AT155713B - Verfahren zum Betrieb von Stromrichtern. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Stromrichtern.

Info

Publication number
AT155713B
AT155713B AT155713DA AT155713B AT 155713 B AT155713 B AT 155713B AT 155713D A AT155713D A AT 155713DA AT 155713 B AT155713 B AT 155713B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
switch
inverter
voltage
commutation
interrupter
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Dipl Ing Gumprecht
Original Assignee
Aeg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Aeg filed Critical Aeg
Application granted granted Critical
Publication of AT155713B publication Critical patent/AT155713B/de

Links

Landscapes

  • Inverter Devices (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Betrieb von   Stromrichtern.   



   Bei der Energieübertragung mit Hilfe von gittergesteuerten   Entladungsstrecken, insbesondere   bei der Umformung von Gleich-in Wechselstrom und von Wechselstrom in solchen anderer Frequenz, oder aber auch bei der   Hochspannungübertragung   wird mit Vorteil eine zusätzliche Kommutierungseinrichtung verwendet, so wie das bereits mehrfach (vgl. hiezu die deutschen Patentschriften Nr. 634,978, 653673 und die französische   Patentsehrift Nr. 809221)   angegeben wurde. Dabei kann ein Kondensator, ein Schwingkreis oder auch eine Kommutierungsmaschine Verwendung finden.

   Zweckmässigerweise wird die Kommutierungseinrichtung über gittergesteuerte   Entladungsstrecken   mit Dampfoder Gasfüllung jeweils im Augenblick der Kommutierung bzw. kurz vorher angeschaltet, und kurz nach dem Abklingen des Kommutierungsstromstosses wieder abgeschaltet. Die Bemessung der Kommutierungseinrichtung erfolgt dabei entsprechend der normalen Belastung der betreffenden Umformungseinriehtung. Es hat sich nun gezeigt, dass bei stark induktiver Last diese Kommutierungseinrichtungen gelegentlich versagen. Selbst eine übermässig   grosse Bemessung der Kommutierungs-   einrichtung, weit über die normale Grösse hinaus, kann ein derartiges gelegentliches Versagen nicht verhüten. Tritt nun ein solches Versagen auf, so ist der gesamte Betrieb der Umformungsanlage in Frage gestellt, da dann z.

   B. ein Wechselrichter kippt bzw. bei einem Umrichter derartige   Überströme   auftreten, dass die   Überstromschutzeinrichtung   anspricht und die   Umrichteranlage   vollständig   abge-   schaltet wird. 



   Der Grundgedanke vorliegender Erfindung ist der, das gelegentliche Versagen der Kommutierungseinrichtung zuzulassen und dafür Mittel vorzusehen, die trotzdem ein Weiterarbeiten der Umformungseinrichtung, sei es unter kurzzeitigem Verzicht auf die Güte der Kurvenform der erzeugten Spannung, sei es mit Hilfe einer ganz kurzen Unterbrechung des normalen Betriebes, gewährleisten. 



  An Hand der Figuren soll der Erfindungsgedanke an verschiedenen Beispielen aus dem Stromrichtergebiet erläutert werden. 
 EMI1.1 
 ladungsstrecken bekanntlich je nach der vorliegenden Energierichtung Gleich-oder Wechselrichterimpulse zugeführt werden. Es wird nun angenommen. dass zufolge stark induktiver Last die Kommutierungseinrichtung versagt. In Abhängigkeit von dem dann auftretenden Überstrom werden nun gemäss der Erfindung alle den Gittern   des Umrichters zugeführten Gleichrichterimpulse unterdrückt.   



  Es wird dann die vom Umrichter erzeugte Spannung gemäss der Kurve   t,'E'verlaufen,   wobei der Nulldurchgang der Spannung nicht wie gefordert beim Zeitpunkt   t1   erfolgt, sondern zur Zeit t2 ; das bedeutet also, dass im Augenblick des Versagens der   Kommutierungseinrichtung   der   Umrichter   gewissermassen für kurze Zeit starr arbeitet. Nimmt man an, dass die dargestellte   Kurvenform U E   der Sollkurve entspricht, so kann bei Versagen der Kommutierungseinrichtung der Überstrom einen vorher bestimmbaren Wert nunmehr nicht überschreiten. Dieser Überstrom ist der in der Figur dargestellten schraffiert gezeichneten   Spannungsfläche   proportional.

   Es gelingt also trotz Versagens der Kommutierungseinrichtung den Umrichterbetrieb unter kurzzeitigem Verzicht auf gute Annäherung der 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Ist-an die Sollkurve, aufrecht zu erhalten. Stellt die in Fig. 1 dargestellte Kurve die   Teilspannung   eines Mehrfachumrichters dar, so kann z. B. die Verschlechterung der Kurvenform dadurch wieder ausgeglichen werden, dass eine der   zeitlieh lärgcr   arbeitenden andern Teilspannungen entsprechend geändert wird und kürzer arbeitet   (vgl.   z. B. die französische Patentschrift Nr. 817725). In Fig. 2 
 EMI2.1 
 anordnung dar.

   Die Umformungseinrichtung besteht aus einem bekannten   mehrphasigen   Gleichriehter G sowie einem Parallelwechselrichter mit   Kommutierungssehwingkreis   W, so wie er etwa in der französischen   Patentschrift     Nr.   817725 näher erläutert ist. Im   GIeiehstromzwischenkreis     5,   6 ist eine Drossel D eingeschaltet. Mit 7 soll der gesamte Gittersteuerungsmechanismus für den   Gleiehriehtel   G angedeutet werden. Versagt nun die   Kommutierungseinrichtung   des Wechselrichters IT, so tritt ein Gleichstromkurzschluss des Wechselrichters ein, der Wechselrichter kippt.

   In Abhängigkeit von dem in der Drossel D auftretenden   ubernormalen   Spannungsabfall erhält die Gittersterungseinrichtung 7 einen derartigen Impuls, dass alle Gitter des Gleichrichters G gesperrt werden und damit die Gleichstromzufuhr zum Wechselrichter unterbrochen wird. Infolge dieser Unterbrechung hört auch der Gleichstromkurzsehluss des Wechselrichters auf, der Überstrom an der Drossel geht zurück und die Sperrwirkung an den Gittern des Gleichrichters wird in dem   Masse geringer,   in dem der Überstrom in der Drossel D abklingt : die Umformungseinrichtung arbeitet wieder ordnungsgemäss.

   Es empfiehlt sieh, die Einschaltung der   Gleichspannung allmählich   vorzunehmen, etwa dadurch, dass die Gitter des Gleichrichters zuerst nur teilweise ihre   Sperrwirkung   aufgeben, damit bei abermaligem Versagen der Kommutierungseinrichtung nicht gleich der volle Kurzschlussstrom fliesst. 



   Wie bereits   ausgeführt wurde, genügt   es, beim Versagen der Kommutierungseinrichtung eines Wechselrichters kurzzeitig die Gleichstromzuführung zu unterbrechen. An und für sich würde es daher genügen, in den Gleichstromzuführungen eines   Wechselrichters   einen Unterbrechungssehalter vorzusehen, der kurzzeitig die Gleichstromzufuhr unterbricht, u. zw. so lange, bis der Gleichstrom-   kurzschluss   im Wechselrichter erloschen ist. Durch den Schalter würde dann sofort wieder die volle Gleichspannung am Wechselrichter liegen.

   Ist jedoch die   Unterbieehung,   die durch den Schalter hervorgerufen wird zu kurz, oder aber versagt die   Kommutierungseinrichtung   abermals, so würde das Einschalten der vollen Gleichspannung die im Wechselrichter arbeitenden Entladungsstrecken erheblich gefährden. Bei einem selbständig arbeitenden Wechselrichter werden daher gemäss der Erfindung die in Fig. 4 vorgesehenen Einrichtungen benutzt. In der Figur wird mit 1 : 3 ein Parallelwechselrichter bezeichnet, von dem nur die primäre Transformatorwicklung 14 bezeichnet wurde. Dem Wechsel- 
 EMI2.2 
 zu diesem Schalter 8 liegt, in Reihe mit einem Vorwiderstand   12,   ein weiterer Schalter 9.

   Der Schalter 8 wird durch die vom Wechselrichter erzeugte Ausgangsspannung des Transformators 14 betätigt bzw. gehalten, während die Stromspule 11 des Schalters 9 erst im Falle des Versagens der nicht gezeichneten   Kommutierungseinrichtung   vom Hauptstrom durchflossen wird. Tritt beim Versagen der Kommutierungseinrichtung das Kippen des Wechselrichters ein, so entfällt die im Transformator 14 auftretende Wechselspannung und der Schalter 8 öffnet sich. Es fliesst dann ein Strom durch den Vorwiderstand 12 und die Stromspule 11 des bisher offenen Schalters 9 nach dem Gleichrichter hin, so dass mit einer gewissen einstellbaren Verzögerung dem Wechselrichter eine gegenüber dem normalen Betrieb verringeite Gleichspannung zugeführt wird.

   Arbeitet nun der   Wechselrichter   mit dieser verringerten Gleichspannung   einwandfrei, so schliesst auch   die Spannungsspule wieder den Schalter 8 und der Normalbetrieb des Wechselrichters ist wieder hergestellt.   Zweckmässigerweise   bemisst man die Auslösezeiten der beiden Schalter 8 und 9 verschieden, u. zw. so, dass der Schalter 8 sofort nach dem Auftreten des Gleiehstromkurzsehlusses und dem Verschwinden der erzeugten Weehselspannung anspricht, während der Schalter 9 dann mit einer derartigen Zeitverzögerung geschlossen wird, dass der Kippvorgang des Wechselrichters bereits sein Ende gefunden hat.

   Das   Wiedelanlassen   des Schalters 8 geschieht dann ebenfalls mit einer gewissen Zeitverzögerung, so dass weitere, etwa bei dem Betrieb mit verringerter Gleichspannung auftretende Fehlkommutierungen stets so lange nur mit der verringerten Spannung betrieben werden, bis ein einwandfreier Betrieb wieder hergestellt ist. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Aufrechterhaltung des Betliebes von mit   Zwangskommutierungseinrichtungen   versehenen   Wechselrichtern.   auch beim fehlerhaften Arbeiten dieser Zwangskommutierungseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung der speisenden Gleichspannung in Abhängigkeit von der erzeugten Wechselspannung kurzzeitig unterbrochen wird und das Wiedereinschalten mit verminderter Gleichspannung erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei parallel geschaltete Schalter in der Gleiehstromzufiihrung vorgesehen sind, von denen der als Hauptschalter und Unterbrecher (8) wirksame eine von der erzeugten Wechselspannung erregte <Desc/Clms Page number 3> Spannungsspule mit schneller Auslösung und langsamer Einschaltzeit, der "andere (9) eine vom ver- ringerten Gleichstrom durchflossene Stromspule mit langsamer Ein-und Ausschaltzeit besitzt (Fig. 4).
    3. Verfahren zur Aufrechterhaltung des Betriebes von mit Zwangskommutierungseinrichtungen versehenen elastischen Umrichtern, auch beim fehlerhaften Arbeiten dieser Zwangskommutierungseinrichtungen, dadurch gekennzeichnet, dass der Umrichter kurzzeitig starr betrieben wird, beispiels- weise indem in Abhängigkeit von dem vom Versagen der Kommutierungseinrichtung herrührenden Überstrom alle Gleichrichterimpulse der Hauptentladungsstrecken gesperrt werden. EMI3.1
AT155713D 1936-08-18 1937-08-18 Verfahren zum Betrieb von Stromrichtern. AT155713B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE155713X 1936-08-18

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT155713B true AT155713B (de) 1939-03-10

Family

ID=5677251

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT155713D AT155713B (de) 1936-08-18 1937-08-18 Verfahren zum Betrieb von Stromrichtern.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT155713B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102016215974B4 (de) Adaptive Synchrongleichrichtersteuerung
CH663122A5 (de) Stromversorgungsvorrichtung fuer einen wechselstromverbraucher.
EP0152579B1 (de) Vorrichtung zum Kurzschlussschutz eines Stromrichtergerätes mit GTO-Thyristoren
DE3519151C1 (de) Statischer Wechselrichter mit einer Schaltung zur Stromueberhoehung im Kurzschlussfall
DE2024785B2 (de) Einrichtung zum Abschalten von Gleichstrom-Hochspannungsleitungen
DE1488859A1 (de) Schutzeinrichtung fuer Asynchronmotoren speisende Wechselrichter
DE102012208416A1 (de) Stromversorgungseinrichtung in einer elektronischen Anlage sowie deren Stromversorgungsverfahren und elektronische Anlage
AT155713B (de) Verfahren zum Betrieb von Stromrichtern.
DE2856268A1 (de) Gleichstromversorgung
DE3221831A1 (de) Thyristor-anordnung
DE734342C (de) Verfahren zur Sicherung der Kommutierung von Wechselrichtern und Umrichtern
DE706244C (de) Kontaktumformer
DE1808489A1 (de) Statischer Leistungsumformer mit variabler Kommutierungsreaktanz
DE665071C (de) Einrichtung zur Kommutierung von gittergesteuerten Dampf- oder Gasentladungsstrecken
AT127291B (de) Einrichtungen zur selbsttätigen Auslösung von Schutzmaßnahmen bei Rückzündungen in Quecksilberdampfgleichrichtern.
EP0066639A1 (de) Schutzbeschaltung von Thyristoren eines Wechselrichters in Schienenfahrzeugen
DE4040247A1 (de) Schnellabschaltende stromrichter-gleichstromversorgung
DE1073617B (de) Schutzschaltung für Transistoren im Wechselrichterbetrieb
DE655925C (de) Einrichtung zur Erzielung eines Spannungsabfalles bei Gleichrichteranlagen in Sechsphasenschaltung mit Saugtransformator
DE642460C (de) Anordnung zum Abschalten eines vorzugsweise mit dampf- oder gasgefuellten Entladungsstrecken arbeitenden Umrichters mittels Gittersteuerung
DE712811C (de) Anordnung fuer durch eine Wechselspannung gespeiste Stromkreise mit gittergesteuerten Entladungsstrecken
AT159771B (de) Verfahren zum Unterbrechen des Stromes in mehranodigen Stromrichtern.
AT158789B (de) Schaltung mit einer oder mehreren als Gleichrichter benutzten gasgefüllten Relaisröhren.
AT157066B (de) Verfahren zur Erzeugung einer konstanten oder innerhalb kleiner Grenzen regelbaren Ausgangsspannung von Stromrichteranordnungen.
AT131032B (de) Anordnung zum möglichst funkenlosen Abschalten von Induktivitäten.