<Desc/Clms Page number 1>
Stromimpulsgeber, insbesondere für Anlagen zur Fernbedienung von Geräten.
Gegenstand der Erfindung ist ein Stromimpulsgeber zur Fernbedienung von Geräten, die von Stromimpulsen gesteuert werden.
Schalter für die Fernbedienung nach dem Telephonwählerprinzip und für Motorenantrieb sind bereits bekannt, Mängel dieser bekannten Lösungen sind von der umständlichen Einrichtung ganz abgesehen folgende : Es ist eine Übereinstimmung zwischen dem Drehsinn und dem Winkel des Bedienungsknopfes an der Geberstelle und der ausgelösten Bewegung an der zu drehenden Welle nicht gewährleistet.
Zufolge dieser Unvollkommenheiten war eine Fernbedienung nur dann möglich, wenn zusätzliche Rüekmeldeanlagen vorgesehen waren, die Auskunft über den Stand der jeweils ausgeführten Bewegung geben. Beim Telephonwählerprinzip, z. B. bei der Anwendung zur Fernabstimmung von Radiogeräten, ist das Fehlen einer Rückmeldung ein bekannter Mangel, da der jeweils eingeschaltete Sender nicht an der Wählerseheibe abgelesen werden kann, nachdem gewählt worden ist.
Bei dem Stromimpulsgeber gemäss der Erfindung lassen sich Drehbewegungen eines Bedienungknopfes in Stromimpulse umsetzen, die je nach dem Drehsinn in zwei verschiedene Leitungen gesendet werden, wodurch es möglich wird, diese Drehbewegung am Empfangsort mechanisch umzusetzen. Ein besonderes Merkmal ist hier die durch eine besondere Einrichtung gewährleistete Übereinstimmung zwischen dem Stand einer Anzeigevorrichtung, z. B. einer Skala und der Anzahl der gesendeten Stromimpulse, wobei es für die Charakteristik der Stromimpulse belanglos ist, ob der gedrehte Bedienungsknopf schnell oder langsam, im oder entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne gedreht wird. Dies stellt einen erheblichen technischen Fortschritt dar, da es nunmehr möglich ist, Geräte, z. B.
Rundfunkund Fernsehempfänger aus einer beliebigen Entfernung elektrisch oder auch drahtlos unter Zwischenschaltung bekannter Mittel fernzubedienen, u. zw. in der Weise, dass die Skala am Stromimpulsgeber die gleiche Einstellung zeigt, wie die Skala am fernbedienten Gerät in jedem Augenblick einnimmt, da die Bewegung des Stromimpulsgebers völlig synchron auf das fernbediente Gerät übertragen wird.
Ausserdem ist durch eine elektromagnetische Sperre dafür gesorgt, dass es bei abgeschaltetem Stromimpulsgeber nicht möglich ist, den Bedienungsknopf desselben zu drehen und es kann hier durch die Übereinstimmung des Standes der beiden Skalen am Sende-und Empfangsort nicht gestört werden.
Für die durch die vorliegende Erfindung geschaffenen Möglichkeiten liegt ein dringendes Bedürfnis vor. Es ist z. B. eine Erfahrungstatsache, dass der Rundfunkhörer seinen Apparat in bezug auf die Lautstärke, Feinabstimmung oder Wählen anderer Stationen als der gerade eingestellten, sehr oft in kurzen Zeitabständen bedienen muss. Hiezu ist es erforderlich an den Apparat heranzugehen. Die volle musikalische Wirkung eines Rundfunkempfängers kommt erst in einer gewissen Entfernung vom Geräte zur Geltung und es ist daher wünschenswert, dieses von einem entfernten Punkte aus bedienen zu können, ganz abgesehen von der Möglichkeit bei Verwendung nur eines Apparates von verschiedenen Räumen eines Hauses den Rundfunkempfänger bedienen und mit Zusatzlautsprechern abhören zu können.
Bei Autoempfängern, bei denen die Bedienungsknöpfe des Radiogerätes in Griffnähe des Fahrers liegen müssen, der Apparat selbst jedoch räumlich getrennt angebracht ist, bediente man sich bisher einer mechanisch biegsamen Welle, die jedoch in ihrer Länge begrenzt ist, und durch die Verdrehung, die sie bei der Bedienung erleidet, ist kein genaues Einstellen der Apparatur ermöglicht, da sich immer ein bestimmter Totgang ergibt.
<Desc/Clms Page number 2>
Die Einrichtung gemäss der Erfindung besteht im wesentlichen aus einem Tjnterbrecherhontalt, der dadurch gesteuert wird, dass ein Isoliersegment diesen Kontakt öffnet und schliesst. Dieses Segment sitzt auf einer Welle, die eine Scheibe dreht, in deren halbkreisförmige Aussparungen eine gefederte Rolle zum Eingriff kommt, die bestrebt ist, die gemeinsame Welle in der Stellung festzuhalten, in der die Unterbrecherkontakte getrennt sind. Diese Welle wird über eine Zahnradübersetzung angetrieben und treibt ausserdem einen Zentrifugalregulator an, der die Anzahl der Umdrehungen nach oben hin begrenzt, um es unmöglich zu machen, dass eine raschere Folge von Stromimpulsen erzeugt werden kann, als der mechanischen Trägheit der Vorrichtung am Empfangsorte zugemutet werden kann.
Das Antriebsrad der Übersetzung wird von der Welle des Bedienungsknopfes nicht direkt, sondern über eine Vorspannfeder angetrieben, die so lange gespannt wird, bis der Widerstand, den die gefederte Rolle der Drehung der Unterbrecherwelle entgegensetzt, überwunden wird und diese aus der Segmentrast heraushebt, bis sie durch die dann erfolgte Drehung der Welle in die folgende Rast einfällt. Ausserdem ist noch eine automatische Stromumschaltung vorgesehen, so dass die von der eben beschriebenen Einrichtung erzeugten Stromimpulse dem Drehsinn des Bedienungsknopfes entsprechend in zwei verschiedene Leitungen gesendet werden. Eine volle Umdrehung des Rades nach rechts oder links entspricht immer genau derselben Anzahl Stromimpulse in der dem Drehsinn zugeordneten Leitung.
Diese Zwangsläufigkeit bildet die Grundlage für die Synchronisierung der vom Impulsgeber ausgehenden und im Geräte zur Auswirkung kommenden Fernsteuerung.
In der Zeichnung ist die erfindungsgemässe Einrichtung beispielsweise veranschaulicht und zeigen : Fig. l die Gesamtschaltanlage eines Stromimpulsgebers mit zwei Befehlsstellen in Draufsicht, Fig. 2 einen Druckknopfschalter in Seitenansicht, Fig. 3 den Antrieb für den Seilzug des Skalenzeigers.
Fig. 4 eine Seitenansicht des Stromimpulserzeugers, Fig. 5 die Kupplung des Antriebsrades mit der Unterbrecherwelle, Fig. 6 einen Zentrifugalregulator, Fig. 7 den Unterbrechersektor und Fig. 8 eine Arretierungsscheibe für den Unterbrechersektor.
Auf einer mit einem Drehknopf 1 versehenen Welle 2 (Fig. 1 und 4) sitzt eine fest mit einer Nabe 3 versehene Schaltscheibe 4 aus Isoliermaterial, ein Sperrad 5 und ein loses Zahnrad 6. Die Nabe 3 und das Zahnrad 6 sind durch eine Vorspannfeder 7 elastisch verbunden, so dass die Scheibe 4 bei der Umkehrung der Drehrichtung des Knopfes 1 erst eine geringe Drehung allein ausführt und das Rad 6 erst nach dem erneuten Spannen der Feder 7 mitnimmt.
Eine neben der Welle 2 im gleichen Sockel gelagerte Welle 8 trägt ein Zahnrad 9, das mit dem
EMI2.1
aus Isoliermasse, eine Scheibe 13 mit zwei Rasten 14, die zur gedachten Längsmittellinie des Sektors 12 je um 900 versetzt liegen und in die eine gefederte Rollenbremse 15 eingreift. Beim Anliegen der Rollenbremse ist die Stellung des Sektors so, dass die Kontakte 17 voneinander getrennt sind und kein Stromverbrauch in der Ruhestellung stattfindet.
Dreht sich der Sektor 12, so werden die Kontakte 17 geöffnet und geschlossen, da sich dieser zwischen die Nasen der Kontaktfedern 16 a und 16 b schiebt und dabei die Kontakte 17 voneinander entfernt oder in der Stellung, die in Fig. 7 punktiert dargestellt ist, um 900 verschwenkt ausserhalb der Kontakte 17 steht, so dass diese zufolge der Federkraft von 16 a und 16 b sich berühren.
Der automatische Umschalter besteht aus Kontaktpaaren 18, 19 a und 18, 19 b. Diese sind normalerweise getrennt. Zwischen ihnen ist ein Schaltfinger 21 gelagert, der ein Isolierstück 22 trägt, das entweder die Kontakte 18, 19 a oder 18, 19 b geschlossen hält. Das Schliessen der Kontakte erfolgt durch das Verschwenken des Fingers mittels einer Rastenscheibe 4, die beim Drehen den gefedert anliegenden Finger umsteuert. Damit die Umsteuerung erfolgen kann, ist ein Schlitz in der Längsrichtung des Fingers vorgesehen, der eine Verschiebung des Fingers entsprechend der Abstandsverkürzung durch die Mitnahme auf dem Kreisbogen gestattet. Gleichzeitig begrenzt der Schlitz die beiden Andrückendstellungen, bei denen die Spitze des Fingers noch auf Eingriffsmöglichkeit bei Drehsinnänderung des Rastenrades halten muss.
Dass zum Umschalten ein gewisser Weg des Fingers notwendig ist, entspricht dem Verdrehungswinkel der Welle 2, der dem Leerlauf entspricht, der durch das Umlegen der Vorspannfeder zwecks Umsteuerung des Rades 6 notwendig ist. Hiedurch wird erreicht, dass eine Stromimpulserzeugung jeweils erst dann erzielt wird, wenn der Umschaltfinger M entweder die Feder 18 a, 19 a oder 18 b, 19 b schon zusammengedrückt hat. Für die Erhaltung des Synchronismus zwischen Fernschalter und Empfangsgerät ist noch eine elektromagnetische Verriegelungssperre für die Welle 2 ausserordentlich wichtig, die beim Abschalten des Stromimpulsgebers (Herausziehen eines entsprechenden Steckers) zur Wirkung kommt.
Sie besteht aus einem Elektromagnet 23, dessen Ankerplatte 24 einen in einer Führung gelagerten Sperrstift 25 trägt, der während der Erregung des Magneten 23 ausser Eingriff mit dem Sperrad 5 ist und beim Stromloswerden des Magneten durch eine Feder 26 in das Sperrad 5 eingedrückt wird. Eine Anzeigevorrichtung S wird von einer Schnurscheibe 35 (Fig. 3) aus betätigt. Auf der Welle 2 sitzt lose die Sc. hnurscheibe 35 und wird durch einen Stift 36 mitgenommen. Der Ausschnitt 37 in der Nabe der Schnurscheibe 35 entspricht genau dem Leerlauf der Welle 2 zwischen den beiden Umschaltstellungen des Fingers 21. Hiedurch wird erreicht, dass der Umschaltweg keine Verstellung der Anzeigevorrichtung bewirkt.
In Fig. 1 sind, wie erwähnt, zwei
Bedienungsstellen dargestellt, von denen die obere keine Sperr-und Anzeigevorrichtung enthält, da
<Desc/Clms Page number 3>
sie für die Erzeugung der Stromimpulse zur Bedienung derjenigen Welle gedacht ist, für die eine Anzeigevorrichtung nicht notwendig ist, z. B. für die Lautstärke, die Tonfarbe und die Bandbreite eines Radioempfängers. Um diese drei beispielsweise genannten verschiedenen Leitungen wahlweise an den Stromimpulsgeber schalten zu können, ist noch ein Vielfachschalter 28 vorgesehen (Fig. 2). Dieser besteht aus einem Gestänge 28, das eine Nase 30 trägt. Eine Sperrleiste 29 hält den jeweils gedrückten Schalter in seiner unteren Lage fest, da er in die Nase 30 einschnappt. Hiebei werden die Kontakte des entsprechenden Schalters geschlossen.
Beim Herunterdrücken eines der andern Sehalterknöpfe wird die Sperrleiste 29 gehoben und der vorher gedrückte Knopf wird in dem Momente zurückspringen, in dem die Sperrleiste 29 die obere schräge Fläche des Zahnes 30 erreicht. Hingegen wird der zuletzt herunter- gedrückte Knopf in der Weise wie der vorhergehende in seiner unteren Stellung durch die Sperrleiste 29 festgehalten. Eine Rückzugfeder 31 bewirkt das jeweilige Zurückschnappen der nicht gedrückten
EMI3.1
34 ist ein Kondensator, der in Verbindung mit einem Widerstand in bekannter Weise zur Löschung des an der Unterbrecherstelle auftretenden Funkens und damit der Entstörung der Anlage dient.
Drei Lampen 32 dienen der Beleuchtung des jeweils eingeschalteten Wellenbereich in der Anzeigevorrichtung S. 33 ist eine Anzeigevorrichtung bekannter Art zur Feststellung der genauen Abstimmung des fernbedienten Empfängers.
Die Stromwege sind folgende : von dem einen Pol der Batterie geht eine Leitung 38 einmal zu der Sperre 23, von dieser über eine Leitung 39 zu den Lampen 32 zurück, die in getrennte Leitungen 40,
EMI3.2
an die Unterbrecherfeder 16 a und an die Verbindung der Kontaktfedern 18 a und 18 b und 19 a und 19 b an beiden Stromimpulsgebern. Von den Umschalterkontaktfedcrn 18 a, bund 19 a, b gehen getrennte Leitungen 44', 45'zu entsprechenden Steckerbuchsen an der Umsteckerleiste und Leitungen 44, 45 über den Vielfachumschalter zu drei verschiedenen Buchsenpaaren A, B, C der Unisteckleiste, die den drei zu bedienenden Wellen (Lautstärke, Tonfarbe, Bandbreite) entspricht.
Vom andern Pole der Batterie geht eine Leitung 46 zu dem fernzubedienenden Gerät ; der eine Batterieansehluss ist mit strichlierten Linien angedeutet, da die Batterie aus praktischen Gründen in der Empfängerstelle zu liegen kommt. Ist die Anlage angeschlossen und fliesst in dem Beleuchtungsstromkreise 38, 39 der Lampen 32 ein Strom, so geht dieser auch durch die Sperre 23 und bewirkt Entsperrung der Welle 2. Wird diese entgegen dem Uhrzeigersinne gedreht, so legt sich der Finger 21 um und schliesst die Kontakte der Federn 18 a und 19 a.
Gleichzeitig wird dabei die Feder 7 gespannt, die mit der in ihr auf- gespeiehertenKraft die Sperrwirkung der Rolle 15 überwindet, die Welle 8 unter Drehung des Zentrifugalreglers eine halbe oder mehrere Umdrehungen machen lässt, je nachdem ob der Bedienungsknopf 1 fortgesetzt gedreht wird oder nicht. Zufolge der in der Feder 7 aufgespeicherten Kraft und der Abstimmung der Feder 7 mit der Feder der Rolle 15 kann jeweils nur ein voller Stromimpuls erzeugt werden und es bleibt die Anlage in der Ruhestellung stromlos, da in diesem Falle die Rolle 15 in der Rast 14 liegen bleibt. In analoger Weise geschieht die Erzeugung von Stromimpulsen beim Drehen im Uhrzeigersinne.
Beim Drehen entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne werden also Stromimpulse in die Leitung gesendet, die an die Kontaktfeder 19 a angeschlossen ist und beim Drehen im Uhrzeigersinne in die Leitung, die der Kontaktfeder 19 b zugeordnet ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Stromimpulsgeber, insbesondere für Anlagen zur Fernbedienung von Geräten, z. B. Radiound Fernsehgeräten mitDrehsehaltern, die im und entgegengesetzt dem Uhrzeigersinne gedreht werden können, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Synchronisierung mit dem die Stromimpulse empfangenden Gerät eine zwangsläufig gesteuerte Kontaktunterbrechul1gseinrichtung in Form eines zwischen zwei Kontaktfedern (16 a, 16 b) rotierenden Isoliersegmentes (12) vorgesehen ist, das von einem auf der gleichen Welle (8) sitzenden Sperrad (3) beeinflusst ist, während das auf der Hauptantriebswelle (2) sitzende Sperrad von einer elektromagnetischen Sperrvorrichtung (21)
beeinflusst wird und dass des weiteren ein während der Drehsinnänderung unabhängig von dem Stromimpulserzeuger arbeitender Umschaltmechanismus vorgesehen ist.