<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung betrifft ein Geschwindigkeitswechsel-Umlaufgetriebe, insbesondere für Fahrzeuge, bei dem die treibende Welle die getriebene Welle direkt über eine Freilaufkupplung antreibt. Die Erfindung besteht darin, dass eine willkürlich betätigbare Kupplung, die zwei wirksame Stellungen hat, derart angeordnet ist, dass diese Kupplung in der einen Stellung das Sonnenrad des Umlaufgetriebes in der Ruhelage festhält und in der andern Stellung das Sonnenrad mit einem andern Teil des Umlaufgetriebes kuppelt, um ein Umlaufen des Umlaufgetriebes als ein Stück, d. h. eine starre Kupplung zwischen der treibenden und getriebenen Welle zu bewirken.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch das Getriebe, Fig. 2 ein Querschnitt nach der Linie 1-1 der Fig. 1 und Fig. 3 ein Teilquerschnitt einer durch ein Druckmittel betätigten Steuereinrichtung für eine Kupplung, durch die das Sonnenrad entweder mit dem Umlaufring des Umlaufgetriebes oder mit dem ortsfesten Gehäuse verbunden werden kann.
Gemäss der Zeichnung ist ein Paar gleichachsiger Wellen a, b vorgesehen, welche als treibende und getriebene Welle bezeichnet werden. Auf der treibenden Welle sitzt ein Träger c für die Planetenräder d. Letztere kämmen mit einem Sonnenrad e, das auf einer sich vom Träger e erstreckenden Hülse t lose gelagert ist. Die Planetenräder kämmen ferner mit einem innenverzahnten Umlaufring g eines Teiles h, der mit der getriebenen Welle b ein Stück bildet. Zwischen dem Planetenradträger c und dem Ring g ist ferner eine Freilaufkupplung angeordnet. Diese besitzt Rollen i, die mit geeignet geformten Oberflächen der Teile c, h zusammenarbeiten. Eine Relativbewegung zwischen den Teilen des Umlaufgetriebes kann auf beliebige Weise verhindert werden.
Im dargestellten Beispiel dient hiezu ein verschiebbarer Kupplungsteil k, der den Ring g mit dem Sonnenrad e verbindet. Dieser Kupplungsteil kann auch mit einem am ortsfesten Gehäuse m vorgesehenen Ergänzungsteil ! zusammenarbeiten, um das Sonnenrad gegen Drehung festzuhalten. Der Teil k ist auf einer Hülse verschiebbar und mit ihr durch Keil und Nut verbunden, welche Hülse sich auf einer Seite vom Sonnenrad weg erstreckt.
Zur Betätigung des verschiebbaren Teiles k kann eine beliebige Einrichtung dienen. Im dargestellten Beispiel wird dieser Teil in jene Richtung, in der er mit dem Ring g in Eingriff kommt, durch eine starke Feder n bewegt, die über ein Kugellager o zur Wirkung kommt. Die Bewegung in der entgegengesetzten Richtung, um den Teil k mit dem Ring g ausser Eingriff bzw. mit dem Gehäuse m in Eingriff zu bringen, wird vorzugsweise durch eine durch ein Druckmittel betätigte Einrichtung
EMI1.2
zugeführt werden, wobei es von einer Pumpe oder einem Vorratsbehälter unter Druck geliefert wird. Wenn das Druckmittel den rechten Seiten der Kolben zugeführt wird, wird der Teil k vom Ring g losgelöst und mit dem Gehäuse m in Eingriff gebracht. Für gewisse Zwecke kann es erforderlich sein, die Wirkung der Feder n beim Ineingriffhalten des Teiles k mit dem Ring g zu unterstützen.
Diesfalls wird das Druckmittel den linken Seiten der Kolben q zugeführt.
Die treibende und die getriebene Welle a, b werden mit gleicher Geschwindigkeit in der Vorwärtsrichtung durch die Rollen i der Freilaufkupplung gedreht, die den Planetenradträger c mit dem
<Desc/Clms Page number 2>
Ring g verbinden. Gleichzeitig steht der Kupplungsteil 7c mit dem Ring g in Eingriff, die Antriebskraft wird jedoch von a auf b durch die Rollen i übertragen. Wenn die getriebene Welle b zeitweise zur treibenden Welle wird, z. B. wenn beim Kraftfahrzeug das Fahrzeug den Motor antreibt, wird die Antriebskraft sogleich durch die Teile g, k übertragen und die Rollen i der Freilaufkupplung sind dann unwirksam. Die Teile g und k sind so ausgebildet, dass ihr gegenseitiger Reibungseingriff genügend stark ist, um den Rückwärtsantrieb vom Fahrzeug auf den Motor zu übertragen.
Der normale Antrieb vom Motor zum Fahrzeug wird jedoch stets durch die Rollen i übertragen.
Wenn die getriebene Welle mit höherer Geschwindigkeit als die treibende Welle a angetrieben werden soll, wird der Kupplungsteil k in Eingriff mit dem Gehäuse m. gebracht, um das Sonnenrad e festzuhalten. Dabei wird die Bewegung der getriebenen Welle durch den Umlaufring erteilt und die Rollen i der Freilaufkupplung sind auch in diesem Falle unwirksam.
Wenn die Vorrichtung nach rückwärts angetrieben werden soll, wird der verschiebbare Kupplungsteil k mit dem Ring g in Eingriff gebracht. Da die Kupplungsrollen i keine Rückwärtsbewegung auf die getriebene Welle übertragen können, wird die Bewegung der Welle a auf die Welle b durch die Teile g, k übertragen. Wenn der durch den Druck der Feder n bewirkte Reibungseingriff zur Über-
EMI2.1
Druckmittels unterstützt, das den linken Seiten der Kolben q zugeführt wird.
Die beschriebene Vorrichtung ist für verschiedenartige Zwecke von Nutzen. Beispielsweise kann sie bei einem Kraftfahrzeug Verwendung finden und entweder allein oder als Hilfsvorrichtung vor oder hinter einem Schubräder- oder Umlaufgetriebe verwendet werden.
Die Erfindung ist nicht auf spezielle untergeordnete mechanische Einzelheiten beschränkt, da diese entsprechend den verschiedenen Erfordernissen geändert werden können. So kann statt der das umlaufende Getriebe steuernden, beschriebenen Konuskupplung eine Plattenkupplung treten, die dazu verwendet werden kann, um irgendwelche zwei geeignete Teile des umlaufenden Getriebes, ausser das Sonnenrad und den Umlaufring, miteinander zu verriegeln. Ferner kann die Steuerung der einzelnen Teile der Vorrichtung, welche festgehalten bzw. freigegeben werden sollen, durch beliebige geeignete mechanische, hydraulische, pneumatische oder elektrische Einrichtungen erfolgen. Es ist ferner nicht wesentlich, die Rollen i der Freilaufkupplung zwischen dem Planetenradträger und der getriebenen Welle anzuordnen.
Dasselbe Ergebnis kann erhalten werden, wenn die Rollen zwischen irgendwelchen passenden zwei Teilen der Vorrichtung angeordnet werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Gesehwindigkeitswechsel-Umlaufgetriebe, bei dem die treibende Welle die getriebene Welle direkt über eine Freilaufkupplung antreibt, dadurch gekennzeichnet, dass eine willkürlich betätigbare Kupplung, die zwei wirksame Stellungen hat, derart angeordnet ist, dass diese Kupplung in der einen Stellung das Sonnenrad des Umlaufgetriebes in der Ruhelage festhält und in der andern Stellung das Sonnenrad mit einem andern Teil des Umlaufgetriebes kuppelt, um ein Umlaufen des Umlaufgetriebes als ein Stück zu bewirken.