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Verfahren zum Polarisieren magnetostriktiver Empfänger.
Bei magnetostriktiven Empfängern für Luftschall und Unterwasserschall muss im magneto- striktiven Körper ein Magnetfeld vorhanden sein, dessen Induktion durch die von den auftreffenden
Schallwellen hervorgerufenen Schwingungen des magnetostriktiven Körpers geändert wird, wodurch in der den magnetostriktiven Körper umschliessenden Spule E. M. K. e. induziert werden. Dieses Magnetfeld kann entweder durch dauernde Polarisierung mittels eines Gleichstromes erzeugt werden oder es kann, besonders bei magnetostriktiven Körpern, die einen vollkommen geschlossenen magnetischen Kreis bilden, mit dem Remanenzfeld gearbeitet werden. Im ersten Fall ist der grosse Stromverbrauch unwirtschaftlich, im zweiten besteht die Gefahr, dass die Remanenz allmählich verschwindet.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren und eine Einrichtung zur Beseitigung dieser Nachteile, u. zw. wird nach der Erfindung, statt eine zeitlich andauernde Polarisierung beizubehalten, auf die Remanenz des magnetostriktiven Körpers zurückgegriffen, derart, dass man lediglich dafür zu sorgen braucht, dass die Remanenz bei Inbetriebnahme der Empfängeranlage vorhanden ist und während des Betriebes erhalten bleibt. Man wird also den Empfänger vor Inbetriebnahme der Anlage polarisieren und während des Schallempfanges, sofern die Empfindlichkeit als Folge der an Stärke zurückgegangenen Remanenz fühlbar nachlassen sollte, zeitweilig Stromstösse aus einem Polarisationsstromkreis in die Erregerwicklung schicken, um die zurückgegangene Remanenz aufzufrischen.
Die Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens ist erfindungsgemäss so getroffen, dass mit dem Einschalten der Empfängeranlage der mit Relais und Relaisschalter versehene Polarisationsstromkreis geschlossen und das Öffnen durch einen Verzögerungsschalter selbsttätig herbeigeführt wird, während zur kurzzeitigen Polarisierung des Erregers während des Schallempfanges das Schliessen des Polarisationsstromkreises statt durch den Netzschalter für die Empfängeranlage durch einen besonderen Schalter erfolgt, worauf das Öffnen wiederum selbsttätig durch den Verzögerungsschalter eintritt.
Um auf diese Weise verfahren zu können, wird wie in der Abbildung dargestellt, ein Relais mit zwei Wicklungen verwendet mit einem für beide Wicklungen gemeinsamen Anker, wobei eine Wicklung am Schalter des Netzstromkreises und die andere Wicklung im Polarisationsstromkreis liegt.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung in Form eines Sehaltbildes dargestellt. Die Arbeitsweise ist dabei folgende :
Beim Einschalten des Verstärkers a werden vorübergehend die beiden Vorkontakte bund c des Schalters d geschlossen. Der durch die Ansprechwicklung e fliessende Impuls zieht den Anker f an und schliesst damit die Kontaktstelle g des Relaisschalters und damit auch den Polarisationsstromkreis. Durch die in demselben liegende Relaiswicklung h wird der Anker t festgehalten so lange, bis der Verzögerungssehalter i, der am besten ein Thermoschalter ist, den Stromkreis unterbricht, wodurch der Anker abfällt.
Sollte während des Betriebes der Empfängeranlage infolge Nachlassen der Remanenz eine Erneuerung der Polarisation erforderlich werden, so ist die Taste k zu drücken. Der Anker f wird dadurch angezogen und schliesst den Kontakt bei g, worauf schliesslich der Verzögerungsschalter i den Polarisationsstromkreis wieder selbsttätig unterbricht.
Als Polarisationsstromquelle kann eine Batterie oder ein vorhandenes Gleichstromnetz, letzteres unter Vorschaltung eines Widerstandes, benutzt werden. Ist Wechselstrom vorhanden, so dürfte ein Trockengleichrichter die zweckmässigste Polarisationsstromquelle sein. Die Schaltung lässt sich vornehmlich für Batterie-und Gleichstromnetz-und Wechselstromnetzbetrieb verwenden.