AT157581B - Kapillaraktives Mittel. - Google Patents

Kapillaraktives Mittel.

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    KapiHraktives MitteL   
Es wurde gefunden, dass man die Eigenschaften solcher kalkbeständigen organischen kapillaraktiven Verbindungen, die mindestens einen höheren aliphatisehen, d. h. mindestens 8 Kohlenstoffatome enthaltenden Rest und mindestens einen endständigen oder nahezu endständigen   wasserlöslich-   machenden   Schwefelsäurerest   im Molekül besitzen, dadurch in ausgezeichneter Weise verbessern kann, dass man ihnen   wasserlösliche   Pyrophosphate zusetzt. 



   Solche Zusätze sind beispielsweise die Alkalipyrophosphate und unter diesen besonders die neutralen Alkalipyrophosphate. Geeignete Salze sind z. B. das saure Natriumpyrophosphat, das neutrale Natriumpyrophosphat und das Kaliumpyrophosphat. Auch andere   wasserlösliche   Salze der Pyrophosphorsäure, wie die Ammoniumsalze u. dgl. m., können angewandt werden. Die Salze können für sich oder im Gemisch miteinander Verwendung finden. 



   Unter höheren aliphatischen Resten sind die Reste höherer, d. h. mindestens 8 Kohlenstoffatome enthaltender Fettalkohole, also höherer Alkyle, oder höherer, d. h. mindestens 8 Kohlenstoffatome enthaltender Fettsäuren, also höherer Acyle, zu verstehen. Der Begriff "aliphatischer Rest" umfasst auch die äquivalenten cyeloaliphatischen Reste, beispielsweise die Reste von Naphthensäuren oder Harzsäuren oder der entsprechenden Alkohole. Als   wasserlöslichmaehender   Schwefelsäurerest werden beispielsweise genannt : die Sulfonsäuregruppe, die   Sehwefelsäureestergruppe,   die Thioschwefelsäureestergruppe sowie die Salze dieser Gruppen. Als Salze der genannten Schwefelsäurereste kommen vorzugsweise die Alkalisalze, wie Natrium-und Kaliumsalze sowie die Ammoniumsalze oder die Salze mit organischen Aminen zur Anwendung.

   Der   wasserlöslichmaehende   Schwefelsäurerest kann direkt oder indirekt durch Vermittlung von Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff mit dem höheren alpiphatischen bzw. cycloaliphatisehen Rest verbunden sein. 



   Geeignete Verbindungen, deren Eigenschaften durch den genannten Zusatz an Pyrophosphaten verbessert werden, sind beispielsweise die Salze folgender Verbindungsgruppen :
Die Alkalisalze der   Schwefelsäureester   höherer, d. h. mindestens 8 Kohlenstoffatome enthaltender Fettalkohole, wie die Natriumsalze der Schwefelsäureester des Oetylalkohols, des Decylalkohols, des Dodecylalkohols, des Tetradecylalkohols, des   Hexadeeylalkohols,   des Octadecylalkohols, des Oleinalkohols und ihrer Gemische, ferner die   Thioschwefelsäureester   der höheren Fettalkohole.

   Als weitere Verbindungen seien genannt die Salze von   a-sulfonsäuren   der Paraffine, wie die Salze der   Octan-a-   
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 sulfonsäure und   Octadecan-'x-sulfonsäure   oder ihre Gemische und weiterhin die Salze von   a-Sulfon-   säuren der Fettsäuren, wie das Dinatriumsalz der   Palmitinsäure-&alpha;-sulfonsäure.   Andere Verbindungen sind solche Oxyalkylsulfonsäuren, wie die ss-Oxyäthansulfonsäure, die an der Hydroxylgruppe durch höhere, d. h. mindestens 8 Kohlenstoffatome enthaltende Alkyle veräthert oder durch höhere, d. h. mindestens 8 Kohlenstoffatome enthaltende Acyle verestert sind.

   Solche Verbindungen sind beispielsweise die Natriumsalze der ss-Octyloxyäthansulfonsäure, der ss-Decyloxyäthansulfonsäure, der   B-Do-     decyloxyäthansulfonsäure,   der ss-Tetradecyloxyäthansulfonsäure, der   ss-Hexadecyloxyäthansulfonsäure   und der ss-Octadecyloxyäthansulfonsäure sowie deren Gemischen und Homologen. 



   Andere geeignete Verbindungen, deren Eigenschaften durch den genannten Zusatz an Pyrophosphaten verbessert werden, sind die Salze der   Schwefeslsäureester   oder Thioschwefelsäureester solcher Mono-oder Polyglykole und Glycerine, die teilweise durch höhere Alkylreste veräthert oder durch 

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   2.200 Gewichtsteile einer wässrigen Lösung der neutralisierten Sulfonate der Glycerinmonoäther höherer Fettalkohole, enthaltend etwa 25% Sulfonat und 13% Natriumsulfat, werden mit E-5 Gewichtsteilen Natriumsulfat und   6'5   Gewichtsteilen kalziniertem Tetranatriumpyrophosphat in der Wärme gemischt. Die Mischung wird in   üblicher   Weise in einem   Zerstäubungstrockner   vom Wasser befreit. 



  Das dabei erhaltene pulverförmige Waschmittel entfaltet in üblichen Konzentrationen eine ausgezeichnete Waschwirkung. 



   3.80 Gewichtsteile eines Gemisches der technisch reinen Natriumsalze höherer aliphatischer Sulfonsäuren, enthaltend vorwiegend das Natriumsalz der Dodekansulfonsäure, werden mit 10 Gewichtsteilen kalziniertem Tetranatriumpyrophosphat in einer Kugelmühle bis zur homogenen Vermischung vermahlen. Die erhaltene Mischung zeigt gegenüber den von Zusätzen freien Natriumsalzen der höheren aliphatischen Sulfonsäuren eine erheblich verbesserte Löslichkeit in harten Gebrauchswässern und eine verstärkte Waschkraft. 



   An Stelle des Fettalkoholsulfonats kann man auch mit gutem Erfolg andere kalkbeständige Seifenersatzstoffe, z. B. durch höhere Fettsäurereste substituierte aliphatische Aminosulfonsäure bzw. 



  Oxysulfonsäure verwenden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kapillaraktives Mittel, enthaltend Wasch-oder Emulgiermittel und Pyrophosphate, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Gemisch von kalkbeständigen organischen Verbindungen, die mindestens einen höheren aliphatischen bzw.   cycloaliphatischen,   substituierten oder unsubstituierten Rest und mindestens eine endständige oder nahezu endständige   wasserlösliehmaehende   Gruppe im Molekül besitzen, und wasserlöslichen Pyrophosphaten, gegebenenfalls im weiteren Gemisch mit andern Zusätzen, besteht.

Claims (1)

  1. 2. Kapillaraktive Mittel nach Anspruch l, gekennzeichnet durch einen Gehalt an kalkbeständigen organischen Verbindungen, die mindestens einen höheren aliphatischen bzw. eyeloaliphatisehen Rest und mindestens eine Sulfonsäuregruppe im Molekül besitzen.
    3. Kapillaraktive Mittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an kalkbeständigen organischen Verbindungen, die mindestens einen höheren aliphatischen bzw. cycloaliphatischen Rest und mindestens eine Sehwefelsäureestergruppe im Molekül besitzen.
    4. Kapillaraktive Mittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an kalkbeständigen organischen Verbindungen, die mindestens einen höheren aliphatischen bzw. cycloaliphatischen Rest und mindestens eine Thioschwefelsäureestergruppe im Molekül besitzen.
AT157581D 1933-11-15 1934-10-31 Kapillaraktives Mittel. AT157581B (de)

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