AT156541B - Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit Mehrradlenkung. - Google Patents

Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit Mehrradlenkung.

Info

Publication number
AT156541B
AT156541B AT156541DA AT156541B AT 156541 B AT156541 B AT 156541B AT 156541D A AT156541D A AT 156541DA AT 156541 B AT156541 B AT 156541B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
steering
wheels
motor vehicles
wheel
frame
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Audi Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Audi Ag filed Critical Audi Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT156541B publication Critical patent/AT156541B/de

Links

Landscapes

  • Steering-Linkage Mechanisms And Four-Wheel Steering (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit Mehrradlenkung. 



   Die Erfindung bezieht sich auf eine Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit wahlweiser All- radlenkung, bei der das Lenkgestänge für die Hinterräder durch eine nur in der Normalstellung der
Räder verstellbare Wechselkupplung mit dem Lenkgestänge für die Vorderräder oder mit dem Rahmen kuppelbar ist. 



   Bei den bekannten Lenkvorrichtungen dieser Art ist die Verstellvorriehtung für die Wechsel- kupplung starr ausgebildet. Der Übergang von einer Lenkart in die andere ist in diesem Falle nur dann möglich, wenn die Räder gerade in der Normalstellung stehen. Beim Übergang von einer Lenk-art in die andere muss der Fahrer also zuerst fühlen, ob die   Wechselkupplung   überhaupt verstellbar ist, damit das an die Lenkung anschliessende oder von dieser zu lösende Radpaar nicht lenkungslos wird. Der Übergang von einer Lenkart in die andere setzt also eine gewisse Geschicklichkeit des Fahrers voraus und erfordert ein längeres Lenkmanöver, ehe der Wechsel der Lenkart auch wirklich zustandekommt. 



   Demgegenüber besteht das Neue der Erfindung darin, dass die Verstellvorrichtung für die Wechselkupplung unabhängig von der Stellung der Räder bedient werden kann. Der Fahrer hat dadurch die Möglichkeit, den Wechsel der Lenkart einzuleiten, ohne   Rücksicht   darauf, ob die Wechselkupplung gerade verstellbar ist oder nicht. Die Verstellung der Weehselkupplung vollzieht sich daraufhin selbsttätig in dem ersten Augenblick, in dem die Räder vorübergehend ihre Normalstellung einnehmen. Der Wechsel der Lenkart erfordert somit lediglich einen mechanischen Handgriff, der weder eine besondere Aufmerksamkeit noch eine besondere Geschicklichkeit des Wagenführers zur Voraussetzung hat. Dabei ist es völlig ausgeschlossen, dass die an die Lenkung angeschaltete oder von der Lenkung abgeschaltet Radgruppe etwa lenkungslos würde. 



   Gemäss der Erfindung enthält die Verstellvorrichtung der Wechselkupplung ein nach beiden Richtungen nachgiebiges Glied, das vor Übergang einer Lenkart in die andere gespannt wird. Die Schaltgabel der Wechselkupplung wird auf diese Weise zuerst in der Richtung unter Druck gesetzt, in der die Verstellbewegung erfolgen soll ; sobald die Verstellbedingungen der   Wechselkupplung   gegeben sind, wird diese unter Entspannung des nachgiebigen Gliedes selbsttätig   eingerückt   und in dieser neuen Stellung festgehalten. Ein besonderes Lenkmanöver, das die Aufmerksamkeit des Fahrers in Anspruch nehmen würde, ist hiezu nicht nötig. Die Spannung des nachgiebigen Gliedes erfolgt vorteilhaft durch einen mit einer Feststellvorrichtung versehenen Handhebel vorzugsweise vom Führerstand aus.

   Die Stellung dieses Handhebels gibt hiebei gleichzeitig die Lenkart an, mit   der-vom näehstmoglichen   Augenblick an-gefahren wird. 



   Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung hervor. 



   Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnung in Anwendung auf einen Geländewagen mit Vierradantrieb näher veranschaulicht. Es zeigt : Fig. 1 die Seitenansicht des Fahrgestells, teilweise im Schnitt ; Fig. 2 die zugehörige Draufsicht ; Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie   111-111   in Fig. 2 im vergrösserten Massstabe und Fig. 4 eine Ansicht der Schaltvorrichtung in perspektivischer Darstellung. 



   Die Vorderräder   1\, C2   und die Hinterräder   Ca, C4   werden über Quergelenkwellen   m1, m2   und   in., m4   von am Rahmen   ar, a2   befestigten Ausgleichsgetrieben angetrieben. Die Wellen   , M   und   mg,   m4 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 sind durch Kreuzgelenke   in,   mit den Ausgleichsgetrieben und durch   Doppelgelenke 1iIa mit   den in den   Achsschenkelträgern     Ca   gelagerten Treibräderwellen verbunden. 



   Die Vorderräder   Cct, C2   und die Hinterräder c3, c4 sind um Schwenkzapfen einzeln lenkbar, deren Achsen jeweilsmöglichst nach durch die Fusspunkte der Räder laufen, um die erforderliche Lenkarbeit zu verringern. Die Lenkung erfolgt durch geteilte Spurstangen tl, und und t3, t4, die einerseits an die Spurhebel ta der Achsenschkelträger ca und anderseits an die mittels der Zapfen   r an   den Rahmenquerträgern n2,n3 gelagerten Lenkhebel s2,s4 angelenkt sind.

   Die   Lenkhebel 82, 84   sind mit entgegengesetzt zueinander gerichteten, winkeligen Armen   Si, 83   versehen und durch an diese angreifende Lenkschubstangen   qi, 2, q3   derart gekuppelt, dass ein Reehtseinsehlag der Vorderräder   Cct, C2   (wie Fig. 2 zeigt) mit einem gleich grossen Linkseinschlag der Hinterräder c3,   C4   gepaart ist und umgekehrt. Hiebei wird die vordere Lenksehubstange ql über ein Lenkgetriebe 0 durch den Lenkstockhebel p in der   Wagenlängs-   richtung verstellt. Die mittleren Sahubstangen q2, q3 stehen mit   Zwischenhebeln     Ul, 112   in Verbindung, die auf einer zwischen den Rahmenlängsträgern al, a2 gelagerten Querwelle v sitzen.

   Die Querwelle ist mit einer Wechselkupplung versehen, durch die das Lenkgestänge der Hinterräder wahlweise abgekuppelt und festgestellt werden kann. Zu diesem Zweck ist der rechte Zwischenhebel   U2 auf   der Querwelle v axial verschiebbar angeordnet und mit Klauenkränzen   w"iv"versehen,   die entweder mit den Gegenklauen der auf der Welle v aufgekeilten Muffe x oder aber mit den Gegenklauen einer am Rahmenträger a1 befestigten Muffe y zum Eingriff gebracht werden können, je nachdem, ob Vierradlenkung oder Zweiradlenkung erwünscht ist. Die Verschiebung des Hebels   U2   erfolgt mittels eines in die   Führung-   nut Mi desselben eingreifenden Sehaltgestänges, das vom Führerstand aus bedient wird. 
 EMI2.1 
 Welle i befestigt ist.

   Die Welle i ist mit einem Antriebshebel h verbunden, an dessen Drehzapfen eine Doppelsperrklinke l angelenkt ist. Die Klinke   l   kann wahlweise mit den Rasten   ,   12 des Stütz- 
 EMI2.2 
 die in beiden Richtungen nachgiebig ausgebildet ist. Der Stangenteil gl ist mit einer Hülse d1 versehen, in der ein mit dem Stangenteil g2 verbundener Kolben d2 längsverschiebbar geführt ist. Kolben und Hülse sind durch zwischengelegte Federn f1, f2 gegeneinander versperrt. Die Querstange   g/i, ys   ist über einen am Rahmen a3 drehbar gelagerten Winkelhebel Cl mit einer Längsstange e verbunden. Die Längsstange e steht über einen im Rahmenteil a4 gelagerten Antriebshebel e2 mit dem Handhebel j in Verbindung. An dem Griff des Handhebels j ist eine Sperrklinke b befestigt, die einen Stift bl steuert. 



  Der Stift bl greift in Rasten z1, z2 der Rahmenteiles a4 ei. In der gezeichneten Stellung ist Vierradlenkung eingeschaltet. Die Klauen   Ms   der Muffe   Wi   stehen mit Gegenklauen der Wellenmuffe   x   in 
 EMI2.3 
 nur die Sperrklinke l aus der Raste l2 heben, die Welle i also entriegeln. In dem Augenblick nun, wo die Klauen w3 ihre Lücken finen-und dies ist nur bei Geradeausfahrt der Fall-wird die Welle i unter Entspannung der Feder 12 gedreht und die   Klauenmuffe     Mi mit   der Rahmenmuffe y zum Eingriff gebracht. Das Lenkgestänge q2,q3 der Hinterräder wird hiedurch gegenüber dem Rahmen festgestellt. Während dieses Vorganges wird die Welle i durch die Klinke l an der Raste l1 verriegelt, so dass die vollzogene Kupplung sich nicht unbeabsichtigt, z.

   B. durch   Fahrterschütterung   oder durch Einwirkung von   Seitenkräften, losen   kann. Die   Feder 12   behält eine gewisse Restspannung, um die Verriegelung der Welle i sicher   durchzuführen.   Dadurch soll insbesondere verhindert werden, dass durch gleichzeitigen Eingriff der Klauenkränze   W2, W3   ein Blockieren der Lenkung stattfindet. 



   Das nachgiebige Glied im Lenkgestänge braucht nicht als   Federschloss   ausgeführt zu werden ; es kann z. B. auch ein wechselweise auf Zug und Druck beanspruchter Gummipuffer sein. Wie die Feststellvorrichtung für den Handhebel und die Verriegelung für die Schalthebel im einzelnen ausgebildet werden, ist für die Erfindung ohne Belang. Die Merkmale der Erfindung können auch 
 EMI2.4 
 gruppen zweckmässig zu Lenkeinheiten zusammengefasst, deren   Lenkgestänge   in der geschilderten Weise miteinander kuppelbar oder über den Rahmen feststellbar sind. Der Schaltvorgang selbst erfährt dadurch keine Änderung. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit wahlweiser Allradlenkung, bei der das Lenkgestänge für die Hinterräder durch eine nur in der Normalstellung der Räder verstellbare Weehselkupplung mit dem Lenkgestänge für die Vorderräder oder mit dem Rahmen kuppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung der Wechselkupplung unabhängig von der Stellung der Räder bedienbar ist, indem die Verstellvorrichtung der Wechselkupplung ein nach beiden Richtungen nach- giebiges Glied enthält, das vor Übergang einer Lenkart in die andere unter Spannung gesetzt wird, wenn sich die Räder gerade nicht in der Nonnalstellung befinden. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellvorrichtung durch einen mit einer Feststellvorrichtung versehenen Handhebel vorzugsweise vom Führerstand aus bedienbar ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltgabel (k) der Wechsel- EMI3.1 EMI3.2
AT156541D 1936-02-14 1937-02-15 Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit Mehrradlenkung. AT156541B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE156541T 1936-02-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT156541B true AT156541B (de) 1939-07-10

Family

ID=29261238

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT156541D AT156541B (de) 1936-02-14 1937-02-15 Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit Mehrradlenkung.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT156541B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE653881C (de) Abfederung, insbesondere fuer Kraftfahrzeuge
DE2636864A1 (de) Schienenfahrzeug
DE3002354C2 (de) Zug-und Lenkvorrichtung für einen Lastzug
AT156541B (de) Lenkvorrichtung für Kraftfahrzeuge mit Mehrradlenkung.
DE3720273A1 (de) Hydraulische lenkvorrichtung fuer mehrachsige fahrzeuge
DE667943C (de) Lenkvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge mit Mehrradlenkung
DE734952C (de) Auf Raeder- oder Raupenfahrt umstellbares Fahrzeug
DE3414610A1 (de) Zugverbindung zwischen einem motorwagen und einem anhaenger eines lastzuges fuer den gueterverkehr
DE1580387A1 (de) Rueckwaertsfahrlenkung an aus Zugwagen und Anhaenger bestehenden Wagcnzuegen
DE460062C (de) Vorrichtung zum Einstellen der Fuehrungsraeder fuer die Gleisketten von Kraftfahrzeugen
DE339666C (de) Antriebsvorrichtung fuer Motorwagenzuege
DE897362C (de) Wagenzug, bestehend aus einer zweiachsigen Zugmaschine und einem zwei- oder mehrachsigen Anhaenger
DE693456C (de) Antriebsvorrichtung fuer Kraftfahrzeuge, insbesondere fuer Sportzwecke
DE1115591B (de) Lenkvorrichtung fuer einen Wagenzug
DE1076166B (de) Einrichtung zum Lenken eines Radsatzes eines Schienenfahrzeuges
DE486900C (de) Lenkvorrichtung fuer Gleiskettenfahrzeuge
DE202005008132U1 (de) Multifunktionales Anhängersystem
DE933244C (de) Lenkeinrichtung an Wagenzuegen
DE654814C (de) Mehrachsiger Lastwagenanhaenger
DE604283C (de) Lenkvorrichtung fuer eine einstellbare Achse eines Eisenbahnfahrzeugs
DE744736C (de) Schaltvorrichtung, bei der durch eine Hebelbewegung gleichzeitig mehrere Schalt- oder Kuppelvorgaenge bewirkt werden, insbesondere fuer Verteilergetriebe von Kraftfahrzeugen mit Vierradantrieb
DE610345C (de) Lenkvorrichtung fuer Anhaenger mit vier und mehr von Achsschenkeln getragenen Lenkraedern
DE427390C (de) Kupplung fuer Strassenfahrzeuge
AT110583B (de) Einrichtung zum selbsttätigen Lenken von Raupenschleppern entlang eines Geleises oder einer Leitlinie.
DE585478C (de) Lenkvorrichtung fuer Anhaenger