AT156435B - Verfahren zur Herstellung von Zahnpasten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Zahnpasten.

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  Verfahren zur Herstellung von Zahnpasten. 



   Es ist bekannt, Zahnpasten, Mineralwässer bzw. Mineralwasserprodukte beizugeben, insbe-   sondere Karlsbader Sprudelsalz. (Österr. Patentschrift Nr. 27649. ) Bei letzterer Paste sind das Glauber-   salz vermischt mit Karbonaten die wirkenden Bestandteile. Die vorliegende Erfindung aber ist gekennzeichnet durch den Zusatz der Badener Schwefelquellen (Baden bei Wien), die Kochsalz, Sulfate, ins-   besondere Natriumthiosulfat,   und freien Schwefelwasserstoff enthalten. Es wurde auf Grund wiederholter praktischer Versuche gefunden, dass das Spülen der Mundhöhle mit Badener Thermen hervorragend entzündungshemmend und entzündungslösend wirkt. Es wurde weiters gefunden, dass bei dem Gebrauch der Therme zum Spülen des Mundes Beläge auf den Zähnen, Zahnfleisch, Zahnhals sich auflösen und verschwinden. 



   Insbesondere hören die mit den Entzündungen verbundenen Schmerzen auf, das gequollene, oft blutende, gerötete Zahnfleisch wird rein, glatt und entzündungsfrei, und die Blutungen hören auf. 



  Die Ursache dieser Wirkungen ist auf Grund der Erfahrungen des Erfinders in dem Gehalt der Badener Thermen an Schwefel und seinen Verbindungen zu suchen. 



   Die praktische Verwertung der Badener Mineralquellen als Zusatz zu Zahnpflegemitteln ist aber durch den Umstand behindert, dass einerseits durch den Gehalt dieser Thermen an freiem Schwefelwasserstoff der Geschmack der damit hergestellten Zahnpflegemittel empfindlich beeinträchtigt wird und anderseits die üblichen metallischen Behälter für Zahnpasten durch Schwefelwasserstoff geschwärzt werden. Die einfachste Methode, den Schwefelwasserstoff aus den Thermen durch andauerndes Kochen zu entfernen, hat den Nachteil, dass dadurch der Grundgehalt der Therme durch Entweichen auch anderer Verbindungen geändert und entwertet wird. Die dieser Erfindung zugrunde liegende Methode, der rasch erhitzten Therme durch Beigabe von Natriumbicarbonat den Schwefelwasserstoff zu entziehen, bietet die Gewähr, den Grundgehalt der Therme mit seinen wertvollen Schwefelverbindungen zu erhalten.

   Als Beispiel sei angeführt :
1   I   der Therme (Badener Schwefelquelle) wird bis zum Kochen erhitzt ; bei Zugabe von 5 g Natriumbicarbonat erfolgt ein plötzliches Aufbrausen, ein Vorgang, bei dem auch der Schwefelwasserstoff entweicht. 



   Wie aus der von Schwefelwasserstoff befreiten Therme eine Zahnpaste hergestellt wird, sei in folgenden Beispielen erörtert :
Beispiel 1 : 1300 g Schlemmkreide, 230 g Seifenpulver,   110   Natriumbicarbonat, 1300   g   Glyzerin, 80 g Pfefferminzöl, 180 g von Schwefelwasserstoff befreite Therme. 



   Beispiel 2 : Im allgemeinen zu : 1650 g Masse, 1300   g Glyzerin, 80 g ätherisches   Öl,   180 g   von Schwefelwasserstoff befreite Therme. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Zahnpasten unter Zusatz von Mineralwässern und Mineralwasserprodukten, dadurch gekennzeichnet, dass als Zusatz schwefelhaltige Badener Mineralwässer (Mineralwasserprodukte) verwendet werden, aus welchen durch Zusatz von Natriumbiearbonat zu dem zum Kochen erhitzten Mineralwasser der freie Schwefelwasserstoff ausgetrieben worden ist. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT156435D 1937-06-25 1937-06-25 Verfahren zur Herstellung von Zahnpasten. AT156435B (de)

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