AT156217B - Bügelordner bzw. Hefter. - Google Patents

Bügelordner bzw. Hefter.

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AT156217B
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Andre Lucien Martin
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Andre Lucien Martin
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Description


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  Bügelordner bzw. Hefter. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft Vervollkommnungen an Ordnern für zeitweilig lose Blätter, bei welchen die Haltebügel auf den beiden gegenüberliegenden Schenkeln von zwei starren Winkel- stücken befestigt sind (oder auf   solchen Winkelstücken ähnlichen   Teilen), die mit ihren anderen Schenkeln mittels Scharnier verbunden sind, wobei die erwähnten Bügel konzentrisch zum Scharnier gebogen sind. 



   Bei Ordnern dieser Art ist es nicht möglich, die Blätter flach auf die   Deckel Åauszubreiten,   wenn diese in derselben Ebene liegen wie das Scharnier, das die beiden   Rückenteile   verbindet, da die Ränder der eingelegten Blätter niemals richtig übereinander zu liegen kommen, wie gross auch immer ihre Anzahl sein möge. 



   Die vorliegende Erfindung macht es sieh daher vor allem zur Aufgabe, diesen Nachteil an
Ordnern mit gelenkig gebrochenem Rückenteil zu beseitigen und ermöglicht es ausserdem, die viel Platz beanspruchende Riegelvorrichtung fortzulassen. 



   Die Erfindung kann ferner ebenso an gewöhnlichen Ordnern mit festen Bügeln wie an Ordnern mit versetzbaren oder verschiebbaren Bügeln Anwendung finden. 



   Fig. 1-5 stellen beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dar. Fig. 1 ist eine Teilansicht eines flach geöffneten Ordners gemäss der Erfindung im Aufriss. Fig. 2 ist eine entsprechend teilweise Draufsicht bei herausgenommenen Blättern. Fig. 3 ist eine der Fig. 1 entsprechende Ansicht, wobei aber die Bügel gespreizt sind, um Blätter einsetzen oder herausnehmen zu können. 



  Fig. 4 ist eine teilweise Endansicht eines offenen Ordners, bei dem die Blätter nicht dargestellt sind. 



  Fig. 5 ist eine entsprechende teilweise Draufsicht. 



   Erfindungsgemäss wird der Rückenteil der Ordner von zwei Scharnierteilen 7 gebildet, welche die Bügel 8 tragen, und an denen unmittelbar die flachen Deckel 9 angelenkt sind. 



   Bei dem Beispiel der Fig. 1-3 werden die Scharnierteile 7 von   rechteckigen Plättchen   aus Pappe, Holz, Metall od. dgl. gebildet, die in einem Überzug aus einem widerstandsfähigen Gewebe eingehüllt sind, der auch die beiden Deckelteile 9 des Ordners bedecken kann. Dieser Überzug bildet bei 10 und 11 Scharnierachse ; er kann selbst aussen noch mit einem Belag aus irgendeinem geeigneten Stoff (wie Leder oder Kunstleder z. B.) bedeckt werden. 



   Die Haltebügel 8 für die Blätter werden starr auf den   Seharnierteilen   7 befestigt. Sie werden beispielsweise auf Metallsohlen 12 aufgeschweisst, die auf den Seharnierteilen 7 aufgenietet sind. Vorzugsweise schliessen die Innenränder der Sohlen 12 bei 14 fugendicht derart aneinander, dass sie einen Anschlag bilden, der sich einer relativen Verschiebung der   Seharnierteile   7 in Richtung der in Fig. 1 gezeigten Pfeile widersetzt. 



   Wie bei den bekannten Ordnern mit gelenkig gebrochenem Rückenteil, sind die Bügel 8 konzentrisch zur Scharnierachse 10 des Rückenteiles gebogen und in zwei gegenüberstehende Gruppen unterteilt. 



   Wenn der Ordner, wie in Fig. 1 gezeigt, auf einer ebenen Fläche aufgeklappt ist, so sieht man, dass die beiden Scharnierteile 7 sowie die   Deckelfläche   9 in einer Ebene liegen und dass die Blätter 15 in zwei Gruppen geteilt werden können, die ebenfalls völlig flach liegen. Die Bügel 8 halten die Blätter fest, die man von einer Blättergruppe zur andern bringen kann, ohne dass sie sich herauslösen. Sie sind dabei auf ihrer gesamten Oberfläche zugänglich einschliesslich der Randzone, die zur Durchführung der Bügel gelocht ist. 

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   Um die Bügel zu spreizen, damit Blätter eingesetzt oder herausgenommen werden können, braucht man nur die   Deckelflächen   9 an ihren Rändern anzufassen und in Richtung der Scharnierachse 10 zu drücken, d. h. in Richtung der in Fig. 3 gezeichneten Pfeile. Die Scharnierteile 7 steigen dabei senkrecht zu den Deckeln 9 hoch und legen sich Rücken an   Rücken   gegeneinander. Die Bügel 8 werden auf diese Weise gespreizt und gestatten das Einführen oder Herausnehmen von Blättern. Um die Bügel 8 wieder einander zu nähern, braucht man nur auf die Deckel 9 in Richtungen einzuwirken, die den Pfeilen der Fig. 3 entgegengesetzt sind. 



   Um die Bewegung zu erleichtern, durch welche die Scharnierteile 7 in die Lage gebracht werden können, die sie in Fig. 3 einnehmen, ist es zweckmässig, die Sohlen oder Unterlagsplatten 12 derart 
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 der Scharnierteile in Richtung der in Fig. 1 gezeichneten Pfeile widersetzen. 



   Man kann auch zu demselben Zweck den Rückenteil des Ordners derart ausbilden, dass die Scharnierteile 7 nicht in derselben theoretischen Ebene liegen, sondern untereinander einen stumpfen Winkel bilden. Ein Ausführungsbeispiel dieser Art ist in Fig. 4 und 5 gezeigt. Bei diesem Beispiel sind die Scharnierteile, welche den Rücken des Ordners bilden, ganz metallisch, und die Sohlen oder Unterlagen 12, welche die Bügel 8 tragen, werden auf ihrer Innenseite vorzugsweise durch elektrische Schweissung angesetzt. Die Verbindung mit den   Deckelfläche   9 des Ordners, die aus irgendeinem 
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 Scharnierteile 7 angelenkt sind und an den Plättchen 16 festgenietet werden.

   Die Ränder 14 der   Sohlen 12   sind derart angeordnet und ausgebildet, dass sie gegeneinander stossen und dabei die Scharnierteile 7 leicht nach dem Innern des Ordners geneigt halten. Wenn dieser flach geöffnet ist, wie Fig. 4 zeigt, so legt sieh das Gelenk 10 in den prismatischen Raum, der durch die Auflagefläehe 15 und die Scharnierplatten 7 begrenzt wird, und wenn die Deckelplatte 9 in Richtung der Pfeile gedrückt werden, so steigen die Scharnierteile 7 sofort hoch, um sich Rücken an Rücken zu legen, wie in Fig. 3 dargestellt ist. 



   In der   Draufsieht   der Fig. 5 sind strichpunktiert die Sohlen 16 und die Bügel 8 dargestellt. 



  Dieses System, das unabhängig ist, kann beim Transport ebenso wie die von den Platten 9 und den Scharnierteilen 7 und 91l gebildeten Deckel getrennt verpackt werden. Diese Deckel können gefalzt werden, indem man die Scharnierteile 7 zwischen die Platten 9 schiebt ; so kann das Ganze mit geringem Raumbedarf befördert werden. Darauf werden die Unterlagsplatten oder Sohlen 12 bei Empfang der Ware auf den Scharnierteilen 7 aufgesetzt und beispielsweise durch elektrische   Schweissung   befestigt. 



   Wie bereits erwähnt, lässt sich die Erfindung ebensogut für Ordner mit festen Bügeln (wie den soeben beschriebenen Ausführungsformen) wie für Ordner mit verstellbaren Bügeln anwenden. Die Ausführungsform gemäss Fig. 4 und 5 mit metallischen Scharnierteilen eignet sieh besonders für diese letztere Anwendung. Die   Seharnierteile   7 werden zu diesem Zweck mit freiem Spiel in der Längsrichtung zwischen den Teilen 17 des Gelenks derart verbunden, dass sie sich axial relativ verschieben lassen, wodurch die Bügel 8 verstellt werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Bügelordner bzw. Hefter mit gelenkig gebrochenem Rückenteil, deren Deckel mit den äusseren Rändern der ebenen Teile, die den Rücken bilden, verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltebügel (8), die in bekannter Weise kreisbogenförmig konzentrisch zum Scharnier (10), das die beiden Teile   (7)   des Rückens miteinander verbindet, angeordnet sind, unmittelbar an den Innenrändern der Teile (7) angebracht sind.

Claims (1)

  1. 2. Bügelordner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltebügel (8) od. dgl. der Blätter auf Plättchen (12) befestigt sind, die auf die beiden angelenkten Teile (7) aufgesetzt sind. welche den Rücken des Ordners bilden, wobei die inneren Ränder (14) jener Plättehen (12) an der Stelle des mittleren Gelenkes (10) in enger Berührung stehen.
    3. Bügelordner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Teile (7) des Rüekens untereinander durch kurze Scharnierröllchen (17) verbunden sind, die ein Spiel in der Längsrichtung zuirssen und in bei andern Ordnern bekannter Weise eine Verstellung der Bügel (8), die unmittelbar an den Teilen (7) befestigt sind, gestatten.
AT156217D 1936-05-29 1937-05-24 Bügelordner bzw. Hefter. AT156217B (de)

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