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Thermostat zum Konstanthalten der Frequenz quarzgesteuerter Röhrensender.
Es ist insbesondere für den Gleichwellenrundfunk erforderlich, Anordnungen zur Erzeugung einer bestimmten Grundfrequenz zur Verfügung zu haben, die imstande sind, eine äusserst genaue Frequenzkonstanthaltung zu gewährleisten. Wesentlich für die Frequenzkonstanz der verwandten Schwingelemente, z. B. der Quarze oder Stimmgabeln, ist eine sehr hohe Temperaturkonstanz, da mch geringe Temperaturänderungen von verhältnismässig grossem Einfluss auf die Frequenz des schwingenden Systems sind. Es ist bekannt, die Kristall-oder Stimmgabelanordnungen und die Schwingkreise in Thermostaten unterzubringen, die künstlich geheizt werden, um die gewünschte remperaturkonstanz zu erreichen.
Es ist auch bekannt, die Temperaturkonstanz dadurch zu erzielen, lass man die Anordnungen in Thermostaten unterbringt, die durch Eiswassermischungen auf der konstanten Temperatur des schmelzenden Eises gehalten werden. Aber alle diese bekannten Anordnungen ergeben noch nicht eine Temperaturkonstanz von der gewünschten Genauigkeit.
Es ist ferner bekannt, zur Frequenzkonstanthaltung von Piezokristallen zwei ineinandergeschachtelte Thermostaten zu verwenden, wobei der Piezokristall sich in dem innersten befindet. Der Nachteil einer solchen Anordnung besteht aber darin, dass der innere Thermostat auf sehr hoher Tem- Jeratur gehalten werden muss und dadurch unter Umständen die Isolation der spannungsfuhrenden Feile gefährdet wird. Eine hohe Temperatur für den inneren Thermostaten ist deshalb notwendig, um remperaturschwankungen in dem äusseren Thermostaten in möglichst geringem Masse auf den inneren rhermostaten einwirken zu lassen. Ausserdem muss die relative Temperaturänderung möglichst gering reiben und dies lässt sich nur dadurch erreichen, dass die Temperaturen der ineinandergeschachtelten rhermostaten stufenweise erhöht werden.
Hieraus ergibt sich zwangsläufig wieder eine hohe Tem- ) eratur für den inneren Thermostaten. Damit ist jedoch der weitere Nachteil verbunden, dass eine elative lange Anheizzeit bis zur Erzielung eines Gleichgewichtszustandes notwendig ist.
Durch die Erfindung wird dagegen ein Thermostat geschaffen, der, wie Versuche ergeben haben, : ine wesentlich höhere Temperaturkonstanz als die bekannten Anordnungen erreicht und der die Nachteile einer sehr hohen Temperatur dadurch vermeidet, dass die Thermostaten nebeneinander mgeordnet sind.
Die Erfindung ist im folgenden an einem Beispiel erläutert.
Fig. 1 zeigt den als Beispiel gewählten Thermostaten in einem Schnittaufriss, Fig. 2 in einem Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 1.
In einem Rahmen 1, der z. B. aus Winkeleisen besteht, ist ein topfförmiges Gehäuse : 2 unterbracht, dessen Querschnitt die Form einer Acht besitzt. In diesem Gehäuse sind zwei Töpfe 3 efestigt, in denen je ein Topf 4 herausnehmbar sitzt. Dieser trägt auf seiner Aussenseite eine Heizvicklung 5, die zur Verhinderung einer metallischen Berührung mit dem Topf 4 auf Stäben 6 aus Isoliernaterial gelagert ist. Zwischen dem Gehäuse 2 und den Töpfen 3 ist Wärmeisolationsmaterial 7, z. B.
Kieselgur, angeordnet.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch einen der Töpfe 4. An der Grundplatte 8 jedes Topfes 4 sind Bananenstecker 9 starr befestigt, die ihrerseits beim Einsetzen des Topfes 4 in den Topf 3 in Stecker- buchsen 10 eingreifen, die in dem Thermostaten befestigt sind und als Stromzuführungen für die in len Töpfen befindlichen Schaltelemente dienen. Jeder Topf 4 hat auf seinem Boden einen Handgriff 11, lurch den er leicht aus dem Thermostaten herausgehoben werden kann. Auf seiner Seitenwand ist lie Heizwicklung 5 an einer Stelle so gewickelt, wie Fig. 4 es zeigt, u. zw. sind die Heizdrähte 12 abwech-
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selnd unterhalb und oberhalb eines Kupferrohres 13 geführt, das gegen die Heizdrähte durch eine Schicht 14 aus Isoliermaterial isoliert ist.
In dieses Kupferrohr 13 wird ein Kontaktthermometer eingeführt. Das Kupferrohr 13 ist an einer Seite geschlitzt, so dass es federnd auf dem hineingeschobenen Kontaktthermometer aufliegt und ein guter Wärmeübergang zwischen Heizwicklung und Thermometer geschaffen ist. Jeder Topf 4 hat einen Deckel, der mit einer Heizwicklung 15 versehen ist. Diese ist in Fig. 5 gezeigt, die einen Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 3 darstellt. Die Grundplatte des Topfes 4 ist mit einer Heizwicklung 16 versehen.
Der Erfindung gemäss wird in einem der Töpfe 4 die Kristallanordnung und in dem andern die erste Verstärkerstufe untergebracht. Diese Trennung von Verstärkerstufe und Kristall hat den Vorteil, dass in dem Kristallthermostaten eine noch höhere Temperaturkonstanz erreicht werden kann, als in dem Teil für die Verstärkerstufe, da durch die Röhrenheizung dort stets Schwankungen in der Wärmezufuhr erfolgen, die eine absolute Temperaturkonstanz unmöglich machen. Durch die gemeinsame Unterbringung beider Töpfe in dem Gehäuse 2 ist ein geschlossener Aufbau der Anordnung erreicht und vermieden, dass besondere Zuführleitungen zwischen Kristall und Verstärkerstufe notwendig sind, die gleichfalls zu Störungen Anlass geben könnten, falls Kristall und Verstärker in verschiedenen Thermostaten untergebracht wären.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Thermostat zur Konstanthaltung der Frequenz quarzgesteuerter Röhrensender, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Gehäuse zwei durch Isoliermaterial von diesem getrennte Einsätze, deren einer die Kristallanordnung und deren anderer die Verstärkerstufe enthält, vorgesehen sind, deren Temperatur unabhängig voneinander gehalten wird.