teilweise in die zweite OLED-Lichtquelle (3) eintritt und im Weiteren über die zweite Lichtabgabefläche (4) abgegeben wird, eine Steuervorrichtung (5) zur voneinander unabhängigen Ansteuerung der ersten OLED-Lichtquelle (1) und der zweiten OLED-Lichtquelle (3), dadurch gekennzeichnet, dass die zweite OLED-Lichtquelle (3) eine strukturierte Oberfläche (6, 7) zur Richtungsbeeinflussung des ersten Lichts (L1) und/oder des zweiten Lichts (L2) aufweist.
- 2. Anordnung nach Anspruch 1, bei der die erste OLED-Lichtquelle (1) und die zweite OLED-Lichtquelle (3) parallel zueinander angeordnet sind.
- 3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, bei der mindestens eine der beiden OLED-Lichtquel-len (1,3) transparent gestaltet ist.
- 4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, die derart gestaltet ist, dass zwischen der ersten OLED-Lichtquelle (1) und der zweiten OLED-Lichtquelle (3) ein Abstand (d) gebildet ist.
- 5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die strukturierte Oberfläche (6, 7) zumindest teilweise auf der zweiten Lichtabgabefläche (4) gebildet ist.
- 6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die strukturierte Oberfläche (6, 7) zumindest teilweise auf einer, der zweiten Lichtabgabefläche (4) gegenüberliegenden Oberfläche (8) der zweiten OLED-Lichtquelle (3) gebildet ist.
- 7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die strukturierte Oberfläche (6, 7) durch eine Linsenstruktur (6), insbesondere eine Mikrolinsenstruktur gebildet ist.
- 8. Anordnung nach Anspruch 7 in seiner Rückbeziehung auf den Anspruch 5, bei der eine, der zweiten Lichtabgabefläche (4) gegenüberliegenden Oberfläche (8) der zweiten OLED-Lichtquelle (3) plan gestaltet ist.
- 9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der die strukturierte Oberfläche (6, 7) durch eine Prismenstruktur (7), insbesondere eine Mikroprismenstruktur gebildet ist.
- 10. Verfahren zum Ansteuern einer Anordnung zur Lichtabgabe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, aufweisend den folgenden Schritt: die erste OLED-Lichtquelle (1) und die zweite OLED-Lichtquelle (3) werden derart angesteuert, dass sich die Intensität des ersten Lichts (L1) und die Intensität des zweiten Lichts (L2) gegenläufig verändern. Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
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| DE102016206681B3 (de) * | 2016-04-20 | 2017-08-31 | Technische Universität Dresden | Leuchtdiodenanordnung, Verfahren zum Betrieb einer Leuchtdiodenanordnung, OLED-Display und Verfahren zum Betrieb eines OLED-Displays |
| DE102017218618A1 (de) | 2017-10-18 | 2019-04-18 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Bildschirmvorrichtung, Verfahren zum Betreiben einer Bildschirmvorrichtung sowie Verfahren zum Planen einer Produktionsanlage |
Citations (6)
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|---|---|---|---|---|
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2014
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE102014221926A1 (de) | 2016-04-28 |
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