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Bremstrommel, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge.
Die Erfindung bezieht sich auf Bremstrommel der bei neuzeitlichen, mit grosser Geschwindigkeit verkehrenden Eisenbahnfahrzeugen bekannten Art. Es ist bekannt, dass bei den Trommelbremsen mancherlei Betriebsschwierigkeiten auftreten, die auf die beim Bremsen sich entwickelnde Wärme und deren auf den Baustoff der Bremstrommel und der Bremsbacken sich auswirkende Einflüsse zurückzuführen sind. Trommelbrüche, übermässige und vorzeitige Abnutzung der Bremsbackenbeläge, Abreissen von Befestigungsschrauben u. dgl. gehören zu diesen bekannten unliebsame Erscheinungen.
Diese Betriebsschwierigkeiten bei der Anwendung von Trommelbremsen zu beseitigen ist der Zweck der Erfindung.
Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dass der Kranz der Bremstrommel, auf den die Bremsbacken einwirken, so ausgeführt wird, dass er sich bei der Erwärmung zwanglos ausdehnen, bei der Abkühlung ebenso zwanglos zusammenziehen kann, ohne dass hiedurch in seinem Baustoff die bekannten erheblichen Spannungen aufzutreten vermögen, die so häufig zur Rissbildung in der Bremstrommel oder zu deren völligem Bruch Veranlassung geben.
Das Mittel, das die zwanglose Beweglichkeit des Bremstrommelkranzes gegenüber den übrigen Teilen der Bremstrommel unter dem Einfluss der Erwärmung und Abkühlung ermöglicht, besteht
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bieten dann den für die Ausführung der angedeuteten Bewegung erforderlichen Raum.
In noch vollkommenerem Masse wird der angegebene Zweck dadurch erreicht, dass die Bremstrommel am Umfang mit einzelnen, durch hinreichende Spalten voneinander getrennten, auswechselbaren Blöcken besetzt wird, die sich bei der Erwärmung frei gegeneinander auszudehnen vermögen und mit dem Bremstrommelkranz durch an den Seiten oder Stirnflächen desselben befestigte Ringe in Verbindung gehalten werden, die am Fusse dieser Blöcke befindliche, seitliehe, leistenartige Vorsprünge klauenartig übergreifen.
Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele von Bremstrommel nach der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt im Aufriss einen Teil eines Ausführungsbeispiels einer Bremstrommel nach der Erfindung, Fig. 2 stellt den dazugehörigen, senkrechten Mittelschnitt dar, Fig. 3 veranschaulicht im Aufriss ein anderes Ausführungsbeispiel, Fig. 4 stellt den senkrechten Schnitt durch dieses nach der Linie A-B, Fig. 5 den Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 3 dar.
Bei dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel einer Bremstrommel ist die auf der Achse des Fahrzeuges befestigte Scheibe 1 mit Hilfe von Schraubenbolzen, die durch die Löcher 2 geführt sind, an der nicht dargestellten Radscheibe befestigt. Sie bildet mit dem Bremskranz 3 ein einheitliches Gussstück (Stahlguss). Ringförmige, parallel mit der Scheibe 1 angeordnete Versteifungsrippen 5 und 6 und von der Versteifungsrippe 5 ausgehende, in Richtung der Längsachse der Bremstrommel verlaufende, zu ihrem Nabenrand hinführende Rippen 7 vermehren das Widerstandsmoment der Bremstrommel.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der massige Bremskranz 3 mit zahlreichen Radialeinschnitten 8 versehen, so dass der äussere Teil des Kranzes in einzelne Blöcke oder Abschnitte zerlegt ist. Hiedurch wird dem Baustoff dieser Blöcke die Möglichkeit gegeben, sich bei der Erwärmung ungehindert aus-
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zudehnen, beim Erkalten sich zusammenzuziehen, ohne dass erhebliche, zur Zerstörung des Bremstrommelkranzes Veranlassung gebende Spannungen in ihm auftreten können. Es ist zweckmässig, die Einschnitte an ihrem Grunde zu Bohrungen zu erweitern, weil hiedurch die Beweglichkeit der durch die Einschnitte gebildeten Blöcke erhöht wird.
Bei dem in den Fig. 3-5 wiedergegebenen Ausführungsbeispiel einer Bremstrommel sind die den Bremskranz bildenden Blöcke nicht durch von aussen her in den Kranz bis zu hinreichender Tiefe geführte Einschnitte gebildet-wie im Falle des Ausführungsbeispiels nach Fig. l-sondern sie stellen einzelne selbständige Bauteile 11 dar, die zwischen angegossenen Rippen 9 des Bremstrommelumfanges gelagert sind, zwischen sich Spalten von hinreichender Breite belassen und in dem unteren, zwischen die Rippen 9 hineinragenden Teil einen oder mehrere Schlitze 10 besitzen, durch deren Vorhandensein übermässige Pressungen zwischen den Rippen 9 und den unteren Teilen der Blöcke 11 vermieden werden. Die Befestigung der Blöcke am Trommelumfang erfolgt mit Hilfe von an ihnen befindlichen, seitlichen Ansätzen 12, die unter die vorspringende Schulter je eines Ringes 13 greifen.
Die Ringe 13 sind an die Stirnflächen des Trommelkranzes angeschraubt und dienen gleichzeitig zur Aufnahme der auf die Blöcke 11 wirkenden Fliehkräfte. Um im Falle des Reissens eines der Ringe M oder beider Ringe ein Herausschleudern der Blöcke 11 zu verhindern, greifen die Ringe mit einem weiteren, ringförmigen Schulteransatz unter den inneren Rand des Bremstrommelkranzes, wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich ist. Zur Herstellung der Blöcke 11 wird Gusseisen verwendet. Zur besseren Ableitung der Wärme können die Innenflächen des Bremstrommelkranzes der Trommel nach den Fig. 1 und 2 bearbeitet werden.
Damit ein Kippen der die Bremsfläche bildenden Blöcke 11 mit Sicherheit vermieden wird, empfiehlt es sich, an den Enden dieser Blöcke besondere Bearbeitungsleisten 14 vorzusehen, durch die jeder Block seine Auflage erhält.
Zur Schonung der Bremsbacken oder Bremsbackenbeläge ist es zweckmässig, die Kanten 15 der Blöcke leicht abzurunden, wie das in Fig. 3 der Zeichnung dargestellt ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bremstrommel, insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremstrommelkranz einzelne, durch Einschnitte voneinander getrennte Blöcke aufweist, zu dem Zweck, die schädlichen Einflüsse der durch Erwärmung und Abkühlung bedingten Baustoffdehnungen und Schrumpfungen zu beheben.