AT155772B - Wellenfilter. - Google Patents

Wellenfilter.

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AT155772B
AT155772B AT155772DA AT155772B AT 155772 B AT155772 B AT 155772B AT 155772D A AT155772D A AT 155772DA AT 155772 B AT155772 B AT 155772B
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AT
Austria
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bridge
resonance
circuits
wave filter
flywheel
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English (en)
Inventor
Gerhard Dr Ing Haesler
Original Assignee
Aeg
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  • Filters And Equalizers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Wellenfilter. 



    In der Fernmeldetechnik werden zur Aussiebung einzelner Frequenzkanäle aus einem Frequenzgemisch sogenannte Wellenfilter benutzt. Diese Wellenfilter besitzen einen Durchlassbereich und einen oder mehrere Sperrbereiehe. In den Sperrbeieiehen sollen die Filter möglichst wenig durchlassen, also eine möglichst grosse Sperrdämpfung besitzen. Um dies zu erreichen, bemisst man die Wellenfilter bekanntlich so, dass in dem oder den Sperrbereichen mehrere in bestimmter Weise verteilte Dämpfungspole vorhanden sind. Mit Dämpfungspolen bezeichnet man diejenigen Stellen der Dämpfungskurve im Sperrbereich, an denen die Dämpfung sehr gross, theoretisch unendlich gross wird. 



  Solche Wellenfilter können auf verschiedene Weise realisiert werden. So können sie aus Brückenoder äquivalenten Schaltungen aufgebaut werden. Bei diesen Schaltungen kommen die Dämpfungpole dadurch zustande, dass bei diesen Frequenzen die Brücke genau abgeglichen ist. Auf diese Art lassen sich theoretisch mehrere Dämpfungspole in dem oder den Sperrbereichen erzeugen. In der Praxis hat es sich aber gezeigt, dass es, wenn mehrere Dämpfungspole gefordert werden, nahezu un-   
 EMI1.1 
 

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 kreise werden dabei im andern   Brückenzweig   durch passend bemessene Ohmsche   Ersatzwidprstände   nachgebildet. 



   In der Fig. 2a ist das dem   #-Glied   der Fig. 1 äquivalente Brückenglied dargestellt. Es besitzt denselben Wellenwiderstand wie das   1t-Glied.   An den Klemmen   1,   l'wird die Energie zugeführt und an den Klemmen 2, 2'abgenommen. An dem symmetrischen Differentialübertrager Ue sind die beiden völlig gleichen Schwungradkreise   81   und   8z   angeschlossen. Bestände das Filter nur aus diesen Schaltelementen, so würde es bei allen Frequenzen infolge der Gleichheit der beiden Schwungradkreise ab- 
 EMI2.1 
 nur bei den Dämpfungspolen der Sperrbereiche zur Auswirkung kommen zu lassen, werden parallel zu dem Schwungradkreis   82   die beiden in Reihe geschalteten Schwungradkreise S3 und S1 gelegt. 



   In Fig. 2b zeigt die ausgezogene Kurve den Verlauf der   Dämpfung eines Bandpasses nach   Fig.   l.   die gestrichelte Kurve den   Dämpfungsverlauf   des   verbesserten Brückengliedes der Fig. 2@.   An den Anti- resonanzstellen dieser Kreise wird ihr Widerstand sehr gross und also dadurch der Nebenschluss zu dem Schwungradkreis   82   aufgehoben. Um einen ausreichenden Abgleich des Filters bei diesen Fre- quenzen herbeizuführen, liegt ohne Rücksicht auf eine Beeinflussung des Filters im   Spen'bereieh   parallel zu dem Schwungradkreis 81 ein Ohmscher Widerstand R, der dem Antiresonanzwiderstand der Sehwungradkreise   83   und   84   entspricht.

   Diese Kreise müssen daher, damit ihr Widerstand nach- - gebildet werden kann, bei den Antiresonanzfrequenzen denselben Widerstand besitzen. Durch die
Parallelschaltung des   Widerstandes,} " zu   einem der beiden Schwungradkreise, kann diese Gleichheit erzwungen werden. Werden besonders hohe Anforderungen an das Filter gestellt, so wird der Blind- . widerstand des Schwungradkreises   81.   bei der Antiresonanzfrequenz des Schwungradkreises 83 durch einen zu dem   Sehwungradkreis   in Serie geschalteten Schwungradkreis nachgebildet.

   Dieser Schwungradkreis ist so zu bemessen, dass er den Blindwiderstand des   Sehwungradkreises     83   bei der Antiresonanz- frequenz des Schwungradkreises   84   und die Blindkomponente des Schwungradkreises   83 bei   der Anti- resonanzfrequenz des Schwungradkreises   84   nachbildet. In der Zeichnung ist dieser Schwingungs- kreis nicht dargestellt. 



   Die Erfindung bezieht sich aber nicht nur auf die oben besprochenen Schaltungen, sondern kann ebenso auch auf Schaltungen mit Reihenresonanzkreisen angewendet werden. In der Fig. 3 ist ein Kettenglied in T-Schaltung dargestellt, bei dem im Längs-und Querzweig Reihenresonanzkreise liegen. Die Fig. 4 stellt die äquivalente Brückenschaltung dar. Die Energie wird wieder an den
Klemmen   1,   l'zugeführt. An dem Differentialtransformator   Ue   sind die beiden Serienresonanzkreise   81 und 82 angeschaltet.   In Reihe mit   82   liegen zwei weitere Serienresonanzkreise   83   und   So,   die bei den Polfrequenzen einen verschwindend kleinen Ohmschen Widerstand besitzen.

   Dieser kleine Widerstand wird bei der andern Seite der Brücke durch den Ohmschen Widerstand   R   nachgebildet. 



   Um den Resonanzwiderstand der beiden Reihenresonanzkreise gleichzumachen, kann in Reihe mit dem einen ein entsprechender Widerstand r eingeschaltet werden. Wird ein äusserst genauer Abgleich verlangt, so muss in analoger Weise wie bei dem oben besprochenen Beispiel die Blindkomponente 
 EMI2.2 
 der Brücke nachgebildet werden. An den Klemmen 2 und 2'wird die Energie dem Filter entnommen. 



   Bei der Realisierung der vorstehend beschriebenen Schaltungen gemäss der Erfindung tritt nun jedoch insofern eine gewisse Schwierigkeit auf, als der zur Anschaltung der Brückenglieder an das übrige Filter verwendete Differentialübertrager als sogenannter idealer Übertrager ausgebildet sein muss, d. h.   als Übertrager, durch   dessen Anschaltung   die Wellenwiderstandsverhältnisse   des Filters nicht geändert werden. Ein solcher idealer Übertrager muss eine ausserordentlich hohe Induktivität erhalten. Bei der Realisierung eines solchen Übertragers ist es aber nicht möglich, die Wicklungen so auszuführen, dass keinerlei Streuinduktivitäten auftreten.

   Diese   Streuinduktivitäten   beeinflussen ihrerseits wieder die in den Brückenzweigen liegenden Reaktanzen und damit den Abgleich des Brückengliedes und sind deshalb unerwünscht. 



   Gemäss der weiteren Erfindung werden diese Schwierigkeiten dadurch behoben, dass die Anschaltung des Brückengliedes an eine im Wellenfilter an sich vorhandene Induktivität vorgenommen ist. 



   Fig. 5 zeigt eine beispielsweise Anordnung gemäss der weiteren Erfindung. An ein Kettenglied 
 EMI2.3 
 kreisen im Längszweig besteht, ist an die Induktivität L des zweiten Querzweiges das Brückenglied angeschlossen, das die dem Durchlassbereich zunächstliegenden Dämpfungspole bewirkt. Die Anschaltung erfolgt so, dass wiederum zwei Zweige des Brückengliedes durch zwei gleich grosse Teile der 
 EMI2.4 
 identischen Schwungradkreisen   81   und   ; Sa, ferner   aus zwei auf die Frequenzen der gewünschten Dämpfungspole abgestimmten Schwungradkreisen 83 und 84 und aus einem Ohmschen   Widertand   R, der gleich den gleich grossen Widei ständen der Schwungradkreise   83   und   84   bei deren Resonanzfrequenzen ist. 



   Bei der in Fig. 5 dargestellten Schaltung kann man um ein bis zwei   Grössenordnungen   kleinere   Induktivitäten zur Anschaltung des Brückengliedes verwenden, als sie ein idealer Transformator besitzen müsste. Infolgedessen sind auch die störenden Streuinduktivitäten wesentlich geringer.   

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   Die vorstehend beschriebene Art der Anschaltung des Brückengliedes ist nicht auf das dar- gestellte Beispiel beschränkt. Sie lässt sich bei allen Filtern in Kettenleiterschaltung verwenden, deren einzelne Kettenglieder beliebige Gestalt haben können. Wichtig ist nur, dass man stets das Filter in
Kettenleiterschaltung so ausbildet, dass es mit einem Querzweig endet, der eine Induktivität enthält. 



  Es ist im übrigen auch nicht erforderlich, dass diese Induktivität, wie es in der Figur dargestellt ist, als Spartransformator geschaltet ist, vielmehr kann das   Brückenglied   auch über eine getrennte Wick- lung angekoppelt sein. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aus mehreren Gliedern in   Kettenschaltung   bestehendes Wellenfilter mit mehreren Dämpfungs- polen im Sperrbereich, dadurch gekennzeichnet, dass das oder diejenigen Kettenglieder, welche die der oder den Grenzfrequenzen nächstgelegene Dämpfungspole bewirken, als Brückenglieder ausgebildet sind, bei denen das   Brückengleichgewicht   bei den Polfrequenzen dadurch hergestellt wird, dass Schwin- gungskreise, die in einem der Brückenzweige bei diesen Frequenzen sich in Resonanz oder Antiresonanz befinden, im andern Brückenzweig durch Ohmsche Widerstände nachgebildet werden.

Claims (1)

  1. 2. Wellenfilter nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass beim Vorhandensein von mehreren Sehwingungskreisen in einem Brückenzweig, die bei verschiedenen Polfrequenzen in Resonanz oder Antiresonanz kommen, einen oder mehreren dieser Kreise Ohmsche Widerstände derart zugeschaltet sind, dass alle Kreise den gleichen Resonanz-bzw. Antiresonanzwiderstand haben.
    3. Wellenfilter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an den Pol- frequenzen vorhandene Blindkomponente der in einem Brückenzweig vorhandenen gerade nicht in Resonanz bzw. Antiresonanz befindlichen Schwingungskreise auf der andern Seite der Brücke durch eine Reaktanz nachgebildet wird.
    4. Wellenfilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Brückenglied an einen Quer- zweig des übrigen Teiles des Wellenfilters angeschaltet ist, der eine Induktivität enthält, die zur An- schaltung des Brückengliedes als Differentialübertrager ausgebildet ist. EMI3.1
AT155772D 1936-12-09 1937-11-03 Wellenfilter. AT155772B (de)

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