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Es ist bekannt, die den Kontakt unterbrechenden Stellen an elektrischen Maschinen und Geräten durch Kondensatoren zu überbrücken, die dann einen Kurzschluss für die hochfrequenten Storschwin- gungen bilden und eine störende Ausstrahlung über das Netz verhindern. Man hat ferner bereits fest- gestellt, dass bei der Entstörung elektrischer Maschinen durch Kondensatoren die Entstörungswirkung besonders günstig ist, wenn man gleichzeitig mehrere Kondensatoren verschiedenen Suheinwider- standes als Kondensatorkette, d. h. in Parallelschaltung benutzt, so dass ein möglichst breites Frequenzband der Störschwingungen erfasst wird. Diese günstige Wirkung kann jedoch durch zu lange Verbindungsleitungen zwischen den Störschutzmitteln und durch solche zwischen dem Störer und den Entstörungsmitteln wieder unwirksam werden.
Zu lange Verbindungsleitungen strahlen nämlich nicht nur die Störschwingungen wieder aus, indem sie als Antennengebilde wirken, sondern die In- duktivität der Leitungen erhöht auch die schädlichen Impedanzen des Störschutzaggregates gegen hochfrequente Störschwingungen.
Bei dem erfindungsgemässen Entstörungsgerät, das aus in einem gemeinsamen Gehäuse untergebrachten parallel geschalteten Kondensatoren verschiedenen Scheinwiderstandes und gegebenenfalls Drosselspulen und Widerständen besteht, sind zur Verringerung des Einflusses der Induktivität der Leitungen zwischen Störer und Entstörungskondensator die Kondensatoranschlüsse an zwei durchgehende, vom Strom des Störers durchflossene Anschlussschienen angeschlossen.
Diese Anschluss- schienen besitzen an ihren Enden einerseits geeignete Klemmen zum Anschluss der ankommenden Netzleitungen und anderseits zum Anschluss der zum Störer führenden Leitungen Vorzugsweise wird eine Kombination mehrerer Kondensatoren gestaffelter Kapazität zur Drosselung eines gewünschten Frequenzbereiches gewählt, wobei ein Element eine resultierende Kapazität in der Grössenordnung von O'l u. F und das andere Element eine resultierende Kapazität in der Grössenordnung von 1 u.. F und grösser als l u,. F besitzen kann.
Durch die Anordnung der Störschutzmittel in einem Anschlussgehäuse und die erwähnte Ausbildung des letzteren werden die Zuleitungen der stromdurchflossenen Netzleitung zwangläufig so kurz wie möglich gehalten. Hiedurch wird ferner eine ausserordentlich leichte Installation ermöglicht, während irgendwelche Eingriffe am Störer selbst, beispielsweise Konstruktionsänderungen des Motorgehäuses oder irgendwelche Umschaltungen nicht erforderlich sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt ein Entstörungsgerät mit einfacher Kabel-oder Rohreinführung in einer Draufsicht bei abgenommener Schutzkappe ; Fig. 2 zeigt die Schutzkappe in Ansicht von vorn.
Auf einer Grundplatte 1 sind zwei Anschlussschienen 2 angeordnet, die beiderseits mit geeigneten Kontakteinrichtungen, z. B. Schraubklemmen, versehen sind, durch die auf der einen Seite die ankommende Netzleitung 3, auf der andern Seite die zum Störer führende Leitung 4- angeschlossen ist.
Die eigentlichen Entstörungskondensatoren , 6 usw. mit verschiedenen Scheinwiderständen , ; usw. sind mittels Kontaktlasche oder Drähten an die Stromschienen 2 angeschlossen. Die Grösse der Kapazität der verschiedenen Glieder der Kondensatorenkette richtet sich nach der Art und Stärke der Störungen, jedoch hat sich für die meisten Störfelder als günstiger Wert eine Kombination als zweckmässig erwiesen, bei der zwei Kettenglieder in induktionsarmer Ausführung gewählt werden.
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Einer der Kondensatoren besitzt vorzugsweise eine Kapazität von 0'1 F für die Unterdrückung der Störungen der niederen Wellen bis etwa 600 m. Der andere Kondensator wird vorzugsweise mit einer
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oder mit der Erde erforderlich ist, kann die Verbindung dieser beiden Teilkapazitäten als Mittelabgriff dienen. Zum Anschluss solcher Verbindungen dienen Kontaktstücke 9.
Die beiden Anschlnssschienen 2 können auch gleichzeitig zum Anschluss eines Entladewiderstandes y dienen. Vorzugsweise sind die Anschlussschienen 2 zum Einbau von Sicherungen 8 für die zu entstörenden Geräte unterbrochen, die nach der Netzseite zu vorgesehen sind, damit sie auch bei einem Durchschlag eines Kondensators ansprechen. Die ganze Einrichtung ist durch eine Schutzkappe 10 berührungssicher abgedeckt, welche mit geeigneten Rohr-oder Kabeleinführungen versehen ist. Für feuchte oder explosionsgefährdete Räume ist das Gerät oder der Kondensator wasserdicht bzw. explosionssicher ausgeführt. Die Schaltung der Kondensatoren ist ohne weiteres aus der Fig. 1 zu entnehmen.
Durch den Anschluss der Kondensatoren unmittelbar an die durchgehenden Stromschienen wird zwangläufig jede die Entstörungswirkung nachteilig beeinflussende Stromschleife oder zu lange Verbindungsleitung vermieden.
An Stelle oder ausser den Kondensatoren können auch andere Entstörungselemente, wie Hoch- rrequenzdrosselspulen, Ohmsche Widerstände usw., in dem Gehäuse untergebracht werden.
Die Entstörungselemente sind dank ihrer lösbaren Befestigung in dem Schutzkasten aus- tauschbar, so dass die Entstörungselemente entsprechend der'Anpassung an die störende Maschine od. dgl. ausgewechselt werden können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Entstörungsgerät, bestehend aus parallel geschalteten Kondensatoren verschiedenen Schein- widerstandes und gegebenenfalls Drosselspulen und Widerständen, die in einem Gehäuse untergebracht sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verringerung des Einflusses der Induktivität der Leitungen zwischen Störer und Entstörungskondensator die Kondensatoranschlüsse an zwei durchgehende, vom Strom des Störers durchflossene Anschlussschienen (2) angeschlossen sind, die an ihren Enden einerseits geeignete Klemmen zum Anschluss der ankommenden Netzleitungen und anderseits zum Anschluss der zum Störer führenden Leitungen besitzen.