AT1531U2 - Vorrichtung zur bekämpfung von milben - Google Patents

Vorrichtung zur bekämpfung von milben Download PDF

Info

Publication number
AT1531U2
AT1531U2 AT0007597U AT7597U AT1531U2 AT 1531 U2 AT1531 U2 AT 1531U2 AT 0007597 U AT0007597 U AT 0007597U AT 7597 U AT7597 U AT 7597U AT 1531 U2 AT1531 U2 AT 1531U2
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
container
holes
lids
another
lid
Prior art date
Application number
AT0007597U
Other languages
English (en)
Other versions
AT1531U3 (de
Inventor
Hubert Schuhleitner
Original Assignee
Hubert Schuhleitner
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hubert Schuhleitner filed Critical Hubert Schuhleitner
Priority to AT0007597U priority Critical patent/AT1531U3/de
Publication of AT1531U2 publication Critical patent/AT1531U2/de
Publication of AT1531U3 publication Critical patent/AT1531U3/de

Links

Landscapes

  • Catching Or Destruction (AREA)

Abstract

Eine Vorrichtung (1) zur Bekämpfung von Milben besteht aus einem mit saugfähigem Granulat (14) gefüllten Behälter (2) mit insgesamt drei den Behälter abschließenden Deckel (3,4,5). Die beiden bezüglich eines Behälterbodens näheren Deckeln (3,4) weisen eine Anzahl von Öffnungen (7,8) auf und sind zueinander um eine senkrecht zur Deckelbodenfläche verlaufende Achse - von einer die Löcher (7,8) gegenseitig abdeckenden Position in eine bezüglich der Löcher (7,8) deckungsgleiche Position - verdrehbar. Der oberste Deckel (5) ist als den Behälter (2) verdampfungsfest abschließender Verschlußdeckel ausgebildet.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bekämpfung von Milben, insbesondere Varroa jacobsoni, die derzeit epidemisch in fast allen Bienenvölkern Europas vorkommen. 



  Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, konzentrierte Ameisensäure kontrolliert im jeweiligen Bienenstock zu verdampfen. 



  Bei der Anwendung der Ameisensäure besteht nur eine gewisse Bandbreite für die Dosierung, wobei die Bienen nicht geschädigt und die Milben getötet werden sollen. Dieses Problem wird erfindungsgemäss durch eine Kassette, die mit einem sehr saugfähigem Material gefüllt und mit einem 3-Deckelsystem verschlossen wird, gelöst. Der als letzter angeordnete Deckel dient als luftdichter Verschluss, zur Zwischenlagerung und für den Transport. Die darunterliegenden sind als Lochscheiben mit gleicher Teilung, die in sich drehbar gelagert sind, ausgebildet. 



  Mit einer derartigen Gestaltung kann die Verdampfung der Ameisensäure im Bienenstock gut gesteuert werden. Eine besondere Bedeutung hat die Verwendung eines Granulats oder Aufsaugmittels wie es bei Chemieunfällen Verwendung findet. Dadurch wird die agressive Anfangsverdampfung der Ameisensäure gebremst. Mit den deckungsgleichen Bohrungen an den Lochscheiben kann durch Verdrehen derselben die mengenmässige Verdampfung beeinflusst werden. 



  Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und den Zeichnungen. 



  Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben. 



  Es zeigen : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Fig. 1 einen Querschnitt durch den die Vorrichtung bildenden
Behälter im geschlossenem Zustand, 
Fig. 2 einen vergrösserten Teil-Querschnitt von einen Behälter abschliessenden drei Deckeln, 
Fig. 3 eine Draufsicht auf den Behälter bei nicht dargestelltem obersten Deckel. 



  Die in den Fig. 1, 2 und 3 ersichtliche Vorrichtung 1 ist aus säurefestem Kunststoff gefertigt und setzt sich aus einem einen Behälterboden aufweisenden Behälter 2, den Deckeln 3 und 4, die als drehbare Lochscheiben ausgebildet sind, und dem flüssigkeitsdichten, aufsitzenden Deckel 5 zusammen. 



  Die   beiden bezüglich   des Behälterbodens näheren bzw. unteren, kreisförmigen Deckeln 3 und 4 sind im Zentrum und am äusseren Durchmesser in den Schnappsitzen 10 und 11 um eine zum Behälterboden senkrechte Achse drehbar ineinander gelagert. Ebenfalls mit einem Schnappsitz 12 ist das Deckelpaar mit dem Behälter 2 verankert. (Mit Pfeilen angedeutet) Bei einer Anwendung der Kassette in gestürzter Lage-Lochscheiben 3 und 4 nach unten - sollen diese nicht herausfallen können. 



  Die Lochteilung in den Deckeln 3 und 4 ist zueinander deckungsgleich positioniert. Durch Verdrehen der beiden Deckeln 3 und 4 (Lochscheiben) können die zur Verdampfung der Ameisensäure notwendigen Löcher 7 und 8 wahlweise vergrössert, verringert oder verschlossen werden. Der im Zentrum befindliche Füllstutzen 6 ist wie die Löcher 7 und 8 mit tangential verlaufenden Stegen 9 versehen, die ein Durchschlüpfen von Bienen verhindern. Dieser Füllstutzen 6 dient auch als Drehlager 10 für die Lochscheiben. Mit dem obersten Deckel 5 wird der Behälter 2   gas- und flüssigkeitsdicht   13 verschlossen. 



  Wie in Fig. 1 ersichtlich, ist der Behälter 2 zu max. 80 % in bezug auf sein Behältervolumen mit einem saugfähigen Granulat 14, vorzugsweise aus ge- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 branntem Ton oder Löschsand, gefüllt. Zwischen dem Deckel 3 und dem Granulat 14 bildet sich ein Vorverdampfungsraum 16. Zum Einfüllen der gewünschten Menge von Ameisensäure in den Behälter 2 befindet sich im Zentrum der Zweideckelkombination   3, 4 (Lochscheiben)   ein Füllstutzen 6. Dieser ist so konstruiert, dass beim Befüllen mittels Portioniereinrichtung oder Spritze ein Wegrutschen des Füllrohres verhindert wird. Der Verwendung eines sehr saugfähigen Granulats bzw. Löschsandes 14 kommt eine ganz besondere Bedeutung zu. Einmal wegen der Gefahr gegen Verätzungen, wenn die Vorrichtung 1 bzw.

   Kassette beim Hantieren in Schräglage gebracht wird, und zweitens wird dadurch die Verdampfung gebremst. Das Tongranulat sowie der Löschsand haben die Eigenschaft, dass sie die Ameisensäure vollkommen wieder abgeben. Es sind dadurch auch kleinere Mengen, wie für die im folgenden noch näher   beschriebene"Stossbehandtung"   (etwa 30 ml) möglich. Das Befüllen der Vorrichtung 1 kann in aller Ruhe unter optimalen Bedingungen bereits längere Zeit vor der Anwendung im Bienenstock geschehen. Die Dichtheit der Vorrichtung 1 wird mit dem Verschlussdeckel 5 erreicht und ermöglicht auch einen sicheren Transport. Die Vorrichtung 1 ist für jedes System und alle Abmessungen von Bienenbeuten verwendbar. Es ist sicher in der Handhabung und garantiert absolute Wirksamkeit gegen die Varroamilbe.

   Die Bienenvölker können sowohl von oben als von unterhalb des Brutnestes ohne Verätzungsgefahr behandelt werden. 



  Je nach Anforderung, wie   z. B.   bei Hinterbehandlungsbeuten, kann die Kassette mit den Lochscheiben (Deckel 3 und 4) nach unten über das zur Fütterung vorgesehene Spundloch gelegt werden. In solchen Fällen wird zwischen Deckel 3 und Granulat 14 zusätzlich ein säurefestes Schwammtuch eingelegt. 



  Für eine   sogenannte"Stossbehandtung"beschränken   sich die Behandlungzeiten einmal auf einen möglichen Zeitraum von ca.   3 - 4   Wochen vor dem Aufsetzen der   Honigräume-Behandlung   von oben-und dann nachdem die Honigräume wieder abgenommen werden. (Behandlung von oben wie auch von unten möglich). Die Behandlungsdauer ist jeweils 3 bis 4 Tage. 



  Eine sogenannte "Langzeitbehandlung" (Behandlung von oben) empfiehlt sich nach der Auffütterung mit Winterfutter. Dies soll aber möglichst früh, be- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 vor die Völker das Brutgeschehen völlig einstellen, geschehen. Im brutlosen Zustand und evtl. schlechtem Wetter sinkt die Stocktemperatur auf ca. 15 Grad C. Somit kommt es zur Stagnation der Verdampfung bei Ameisensäuren, so dass selbst bei grossen Lochöffnungen nur geringe Mengen in die Stockluft abgegeben werden. 



  Erfahrungsgemäss sind die Temperaturen ab September grossen Schwankungen unterworfen. Zu grosse Abdampfungsflächen können bei einem unvorhergesehenen Temperaturanstieg zum Verhängnis führen. Aus diesem Grund sind bei dieser Kassette die Lochdurchmesser 7 und 8 auf   13 0   mm x 10 plus 9 mm x 10 = 19qcm festgelegt. 



  Das Fassungsvolumen des Behälters 2 ergibt sich aus der erforderlichen Menge, die zur "Langzeitbehandlung" eingelagert werden muss. Die Innenabmessungen sind : 160 0 mm x 24 mm.

Claims (6)

1. Vorrichtung (1) zur Bekämpfung von Milben, insbesondere Varroa jacobsoni, in Bienenstöcken, gekennzeichnet durch einen mit saugfähigem Granulat (14) gefüllten Behälter (2) mit insgesamt drei den Behälter abschlie- ssenden Deckel (3, 4, 5), wobei die beiden bezüglich eines Behälterbodens näheren Deckeln (3, 4) eine Anzahl von Öffnungen bzw. Löcher (7, 8) aufweisen und zueinander um eine senkrecht zur Deckelbodenfläche verlaufende Achse - von einer die Löcher (7, 8) gegenseitig abdeckenden Position in eine bezüglich der Löcher (7, 8) deckungsgleiche Position - verdrehbar sind, und der oberste Deckel (5) als den Behälter (2) verdampfungsfest abschliessender Verschlussdeckel ausgebildet ist. <Desc/Clms Page number 6>
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Löcher (7, 8) vorzugsweise einen Durchmesser von 13 mm bzw. 9 mm aufweisen und jedem Loch, je nach Grösse, ein oder zwei diametral verlaufende Stege (9) zugeordnet sind.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen des Granulates (14) zur Bildung eines Vorverdampfungsraumes (16) um wenigstens 20 % in bezug auf das Behältervolumen kleiner ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen im Zentrum der beiden mit Löchern (7, 8) ausgestatteten Deckeln (3, 4) befindlichen Einfüllstutzen (6).
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden mit Löchern (7, 8) ausgestatteten Deckeln (3, 4) mittels Drehsitze (10, 11) ineinander verankert sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Granulat (14) entweder aus gebranntem, porösem Ton oder einem Aufsaugmittel wie Löschsand besteht.
AT0007597U 1997-02-05 1997-02-05 Vorrichtung zur bekämpfung von milben AT1531U3 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0007597U AT1531U3 (de) 1997-02-05 1997-02-05 Vorrichtung zur bekämpfung von milben

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT0007597U AT1531U3 (de) 1997-02-05 1997-02-05 Vorrichtung zur bekämpfung von milben

Publications (2)

Publication Number Publication Date
AT1531U2 true AT1531U2 (de) 1997-07-25
AT1531U3 AT1531U3 (de) 1997-11-25

Family

ID=3480872

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT0007597U AT1531U3 (de) 1997-02-05 1997-02-05 Vorrichtung zur bekämpfung von milben

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT1531U3 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT201700034328A1 (it) * 2017-03-30 2018-09-30 C M A Di Pitarresi Michele& C Snc Aspro novar form diffusore per acido formico impiegato in apicoltura

Family Cites Families (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1732028A (en) * 1927-09-24 1929-10-15 Reiner Products Inc Insect repellent
FR1589472A (de) * 1968-09-23 1970-03-31
FR1596401A (de) * 1968-12-26 1970-06-15
ZA721259B (en) * 1972-02-25 1973-06-27 Secto Co Ltd Improvements in holders for insecticidal strips
DE3427330A1 (de) * 1983-07-27 1985-02-14 Kurt 6209 Hohenstein Krämer Vorrichtung zur bekaempfung von schaedlingen in einem bienenvolk
EP0218162A3 (de) * 1985-10-07 1987-08-12 Friedrich Finkbeiner Ameisensäureverdunster zur Bekämpfung der Bienenseuche Varroatose

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
IT201700034328A1 (it) * 2017-03-30 2018-09-30 C M A Di Pitarresi Michele& C Snc Aspro novar form diffusore per acido formico impiegato in apicoltura

Also Published As

Publication number Publication date
AT1531U3 (de) 1997-11-25

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2505221B1 (de) Vorrichtung zur Befeuchtung von Atemluft für die künstliche Beatmung
DE69412681T2 (de) Ein Behälter zur Befeuchtung von Gefässen mit Blumen und Pflanzen und Gefässen, die Blumen bzw. Pflanzen befeuchten können
EP1161863B1 (de) Behältnis zum Ausbringen von Nützlingen
EP0013538A1 (de) Einrichtung zur Gewinnung von Methangas aus organischen Abfällen
DE69517602T2 (de) Therapeutischer atemluftanfeuchter mit heizvorrichtung
DE202017102205U1 (de) Befeuchtungs- und Erwärmungstank mit automatischer Wasserzufuhr
DE3140385A1 (de) Einrichtung zur aufzucht von bienenkoeniginnen
DE2741990A1 (de) Insektenfalle
AT1531U2 (de) Vorrichtung zur bekämpfung von milben
DE1133175B (de) Aquariumabdeckung
DE102008008241B4 (de) Mückenlarvenfalle
EP0193495A2 (de) Wassertank zur Langzeitbewässerung, insbesondere von Hydrokulturen
DE4016766C2 (de) Vorrichtung zur Langzeitversorgung von Pflanzen
DE2948680A1 (de) Trennbarer bienenstock
EP0074636A1 (de) Einrichtung zum Ziehen von Zwiebeln
AT397755B (de) Einrichtung und verfahren zum einweiseln einer bienenkönigin
DE202006007269U1 (de) Bienenbeute und Verdunster zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen bei Bienenvölkern
CH627340A5 (en) Nesting box
DE965263C (de) Verdampfer fuer Luftverbesserung
DE3222423C1 (de) Künstlicher Fuchsbau
DE1582705C3 (de) Selbsttätige Befeuchtungsvorrichtung für Topfpflanzen o.dgl
DE1020442B (de) Verdampfer fuer Luftbehandlungsgele
DE102013110513B4 (de) Vorrichtung zur Bewässerung von Pflanzen
DE290763C (de)
DE29700718U1 (de) Vorrichtung zur Verdunstung von flüchtigen Substanzen o.dgl.

Legal Events

Date Code Title Description
MM9K Lapse due to non-payment of renewal fee