AT155027B - Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmen Stahl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von sauerstoffarmen Stahl.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur IIerstellung'von sauerstoffarmem Stahl. Im Patent Nr. 146371 ist ein Verfahren zur fast augenblicklichen Entziehung von in Stahl gelösten Oxyden beschrieben. Danach werden die im Stahl gelösten Oxyde von Eisen und Mangan abgeschieden, indem dieser Stahl mit einer zuvor geschmolzenen Schlacke heftig und innig durchwirbelt wird, die gegenüber diesen Oxyden ein grösseres Lösungsvermögen besitzt. Die Schlacke wird dabei in die Form feiner Tröpfchen gebracht und im Stahl zerstäubt. Dieses Verfahren, bei dem die Schlacke die betreffenden Oxyde schlagartig aufnimmt, stellt ein richtiges Auswaschen des Stahles dar. Die Erfahrung hat gelehrt, dass bei der Wahl der für die Desoxydation der Stähle durch ein solches Verfahren im Grossbetriebe zu verwendenden Schlacken gewisse Vorschriften zu befolgen sind : 1. Die Schlacken müssen möglichst sauer sein, um die grösste Menge im Stahlbad befindlicher basischer Oxyde, also die grösste Menge Mr. O und FeO, aufsaugen zu können. Die Wirkung der Desoxydation ist um so stärker, je höher der Säuregrad ist ; die Schlacke muss auch sehr arm an Eisenoxydul sein. 2. Die Schlacken müssen möglichst dünnflüssig sein, weil die Schnelligkeit des Austausches zwischen Schlacke und oxydiertem Metall, also der Auflösung von Oxyden des Eisens oder Mangans, durch Reinigen sieh stark vermindert, wenn die Viskosität steigt. Besonders bei der Auswaschung durch heftige Durehwirbelung zwischen Metall und Schlacke in einer Pfanne verteilen sich die dünn- flüssigsten Schlacken am besten im feinen Zustard, so dass sie mehr Oxyde als die viskosen Schlacken von gleichem Säuregrad und beim gleichen Durchwirbelungsgrad zu lösen vermögen. Überdies ist die Dünnflüssigkeit der Schlacken für deren Regeneration von grosser Wichtigkeit, da die Schnelligkeit und Wirksamkeit der Regeneration eine wesentliche Funktion der Viskosität der Schlacken ist, ob diese nun durch Kohlenstoff, Aluminium oder andere Stoffe bewirkt wird. Man weiss insbesondere, dass es viel leichter ist, eine flüssige basische Schlacke als eine saure viskose Schlacke durch Kohlenstoff zu desoxydieren. Es ist zu beachten, dass Säuregrad und Dünnflüssigkeit in der Praxis als zwei sich widersprechende Bedingungen zu betrachten sir. d. 3. Schliesslich muss man Schlacken mit möglichst grossem Leitvermögen sowohl für Wärme als auch für Elektrizität auswählen. Wenn man nämlich die Schlacken in einem Flammenofen schmilzt, wobei die Heizung von der Oberfläche ausgeht, ist eine weitgehende thermische Leitfähigkeit ebenso erforderlich, um die Schlacken am Boden zum Schmelzen zu bringen, wie eine gute elektrische Leitfähigkeit unter dem Gesichtspunkte des Stromverbrauches wünschenswert ist, wenn man in einem elektrischen Ofen schmilzt. Man hat schon vorgeschlagen, zur Reinigung eines oxydierten Stahles eine vorher aufgeschmolzene synthetische Schlacke von saurem Charakter mit z. B. 60% Si02, 12% Aluminiumoxyd, Rest Kalk, Magnesia usw. zu verwenden. Es handelte sich aber bei diesen Verfahren um eine an Eisenoxydul reiche Schlacke, deren Eisenoxydulgehalt bei gleichzeitiger Anwesenheit von Manganoxyd bis zu 20% und mehr betragen kann. Es wurde aber gefunden, dass eine solche Schlacke zufolge ihres Reichtums an Eisenoxydul vollkommen ausserstande ist, eine wesentliche Menge von Eisenoxyd aus dem Stahlbad zu entfernen, *) Erstes Zusatzpatent Nr. 151295. <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1
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Also Published As
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