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Einrichtung zur Energievernichtung von Massenschwingungell fester Körper.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Energievernichtung von Massenschwingungen fester Körper, mit einer mindestens angenähert an einer Stelle eines grössten Schwingungs- amplitudenwertes des Schwingungskörpers angebrachten Dämpfungsmasse.
Es ist theoretisch möglich und auch bekannt, einen Körper z. B. mit im Hörbereiche liegender Eigenfrequenz durch feste Verbindung mit Dämpfungsmassen so zu korrigieren, dass seine Eigenfrequenz ausserhalb die Grenzen des sogenannten Hörbereiches zu liegen kommt.
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L = 46, die Stablänge in cm,
J = 0'0491, dessen äquatoriales Trägheitsmoment in em4, q = 0#785, den Stabquerschnitt in em2,
E = 2.200, 000, das Elastizitätsmass in kg/cm-2, ss = 3'14, ein von der Ordnungszahl der Tonhöhe und den Einspannungsbedingungen des Stabes abhängiger Beiwert,
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wahrnehmbar.
Wird nun an dem Stab, z. B. in der Mitte zwischen den beiden Stabstützpunkten, eine Beschwerungs- bzw. Dämpfungsmasse befestigt, z. B. aufgeschweisst, so kann die Eigenfrequenz des Stabes vermindert werden, u. zw. müsste diese, damit die Schwingungen für das menschliche Ohr nicht mehr als Schall wahrnehmbar wären, auf etwa 15 Hertz herabgesetzt werden. Diese Schwingungsxahl von ns'= 15 Hertz entspricht einer Kreisfrequenz von :
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Wie oben festgestellt, beträgt die Kreisfrequenz des unbeschweitell Stabes Xs = 613 sk-l.
Die
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J = 0'0491, das äquatoriale Trägheitsmoment des Stabes in c) K", L = 46, die Stablänge in cm, X, = die Kreisfrequenz der Dämpfungsmasse in s/ und m = die der Kreisfrequenz Xm entsprechende Masse in kg/cm-1 sk2.
Diese letztere beträgt :
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Und hieraus ergibt sich das Gewicht der Dämpfungsmasse in kg zu :
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worin bedeutet : 9 = 981, die Erdbeschleunigung in cm/sk2 ; es wird dann :
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Bezeichnet weiter : d = 1, den Stabdurchmesser in cm, L = 46, die Stablänge in em, Y = 0'008, das spezifische Gewicht des Stabmaterial in y/cm, so beträgt das Stabgewicht :
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Wie das vorstehende Beispiel ergibt, bedarf es im vorliegenden Falle einer Dämpfungsmasse, welche ein Vielfaches des Stabgewichtes beträgt, um die Eigenfrequenz des Stabes unter die untere Hörgrenze herabzusetzen ; dies trotzdem die Eigenfrequenz des unbeschwerten Stabes selbst nur wenig über der unteren Hörgrenze liegt.
Diese Verhältnisse werden natürlich noch ungünstiger, wenn schwingungsfähige Körper mit weit über der unteren Hörgrenze liegender Eigenfrequenz auf diesem bekannten Wege, durch feste Massenanlagerungen, bis zur Unhörbarkeit gedämpft werden sollen.
Trotzdem theoretisch möglich, wird es praktisch in fast allen Fällen undurchführbar sein, derart hinsichtlich Grösse und Gewicht des zu dämpfenden Körpers unverhältnismässig unförmige und schwere Dämpfungsmassen anzubringen. Aber auch dann, wenn es gelingt, durch derartige Massenanlagerungen eine völlige Beseitigung des Schalles herbeizuführen, kann doch nicht verhindert werden, dass der gedämpfte Körper samt der Dämpfungsmasse mit niedriger Frequenz, unhörbar, weiterschwingt, was speziell dort, wo es darauf ankommt, nicht nur Tonschwingungen, sondern auch Schwingungen von ausser dem Hörbereiche liegender Frequenz zu beseitigen, z. B. die Biegungsschwingungen schnelllaufender Wellen, wie Dampfturbinenwellen usw., von grossem Nachteil ist.
Auch kann auf diese bekannte Weise nicht verhindert werden, dass der in der Grundschwingungunhörbare Körper in hörbaren Obertönen schwingt oder aber dass er, trotz ausser dem Hörbereiche liegender Eigenfrequenz, bei geeigneter Gestaltung unter Umständen einer Lärmquelle als Resonator dient.
Weiter ist schon vorgeschlagen worden, zur Schwingungsbekämpfung sogenannte mechanische Siebketten zu verwenden. Diese bestehen aus mehreren Kettengliedern, von denen jedes einen mechanischen Schwingungskreis darstellt, bestehend aus je einer trägen Masse und einem federnden Körper, z. B. einer Feder. Die schwingungsdämpfende Wirkung solcher mechanischer Siebketten beruht darauf, dass die Schwingungen der Masse eines ersten Kettengliedes durch die Resonanzschwingungen der Masse eines zweiten Kettengliedes zum Teil aufgehoben werden.
Es i- ! t nicht zu bestreiten, dass derartige Schwingungsdämpfungseinrichtungen bei langsameren Schwingungen wirksam sein können. Dagegen aber erscheint es ausgeschlossen, mit derartigen Einrichtungen auch schnellere Schwingungen, z. B. Schallschwingungen, abdämpfen zu können, u. zw. schon deshalb, weil die dauernd exakte Abstimmung solcher hochfrequenter mechanischer Federschwingungskreise praktisch gar nicht möglich sein dürfte. Ihre Einkleidung in die technische Praxis ist, wenigstens bei höheren Frequenzen, äusserst schwierig, ja grösstenteils überhaupt unmöglich.
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Zur Bekämpfung der Schwingungen in Freileitungen wurde auch schon vorgeschlagen, an diesen teilweise mit Reibkörpern, z. B. Metallkörnern, angefüllte Gehäuse zu befestigen, in der Weise, dass beim Schwingen der Freileitungen die Reibkörper in den Gehäusen zum Mitschwingen veranlasst werden und dabei infolge der durch die hiebei hervorgerufene gegenseitige Bewegung der Reibkörper bewirkten
Gleitreibung einen Teil der Schwingungsenergie vernichten.
Es ist verständlich, dass sich derartige Einrichtungen an Telegraphenleitungsmasten u. dgl. für die Dämpfung langsamerer Schwingungen ohne grosse Schwierigkeiten anbringen lassen, dagegen erscheint es unmöglich, solche Einrichtungen z. B. auch für Propeller und ähnliche Schwingungskörper, deren äussere Gestaltung keine wesentlichen baulichen Änderungen zulassen, verwenden zu können.
Es sind dies Umstände, welche derartige Einrichtungen zum vornherein auf ein sehr beschränktes Anwendungsgebiet verweisen.
Alle die den erwähnten bekannten Einrichtungen anhaftenden Nachteile werden nun völlig beseitigt durch die erfindungsgemässe Einrichtung für die Energievernichtung von Massenschwingungen fester Körper. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass die Dämpfungsmasse so am Schwin- gungskörper angeordnet ist, dass sie sich in der Richtung der Schwingungsausschläge gegenüber dem Schwingungskörper um einen geringen Betrag verschieben lässt, das Ganze so, dass die Dämpfungsmasse beim Schwingen des zu dämpfenden Körpers zum Mitschwingen gezwungen wird, so, dass der Schwingungsrichtungswechsel der Dämpfungsmasse erst eingeleitet wird, nachdem der zu dämpfende Körper der Masse wieder entgegenschwingt, dermassen,
dass Schwingungskörper und Dämpfungsmasse bei jedem Schwingungsrichtungswechsel gegeneinander prallen und durch den hiebei auftretenden Stoss an Schwingungsenergie einbüssen.
In der Zeichnung sind einige die Erfindung erläuternde Beispiele und mögliche Ausführungsformen dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 ein an einer Feder befestigter Schwungkörper bekannter Bauart in schematischer Darstellung, Fig. 2 den nämlichen Schwungkörper in einer andern Stellung, Fig. 3 den nämlichen Schwungkörper wie in Fig. 1 und 2 in einer dritten Stellung, Fig. 4 ein den Fig. 1-3 ähnlicher, jedoch gemäss der Erfindung abgeänderter Schwungkörper in einer ersten Stellung, Fig. 5 der in Fig. 4 dargestellte Schwungkörper in einer zweiten Stellung, Fig. 6 der Schwungkörper der Fig. 4 in einer dritten Stellung, Fig. 7 eine vierte Stellung des in Fig. 4 dargestellten Sehwungkörpers, Fig. 8 ein mit der erfindungsgemässen Einrichtung ausgerüsteter, einerends eingespannter Metallstab, Fig.
9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX der Fig. 8, Fig. 10 ein mit der erfindungsgemässen Einrichtung versehener Propeller, Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie XI-Xl der Fig. 10, Fig. 12 eine schematische Darstellung einer mit der erfindungsgemässen Einrichtung ausgerüstete Dampfturbinenwelle, Fig. 13 einen mit der erfindungsgemässen Einrichtung ausgestatteter Auspuffsehalldämpfer für Verbrennungskraftmaschine, im Schnitt nach der Linie XIII-XIII der Fig. 14, Fig. 14 einen Schnitt nach der Linie XIV-XIV der Fig. 13, Fig. 15 einen Schnitt nach der Linie XV-XV der Fig. 14, Fig. 16 einen weiteren Schnitt nach der Linie XVI-XVI der Fig. 13.
In dem Beispiel gemäss Fig. 1-3 bezeichnet 1 eine bei A fest eingespannte Blattfeder, an deren anderem Ende ein Schwungkörper 2 befestigt ist.
Angenommen der Schwingkörper 2 werde, z. B. von Hand, in die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung ausgeschwenkt. In dieser Stellung wird von der Blattfeder 1 eine der Blattstärke und Durchbiegung der Feder entsprechende Kraft auf den Körper 2 ausgeübt, welche bewirkt, dass dieser nach erfolgtem Loslassen in der Richtung des in Fig. 1 eingezeichneten Pfeiles B schwingt. In Fig. 2 nehmen Feder 1 und Schwungkörper 2 ihre Normallage ein ; die Feder 1 ist dabei entspannt.
Auf dem Wege von der in Fig. 1 gezeichneten Stellung in die Stellung der Fig. 2 hat der Schwungkörper jedoch eine bestimmte kinetische Energie aufgenommen, welche bewirkt, dass der Schwungkörper 2 im Sinne des Pfeiles C über die Ruhelage der Fig. 2 hinausschwingt, u. zw. so weit, bis die der Pfeilbewegung C nun entgegenwirkende Feder 1 auf dem Wege ihrer Durchbiegung die kinetische Energie des Schwungkörpers 2
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nehmen dabei eine aus Fig. 3 ersichtliche Stellung ein.
Nun drückt in dieser Stellung aber die gespannte Feder 1 wieder auf den Schwungkörper 2, so dass dieser eine neue Schwingung in der Richtung des in Fig. 3 gezeichneten Pfeiles D ausführt, und dabei wieder über die Normallage der Fig. 2 hinausschwingt, um nach Erreichen der in Fig. 1 gezeichneten Stellung wieder zurückzuschwingen. Dieses Hin-und Herpendeln würde sich bis ins Unendliche fortsetzen, wenn nicht innere Reibungen der Blattfeder sowie äussere Luftwiderstände die Energie des Schwungkörpers allmählich aufzehren und diesen schliesslich stillsetzen würden. Doch sind diese Widerstände gegenüber der Energie des bewegten Schwungkörpers verhältnismässig klein, so dass derselbe immerhin eine grössere Zahl von Schwingungen ausführt, ehe er zur Ruhe kommt.
Die Dauer einer einzelnen Schwingung ist dabei, je nach der Bemessung der Feder und des Sehwungkörpers eine längere oder kürzere. Führt z. B. der Schwungkörper in der Sekunde mehr als 16 Schwingungen aus, so werden diese Schwingungen nicht nur als Erschütterungen bzw. für das Auge als Ausschläge, sondern auch für das menschliche Ohr als Schall wahrnehmbar.
In dem zweiten Beispiel nach Fig. 4-7 bezeichnet 1 wieder eine bei A fest eingespannte Blattfeder. An deren anderem Ende ist wieder ein Schwungkörper 2 befestigt. Im Gegensatz zu demjenigen
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der Fig. 1-3 ist hier der Schwungkörper hohl ausgebildet und weist in seinem Innern eine Dämpfungsmasse in Form einer beweglichen Kugel 3 auf.
Angenommen der Schwungkörper 2 werde wieder in die aus Fig. 4 ersichtliche Stellung ausgeschwenkt. Hiebei nimmt die Kugel 3 die aus Fig. 4 ersichtliche Stellung ein. Wird nun der Schwungkörper 2 losgelassen, so schwingt er kraft der Feder 1 mit ständig anwachsende ! : Geschwindigkeit im Sinne des in Fig. 4 gezeichneten Pfeiles B aus. In der Stellung der Fig. 5 hat die Geschwindigkeit des Schwungkörpers 2 und auch der Kugel 3 ein gemeinsames Maximum erreicht. Die Feder 1 ist in dieser Stellung völlig entspannt.
Die auf dem Wege aus der Stellung der Fig. 4 in die Stellung der Fig. 5 vom Schwungkörper 2 aufgenommene kinetische Energie bewirkt jedoch, dass der Schwungkörper 2 über die Normallage der Fig. 5 im Sinne des Pfeiles C hinausschwingt. Auf dem Wege aus der Stellung der Fig. 5 in diejenige der Fig. 6 wird die Energie des Schwungkörpers 2 nach und nach wieder an die Feder 1 abgegeben, was bewirkt, dass die B3wegung des Schwungkörpers 2 ständig langsamer wird, bis derselbe in der Stellung der Fig. 6 schliesslich gänzlich zum Stillstand kommt. Dementgegen bewegt sich aber die Kugel 3 mit ihrer, bereits in der Stellung der Fig. 5 erreichten Maximalgeschwindigkeit vorwärts im Sinne des in Fig. 6 eingezeichneten Pfeiles E.
Dies hat zur Folge, dass sich die Kugel 3 im Moment, in dem die schwingenden Teile die aus Fig. 5 ersichtliche Lage einnehmen, vom Boden 2a des Schwungkörpers abhebt und sich in der in Fig. 6 gezeichneten Stellung bereits um einen gewissen Betrag gegen die Mitte des Schwungkörpers hin bewegt hat. Der in der Stellung der Fig. 6 zur Ruhe gekommene Schwungkörper schwingt nun kraft der Feder 1 wieder zurück, im Sinne des Pfeiles D, während sich die Kugel 3 jedoch weiter in der Richtung des Pfeiles E fortbewegt. In der in Fig. 7 gezeichneten Stellung hat die Rückwärtsbewegung des Schwingkörpers, im Sinne des Pfeiles D, ihre grösste Geschwindigkeit erreicht.
Angenommen diese Geschwindigkeit betrage v1 = 2 n/sk und das Gewicht des Schwungkörpers betrage G1 = 9'81 kg. Die kinetische Energie des Schwungkörpers in der in Fig. 5 gezeichneten Lage
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Die Geschwindigkeit V2 der Kugel 3 betrage im Moment des Aufpralls auf den Boden 2b des Sshwungkorpers (Fig. 7) ebenfalls 2 m/sk, und das Gewicht G2 der Kugel sei gleichfalls 9'81 kg. Die
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In der in Fig. 7 gezeichneten Stellung schlägt die Kugel 3 gegen den Boden 2b des entgegen- gesetzt schwingenden Körpers 2. Hiebei entsteht ein Energieverlust, sowohl der Kugel 3 wie auch des Schwungkörpers 2.
Dieser Energieverlust beträgt für das vorstehende Beispiel :
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Hierin bezeichnet wieder : G1 = 9'81 das Gewicht des Schwungkörpers in kg, G2 = 9'81 das Gewicht der Kugel in kg, Vi= 2 die Geschwindigkeit, des Schwungkörpers in mask, V2 = 2 die Geschwindigkeit der Kugel beim Aufprall in mask, g = 9'81 die Erdbeschleunigung in m/sk2, k = 0 die sogenannte Stosszahl, welche bei der Annahme, dass die Kugel aus einem praktisch völlig unelastischen Material (z. B.. Blei) besteht, gleich Null gesetzt werden. kann.
Somit beträgt der durch das Zusammenprallen von Schwingkörper und Kugel hervorgerufene Gesamtenergieverlust :
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Der Gesamtenergieverlust beträgt in dem vorstehenden Rechnungsbeispiel somit 4 mlkg. Da die kinetische Energie des Schwungkörpers und der Kugel zusammen ebenfalls 4 m/kg beträgt, erhellt, dass in der in Fig. 7 gezeichneten Stellung beim Zusammenprall die ganze Bewegungsenergie von Schwungkörper und Kugel vernichtet wird, so'dass, da in dieser Stellung auch die Feder 1 entspannt ist, Schwungkörper und Kugel vollständig in Ruhe bleiben.
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Die Bewegung des Schwungkörpers 2 ist in diesem Beispiel nach Fig. 4-7 somit schon nach einer 3/"-Schwingung zur Ruhe gekommen. Der Hohlraum des Schwungkörpers 2 bzw. der Weg W (Fig. 6), um den die Kugel 3 dem Schwungkörper 2 gegenüber in der Richtung der Schwingungsaus- schläge verschoben werden kann, entspricht in dem in Fig. 4-7 dargestellten Beispiel ungefähr dem doppelten Schwingungsamplitudenwert S.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 und 9 bezeichnet 4 einen bei A fest eingespannten
Metallstab. An seinem freien Ende weist der Stab 4 eine Eindrehung : 1a auf, in welcher eine hohl- zylinderförmige Dämpfungsmasse 5 derart angeordnet ist, dass sie in der durch die Pfeile F, G angedeuteten Schwingungsrichtung gegenüber dem Stab etwas verschoben werden kann.
Führt man nun einen quer zur X-X-Achse des Stabes gerichteten Schlag gegen den Stab aus, so gerät derselbe in Schwingungen, welche an dem mit der Masse J beschwerten Stabende ihren grössten Amplitudenwert erreichen. Bei dem Hin-und Herschwingen des Stabendes wird auch die Dämpfungs- masse 5 hin-und hergeworfen.
Da zwischen der Masse 5 und dem Stab ein die Verschiebung der Masse ermöglichender geringer Luftspalt besteht, so vollzieht sich der Schwingungsrichtungswechsel der Dämpfungsmasse 5 zeitlich immer etwas nach dem Richtungswechsel der Schwingungen des Stabes, d. h. die Dämpfungsmasse 5 prallt immer erst dann auf den Stab, wenn derselbe der Dämpfungsmasse bereits wieder entgegenschwingt, wobei bei jedem Aufprall ein Teil der Schwingungsenergie des Stabes vernichtet wird, bis derselbe schliesslich gänzlich zur Ruhe kommt.
Die Verhältnisse sind hier prinzipiell die nämlichen wie bei dem Beispiel gemäss Fig, 4-7, mit dem Unterschied, dass die Schwingungsfrequenz bei dem in Fig. 8 und 9 dargestellten Stab eine ungleich grössere ist als bei dem in Fig. 4-7 dargestellten Sehwingungssystem. Der Ausbildung und Dimensionierung des in Fig. 8 und 9 dargestellten Schwingul1gskörpers 4 entsprechend sind auch die
Schwingungsausschläge viel kleiner als bei dem Beispiel gemäss Fig. 4-7. Demgemäss muss natürlich auch der Weg für die Relativverschiebung der Dämpfungsmasse kleiner gewählt werden.
Wie praktische Versuche ergeben haben, erhält man für die Dämpfung von im Hörbereiche schwingenden Körpern sehr gute Resultate, wenn man den Zwischenraum zwischen der Dämpfungsmasse und dem schwingungzudämpfenden Körper entsprechend den in der Technologie für den sogenannten ,,losen Sitz" aufgestellten Toleranzen bemisst. Während bei festem Sitz" (Presssitz) der Dämpfungsmasse auf dem zu dämpfenden Körper auch eine verhältnismässig sehr grosse Masse eine nur sehr geringe Herabsetzung der Schwingungsfrequenz herbeizuführen vermag, genügt nach der erfindungsgemässen ,,losen" Befestigung schon eine sehr kleine Dämpfungsmasse für die sofortige und völlige Schwingungsvernichtung.
So z. B. wird dieser Zweck schon mit einer Dämpfungsmasse erreicht, welche nur zirka 2-5% der Masse des zu dämpfenden Körpers beträgt. Entsprechend dem Stossgesetz wird für die Dämpfungmasse vorteilhaft ein möglichst unelastisches Material, z. B. Blei oder eine Bleikomposition, verwendet.
Auch kann die Dämpfungswirkung wirksam gesteigert werden, wenn die Dämpfungsmassen an Stellen der grössten Amplitudenwerte, welche bei komplizierteren Schwingungskörpern zweckmässig empirisch festzustellen sind, angesetzt werden. So z. B. werden bei einer Stimmgabel die Schwingungen augenblicklich vernichtet, wenn wenigstens das eine Schenkelende mit einem dünnen Bleiband lose umwickelt wird.
In dem Beispiel der Fig. 10 und 11 ist mit 6 ein Propeller bezeichnet. Derselbe weist in der Nähe der beiden Flügelenden, ähnlich dem Stab 4 der Fig. 8 und 9, je eine Nute 6a auf, in welcher eine Dämpfungsmasse 7 lose, d. h. in der durch die Pfeile H, J angedeuteten Schwingungsrichtung verschiebbar angeordnet ist. Beim Schwingen der Propellerflügel in zur X-X-Achse senkrechter Richtung schwingen die Dämpfungsmassen 7 ebenfalls mit, jedoch mit einer gewissen Phasenverschiebung gegen- über der Propellerflügelmasse, wie dies bei der Erläuterung des Beispiels nach Fig. 8 und 9 auseinandergesetzt worden ist.
Die aus dieser Phasenverschiebung resultierende Interferenz bewirkt eine sofortige Vernichtung der Schwingungsenergie der Propellerflügel, so dass diese weder primär durch die Eigenfrequenz noch sekundär als Resonator eine Lärmquelle darzustellen vermögen.
In dem Beispiel nach Fig. 12 bezeichnet 8 schematisch eine in Lagern 9 geführte Dampfturbinen-
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Bei allfälligen Biegungsschwingungen der Welle 8, welche in der Mitte zwischen den beiden Lagern einen grössten Amplitudenwert besitzen, schwingen auch die Ringkörper 11 mit, jedoch, ähnlich der Dämpfungsmassen der vorbesprochenen Beispiele, mit einer gewissen Verzögerung gegenüber der Wellen-und Laufradmasse, wobei durch das jeweils erfolgende Zusammenprallen der gegeneinander schwingenden Massen, die Schwingungen der Welle gedämpft bzw. vernichtet werden.
In Fig. 13-16 ist ein mit der erfindungsgemässen Einrichtung versehener Auspuffschalldämpfer für fahrbare Verbrennungskraftmaschinen, wie Automobil-und Flugmotoren, dargestellt. Mit 12
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Ende des Auspuffrohrstutzens 12 auf gleicher Höhe liegt, eine düsenförmige Verengung 13b auf. Sowohl der Stutzen 12 wie auch die Ummantelung 13 werden durch sektorförmige Hohlkörper 12a, 12b, 12e,
12d, 12e und 121 (Fig. 14 und 16) gebildet, wobei zwischen je zwei dieser Hohlkörper je eine aus einem schalldämpfenden Stoff, z. B. aus Asbest, bestehende Trennungswand 14, 15, 16, 17, 18 und 19 radial angeordnet und an je den anliegenden, ebenfalls radial verlaufenden Seitenwänden der sektorförmigen
Hohlkörper befestigt sind.
Wie Fig. 14 und 16 erkennen lassen, ist nur je die eine Seitenwand jedes
Sektors zusammenhängend ausgebildet, während die andern zugehörigen Seitenwände je eine Fuge 20 freilassen. Die Ummantelung 13 ist ihrerseits mit einem aus wenig elastischem Stoff von grösserer Massendichte, z. B. aus einer Kupferlegierung od. dgl., bestehenden Band 21 lose umwickelt und durch zwei auf der Ummantelung13 festsitzende Ringe 22 (Fig. 13 und 15) gegen axiale Verschiebung gesichert.
Die den Stutzen 12 bildenden Innenwände der Sektoren 12a, 12b, 12e, 12d, 12e und 12t sind je mit einer Reihe von Öffnungen 23 versehen, welche durch Herausstanzen und Ausbiegen kleiner Lappen24 aus der Wandung entstanden sind. Diese Lappen 24 sind dabeiso angeordnet, dass sie mit ihren ausgebogenen Rändern der trichterförmigen Ausweitung 13a der Ummantelung 13 zugewendet sind.
Allfällige Biegungssehwingungen des in Fig. 13-16 dargestellten Auspuffschalldämpfers werden von dem zufolge der losen Befestigung auf der Ummantelung 13 mit einer bestimmten Phasenverschiebung schwingenden Dämpfungsbandes 21 sofort vernichtet. Die schwingungsdämpfende Wirkung wird durch die geschilderte Ausbildung des Schalldämpfers, insbesondere durch die zwischengelegten schalldämpfenden Trennungswände noch wesentlich erhöht.
Der vorbesehriebene Schalldämpfer wird zweckmässig derart montiert, dass seine Längsachse X-X mit der Bewegungsrichtung des Motors bzw. mit der Fahrtrichtung des mit dem Motor ausgerüsteten Vehikels zusammenfällt. Der Fahrwind streicht dabei in Richtung der in Fig. 13 gezeichneten Pfeile M zwischen dem Stutzen 12 und der Ummantelung 13 hindurch und erzeugt bei seinem Austritt hinter der Düse 13b, infolge der ejektorartigen Ausbildung derselben, eine Luftverdünnung, welche eine Beschleunigung der in Richtung der Pfeile N im Stutzen 12 strömenden Auspuffgase bzw. ein eigentliches Absaugen derselben aus dem Stutzen bewirkt.
Ein Teil des in der Ummantelung 13 durchströmenden Fahrwindes wird durch die aufgebogenen Lappen 24 aufgefangen bzw. in das Innere des Stutzens 12 abgelenkt, wo sich der kühle Fahrwind mit den noch verhältnismässig hochtemperierten Auspuffgasen vermischt und diese dabei abkühlen. Diese verhältnismässig starke Abkühlung bewirkt nun eine beträchtliche Volumenkontraktion der Abgase.
Da sich dabei jedoch nur das Volumen, nicht aber auch das Gewicht der während einer bestimmten Zeit im Schalldämpfer befindlichen Gasmasse verringert und zufolgedessen auch die Strömungsenergie dieser Gasmasse unverändert bleibt, so wird von der im Schalldämpfer zusammengeschrumpften Gasmasse auf die zwischen dem Schalldämpfer und dem Motor befindliche Abgassäule eine weitere die Ausströmungsgeschwindigkeit der letzteren beschleunigende Saugwirkung ausgeübt.
All dies bewirkt nicht nur eine weitgehende Lärmverminderung des Auspuffgeräusches, sondern gewährleistet darüber hinaus eine ausserordentlich gute Spülung und gute Füllung der Motorzylinder und damit eine sowohl hinsichtlich des wirtschaftlichen Wirkungsgrades wie auch der auf das Hubvolumen bezogenen L3istung erheblich verbesserte Wirkung.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Einrichtung zur Energievernichtung von Massenschwingungen fester Körper, mit einer an einer Stelle eines grössten Sehwingungsamplitudenwertes des Schwingungskörpers angebrachten Dämpfungsmasse, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsmasse so am Schwingungskörper angeordnet ist, dass sie sich in der Richtung der Sehwingungsausschläge gegenüber dem Schwingungkörper um einen geringen Betrag verschieben lässt, das Ganze derart, dass die Dämpfungsmasse beim Schwingen des zu dämpfenden Körpers zum Mitschwingen gezwungen wird, so, dass der Schwingungrichtungswechsel der Dämpfungsmasse erst eingeleitet wird, nachdem der zu dämpfende Körper der Masse wieder entgegenschwingt, dermassen,
dass Sehwingungskörper und Dämpfungsmasse bei jedem Schwingungsrichtungswechsel gegeneinander prallen und durch den dabei auftretenden Stoss an Schwingungsenergie einbüssen.