AT158949B - Höhenprüfstand für Flugmotoren. - Google Patents

Höhenprüfstand für Flugmotoren.

Info

Publication number
AT158949B
AT158949B AT158949DA AT158949B AT 158949 B AT158949 B AT 158949B AT 158949D A AT158949D A AT 158949DA AT 158949 B AT158949 B AT 158949B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
altitude
supercharger
cooler
aircraft engine
stand according
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Porsche Kg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Porsche Kg filed Critical Porsche Kg
Application granted granted Critical
Publication of AT158949B publication Critical patent/AT158949B/de

Links

Landscapes

  • Testing Of Engines (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Höhenprüfstand für Flugmotoren. 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   des Luftvolumens, welches von dem Absauggebläse zu fördern ist, wird eine Vergrösserung des Absauggebläses erforderlich ; diese Vergrösserung steht aber bezüglich des Bauaufwandes in keinem Verhältnis zu den Baukosten der bisher verwendeten grossen Kühler. Zwischen dem Kühler und dem Absauggebläse ist eine Saugdrossel vorgesehen, welche im Zusammenspiel mit der Drosselklappe, die vor der Frischluftdüse liegt, eine genaue Einregelung des Prüfstandes ermöglicht, d. h., dass durch die Einstellung der Saugdrossel und der Drosselklappe die Menge und der Zustand des vom Absauggebläse geförderten Abgasluftgemisches geregelt wird, wodurch wieder die aufgenommene Leistung beeinflusst wird. 



  Eine besonders vorteilhafte Ausbildung der Erfindung ist darin gelegen, dass die für den Flugmotor zu verdichtende Verbrennungsluft von dem durch die Abgasturbine angetriebenen Aufladegebläse über eine regelbare Drossel und eine Messblende angesaugt wird. Dadurch ist es möglich, den Druck der Verbrennungsluft vor der Vorverdichtung auf das der angenommenen Flughöhe entsprechende Mass herabzumindern. Damit werden für das Aufladegebläse diejenigen Betriebsbedingungen hergestellt, welche den jeweilig angenommenen Höhenlagen des Flugzeuges angepasst sind. Durch die beispielsweise mit einer Messblende und einem Wirkdruckmesser versehene Messstrecke ist man in der Lage, das angesaugte Luftvolumen genau zu bestimmen.

   Um die den Höhenlagen des Flugmotors im Fluge entsprechenden tiefen Temperaturen für die Verbrennungsluft zu erreichen, wird die vom Aufladegebläse geförderte vorverdichtete Luft vor dem Eintritt in den Flugmotor durch einen kleinen Kühler rückgekühlt, wodurch die kostspielige, von einer eigenen Kühlmaschine bediente, den Flugmotor aufnehmende Kühlkammer, die zudem Einstell-und Wartungsarbeiten am Flugmotor stark hindert, überflüssig wird. Dieser Kühler ist dabei so angeordnet, dass er durch ein Absperrorgan teilweise oder zur Gänze zugeschaltet werden kann, so dass eine genaue Regelung der Temperatur der Verbrennungluft sichergestellt ist.

   Durch den Gegenstand der Erfindung ist es daher möglich, einen Prüfstand herzustellen, welcher eine gedrängte und übersichtliehe Anlage sämtlicher Masehinengruppen und - vorrichtungen auf kleinstem Baume bei niedrig gehaltenem Bauaufwand gestattet, was bei den bisherigen Bauarten nicht möglich war. 



  Der Gegenstand der Erfindung ist in einem schematischen Ausführungsbeispiel in der Zeichnung näher veranschaulicht, u. zw. zeigt diese die generelle Anordnung der einzelnen Masehinengruppen und-vorrichtungen des Höhenprüfstandes. 



  Die Abgase des Flugmotors 1 strömen über eine Leitung 2 in die mit dem Flugmotor verbundene Abgasturbine. 3, wo sie Arbeit leisten. In die Abgasleitung 5, in welcher bereits durch den Betrieb des Absauggebläses 10 der der Flughöhe entsprechende Unterdruck herrscht, wird an der Stelle 6 Frischluft vor dem Kühler 8 eingeführt. Die Frisehluft dient zur Abkühlung der heissen Abgase und zur Vermehrung der vom Absauggebläse 10 angesaugten Gasmenge. Mit der Drosselklappe 7 wird die Frischluftmenge geregelt. Ein Oberflächenkühler 8 setzt die Temperatur des Abgasluftgemisches weiter bis auf ein für das Absauggebläse zulässiges Mass herab. Der Kühler 8 kann infolge der Luftbeimischung sehr klein gehalten werden. Das Absauggebläse 10 fördert das Abgasluftgemiseh über die zu dessen Mengenregelung dienende Saugdrossel 9 ins Freie.

   Die Drosselklappe 7 und die Saugdrossel 9 gestatten zusammen die Anpassung des Prüfstandes an die jeweiligen Betriebsverhältnisse des Flugmotors. Der Flugmotor 1 treibt über das der Leistungsmessung dienende Torsionsdynamometer 12 und ein Getriebe 11 das Absauggebläse 10 an. Hiebei liegt das Torsionsdynamometer 12 zwischen dem Flugmotor 1 und dem Getriebe 11 des Absauggebläses 10 ; das Torsionsdynamometer braucht somit nur für vergleichsweise niedrige Drehzahlen bemessen zu werden, wodurch es einfach wird und die Gefahr des Auftretens von Drehschwingungen weitgehend verringert erscheint. Das Aufladegebläse 4, welches von der Abgasturbine 3 angetrieben wird, saugt die Verbrennungsluft für den Motor aus dem Freien über eine Drossel 14 und eine mit einer Messblende 13 versehene Messstrecke an.

   Durch die Drossel 14 wird der Druck der Frischluft auf den der Flughöhe entsprechenden Druck herabgemindert. In der Druckleitung 15 wird dem Flugmotor 1 die vom Aufladegebläse 4 vorverdichtete Luft zugeführt. Dabei ist in diese Leitung noch ein Oberflächenkühler 16 eingebaut, der die Luft mit der im tatsächlichen Flugzustand nach dem Aufladegebläse 4 erreichten Temperaturen zuzuführen gestattet. 



  Die Erfindung ist nicht auf dieses Ausführungsbeispiel beschränkt. Mit dem Prüfstand können selbstverständlich auch Flugmotoren geprüft werden, welche betriebsmässig ohne Abgasturbine und ohne Aufladegebläse arbeiten. Auch für solche Flugmotoren können die Merkmale der Erfindung sinngemäss angewendet werden, wenn ein Absauggebläse, das seinen Antrieb über ein Torsionsdynamometer vom Flugmotor erhält, in der Abgasleitung den der Flughöhe entsprechenden Unterdruck erzeugt, und vor dem Kühler für die Abgase Frischluft in die Abgasleitung eingeführt wird.

   Ebenso ist es gleichgültig, ob die Abgasturbine und das Aufladegebläse mit dem Flugmotor direkt verbunden ist, also einen Teil desselben bildet, oder ob diese Maschinengruppen vom Flugmotor getrennt angeordnet werden, wenn die Voraussetzung einer gedrängten, übersichtlichen Anlage des Prüfstandes gewahrt bleibt. 



  Die Erfindungsmassnahmen sind auch dann mit Nutzen anwendbar, wenn ein Teil der Leistung des Flugmotors von einer Bremse üblicher Bauart aufgenommen wird, der restliche Teil aber in der erfindungsgemässen Weise. Unterdruckkammern für die Flugmotoren und Bremsen besonderer Ausführung lassen sich hiedurch vermeiden.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Höhenprüfstand für Flugmotoren mit Aufladegebläse, bei welchem die Leistung des Flugmotors durch ein Torsionsdynamometer bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die gesamte Motorleistung von einem Absauggebläse (10) zur Erzeugung des der Flughöhe entsprechenden Unterdruckes aufgenommen wird.
    2. Höhenprüfstand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Torsionsdynamometer (12) zwischen dem Flugmotor (1) und dem Getriebe (11) des Absauggebläses (10) angeordnet ist.
    3. Höhenprüfstand nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass in die Abgasleitung (5) vor dem Kühler (8) Frischluft eingeführt wird, welche die intensive Abkühlung der heissen Abgase bewirkt.
    4. Höhenprüfstand nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die durch eine Drosselklappe (7) geregelte Frischluft über eine Mischdüse (6) der Abgasleitung (5) zugeführt wird und zur Vermehrung der Menge des vom Gebläse (10) angesaugten Abgasluftgemisches und damit zur Erhöhung der vom Absauggebläse (10) aufgenommenen Leistung dient.
    5. Höhenprüfstand nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühler (8) nur so gross bemessen ist, um als Zusatzkühler die Temperatur des Abgasluftgemisches auf das für das Absauggebläse (10) zulässige Mass herabzusetzen.
    6. Höhenprüfstand nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Absauggebläse (10) durch eine Saugdrossel (9) regelbar ist.
    7. Höhenprüfstand nach den Ansprüchen 1 bis 6, bei dem die Aufladung des Flugmotors mittels eines durch eine Abgasturbine angetriebenen Aufladegebläses erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufladegebläse (4) die für den Flugmotor (1) zu verdichtende Verbrennungsluft über eine regelbare Drossel (14) und eine Messblende (13) ansaugt, so dass durch die Drosselklappe (14) der Druck der Verbrennungsluft für den Flugmotor (1) vor der Vorverdichtung auf den der Flughöhe entsprechenden Druck herabgemindert wird, um für das Aufladegebläse (4) diejenigen Betriebsbedingungen herzustellen, welche den jeweiligen Höhenlagen des Flugzeuges angepasst sind.
    8. Höhenprüfstand nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass für die vom Aufladegebläse (4) geförderte vorverdichtete Luft in der Druckleitung (15) ein Kühler (16) vorgesehen ist, welcher es ermöglicht, die Verbrennungsluft für den Flugmotor (1) mit den im tatsächlichen Flugzustand nach dem Aufladegebläse erreichten Temperaturen zuzuführen.
    9. Höhenprüfstand nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absperrorgan (17), welches zwischen der Zu-und Ableitung des Kühlers (16) in der Druckleitung (J) vorgesehen ist, die Temperaturregelung der Verbrennungsluft durch teilweise oder gänzliche Zuschaltung des Kühlers (16) bewirkt. EMI3.1
AT158949D 1937-02-20 1938-02-04 Höhenprüfstand für Flugmotoren. AT158949B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE158949X 1937-02-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT158949B true AT158949B (de) 1940-06-10

Family

ID=5680023

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT158949D AT158949B (de) 1937-02-20 1938-02-04 Höhenprüfstand für Flugmotoren.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT158949B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US8191415B2 (en) 2009-04-09 2012-06-05 Fev Motorentechnik Gmbh Test bed for elevation simulation

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US8191415B2 (en) 2009-04-09 2012-06-05 Fev Motorentechnik Gmbh Test bed for elevation simulation

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH202931A (de) Brennkraftmaschine mit Spülung und Aufladung, insbesondere für Höhenflug.
DE1601624B2 (de) Durch Verbrennungsgas betriebene Gasturbinenanlage zum Andrehen von Triebwerken
DE2826373A1 (de) Aufgeladener dieselmotor
AT158949B (de) Höhenprüfstand für Flugmotoren.
DE712583C (de) Fahrzeugbrennkraftmaschine fuer wechselnde Hoehenlagen
DE734533C (de) Kuehlverfahren bei fluessigkeitsgekuehlten Brennkraftmaschinen zum Antrieb von Luftfahrzeugen mit einem durch eine Abgasturbine angetriebenen Lader und Fluessigkeitskuehlung der vom Lader gefoerderten Luft und Einrichtung zur Durchfuehrung des Kuehlverfahrens
DE711747C (de) Hoehenpruefstand fuer Flugmotoren
DE640350C (de) Gasturbinenanlage mit Gleichdruckverbrennung des Treibmittels
DE575133C (de) Einrichtung zur Rueckfuehrung eines Teiles der Rauchgase zwecks ihrer Beimischung zur Verbrennungsluft bei mit einem Saugzugventilator versehenen Anlagen
DE685899C (de) Regelvorrichtung fuer Abgasturbogeblaese fuer die Verbrennungsluft von Dampferzeugern
DE693277C (de) Verfahren zur Regelung des Aufladeluftdruckes bei Brennkraftmaschinen mit Abgaskreiselgeblaese
DE701457C (de) Einrichtung zur Energiegewinnung aus den Abgasen von Verbrennungskraftmaschinen
DE469674C (de) Gasexplosionsturbine mit mehreren Brennkammern und gemeinsamem Sammeldruckraum
DE540175C (de) Brennkraftturbine mit frei fliegendem, konzentrisch zum Laufrad angeordnetem Kolben
DE872415C (de) Gasturbinenanlage
DE690862C (de) Einrichtung zur Regelung der Luftzufuhr zu einem Dampferzeuger mit Druckfeuerung
DE768035C (de) Regelvorrichtung fuer umlaufende Verdichter, insbesondere Axialverdichter von Flugturbinen
DE564170C (de) Aus Zweitakt-Brennkraftmaschine mit vorgeschaltetem Verdichter und nachgeschalteter Gasturbine bestehender Maschinensatz mit Kolbenkuehlung
DE637222C (de) Mehrstufiger Fliehkraftverdichter zum Aufladen von Vergaserbrennkraftmaschinen, insbesondere fuer Flugzeuge
DE874674C (de) Verfahren und Anlage zum Betreiben von Waermekraftmaschinen mit Gas und Druckluft
DE862983C (de) Mit Luft betriebene Waermekraftanlage
CH213322A (de) Verfahren und Einrichtung zur Regelung von Gasturbinenanlagen, bei welchen sich der Arbeitsprozess unter Überdruck abspielt.
DE860902C (de) Regelung fuer Hoehentriebwerke mit Abgasturboladern
DE603222C (de) Druckvergaser
DE916150C (de) Regelung von Verdichtern, die der Belueftung von UEberdruckkammern in Hoehenflugzeugen dienen