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Photokopierverfahren.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Photokopierverfahren, bei welchem zum Kopieren von Vorlagen fluoreszierende Platten verwendet werden. Bisher hat man solche Platten mit einer phosphoreszierenden bzw. fluoreszierenden Substanz bestrichen, die nach Erregung durch eine Lichtquelle möglichst lange phosphoresziert. Um den Belag auf sein Leuchtmaximum zu bringen, wurde er vor dem Kopieren einer starken Lichtquelle ausgesetzt und durch einen längeren Zeitraum hindurch (etwa einige Minuten) belichtet. Hiebei war es bei der Belichtung des Kopierpapieres erforderlich, zwecks Erhöhung der Kontrastwirkung ein Farbfilter, z. B. ein Gelb-oder Grünfilter, zu verwenden ; ferner musste, um eine gleichmässige Ausleuchtung des Gesichtsfeldes zu erreichen, vor der Lichtquelle ein Transparentschirm, z. B. eine Mattscheibe, angebracht werden.
Da durch den Liehtfilter und den Transparentschirm ein grosser Lichtverlust entsteht, muss hiebei eine sehr starke Lichtquelle und ein sehr stark lichtempfindliches Kopierpapier verwendet und das Verfahren kann nur in der Dunkelkammer durchgeführt werden. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, eine Glasplatte od. dgl., die eine rote Schicht und darüber eine phosphoreszierende Substanz trägt, zuerst einer Lichtquelle auszusetzen und dadurch die Leuchtmasse zu erregen, die Platte hierauf auf das Photokopiergut aufzulegen und nun noch einmal durch die rote Schicht zu belichten.
Hiebei werden die roten Strahlen, die auf die bedruckte Seite fallen, von den schwarzen Stellen absorbiert, von den weissen Stellen jedoch reflektiert, letztere strahlen daher auf die phosphoreszierende Schicht zurück und vernichten an den Stellen, auf denen sie auf die Schicht auftreffen, sogleich die Phosphoreszenz. Auf diese Weise entsteht auf der leuchtenden phosphoreszierenden Schicht ein Negativbild und nun wird das eigentliche Photokopierverfahren durchgeführt, indem die Platte mit der Schichtseite auf eine Photokopierpapier gelegt wird, wodurch dieses von den noch leuchtenden Teilen der Schicht belichtet wird, während die lichtempfindliche Schicht des Kopierpapieres an allen andern Stellen, die jenen Teilen der phosphoreszierenden Schicht entsprechen, an welchen die Erregung auf die geschilderte Weise vorher ausgelöscht wurde, unbeeinflusst bleibt.
Der Erfindung liegt nun die Erkenntnis zugrunde, dass es durch eine besondere Ausgestaltung der fluoreszierenden Platte gelingt, das Photokopierverfahren auf eine wesentlich einfachere Weise und ohne Dunkelkammer auch mit einem schwach lichtempfindlichen Kopierpapier (Tageslichtpapier) und bei Verwendung einer schwachen Lichtquelle durchzuführen und dessen ungeachtet scharfe, gleichmässig belichtete Kopien zu erhalten.
Gemäss der Erfindung wird die Photokopie mittels einer lichtdurchlässigen Platte hergestellt, die einen fluoreszierenden Überzug besitzt, der jedoch im Gegensatz zu den bisher verwendeten fluoreszierenden Stoffen aus einem solchen mit starkem Momentleuehten besteht. Unter momentleuchtenden Substanzen werden solche verstanden, die bei Erregung durch eine Lichtquelle das aufgenommene Licht sogleich, d. h. innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde, abgeben. Die Platte bildet hiebei einen nach Art einer Mattscheibe ausgebildeten Transparentschirm, der gleichzeitig mit der Durchleuchtung momochromatisches Licht emittiert, sie erfüllt somit gleichzeitig die Funktionen eines Lichtfilters und eines Transparentsehirmes, so dass diese beiden bisher erforderlichen Elemente beim Photokopieren entfallen können.
Da ferner beim Erfindungsgegenstand die von der phosphoreszierenden Substanz absorbierte Lichtmenge auf einmal emittiert wird, so ist die dabei erzielte Lichtstärke in der Zeiteinheit wesentlich grösser als bei den bisherigen phosphoreszierenden Schichten, bei welchen die gleiche Lichtmenge innerhalb längerer Zeit emittiert wird. Das Kopierverfahren wird auf die Weise durchgeführt,
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dass die der Erfindung gemäss ausgebildete fluoreszierende Mattscheibe auf die Vorlage gelegt wird, unter welcher sich das übliche Kopierpapier befindet. Nun wird die Platte durch eine gewöhnliche Gebrauchslampe bestrahlt und erzeugt auf dem Kopierpapier eine gleichmässig verteilte starke Belichtung.
Durch die besondere Eigenschaft der"momentleuchtenden"Substanz, das gesamte absorbierte Licht auf einmal zu emittieren, reicht die in der Zeiteinheit emittierte Lichtmenge zu einer einwandfreien Belichtung auch dann aus, wenn ein schwach lichtempfindliches Kopierpapier (Tageslichtpapier) und als Lichtquelle eine übliche, im Haushalt oder Bureau vorkommende Lampe verwendet wird. Hiebei kann ohne weiteres ohne Dunkelkammer gearbeitet werden.