AT153542B - Kurbeltrieb mit veränderlicher Übersetzung, insbesondere für Fahrräder. - Google Patents

Kurbeltrieb mit veränderlicher Übersetzung, insbesondere für Fahrräder.

Info

Publication number
AT153542B
AT153542B AT153542DA AT153542B AT 153542 B AT153542 B AT 153542B AT 153542D A AT153542D A AT 153542DA AT 153542 B AT153542 B AT 153542B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cam
crankshaft
disk
eccentric
bicycles
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Richard Wais
Original Assignee
Richard Wais
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Richard Wais filed Critical Richard Wais
Application granted granted Critical
Publication of AT153542B publication Critical patent/AT153542B/de

Links

Landscapes

  • Transmission Devices (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Kurbeltrieb mit veränderlicher Übersetzung, insbesondere für Fahrräder. 



   Die Erfindung betrifft einen Kurbeltrieb mit veränderlicher Übersetzung, insbesondere   ft r   Fahrräder, wobei ein Zahnkranz verwendet wird, der frei drehbar auf einer exzentrisch zur Kurbelwelle verstellbaren Lagerscheibe ruht. 



   Gemäss der Erfindung ist auf der Kurbelwelle eine Kurvenscheibe befestigt, die mit mindestens zwei Armen zwischen vom Zahnkranz vorstehende Nocken greift und mittels dieser den Zahnkranz je nach dessen Exzentrizität mit gleicher oder geringerer Umlaufgeschwindigkeit mitnimmt. 



   Es ergibt sich dabei ein Kurbeltrieb, der in jedes normale Fahrradtretlager eingebaut werden kann und einen stetigen Antrieb des   Zahn-bzw. Kettenradkranzes   mit verschieden einstellbarer Übersetzung ermöglicht, derart, dass bei stets gleichbleibender Kurbellänge mittels derselben Zahl von Kurbelumdrehungen nach Wahl eine längere oder kürzere Fahrstrecke zurückgelegt werden kann. Es entfällt dabei die übliche Zahnradübersetzung mit dem durch sie bedingten Reibungs-und Kraftverlust sowie dem oftmals beim Schalten der Gänge versagenden Zahnradeingriff. Es kann zwischen mehr als zwei vorgesehenen Gängen durchgeschaltet werden, was Zeit-und Weggewinn bedeutet. Bei plötzlichem   FahrbahnJ1Ìndernis   kann durch Einschalten   eines Übersetzungsganges   mit Sicherheit sofort gebremst werden.

   Es entfällt die Notwendigkeit eines besonders vorsichtigen und langsamen Gangschaltens, weil zwischen den Gängen kein Leerlauf besteht, was noch besonders wichtig für die Rücktrittbremse in der Hinterradnabe ist, die dadurch immer betätigt werden kann, so dass die grosse Gefährdung für den Fahrer entfällt, welche die Verwendung der bekannten Zahnrädergetriebe mit sich bringt, wenn diese bei schnellerer Bergabwärtsfahrt geschaltet werden, da hiebei wegen des zwischen den Gängen bestehenden Leerlaufes die Möglichkeit der jederzeit raschen Betätigung der Rücktrittbremse fehlt. Die Abnutzung ist gering, die ganze Anordnung einfach und bequem durch jeden Laien bedienbar. 



   Die Zeichnung veranschaulicht in beispielsweiser   Ausführungsform   ein dreigängiges Kurbelgetriebe gemäss der Erfindung. Es zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht des Kurbelgetriebes mit   zentriseher   Einstellung des Zahnkranzes zur Kurbelwelle, d. i. im direkten Gang, Fig. 2 einen waagrechten Schnitt durch das Getriebe, Fig. 3 eine Seitenansicht der am Fahrradrahmen angeordneten Schalthebelvorrichtung und Fig. 4 eine Rückansicht des Kurbelgetriebes bzw. einen Schnitt nach der Linie   IV   in Fig. 2 ; die Fig. 5 und 6 zeigen das Getriebe bei Einstellung auf den ersten   Übersetzungsgang   in zwei verschiedenen Arbeitsstellungen, und die Fig. 7 und 8 zwei Arbeitsstellungen des auf den zweiten Übersetzungsgang eingestellten Getriebes. 



   Die Kurbelwelle 17, die an ihren Enden die Kurbeln   4   trägt, ist mittels Kugellagern 20 in einer Buchse 1 gelagert, die im   Aussendurchmesser   dem Innendurchmesser des Tretlagerrohres 21 entspricht, in dieses eingeschoben und in dieser Lage durch einen Schraubdeckel 2 festgezogen ist. An dem dem Schraubdeckel gegenüberliegenden Ende der Buchse trägt diese eine fest mit ihr verbundene Grundplatte. 3. Diese besitzt Führungsrillen 5, welche die geraden Kanten 6'von zwei Segmenten 6 umfassen, welche zusammen mit einer fest mit ihnen verbundenen Formscheibe 7 (vgl. Fig. 4) die   Stützkreis-   scheibe des frei drehbar, zweckmässig mittels Kugeln, auf ihr gelagerten Zahnkranzes 16 bilden. Der   Zahn-bzw. Kettenradkranz.

   M   ist somit zusammen mit der   Stützkreisscheibe   auf und ab beweglich in der feststehenden Grundplatte 3 gelagert und kann durch die Exzenterscheibe 8 in zentrische oder exzentrische Stellung zur Kurbelwelle gebracht werden. Die Exzenterscheibe 8 ist mittels eines Bundes 9 drehbar auf der aus dem Tretlagerrohr 21 hervorstehenden, die Grundplatte   3   tragenden Ende der 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Buchse 1 gelagert, vgl. Fig. 2 und 4, und liegt mit ihrem Umfange an der   Formscheibe 7 m.   Sie wird von dem am Fahrradrahmen 22 gelagerten Schaltgestänge 25,23, 24 betätigt und bewirkt dabei mittels der Formseheibe 7 das geradlinige Verschieben der   Stüt/kreisscheibe   6, 6, 7 und damit des Zahnkranzes in verschiedene Höhenlagen.

   Bei der gezeichneten Ausführungsform sind drei verschiedene Höhenlagen vorgesehen. In Fig. 1 steht die Stützkreisscheibe gleichachsig zur Kurbelwellenachse ; in den Fig. 5 und 6 hat sie eine geringe Exzentrizität e, in den Fig. 7 und 8 eine grössere Exzentrizität   B   zur
Kurbelwellenachse. 



   In jeder der drei vorgesehenen Höhenlagen oder Schaltstellungen wird die   Stützkreisscheibe   gegen unbeabsichtigtes Verschieben durch Blockierung des Exzenters 8 mittels eines Kugelgesperres gesichert. In dem Bund 9 des Exzenters 8 sind in entsprechenden Bohrungen Kugeln 10 gelagert. 



  Ein den Bund 9 umgreifender Spannring 11 besitzt entsprechende Vertiefungen   12,   die Buchse entsprechend Vertiefungen 13. Fig. 4 zeigt das Exzenter blockiert ; durch eine geringe Drehung des Spannringes 11 im Sinne des Uhrzeigers gelangen jedoch die Kugeln in die Vertiefungen 13 der Buchse 1 und geben dadurch das Exzenter frei. Das Verdrehen des Spannringes erfolgt mittels eines Zugkabels 14 und eines an den Hebel 24 angelenkten Hebels 26 entgegen der Spannung einer Schraubenfeder 15, die sonst der Spannring in der aus Fig. 4 ersichtlichen Lage hält. 



   Nach obigem läuft der Kettenzahnkranz 16 in den verschiedenen Schaltstellungen entweder konzentrisch oder mehr oder weniger exzentrisch zur Kurbelwelle 17. Da die vom Zahnkranz zum Hinterrad führende Kette stets einen leichten Durchgang haben muss, ist die geringe Verschiebung des Zahnkranzes ohne weiteres möglich. 



   Der Zahnkranz 16 besitzt eine   Anzahl-im Ausführungsbeispiel 7-auswärts gerichteter   Nocken 19, die drehbar oder mit Aufsatzröllchen versehen sein können. Auf der Kurbelwelle 17 ist, gegebenenfalls einstückig mit der einen Kurbel   4,   fest die Kurvenscheibe 18 angeordnet, die zwei zwischen die Nocken greifende Fortsätze 18'und   18"besitzt.   Die genaue Form der Kurvenscheibe ist von verschiedenen Umständen abhängig, vor allem von der Zahl der Nocken, deren gegenseitigem Abstand und der Exzentrizität von Kurbelwelle und Zahnkranz.

   Wesentlich ist, dass im Betriebe immer ein Fortsatz der Kurvenscheibe im Eingriff mit einem der Nocken 19 verbleibt, somit die Kurvenscheibe und der Kettenradzahnkranz immer miteinander in Verbindung stehen, wodurch ein stetiger und unbedingt zwangsläufiger Antrieb nach vorn oder hinten (zum Bremsen) gewährleistet ist. 



   Fig. 1 zeigt das Getriebe, wie gesagt, mit direkt geschaltetem Gange. Die Kurvenseheibe 18 nimmt dabei mit ihrem oberen Fortsatz 18'bei einer Umdrehung im Uhrzeigersinne den Zahnkranz 16 an seinem Nocken 19a mit (beim Rückwärtsdrehen der Pedale legt sich der Fortsatz 18"gegen den Nocken 19d). Eine volle Umdrehung der Tretkurbel bewirkt eine gleichfalls volle Umdrehung des Zahnkranzes. Im direkten Gange arbeitet die Vorrichtung insoweit also wie ein gewöhnliches Fahrradgetriebe mit fest an der Kurbelwelle angeordnetem Kettenrad. 



   Die Fig. 5 und 6 zeigen die Einstellung auf eine kleine Exzentrizität e bzw. mittlere Übersetzung, wobei die Exzentrizität e beispielsweise 15 mm beträgt. Wenn der gegen den Nocken 19 a anliegende   Kurvenseheibenfortsatz   18'im Uhrzeigersinne herumgeht, so rollt er infolge der Exzentrizität etwas auf dem Nocken 19a ab. Kommt letzterer etwa an die Stelle der Ziffer vier eines statt des Zahnkranzes gedachten Zifferblattes (Fig. 6), so gerät er aus dem Bereich der von der Kurvenscheibe bestrichenen Kreisfläche. Inzwischen ist aber der Fortsatz   18"in   die Lücke zwischen den Nocken 19d und   19e   getreten und gegen den Nocken 19e zur Anlage gekommen.

   Wenn der Nocken 19e an der gleichen Stelle wie vordem der   Nocken19a (vgl.   Fig. 6) aus dem Bereiche der Kurvenscheibe gerät, übernimmt wieder der Fortsatz   18',   der inzwischen gegen den Nocken 19b (statt   ursprünglich   den Nocken 19a) zur Anlage gekommen ist, den weiteren Antrieb des Zahnkranzes usf. Der Zahnkranz führt während einer vollen Kurbelumdrehung also keine volle Umdrehung aus, sondern, bei sieben gleichmässig voneinander entfernten Nocken, nur sechs Siebentel davon. 



   Noch   stärker'bleibt   der Zahnkranz gegenüber der Kurbelwelle zurück, wenn gemäss den Fig. 7 und 8 eine grössere   Exzentrizität E eingeschaltet   ist. Dann nimmt der Fortsatz   18'zunächst   den Nocken   19a   mit, lässt ihn aber bereits etwa bei der Ziffer drei eines gedachten Zifferblatts los, während inzwischen der Fortsatz 18"gegen den Nocken   191 zur   Anlage gekommen ist. Bei dieser Einstellung der Exzentrizität ist das   Umlauf Verhältnis   von Zahnkranz zu Kurbelwelle bei Anordnung von sieben gleichmässig voneinander entfernten Nocken nur noch 4 : 7. 



   Vorzugsweise erhält die Kurvenscheibe mehr als zwei, beispielsweise vier Arme. Es ergibt sich dabei ein   noch gleichmässigerer   Gang des Getriebes, indem bei Einschaltung eines Übersetzungsganges immer, bevor der eine Arm aus dem Bereiche des bisher von ihm angetriebenen Nockens herauskommt, der nächste Arm bereits zur Einwirkung auf den nächsten Nocken kommt. 



   Auch die Zahl der Nocken ist veränderlich. Ein gutes Zusammenarbeiten mit den Kurvenscheibenarmen, auch schon bei Anordnung von nur zwei Armen, ergibt sich beispielsweise bei Anordnung von sieben Nocken. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Kurbeltrieb mit veränderlicher Übersetzung, insbesondere für Fahrräder, mit einem Zahnkranz, der frei drehbar auf einer exzentrisch zur Kurbelwelle verstellbaren Stützkreisseheibe ruht, <Desc/Clms Page number 3> gekennzeichnet durch eine auf der Kurbelwelle (17) befestigte Kurvenscheibe (18), die mit mindestens zwei Armen (18', 18") zwischen vom Zahnkranz (16) vorstehende Nocken (19,) greift und mittels dieser den Zahnkranz je nach dessen Exzentrizität mit gleicher oder geringerer Umlaufgeschwindigkeit mitnimmt.
    2. Kurbeltrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenscheibe (18) vier Arme aufweist.
    3. Kurbeltrieb nach den Ansprüchen 1 und 2 mit zur Verstellung der Stützkreisscheibe in diese eingelagertem, mittels Handhebels verdrehbarem Exzenter, dadurch gekennzeichnet, dass zum Feststellen des Exzenters (8) ein Kugelgesperre (11, 10) angeordnet ist, das durch einen besonderen Handhebel (26) und eine Feder (15) in Sperrstellung gebracht oder gelöst werden kann. EMI3.1
AT153542D 1936-12-15 1937-07-28 Kurbeltrieb mit veränderlicher Übersetzung, insbesondere für Fahrräder. AT153542B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE153542X 1936-12-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT153542B true AT153542B (de) 1938-06-10

Family

ID=5675778

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT153542D AT153542B (de) 1936-12-15 1937-07-28 Kurbeltrieb mit veränderlicher Übersetzung, insbesondere für Fahrräder.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT153542B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE701796C (de) Lenkeinrichtung fuer Kraftfahrzeuge
DE3216069C2 (de) Tretkurbelantrieb für Fahrräder oder dergleichen
EP0562470B1 (de) Schaltbares Tretlager für ein Fahrrad oder dergl.
EP0010201B1 (de) Fahrrad
AT153542B (de) Kurbeltrieb mit veränderlicher Übersetzung, insbesondere für Fahrräder.
DE655501C (de) Kurbeltrieb, insbesondere fuer Fahrraeder
DE890907C (de) Tretkurbelgetriebe fuer Fahrraeder
CH224823A (de) Fahrradantrieb mit in seiner wirksamen Länge veränderlichem Trethebel.
DE520417C (de) Zahnstangengetriebe zur Umsetzung einer geradlinig hin und her gehenden Bewegung in eine fortlaufende Drehbewegung
DE867060C (de) Fahrradtretkurbel
DE3039024A1 (de) Gangschalthebel fuer fahrrad-kettenschaltung
DE744466C (de) Umschalteinrichtung fuer kettengetriebene Fahrzeuge, insbesondere Tretfahrraeder
DE825662C (de) Mehrgaengiges Kettenradwechselgetriebe fuer Fahrraeder
AT154160B (de) Drehbarer Lenkstangenhandgriff für Fahr- und Krafträder.
AT148233B (de) Geschwindigkeitswechselgetriebe für Fahrräder.
AT163495B (de) Tretkurbelgetriebe, insbesondere für Fahrräder
DE618013C (de) Stufenlos selbsttaetig sich einstellendes Umlaufraedergetriebe mit in ihrem Umlauf hemmbaren Umlaufraedern, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE945485C (de) Schalteinrichtung fuer Stufengetriebe
DE481835C (de) Schaltwerksgetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE423061C (de) Planetenraedergetriebe, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
AT34963B (de) Baumfällmaschine.
DE906906C (de) Antriebsvorrichtung fuer Fahrraeder
DE530781C (de) Presse, insbesondere zum Richten von Wellen
AT154104B (de) Wechselgetriebe für Fahrräder u. dgl.
DE830751C (de) Schaltgetriebe fuer Fahrraeder