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Winkelsueher, insbesondere für Photo- oder Kinokameras.
Gegenstand der Erfindung ist ein Winkelsucher, insbesondere für Photo-oder Kinokameras, der den abwechselnden oder gleichzeitigen Einblick aus verschiedenen Richtungen ermöglicht. Bei abwechselndem Einblick wird der Vorteil erzielt, dass die Beobachtung wahlweise von hinten, von der Seite, von oben oder von unten erfolgen kann. Im Normalfalle ist das durch den Bildsueher blickende
Auge bzw. der Photograph dem Aufnahmegegenstand zugewendet, während in andern Fällen, beispielsweise um lebende Objekte unbemerkt aufnehmen zu können, der Photograph eine Stellung einnimmt, die gegenüber der dem Aufnahmegegenstand zugekehrten Stellung um 900 verdreht ist. Bei gleichzeitigem Einblick, z.
B. von hinten und von der Seite her, können zwei Personen das Bild gleichzeitig betrachten.
Diese Vorteile werden gemäss der Erfindung durch einen geneigten, durchsichtigen Spiegel erzielt, der ohne Verstellung das Sucherbild sowohl in der Durchsicht als auch durch Spiegelung sichtbar macht. Um einen Einblick in den Sucher einer Kamera aus verschiedenen Richtungen zu ermöglichen, war es bisher notwendig, entweder einen Winkelsucher fallweise auf der Kamera zu montieren oder aber, bei ständig eingebautem Winkelsucher, diesen oder aber bloss den Winkelspiegel derart verschwenkbar oder verschiebbar auszubilden, dass der Sucherspiegel je nach Bedarf in die Bahn des Sehstrahles bzw. aus dieser Bahn gebracht werden konnte.
Der gemäss der Erfindung vorgesehene durchsichtige Spiegel wirkt derart, dass je nach der Stellung des Auges der Sehstrahl entweder um 900 gespiegelt wird oder aber unabgelenkt durch den Spiegel hindurchgeht. Ein solcher Spiegel hat den Vorteil, dass er starr im Winkelsucher, und dieser starr in der Kamera eingebaut sein kann, so dass abnehmbare schwenkbare oder sonstige bewegliche Sucherteile entfallen können. Als durchsichtigem Spiegel kommt im einfachsten Falle ein planparalleles Spiegelglas ohne besondere Belegung in Betracht. Ein solches einfaches Glas ergibt insbesondere dann eine ausreichende Spiegelung, wenn seine RÜckseite gegen störendes Licht abgedeckt ist, wie dies z. B. dann der Fall ist, wenn der Sucher im Innern einer Kamera eingebaut ist.
Vorzugsweise werden Spiegel mit reflektierender, halbdurchlässiger Belegung verwendet, wie sie bereits für andere optische Zwecke bekannt sind.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 als Ausführungsbeispiel der Erfindung einen Winkelsucher im Schnitt und Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform.
Gemäss Fig. 1 ist in einem Gehäuse eine Okularoffnung.' und ein gegen den Sehstrahl x bzw. y um 450 geneigter durchsichtiger Spiegel 3 vorgesehen. Die sonstige optische Ausbildung des Winkelsuchers ist für die Erfindung belanglos. Beispielsweise kann ein (strichliert angedeutetes) Linsensystem 4, 5 vorgesehen sein. Ferner kann in der Okularoffnung S eine bikonkave Linse in bekannter Weise angeordnet sein.
Wenn in der Richtung des Pfeiles t geblickt wird, so sieht man den Aufnahmegegenstand durch den durchsichtigen Spiegel. 3. Blickt man hingegen in der Richtung des Pfeiles y, so wird der Sehstrahl vom Spiegel 3 um 900 gebrochen, so dass der Sucher als Winkelsueher wirkt. Um hiebei mit Sicherheit auszuschliessen, dass das in der Richtung ! f blickende Auge ausser dem Spiegelbilde des Aufnahmegegenstandes gleichzeitig durch den Spiegel 3 hindurch sieht, kann es unter Umständen zweckmässig sein, die Rückseite des Spiegels vor schädlichem Licht zu schützen. Dies kann z. B. durch einen starren Blendenring 6 geschehen oder auch durch eine bewegliche Abdeckvorrichtung, z. B. eine Scheibe.
In vielen Fällen, z. B. wenn der Winkelsucher im Innern einer Kamera eingebaut und daher bereits
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dadurch gegen störendes Licht geschützt ist, können derartige Blenden od. dgl. entfallen. Der Winkelsueher kann auch zum Aufstecken auf das Sucherokular von vorhandenen Kameras eingerichtet und zusammenklappbar sein.
In Fig. 2 ist 11 die Rückwand einer, mit einem Durchblicksucher ausgestatteten Photo-oder Kinokamera. 14 ist die Okularlinse des Suchers, 12 der an der Kamera befestigte Okularstutzen. In einem zylindrischen Gehäuse 13, das auf den Stutzen 12 aufgesetzt und um ihn verdreht werden kann, ist ein durchsichtiger Spiegel 3 von elliptischer Umrissform mittels schräg abgeschnittener Zylinderhülsen 15, 16 befestigt. Das Gehäuse 13 ist am hinteren Ende mit einer Einbliekoffnung 17 versehen, die in der optischen Achse des Suehersystems liegt. Seitlich befindet sich in einer, zur Spiegelebene senkrechten Ebene eine weitere Einblieköffnung 18.
Blickt man von A aus durch die Öffnung 17, so sieht man das Sucherbild durch den durchsichtigen Spiegel hindurch. Blickt man von A'aus, so sieht man das Sucherbild durch Reflexion der Lichtstrahlen an der Spiegelfläche. Durch Drehen des Gehäuses 18 kann man Aufsicht, Winkelsicht von rechts oder links und Untersieht erzielen, u. zw. ohne Rücksicht auf die Stellung der Kamera (hoch oder quer).
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Winkelsueher, insbesondere für Photo-oder Kinokameras, gekennzeichnet durch einen geneigten, durchsichtigen Spiegel, der ohne Verstellung das Sucherbild sowohl in der Durchsicht als auch durch Spiegelung sichtbar macht.
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Angle viewers, especially for photo or cinema cameras.
The subject matter of the invention is an angle finder, in particular for photo or cinema cameras, which enables alternating or simultaneous viewing from different directions. With alternating viewing the advantage is achieved that the observation can optionally take place from behind, from the side, from above or from below. In the normal case that is what is looking through the viewer
Eye or the photographer turned towards the subject, while in other cases, for example in order to be able to record living objects unnoticed, the photographer assumes a position which is rotated by 900 in relation to the position facing the subject. With simultaneous insight, z.
B. from behind and from the side, two people can look at the picture at the same time.
According to the invention, these advantages are achieved by means of an inclined, transparent mirror which makes the viewfinder image visible both in transparency and through reflection without adjustment. In order to allow a view into the viewfinder of a camera from different directions, it was previously necessary either to mount an angle viewfinder on the camera on a case-by-case basis or, if the angle viewfinder is permanently installed, to design this or just the corner mirror so that it can be pivoted or displaced in such a way that the The viewfinder mirror could be brought into or out of the path of the line of sight as required.
The transparent mirror provided according to the invention acts in such a way that, depending on the position of the eye, the visual ray is either reflected by 900 or else passes through the mirror without being deflected. Such a mirror has the advantage that it can be rigidly installed in the angle viewfinder and this can be installed rigidly in the camera, so that removable pivotable or other movable viewfinder parts can be omitted. In the simplest case, a plane-parallel mirror glass without any special occupancy can be considered as the transparent mirror. Such a simple glass gives a sufficient reflection in particular when its back is covered against interfering light, as z. B. is the case when the viewfinder is built into a camera.
Preferably, mirrors with reflective, semitransparent covering are used, as they are already known for other optical purposes.
The drawing shows in Fig. 1 as an embodiment of the invention an angle finder in section and Fig. 2 shows a section through a modified embodiment.
According to FIG. 1, an eyepiece opening is in a housing. and a transparent mirror 3 inclined by 450 with respect to the line of sight x or y is provided. The other optical design of the angle finder is irrelevant for the invention. For example, a lens system 4, 5 (indicated by dashed lines) can be provided. Furthermore, a biconcave lens can be arranged in the eyepiece opening S in a known manner.
If you look in the direction of the arrow t, you can see the subject through the transparent mirror. 3. If, on the other hand, one looks in the direction of arrow y, the line of sight is refracted by the mirror 3 by 900, so that the viewfinder acts as an angle viewer. In order to rule out with certainty that it is in the direction of! f the looking eye sees through the mirror 3 in addition to the mirror image of the object being captured, it may be useful under certain circumstances to protect the rear of the mirror from harmful light. This can e.g. B. done by a rigid diaphragm ring 6 or by a movable cover device, for. B. a disc.
In many cases, e.g. B. if the angle finder is built into a camera and therefore already
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is thereby protected against interfering light, such screens or the like can be omitted. The angle viewer can also be set up and collapsible to attach to the viewfinder eyepiece of existing cameras.
In FIG. 2, 11 is the rear wall of a photo or cinema camera equipped with a viewfinder. 14 is the viewfinder eyepiece lens, 12 is the eyepiece connector attached to the camera. In a cylindrical housing 13, which can be placed on the connecting piece 12 and rotated about it, a transparent mirror 3 of elliptical contour shape is fastened by means of obliquely cut cylinder sleeves 15, 16. The housing 13 is provided at the rear end with an inlet opening 17 which lies in the optical axis of the viewer system. At the side there is a further view opening 18 in a plane perpendicular to the mirror plane.
If you look from A through the opening 17, you can see the viewfinder image through the transparent mirror. If you look from A ', you can see the viewfinder image by reflecting the light rays on the mirror surface. By rotating the housing 18 you can achieve top, angled view from the right or left and below, u. or regardless of the position of the camera (portrait or landscape).
PATENT CLAIMS:
1. Angled viewer, in particular for photo or cinema cameras, characterized by an inclined, transparent mirror which makes the viewfinder image visible both in transparency and through reflection without adjustment.