AT152969B - Verfahren und Gerät zur Feststellung der räumlichen Grenzen von äußerlich unzugänglichen menschlichen und tierischen Organen, Körperteilen, in diesen eingeschlossenen Fremdkörpern u. dgl. und/oder der stofflichen Beschaffenheit derselben. - Google Patents
Verfahren und Gerät zur Feststellung der räumlichen Grenzen von äußerlich unzugänglichen menschlichen und tierischen Organen, Körperteilen, in diesen eingeschlossenen Fremdkörpern u. dgl. und/oder der stofflichen Beschaffenheit derselben.Info
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Description
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Verfahren und Gerät zur Feststellung der räumlichen Grenzen von äusserlich unzugänglichen menschlichen und tierischen Organen, Körperteilen, in diesen eingeschlossenen Fremdkörpern u. dgl. und/oder der stofflichen Beschaffenheit derselben.
Um die Lage und Begrenzung innerer Organe im lebenden menschlichen Körper festzustellen, gibt es in der Medizin eigentlich nur zwei Methoden. Die erste ist die Perkussion, die durch Abklopfen des Körpers nur ziemlich ungenau die Grenzen mancher Organe feststellen kann. Mitunter gelingt es auch, Rückschlüsse auf den Zustand derselben zu ziehen. Die zweite Methode ist die Durchleuchtung bzw. Photographie mit Hilfe von Röntgenstrahlen. Diese Methode ist zwar sehr genau und liefert Resultate, die aber oft in Widerspruch zu den aus der Perkussion gewonnenen stehen. (Dies möge die Ungenauigkeit und Unzulänglichkeit der ersten Methode in vielen Fällen erhellen.) Aber auch die zweite Methode hat verschiedene Nachteile : Erstens ist die dazu notwendige Röntgenapparatur sehr teuer und für den praktischen Arzt in den seltensten Fällen erschwinglich.
Zweitens ist die Handhabung der Röntgengeräte nicht einfach und setzt viele Spezialkenntnisse voraus, weshalb sie eigentlich nur in den Händen des Facharztes befriedigende Ergebnisse liefert. Drittens sind die Zustände verschiedener Organe auch mit Hilfe von Röntgenstrahlen nur unter Anwendung verwickelter Verfahren zu ermitteln, deren Durchführung sich unter Umständen auf mehrere Tage erstrecken kann bzw. entziehen sie sich gänzlich der Untersuchung mit Röntgenstrahlen.
Die Auskultation, ein verbreitetes Hilfsmittel des Arztes, ermöglicht uns auch nur die Funktion einiger weniger Organe zu erschliessen.
Die Erfindung gibt nun ein Verfahren an, welches genauere Resultate liefert als Auskultation und Perkussion, zu seiner Durchführung jedoch Geräte benötigt, deren Anschaffungspreis nur etwa den hundertsten Teil des Preises einer Röntgenapparatur beträgt und die überdies als leicht transportable Hilfsgeräte des praktischen Arztes ausgebildet werden können. Im Sinne der Erfindung kommt zur Feststellung der räumlichen Grenzen von äusserlich unzugänglichen menschlichen oder tierischen Organen, Körperteilen, in diese eingeschlossenen Fremdkörpern u. dgl. und/oder der stofflichen Beschaffenheit derselben ein elektrisches Feld zur Anwendung, dessen durch die Anwesenheit eines zu untersuchenden Körpers verursachte Änderungen gemessen bzw. angezeigt werden.
Vorzugsweise gelangen Felder, z. B. Kurzwellenfelder von 100-l m Wellenbereich, von kleinem Querschnitt und scharfer Begrenzung zur Anwendung, mittels welcher eine Abtastung des Körpers ähnlich wie mit einer Sonde vorgenommen wird. Die Leiter des Untersuchungsgerätes, von denen das Feld ausgeht, also die Elektroden, Richtantennen, Spulen od. dgl., erhalten kleine Abmessungen und werden gegenüber dem Untersurhungsgegenstand leicht beweglich ausgebildet.
Bei Verwendung gerichteter (quasi-optischer) Kurzwellen (etwa 8 1n - Bruchteile von Zentimeter) kann die Abtastung statt mit dem Feld mit einem Empfänger erfolgen, mit dessen Hilfe die absorbierten bzw. reflektierten Energiemenge an einzelnen Stellen des Untersuehungsgegenstandes festgestellt werden.
Die Arbeitsweise möge an einem einfachen Ausführungsbeispiel erläutert werden :
An einem Ultrakurzwellensender geringer Leistung ist (etwa mit Hilfe eines Lechersystems oder der Eindrahtankopplung nach Tomberg) ein Sekundärkreis derart angekoppelt, dass er in weitem Mass frei beweglich ist. Der Sekundärkreis besteht in diesem Falle aus einem etwa dreiviertel kreisförmigen Metallbügel, dessen Radius etwa 30 cm beträgt. An seinen Enden sind zwei Metallplatten von etwa 1-2 cm2 Grösse vorgesehen. An diesem Sekundärkreis sind zwei lange Stäbe aus Isoliermaterial angebracht, die der Arzt in die Hand nimmt. Der Arzt schiebt nun den Sekundärkreis, ihn
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an den genannten Griffen haltend, so über den Patienten, dass dieser als Dielektrikum in das Feld zwischen den beiden kleinen Metallplatten zu liegen kommt.
Der Arzt wird nun z. B. den Kreis derart festlegen, dass das elektrische Feld zwischen den beiden Platten am Thorax nur das Lungenparenchym zu durchdringen hat. Nun wird durch Einstellen des Senders oder durch Verändern gewisser Abstimmmittel, die am Sekundärkreis angebracht sind, Sekundärkreis und Sender zur Resonanz gebracht, die durch die in der Kurzwellentechnik üblichen Mittel, z. B. Ausschlag eines Ampéremeters, Aufleuchten einer Glimmlampe usw., festgestellt werden kann. Der Arzt fährt nun mit dem Sekundärkreis den Thorax des Patienten entlang. Überschreitet er die Herz-Lungen-Grenze, so wird infolge der Änderung der Dielektrizitätskonstante und Leitfähigkeit des Mediums, das nunmehr zwischen den Platten liegt, eine Verstimmung bzw. Dämpfung des Kreises eintreten.
Diese kann wieder durch alle möglichen bekannten technischen Mittel (Verlöschen einer Glimmlampe, Änderung des Ausschlages eines Messinstrumentes, Betätigung eines Relais, das irgendwelche optische oder akustische Signale auslöst) festgestellt werden. Durch planmässiges"Abtasten"kann so der Arzt die genaue Herz-Lungen-Grenze in verschiedenen Projektionen feststellen. Bei einiger Erfahrung kann es ihm aber auch gelingen, aus quantitativen Unterschieden in der Dämpfung oder Verstimmung des Kreises Rückschlüsse auf den Zustand verschiedener Organe (z. B. auf die Blutfüllung der Leber, Tumorinfiltration der Lunge) zu ziehen.
Zweckmässigerweise werden bei dieser Anordnung die Elektroden von Isoliermaterial umgeben sein, um eine direkte leitende Verbindung des Patienten mit dem Kreise zu verhindern.
Auch die Rückwirkung des Untersuchungsgegenstandes auf den Sender, z. B. das Sinken des Anodenstromes bei erhöhter Absorption oder das Abreissen der Schwingungen unter gleichzeitigem Ansteigen des Anodenstromes bei noch weiterer Steigerung der Absorption, kann gemessen oder angezeigt werden.
Bei Anwendung quasi-optischer Kurzwellen wird man den Patienten beispielsweise mit dem Rücken vor den Sender stellen und an seiner Brustseite mit Hilfe eines Dipols oder eines kleinen Absorptionskreises einer Empfangseinrichtung den Verlauf und die Intensität der Wellenschatten bestimmen. Auch die Reflexion der Wellenlängen kann bestimmt werden.
Bisher bekannt waren nur solche elektrische Untersuchungsmethoden mittels eines Feldes, bei denen die durch Bewegung eines Organs, z. B. des Herzens, hervorgerufenen zeitlichen Änderungen eines Feldes in Form eines Oszillogrammes festgehalten werden. Eine räumliche Abgrenzung des Organs und eine Untersuchung seiner stofflichen Beschaffenheit war nicht vorgesehen und wäre mit den bekannten Geräten auch nicht durchführbar gewesen, da diese auf eine Integrierung der Vorgänge in grösseren Körperpartie ausgehen. Elektrische Untersuchungsverfahren, die auf der Hervorrufung organischer Reaktionen (Nervenreflexe usw. ), auf der Messung von Körperströmen oder auf einfacher Widerstandsbrückenmessung beruhen, sind mit der Erfindung nicht vergleichbar.
Ähnliche Anwendungen wie nach vorliegender Erfindung haben elektrische Felder, insbesondere auch Kurzwellenfelder, dagegen bei den elektrischen Mutungsverfahren gefunden. Vorgeschlagen wurden ferner Alarmanlagen, bei denen das Eindringen einer Person in den zu sichernden Raum durch die in einem Kurzwellenfeld infolge der Anwesenheit eines menschlichen Körpers hervorgerufenen Änderungen angezeigt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Die Verwendung eines elektrischen Feldes, dessen durch die Anwesenheit eines zu unter-
EMI2.1
Claims (1)
- antennen, Spulen od. dgl. ) ausgeht, die mit Bezug auf den Untersuchungsgegenstand leicht beweglich sind, zum Zwecke, denselben mit dem Feld wie mit einer Sonde abzutasten.3. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Kurzwellensender von etwa 100 m bis zu Bruchteilen eines Zentimeters Wellenlänge, vorzugsweise durch einen Sender für gerichtete quasi-optische Kurzwellen zur Erzeugung des Untersuehungsfeldes.4. Gerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Empfänger, welcher beim Abtasten des Untersuchungsgegenstandes die Absorption oder Reflexion der ausgestrahlten Energie in den einzelnen Punkten des Untersuehungsgegenstandes misst bzw. anzeigt.5. Gerät zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen der Rückwirkung des Untersuchungsgegenstandes ausgesetzten Schwingungserzeugers zur Erzeugung des Untersuchungsfeldes.6. Gerät nach einen der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Leiter, von denen das Feld ausgeht, vom Untersuchungsgegenstand galvanisch getrennt sind.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| AT152969T | 1936-03-11 |
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| AT152969D AT152969B (de) | 1936-03-11 | 1936-03-11 | Verfahren und Gerät zur Feststellung der räumlichen Grenzen von äußerlich unzugänglichen menschlichen und tierischen Organen, Körperteilen, in diesen eingeschlossenen Fremdkörpern u. dgl. und/oder der stofflichen Beschaffenheit derselben. |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1170579B (de) * | 1954-09-17 | 1964-05-21 | Dr Ludwig Machts | Vorrichtung zum Feststellen von Eigenschaften, Verschiedenheiten oder Veraenderungen des menschlichen oder tierischen Koerpers |
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1936
- 1936-03-11 AT AT152969D patent/AT152969B/de active
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