AT152476B - Einrichtung zur Energievernichtung von Massenchwingungen fester Körper. - Google Patents

Einrichtung zur Energievernichtung von Massenchwingungen fester Körper.

Info

Publication number
AT152476B
AT152476B AT152476DA AT152476B AT 152476 B AT152476 B AT 152476B AT 152476D A AT152476D A AT 152476DA AT 152476 B AT152476 B AT 152476B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
mass
flywheel
damping
rod
energy
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Dresag A G
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Dresag A G filed Critical Dresag A G
Application granted granted Critical
Publication of AT152476B publication Critical patent/AT152476B/de

Links

Landscapes

  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur Energievernichtung von   Massenschwingungell   fester Körper. 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Energievernichtung von Massenschwingungen fester Körper, mit einer mindestens angenähert an einer   Stelle eines grössten Schwingungs-   amplitudenwertes des   Schwingungskörpers   angebrachten Dämpfungsmasse. 



   Es ist theoretisch möglich und auch bekannt, einen Körper z. B. mit   im Hörbereiche liegender   Eigenfrequenz durch feste Verbindung mit Dämpfungsmassen so zu korrigieren, dass seine   Eigenfrequenz   ausserhalb die Grenzen des sogenannten Hörbereiches zu liegen kommt. 
 EMI1.1 
 
L = 46, die Stablänge in cm,
J =   0'0491,   dessen äquatoriales   Trägheitsmoment   in em4, q =   0#785,   den Stabquerschnitt in   em2,  
E = 2.200, 000, das Elastizitätsmass in kg/cm-2,   ss = 3'14,   ein von der Ordnungszahl der Tonhöhe und den Einspannungsbedingungen des Stabes abhängiger Beiwert, 
 EMI1.2 
 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 
 EMI1.5 
 
 EMI1.6 
 wahrnehmbar. 



   Wird nun an dem Stab, z. B. in der Mitte zwischen den beiden Stabstützpunkten, eine Beschwerungs- bzw. Dämpfungsmasse befestigt, z. B.   aufgeschweisst,   so kann die Eigenfrequenz des Stabes vermindert werden, u. zw. müsste diese, damit die Schwingungen für das menschliche Ohr nicht mehr als Schall wahrnehmbar wären, auf etwa 15 Hertz herabgesetzt werden. Diese   Schwingungsxahl   von ns'= 15 Hertz entspricht einer Kreisfrequenz von : 
 EMI1.7 
 Wie oben festgestellt, beträgt die Kreisfrequenz des unbeschweitell Stabes Xs = 613 sk-l.

   Die 
 EMI1.8 
 
 EMI1.9 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
 EMI2.2 
 J = 0'0491, das äquatoriale Trägheitsmoment des Stabes in   c) K",   L = 46, die Stablänge in cm, X, = die Kreisfrequenz der Dämpfungsmasse in   s/ und   m = die der Kreisfrequenz   Xm   entsprechende Masse in kg/cm-1 sk2. 



   Diese letztere   beträgt   : 
 EMI2.3 
 Und hieraus ergibt sich das Gewicht der Dämpfungsmasse in kg zu : 
 EMI2.4 
 worin bedeutet :   9 = 981,   die Erdbeschleunigung in cm/sk2 ; es wird dann : 
 EMI2.5 
 
Bezeichnet weiter : d = 1, den Stabdurchmesser in   cm,   L = 46, die Stablänge in em,   Y   = 0'008, das spezifische Gewicht des Stabmaterial in   y/cm,   so beträgt das Stabgewicht : 
 EMI2.6 
 
Wie das vorstehende Beispiel ergibt, bedarf es im vorliegenden Falle einer   Dämpfungsmasse,   welche ein Vielfaches des Stabgewichtes beträgt, um die Eigenfrequenz des Stabes unter die untere Hörgrenze herabzusetzen ; dies trotzdem die Eigenfrequenz des unbeschwerten Stabes selbst nur wenig über der unteren Hörgrenze liegt.

   Diese Verhältnisse werden natürlich noch ungünstiger, wenn schwingungsfähige Körper mit weit über der unteren Hörgrenze liegender Eigenfrequenz auf diesem bekannten Wege, durch feste   Massenanlagerungen,   bis zur Unhörbarkeit gedämpft werden sollen. 



   Trotzdem theoretisch möglich, wird es praktisch in fast allen Fällen undurchführbar sein, derart hinsichtlich Grösse und Gewicht des zu dämpfenden Körpers unverhältnismässig unförmige und schwere Dämpfungsmassen anzubringen. Aber auch dann, wenn es gelingt, durch derartige Massenanlagerungen eine völlige Beseitigung des Schalles herbeizuführen, kann doch nicht verhindert werden, dass der gedämpfte Körper samt der Dämpfungsmasse mit niedriger Frequenz, unhörbar, weiterschwingt, was speziell dort, wo es darauf ankommt, nicht nur Tonschwingungen, sondern auch Schwingungen von ausser dem Hörbereiche liegender Frequenz zu beseitigen, z. B. die Biegungsschwingungen schnelllaufender Wellen, wie Dampfturbinenwellen usw., von grossem Nachteil ist. 



   Auch kann auf diese bekannte Weise nicht verhindert werden, dass der in der Grundschwingungunhörbare Körper in hörbaren Obertönen schwingt oder aber dass er, trotz ausser dem Hörbereiche liegender Eigenfrequenz, bei geeigneter Gestaltung unter Umständen einer Lärmquelle als Resonator dient. 



   Weiter ist schon vorgeschlagen worden, zur Schwingungsbekämpfung sogenannte mechanische Siebketten zu verwenden. Diese bestehen aus mehreren Kettengliedern, von denen jedes einen mechanischen Schwingungskreis darstellt, bestehend aus je einer trägen Masse und einem federnden Körper, z. B. einer Feder. Die   schwingungsdämpfende   Wirkung solcher mechanischer Siebketten beruht darauf, dass die Schwingungen der Masse eines ersten Kettengliedes durch die Resonanzschwingungen der Masse eines zweiten Kettengliedes zum Teil aufgehoben werden. 



   Es   i- ! t nicht   zu bestreiten, dass derartige   Schwingungsdämpfungseinrichtungen   bei langsameren Schwingungen wirksam sein können. Dagegen aber erscheint es ausgeschlossen, mit derartigen Einrichtungen auch schnellere Schwingungen, z. B. Schallschwingungen, abdämpfen zu können, u. zw. schon deshalb, weil die dauernd exakte Abstimmung solcher hochfrequenter mechanischer Federschwingungskreise praktisch gar nicht   möglich   sein dürfte. Ihre Einkleidung in die technische Praxis ist, wenigstens bei höheren Frequenzen, äusserst schwierig, ja grösstenteils überhaupt   unmöglich.   

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Zur Bekämpfung der Schwingungen in Freileitungen wurde auch schon vorgeschlagen, an diesen teilweise mit Reibkörpern, z. B. Metallkörnern, angefüllte Gehäuse zu befestigen, in der Weise, dass beim Schwingen der Freileitungen die Reibkörper in den Gehäusen zum Mitschwingen veranlasst werden und dabei infolge der durch die hiebei hervorgerufene gegenseitige Bewegung der Reibkörper bewirkten
Gleitreibung einen Teil der Schwingungsenergie vernichten. 



   Es ist verständlich, dass sich derartige Einrichtungen an Telegraphenleitungsmasten u. dgl. für die Dämpfung langsamerer Schwingungen ohne grosse Schwierigkeiten anbringen lassen, dagegen erscheint es unmöglich, solche Einrichtungen z. B. auch für Propeller und ähnliche Schwingungskörper, deren äussere Gestaltung keine wesentlichen baulichen Änderungen zulassen, verwenden zu können. 



  Es sind dies Umstände, welche derartige Einrichtungen zum vornherein auf ein sehr beschränktes Anwendungsgebiet verweisen. 



   Alle die den erwähnten bekannten Einrichtungen anhaftenden Nachteile werden nun völlig beseitigt durch die erfindungsgemässe Einrichtung für die Energievernichtung von Massenschwingungen fester Körper. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass die Dämpfungsmasse so am Schwin-   gungskörper   angeordnet ist, dass sie sich in der Richtung der   Schwingungsausschläge   gegenüber dem Schwingungskörper um einen geringen Betrag verschieben lässt, das Ganze so, dass die Dämpfungsmasse beim Schwingen des zu dämpfenden Körpers zum Mitschwingen gezwungen wird, so, dass der Schwingungsrichtungswechsel der Dämpfungsmasse erst eingeleitet wird, nachdem der zu dämpfende Körper der Masse wieder   entgegenschwingt,   dermassen,

   dass Schwingungskörper und Dämpfungsmasse bei jedem Schwingungsrichtungswechsel gegeneinander prallen und durch den hiebei auftretenden Stoss an Schwingungsenergie einbüssen. 



   In der Zeichnung sind einige die Erfindung erläuternde Beispiele und mögliche Ausführungsformen dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 ein an einer Feder befestigter   Schwungkörper   bekannter Bauart in schematischer Darstellung, Fig. 2 den nämlichen Schwungkörper in einer andern Stellung, Fig. 3 den nämlichen Schwungkörper wie in Fig. 1 und 2 in einer dritten Stellung, Fig. 4 ein den Fig. 1-3 ähnlicher, jedoch gemäss der Erfindung abgeänderter Schwungkörper in einer ersten Stellung, Fig. 5 der in Fig. 4 dargestellte Schwungkörper in einer zweiten Stellung, Fig. 6 der Schwungkörper der Fig. 4 in einer dritten Stellung, Fig. 7 eine vierte Stellung des in Fig. 4 dargestellten   Sehwungkörpers,   Fig. 8 ein mit der erfindungsgemässen Einrichtung ausgerüsteter, einerends eingespannter Metallstab, Fig.

   9 einen Schnitt nach der Linie IX-IX der Fig. 8, Fig. 10 ein mit der erfindungsgemässen Einrichtung versehener Propeller, Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie   XI-Xl   der Fig. 10, Fig. 12 eine schematische Darstellung einer mit der erfindungsgemässen Einrichtung ausgerüstete Dampfturbinenwelle, Fig. 13 einen mit der erfindungsgemässen Einrichtung ausgestatteter   Auspuffsehalldämpfer   für Verbrennungskraftmaschine, im Schnitt nach der Linie XIII-XIII der Fig. 14, Fig. 14 einen Schnitt nach der Linie XIV-XIV der Fig. 13, Fig. 15 einen Schnitt nach der Linie XV-XV der Fig. 14, Fig. 16 einen weiteren Schnitt nach der Linie   XVI-XVI   der Fig. 13. 



   In dem Beispiel gemäss Fig. 1-3 bezeichnet 1 eine bei A fest eingespannte Blattfeder, an deren anderem Ende ein   Schwungkörper   2 befestigt ist. 



   Angenommen der   Schwingkörper   2 werde, z. B. von Hand, in die aus Fig. 1 ersichtliche Stellung ausgeschwenkt. In dieser Stellung wird von der Blattfeder 1 eine der Blattstärke und Durchbiegung der Feder entsprechende Kraft auf den Körper 2 ausgeübt, welche bewirkt, dass dieser nach erfolgtem Loslassen in der Richtung des in Fig. 1 eingezeichneten Pfeiles B schwingt. In Fig. 2 nehmen Feder 1 und Schwungkörper 2 ihre Normallage ein ; die Feder 1 ist dabei entspannt.

   Auf dem Wege von der in Fig. 1 gezeichneten Stellung in die Stellung der Fig. 2 hat der   Schwungkörper   jedoch eine bestimmte kinetische Energie aufgenommen, welche bewirkt, dass der   Schwungkörper   2 im Sinne des Pfeiles C über die Ruhelage der Fig. 2 hinausschwingt, u.   zw.   so weit, bis die der Pfeilbewegung C nun entgegenwirkende Feder 1 auf dem Wege ihrer Durchbiegung die kinetische Energie des   Schwungkörpers   2 
 EMI3.1 
 nehmen dabei eine aus Fig. 3 ersichtliche Stellung ein.

   Nun drückt in dieser Stellung aber die gespannte Feder 1 wieder auf den Schwungkörper   2,   so dass dieser eine neue Schwingung in der Richtung des in Fig. 3 gezeichneten Pfeiles D ausführt, und dabei wieder über die Normallage der Fig. 2   hinausschwingt,   um nach Erreichen der in Fig. 1 gezeichneten Stellung wieder   zurückzuschwingen.   Dieses Hin-und Herpendeln würde sich bis ins Unendliche fortsetzen, wenn nicht innere Reibungen der Blattfeder sowie äussere Luftwiderstände die Energie des   Schwungkörpers   allmählich aufzehren und diesen schliesslich stillsetzen würden. Doch sind diese Widerstände gegenüber der Energie des bewegten Schwungkörpers   verhältnismässig   klein, so dass derselbe immerhin eine grössere Zahl von Schwingungen ausführt, ehe er zur Ruhe kommt.

   Die Dauer einer einzelnen Schwingung ist dabei, je nach der Bemessung der Feder und des   Sehwungkörpers   eine längere oder kürzere. Führt z. B. der Schwungkörper in der Sekunde mehr als 16 Schwingungen aus, so werden diese Schwingungen nicht nur als Erschütterungen bzw. für das Auge als   Ausschläge,   sondern auch für das menschliche Ohr als Schall wahrnehmbar. 



   In dem zweiten Beispiel nach Fig. 4-7 bezeichnet 1 wieder eine bei   A   fest eingespannte Blattfeder. An deren anderem Ende ist wieder ein Schwungkörper 2 befestigt. Im Gegensatz zu demjenigen 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 der Fig. 1-3 ist hier der Schwungkörper hohl ausgebildet und weist in seinem Innern eine Dämpfungsmasse in Form einer beweglichen Kugel 3 auf. 



   Angenommen der Schwungkörper 2 werde wieder in die aus Fig. 4 ersichtliche Stellung ausgeschwenkt. Hiebei nimmt die Kugel 3 die aus Fig. 4 ersichtliche Stellung ein. Wird nun der Schwungkörper 2 losgelassen, so schwingt er kraft der Feder 1 mit ständig   anwachsende ! : Geschwindigkeit   im Sinne des in Fig. 4 gezeichneten Pfeiles B aus. In der Stellung der Fig. 5 hat die Geschwindigkeit des   Schwungkörpers   2 und auch der Kugel 3 ein gemeinsames Maximum erreicht. Die Feder 1 ist in dieser Stellung völlig entspannt.

   Die auf dem Wege aus der Stellung der Fig. 4 in die Stellung der Fig. 5 vom Schwungkörper 2 aufgenommene kinetische Energie bewirkt jedoch, dass der   Schwungkörper   2 über die Normallage der Fig. 5 im Sinne des Pfeiles   C hinausschwingt.   Auf dem Wege aus der Stellung der Fig. 5 in diejenige der Fig. 6 wird die Energie des   Schwungkörpers   2 nach und nach wieder an die Feder 1 abgegeben, was bewirkt, dass die   B3wegung   des Schwungkörpers 2 ständig langsamer wird, bis derselbe in der Stellung der Fig. 6 schliesslich gänzlich zum Stillstand kommt. Dementgegen bewegt sich aber die Kugel 3 mit ihrer, bereits in der Stellung der Fig. 5 erreichten Maximalgeschwindigkeit vorwärts im Sinne des in Fig. 6 eingezeichneten Pfeiles E.

   Dies hat zur Folge, dass sich die Kugel   3   im Moment, in dem die schwingenden Teile die aus Fig. 5 ersichtliche Lage einnehmen, vom Boden 2a des Schwungkörpers abhebt und sich in der in Fig. 6 gezeichneten Stellung bereits um einen gewissen Betrag gegen die Mitte des Schwungkörpers hin bewegt hat. Der in der Stellung der Fig. 6 zur Ruhe gekommene   Schwungkörper   schwingt nun kraft der Feder 1 wieder zurück, im Sinne des Pfeiles D, während sich die Kugel 3 jedoch weiter in der Richtung des Pfeiles E fortbewegt. In der in Fig. 7 gezeichneten Stellung hat die Rückwärtsbewegung des Schwingkörpers, im Sinne des Pfeiles D, ihre grösste Geschwindigkeit erreicht. 



   Angenommen diese Geschwindigkeit betrage v1 = 2 n/sk und das Gewicht des   Schwungkörpers   betrage G1 = 9'81 kg. Die kinetische Energie des Schwungkörpers in der in Fig. 5 gezeichneten Lage 
 EMI4.1 
 
 EMI4.2 
 
Die Geschwindigkeit   V2   der Kugel 3 betrage im Moment des Aufpralls auf den Boden 2b des   Sshwungkorpers   (Fig. 7) ebenfalls 2   m/sk,   und das Gewicht G2 der Kugel sei gleichfalls   9'81     kg. Die   
 EMI4.3 
 
 EMI4.4 
 
In der in Fig. 7 gezeichneten Stellung schlägt die Kugel 3 gegen den Boden 2b des entgegen-   gesetzt schwingenden Körpers 2. Hiebei entsteht ein Energieverlust, sowohl der Kugel 3 wie auch des Schwungkörpers 2.

   Dieser Energieverlust beträgt für das vorstehende Beispiel :   
 EMI4.5 
 
Hierin bezeichnet wieder : G1 =   9'81   das Gewicht des Schwungkörpers in kg, G2 =   9'81   das Gewicht der Kugel in kg,   Vi= 2   die Geschwindigkeit, des Schwungkörpers in mask, V2 = 2 die Geschwindigkeit der Kugel beim Aufprall in mask, g =   9'81   die Erdbeschleunigung in   m/sk2,   k = 0 die sogenannte Stosszahl, welche bei der Annahme, dass die Kugel aus einem praktisch völlig unelastischen Material (z.   B..   Blei) besteht, gleich Null gesetzt werden. kann. 



    Somit beträgt der durch das Zusammenprallen von Schwingkörper und Kugel hervorgerufene Gesamtenergieverlust :   
 EMI4.6 
 
Der Gesamtenergieverlust beträgt in dem vorstehenden Rechnungsbeispiel somit 4   mlkg.   Da die kinetische Energie des   Schwungkörpers   und der Kugel zusammen ebenfalls 4   m/kg beträgt,   erhellt, dass in der in Fig. 7 gezeichneten Stellung beim Zusammenprall die ganze Bewegungsenergie von   Schwungkörper und Kugel vernichtet wird, so'dass, da in dieser Stellung auch die Feder 1 entspannt ist, Schwungkörper und Kugel vollständig in Ruhe bleiben.   

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Die Bewegung des Schwungkörpers 2 ist in diesem Beispiel nach Fig. 4-7 somit schon nach einer 3/"-Schwingung zur Ruhe gekommen. Der Hohlraum des Schwungkörpers 2 bzw. der Weg W (Fig. 6), um den die Kugel 3 dem Schwungkörper 2 gegenüber in der Richtung der Schwingungsaus- schläge verschoben werden kann, entspricht in dem in Fig. 4-7 dargestellten Beispiel ungefähr dem doppelten Schwingungsamplitudenwert   S.   



   In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 8 und 9 bezeichnet 4 einen bei A fest eingespannten
Metallstab. An seinem freien Ende weist der Stab 4 eine   Eindrehung : 1a   auf, in welcher eine hohl- zylinderförmige Dämpfungsmasse 5 derart angeordnet ist, dass sie in der durch die Pfeile F, G angedeuteten Schwingungsrichtung gegenüber dem Stab etwas verschoben werden kann. 



   Führt man nun einen quer zur   X-X-Achse   des Stabes gerichteten Schlag gegen den Stab aus, so gerät derselbe in Schwingungen, welche an dem mit der Masse   J   beschwerten Stabende ihren grössten Amplitudenwert erreichen. Bei dem Hin-und Herschwingen des Stabendes wird auch die Dämpfungs- masse 5 hin-und hergeworfen.

   Da zwischen der Masse 5 und dem Stab ein die Verschiebung der Masse ermöglichender geringer Luftspalt besteht, so vollzieht sich der Schwingungsrichtungswechsel der Dämpfungsmasse   5   zeitlich immer etwas nach dem Richtungswechsel der Schwingungen des Stabes, d. h. die Dämpfungsmasse 5 prallt immer erst dann auf den Stab, wenn derselbe der Dämpfungsmasse bereits wieder entgegenschwingt, wobei bei jedem Aufprall ein Teil der Schwingungsenergie des Stabes vernichtet wird, bis derselbe schliesslich gänzlich zur Ruhe kommt. 



   Die Verhältnisse sind hier prinzipiell die nämlichen wie bei dem Beispiel gemäss Fig, 4-7, mit dem Unterschied, dass die Schwingungsfrequenz bei dem in Fig. 8 und 9 dargestellten Stab eine ungleich grössere ist als bei dem in Fig. 4-7 dargestellten Sehwingungssystem. Der Ausbildung und Dimensionierung des in Fig. 8 und 9 dargestellten   Schwingul1gskörpers     4   entsprechend sind auch die
Schwingungsausschläge viel kleiner als bei dem Beispiel gemäss Fig. 4-7. Demgemäss muss natürlich   auch der Weg für die Relativverschiebung der Dämpfungsmasse kleiner gewählt werden.

   Wie praktische   Versuche ergeben haben, erhält man für die Dämpfung von im Hörbereiche schwingenden Körpern sehr gute Resultate, wenn man den Zwischenraum zwischen der Dämpfungsmasse und dem schwingungzudämpfenden Körper entsprechend den in der Technologie für den sogenannten ,,losen Sitz" aufgestellten Toleranzen bemisst. Während bei festem Sitz" (Presssitz) der Dämpfungsmasse auf dem zu dämpfenden Körper auch eine verhältnismässig sehr grosse Masse eine nur sehr geringe Herabsetzung der Schwingungsfrequenz herbeizuführen vermag, genügt nach der erfindungsgemässen ,,losen" Befestigung schon eine sehr kleine Dämpfungsmasse für die sofortige und völlige Schwingungsvernichtung. 



  So z. B. wird dieser Zweck schon mit einer Dämpfungsmasse erreicht, welche nur zirka 2-5% der Masse des zu dämpfenden Körpers beträgt. Entsprechend dem Stossgesetz wird für die Dämpfungmasse vorteilhaft ein möglichst unelastisches Material, z. B. Blei oder eine Bleikomposition, verwendet. 



  Auch kann die Dämpfungswirkung wirksam gesteigert werden, wenn die Dämpfungsmassen an Stellen der grössten Amplitudenwerte, welche bei komplizierteren   Schwingungskörpern   zweckmässig empirisch festzustellen sind, angesetzt werden. So z. B. werden bei einer Stimmgabel die Schwingungen augenblicklich vernichtet, wenn wenigstens das eine Schenkelende mit einem dünnen Bleiband lose umwickelt wird. 



   In dem Beispiel der Fig. 10 und 11 ist mit 6 ein Propeller bezeichnet. Derselbe weist in der Nähe der beiden Flügelenden, ähnlich dem Stab 4 der Fig. 8 und 9, je eine Nute 6a auf, in welcher eine Dämpfungsmasse 7 lose, d. h. in der durch die Pfeile H, J angedeuteten Schwingungsrichtung verschiebbar angeordnet ist. Beim Schwingen der Propellerflügel in zur   X-X-Achse senkrechter Richtung   schwingen die Dämpfungsmassen 7 ebenfalls mit, jedoch mit einer gewissen Phasenverschiebung gegen- über der Propellerflügelmasse, wie dies bei der Erläuterung des Beispiels nach Fig. 8 und 9 auseinandergesetzt worden ist.

   Die aus dieser Phasenverschiebung resultierende Interferenz bewirkt eine sofortige Vernichtung der Schwingungsenergie der Propellerflügel, so dass diese   weder primär durch   die Eigenfrequenz noch sekundär als Resonator eine Lärmquelle darzustellen vermögen. 



   In dem Beispiel nach Fig. 12 bezeichnet 8 schematisch eine in Lagern 9 geführte Dampfturbinen- 
 EMI5.1 
 



   Bei allfälligen Biegungsschwingungen der Welle   8,   welche in der Mitte zwischen den beiden Lagern einen grössten Amplitudenwert besitzen, schwingen auch die Ringkörper 11 mit, jedoch, ähnlich der Dämpfungsmassen der vorbesprochenen Beispiele, mit einer gewissen Verzögerung gegenüber der   Wellen-und Laufradmasse,   wobei durch das jeweils erfolgende Zusammenprallen der gegeneinander schwingenden Massen, die Schwingungen der Welle gedämpft bzw. vernichtet werden. 



   In Fig. 13-16 ist ein mit der erfindungsgemässen Einrichtung versehener Auspuffschalldämpfer für fahrbare Verbrennungskraftmaschinen, wie Automobil-und Flugmotoren, dargestellt. Mit 12 
 EMI5.2 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

   Ende des Auspuffrohrstutzens 12 auf gleicher Höhe liegt, eine düsenförmige Verengung 13b auf.   Sowohl der Stutzen 12 wie auch die Ummantelung 13 werden durch sektorförmige Hohlkörper 12a, 12b, 12e,
12d, 12e und 121 (Fig. 14 und 16) gebildet, wobei zwischen je zwei dieser Hohlkörper je eine aus einem   schalldämpfenden   Stoff, z. B. aus Asbest, bestehende Trennungswand 14,   15, 16, 17, 18 und 19   radial angeordnet und an je den anliegenden, ebenfalls radial verlaufenden Seitenwänden der sektorförmigen
Hohlkörper befestigt sind.

   Wie Fig. 14 und 16 erkennen lassen, ist nur je die eine Seitenwand jedes
Sektors zusammenhängend ausgebildet, während die andern zugehörigen Seitenwände je eine Fuge 20 freilassen. Die Ummantelung 13 ist ihrerseits mit einem aus wenig elastischem Stoff von grösserer Massendichte, z. B. aus einer Kupferlegierung   od.   dgl., bestehenden Band 21 lose umwickelt und durch zwei auf der Ummantelung13 festsitzende Ringe 22 (Fig. 13 und 15) gegen axiale Verschiebung gesichert. 



   Die den Stutzen 12 bildenden Innenwände der Sektoren   12a, 12b, 12e, 12d, 12e und 12t sind   je mit einer Reihe von Öffnungen 23 versehen, welche durch Herausstanzen und Ausbiegen kleiner Lappen24 aus der Wandung entstanden sind. Diese Lappen 24 sind dabeiso angeordnet, dass sie mit   ihren ausgebogenen Rändern der trichterförmigen Ausweitung 13a   der Ummantelung 13 zugewendet sind. 



   Allfällige Biegungssehwingungen des in Fig. 13-16 dargestellten   Auspuffschalldämpfers   werden von dem zufolge der losen Befestigung auf der Ummantelung 13 mit einer bestimmten Phasenverschiebung schwingenden Dämpfungsbandes 21 sofort vernichtet. Die schwingungsdämpfende Wirkung wird durch die geschilderte Ausbildung des Schalldämpfers, insbesondere durch die zwischengelegten schalldämpfenden Trennungswände noch wesentlich erhöht. 



   Der vorbesehriebene   Schalldämpfer wird zweckmässig   derart montiert, dass seine Längsachse X-X mit der Bewegungsrichtung des Motors bzw. mit der Fahrtrichtung des mit dem Motor ausgerüsteten Vehikels zusammenfällt. Der Fahrwind streicht dabei in Richtung der in Fig. 13 gezeichneten Pfeile M zwischen dem Stutzen 12 und der Ummantelung 13 hindurch und erzeugt bei seinem Austritt hinter der Düse   13b,   infolge der ejektorartigen Ausbildung derselben, eine Luftverdünnung, welche eine Beschleunigung der in Richtung der Pfeile N im Stutzen 12 strömenden Auspuffgase bzw. ein eigentliches Absaugen derselben aus dem Stutzen bewirkt.

   Ein Teil des in der Ummantelung   13 durchströmenden   Fahrwindes wird durch die aufgebogenen Lappen 24 aufgefangen bzw. in das Innere des Stutzens 12 abgelenkt, wo sich der kühle Fahrwind mit den noch verhältnismässig hochtemperierten Auspuffgasen vermischt und diese dabei abkühlen. Diese verhältnismässig starke Abkühlung bewirkt nun eine beträchtliche Volumenkontraktion der Abgase.

   Da sich dabei jedoch nur das Volumen, nicht aber auch das Gewicht der während einer bestimmten Zeit im   Schalldämpfer   befindlichen Gasmasse verringert und zufolgedessen auch die   Strömungsenergie   dieser Gasmasse unverändert bleibt, so wird von der im Schalldämpfer   zusammengeschrumpften   Gasmasse auf die zwischen dem Schalldämpfer und dem Motor befindliche Abgassäule eine weitere die Ausströmungsgeschwindigkeit der letzteren beschleunigende Saugwirkung ausgeübt.

   All dies bewirkt nicht nur eine weitgehende Lärmverminderung des   Auspuffgeräusches,   sondern gewährleistet darüber hinaus eine ausserordentlich gute Spülung und gute Füllung der Motorzylinder und damit eine sowohl hinsichtlich des wirtschaftlichen Wirkungsgrades wie auch der auf das Hubvolumen bezogenen   L3istung   erheblich verbesserte Wirkung. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : l. Einrichtung zur Energievernichtung von Massenschwingungen fester Körper, mit einer an einer Stelle eines grössten Sehwingungsamplitudenwertes des   Schwingungskörpers   angebrachten Dämpfungsmasse, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsmasse so am   Schwingungskörper   angeordnet ist, dass sie sich in der Richtung der   Sehwingungsausschläge   gegenüber dem Schwingungkörper um einen geringen Betrag verschieben lässt, das Ganze derart, dass die Dämpfungsmasse beim Schwingen des zu dämpfenden Körpers zum Mitschwingen gezwungen wird, so, dass der Schwingungrichtungswechsel der Dämpfungsmasse erst eingeleitet wird, nachdem der zu dämpfende Körper der Masse wieder entgegenschwingt, dermassen,

   dass   Sehwingungskörper   und Dämpfungsmasse bei jedem Schwingungsrichtungswechsel gegeneinander prallen und durch den dabei auftretenden Stoss an Schwingungsenergie einbüssen.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrag, um den die Dämpfungsmasse dem Schwingungskörper gegenüber verschoben werdenkann, mindestens angenähert dem doppelten Schwingungsamplitudenwert des zu dämpfenden Körpers entspricht.
    3. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsmasse aus einem wenig elastischen Material besteht.
    4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Dämpfungsmasse aus einem Stoff von grosser Massendichte besteht.
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Grösse der EMI6.1
AT152476D 1936-04-27 1936-04-27 Einrichtung zur Energievernichtung von Massenchwingungen fester Körper. AT152476B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT152476T 1936-04-27

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT152476B true AT152476B (de) 1938-02-10

Family

ID=3647134

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT152476D AT152476B (de) 1936-04-27 1936-04-27 Einrichtung zur Energievernichtung von Massenchwingungen fester Körper.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT152476B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2240250A1 (de) Eine vorrichtung zum aussenseitigen reinigen von dampfkesselrohren
DE3100798A1 (de) Rotorschaufel fuer ein gasturbinentriebwerk
DE4223786A1 (de) Schwingungsdämpfer
DE1264165B (de) Hydraulischer Schwingungsdaempfer
DE2907320A1 (de) Schalldaempfer fuer verbrennungsmotoren
DE10202995A1 (de) Rotorblatt für eine Windkraftanlage mit einer Dämpfereinrichtung
DE696559C (de) Vorrichtung zum Daempfen von Drehschwingungen
AT152476B (de) Einrichtung zur Energievernichtung von Massenchwingungen fester Körper.
DE3534535C2 (de)
DE1285777B (de) Unwuchtruettler
DE1267955B (de) Torsionsstimmgabel
CH198783A (de) Einrichtung zur Dämpfung von Schwingungen fester Körper, insbesondere von Biegungsschwingungen, mit einer vom schwingenden Körper zum Mitschwingen gezwungenen Dämpfungsmasse.
DE2229420B2 (de) Breitbandiger Schwingungsdämpfer zum Reduzieren von Körperschall
DE3119499C2 (de) Körperschalldämpfer
DE899008C (de) Aufhaengung von Geraeten in Fahrzeugen
EP0023952B1 (de) Schwingungsmindernder Feldabstandhalter für ein Zweier-Bündel und mit solchen Feldabstandhaltern versehenes Zweier-Bündel für eine Hochspannungs-Freileitung
DE715862C (de) Schwingungsdaempfer, insbesondere fuer Flugzeugbauteile
EP1281927B1 (de) Lenkflugkörper
AT92056B (de) Empfangseinrichtung für in Medien großer Kompressibilität übertragene Schallwellen.
AT124626B (de) Vorrichtung zur Dämpfung der Eigenschwingungen von Wellen.
DE1800690A1 (de) Verfahren und Einrichtung zur Daempfung von Koerperschall,insbesondere in Rohrleitungsanlagen hinter Reduzierventilen
DE1158760B (de) Schalldaempfer, insbesondere fuer Verbrennungsmotoren
DE828707C (de) Kondensatormikrophon, bei dem eine elektrisch wirksame Membran von beiden Seiten mit Schall beaufschlagt wird
DE2412672B2 (de) Breitbandiger Schwingungsdämpfer zum Reduzieren von Körperschall
DE10037689B4 (de) Kurbelwelle mit einer Schwungmasse