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Verfahren und Vorrichtung zum selbsttätigen Stopfen von Leeklöchern in Luftschäuchen von pneumatischen Reifen.
Die Erfindung betrifft Luftreifen für Fahrzeuge und bezieht sich insbesondere auf Mittel zur Verhinderung unwillkürlicher Entlüftung des Reifens für den Fall, dass der Luftschlauch durch einen Nagel oder sonstigen spitzen Körper durchlocht wird.
Es sind bereits zu diesem Zweck gewisse Substanzen und flüchtigeFlüssigkeitsgemische bekannt, die zuvor in den Luftschlauch eingeführt werden und die, in dem Fall, dass letzterer durchlocht wird, nach Herausziehen des Nagels durch das entstandene Loch herausströmen, derart, dass sie an der Lochstelle eine Anstauung bilden, die ein Entweichen der Luft aus dem Schlauch verhindert.
Diese Flüssigkeiten weisen folgende Nachteile auf : Sie zerstören allmählich den Luftschlauch, verstopfen die Schlauchventile und sind schmutzend. Ausserdem bringen sie die Fahrzeugräder aus dem Gleichgewicht und beeinflussen daher die Lenkvorrichtung des Fahrzeuges, indem sie ein Flattern oder eine Shimmybewegung der Lenkräder hervorrufen.
Ferner waren bisher die Gebraucher oft gezwungen, die Reifen abzunehmen und die Schlauehventile loszumachen, um diese Substanzen in den Schlauch einführen zu können.
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und chemisch inertem Material hergestellte Substanz eingeführt.
Gemäss der Erfindung besteht diese Substanz aus Glimmer, welcher die gewünschten Eigenschaften in höchstem Masse vereinigt und vermöge seines lamellaren Gefüges bis auf feine, leichte Teilchen oder Blättchen von sehr winzigen Abmessungen zerkleinert werden kann.
Infolge ihres unbedeutsamen Gewichtes werden die Glimmerblättchen im Innern des Luftschlauches während der Umdrehung des Rades fortwährend durcheinandergerührt, derart, dass in dem Fall, dass der Schlauch durchlocht wird, die Blättchen von der durch das entstandene Loch entweichenden Luftströmung mitgerissen werden und die Lochöffnung luftdicht verstopfen, wobei die Glimmerblättchen innerhalb der Wandungen dieser Öffnungen sowie an der Lochstelle, durch den Unterschied zwischen dem innerhalb und ausserhalb des Luftschlauches herrschenden Luftdruck gehalten werden.
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ventil in den Schlauch eingeführten Druckluft.
Im nachfolgenden wird eine beispielsweise Ausführung der Vorrichtung nach der Erfindung an Hand der Zeichnungen erläutert. In diesen ist Fig. 1 ein Längsschnitt durch die Vorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung samt Gestell, Fig. 3 eine abgeänderte Ausführungsform des Steuerorgans der Vorrichtung in der einen Arbeitsstellung und Fig. 4 eine der Fig. 3 ähnliche Ansicht, die die andere Arbeitsstellung des Steuerorgans zeigt.
In den Zeichnungen bezeichnet 5 einen hochdruckfesten Behälter aus Metall, der eine zylindrische Wand 6 besitzt, während der Boden des Behälters die Form eines Trichters 7 aufweist und in einen Rohransatz 8 mit Kanal 9 übergeht.-Auf den oberen Rand der Wand 6 ist unter Dazwischenlegung einer federnden Dichtung 11 ein Deckel 10 mit Hilfe einer beliebigen Spannvorrichtung aufgepresst.
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Das Anziehen des Deckels kann beispielsweise mit Hilfe einer Flügelmutter 12 erfolgen, die auf eine Gewindestange 13 geschraubt wird, welche durch eine zentrale Bohrung des Deckels 10 herausragt und an einem diametral im Behälter 5 angeordneten Queranker 14 greift, dessen Enden an die Wand 6 mit Hilfe von durch letztere durchgehenden Bolzen 15 a und 15 b befestigt sind.
Durch das Anziehen der Mutter 12 auf die Gewindestange 13 und dank dem Vorhandensein der Packung 11 und der die Stange 13 umgebenden, zwischen Mutter 12 und Deckel 10 angeordneten Dichtung 12 a, wird der Behälter 5 luftdicht abgeschlossen.
Am äusseren Ende des Rohransatzes 8 ist eine biegsame Leitung 16 befestigt, die dazu dient, den Behälter 5 mit dem Ventilkanal des Luftschlauches (nicht dargestellt), in welchen das Stopfmaterial eingeführt werden soll, zu verbinden.
In der Nähe seiner Verbindungsstelle mit dem Behälter 5ist der Rohransatz 8 mit einem Hahn 17 versehen, dessen Küken 18 ein Sperren des Kanals 9 gestattet, während ein zweiter, unterhalb des Hahns 17 angeordneter Hahn 19 die Verbindung des Kanals 9 mit der Freiluft möglich macht.
In einer im Oberteil der Behälterwand 6 vorgesehenen Bohrung ist ein Rohransatz befestigt, der zur Aufnahme der Leitung dient, die dazu bestimmt ist, den Behälter 5 mit der Druckluftquelle zu verbinden.
Die beschriebene Vorrichtung ist in einer Gabel 21 aufgehängt, deren Schenkel mit ihren Enden um die nach aussen ragenden Enden der Bolzen 15 a und 15 b drehbar greifen, wobei die Gabel anderseits mit einer Hülse 22 starr verbunden ist, die längst einer in einem Fuss 24 befestigten Säule 23 gleiten kann. Die Hülse 22 ist mit einer Stellschraube 25 versehen, die zum Festklemmen der Hülse in geeigneter Höhenlage auf der Säule 23 dient.
Die Vorrichtung nach der Erfindung wird auf folgende Weise angewendet : Der Deckel 10 wird abgenommen und es wird nachgeprüft, ob die Hähne 17 und 18 vollständig geschlossen seien.
Es wird dann in den Behälter 5 die erforderliche, in den Luftschlauch einzuführende Menge Stopfmaterial eingebracht, die je nach den Abmessungen des Reifens verschieden ist.
Der Deckel wird dann wieder aufgesetzt und mit Hilfe der Mutter 12 entsprechend angezogen.
Da ausserdem die Vorrichtung einerseits, mittels der Leitung 16, an den Ventilkanal des Luftschlauches und anderseits durch den Rohransatz 20 an die Druckluftquelle angeschlossen ist, wird nun in den Behälter 5 Druckluft so lange eingelassen, bis in diesem ein Druck von beispielsweise 15-20 kg erreicht wird.
Der Hahn 17 wird dann geöffnet, worauf, unter dem Einflusse des auf das Stopfmaterial wirkenden hohen Luftdruckes, ein Teil des Materials in den Luftschlauch hineingedrückt wird, wobei gleichzeitig eine gewisse Menge Druckluft in den Luftschlauch eintritt, so dass der Druck in letzterem all- mählich steigt.
Unter der Wirkung des sich im Innern des Luftschlauches entwickelnden Gegendruckes nimmt die Strömung des Stopfmaterials allmählich ab ; daher ist es notwendig, wenn ein restloses und rasches Überströmen des Materials gesichert werden soll, die in den Schlauch eingeblasene Luft von Zeit zu Zeit entweichen zu lassen.
Zu diesem Zweck wird der Hahn 17 geschlossen und der Hahn 19 geöffnet, so dass die Luft aus dem Schlauch ins Freie ausströmen kann.
Nach dem Entweichen der im Luftschlauch enthaltenen Luft wird der Hahn 19 geschlossen und-sobald im Behälter 5 wieder ein geeigneter Druck herrscht - der Hahn 17 wieder geöffnet, so dass nunmehr eine neue Menge Stopfmaterial in den Luftschlauch eingeführt werden kann. Dieser Arbeitsgang wird einige Mal wiederholt, u. zw. bis zur vollständigen Abführung des im Behälter 5 enthaltenen Stopfmaterials.
Aus dem oben Gesagten geht hervor, dass die Hähne 17 und 19 während der Einführung des Stopfmaterials in den Schlauch einige Mal aufeinanderfolgend betätigt werden müssen.
Zur Vereinfachung dieses doppelten Arbeitsganges werden erfindungsgemäss entweder die Betätigungsglieder der beiden Hähne miteinander zwangsläufig gekoppelt oder es werden die Kanäle dieser Hähne im Küken eines einzigen Hahnes vereinigt. Letztere Anordnung wird gemäss Fig. 3 und 4 ausgeführt, welche einen im Rohransatz 8 an Stelle der Hähne 17 und 19 angebrachten Dreiwegehahn darstellen. Letzterer ist mit einem Küken 26 versehen, in welchem Kanäle 27 und 28 vorgesehen sind, die mit dem Kanal 9 und einem Querkanal 29 derart zusammenwirken, dass sie entweder die Verbindung zwischen Behälter 5 und Luftschlauch (Stellung nach Fig. 3) oder zwischen letzterem und der Freiluft (Stellung nach Fig. 4) herstellen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum selbsttätigen Stopfen von Lecklöchern in Luftschläuchen von pneumatischen Fahrzeugreifen, dadurch gekennzeichnet, dass in den Luftschlauch ein trockenes, feinverteiltes, aus chemisch und physikalisch inerter Substanz hergestelltes Stopfmaterial eingeführt wird, welches in der
Gestalt von dünnen Blättchen von sehr winzigen Ausmassen erhalten wird.