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Verfahren zur Herstellung einer Röhre mit mehreren Gittern, deren Drähte windschief zueinander verlaufen.
Bei Röhren mit mehreren Gittern, insbesondere mit Schirm-und Steuergittern, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Drähte der miteinander zusammenarbeitenden Gitter so anzuordnen, dass sie zueinander windschief stehen, also ihre Projektionen nicht zusammenfallen, sondern sich unter einem bestimmten Winkel schneiden. Auf diese Weise wird eine ungleichmässige Belastung des einen
Gitters durch den auftreffenden Elektronenstrom und eine örtliche Erhitzung der Gitterdrähte, welche
Gasaustritt aus den Drähten und thermische Gitteremission sowie mechanische Beschädigung der
Gitter zur Folge hat, vermieden.
Die Erfindung hat ein Verfahren zum Gegenstand, nach welchem Gitter für Röhren der eingangs erwähnten Bauart ohne besonderen technischen Aufwand hergestellt werden können, u. zw. so, dass sich die Drähte des Steuergitters und des Schirmgitters gegenseitig nur in geringem Masse decken. Das Verfahren eignet sich besonders für Gitter mit ebenen oder prismatischen Flächen, es kann aber sinngemäss auch für zylindrische Gitter mit schraubenförmigen oder insbesondere ringförmigen Gitterdrähten Anwendung finden. Erfindungsgemäss werden die Gitter ursprünglich als gleichartige oder geometrisch ähnliche Gebilde hergestellt, sodann durch Parallelverschieben der Gitterstreben gegeneinander die gewünschte gekreuzte Lage der Gitterdrähte erzielt und daraufhin die Gitterteile montiert.
Der Erfindungsgedanke kann auf verschiedene Weise verwirklicht werden, wie aus den Figuren der Zeichnung hervorgeht.
In den Fig. 1-4 ist das erfindungsgemässe Verfahren für ein Leitergitter veranschaulicht.
In den Fig. 1 und 2 ist der prinzipielle Herstellungsvorgang dargestellt. Auf dem Leitergitter nach Fig. 1, welches aus zwei oder mehreren parallelen Streben 1 und mit diesen vorzugsweise durch Schweissen verbundenen Gitterstäbe oder Drähten 2 besteht, werden die einzelnen Gitter herausgeschnitten und beim Einbau durch eine gegenseitige Parallelverschiebung der Streben des einen oder beider Gitterelemente in die gewünschte Lage zueinander gebracht.
In Fig. 2 ist erkennbar, welche Lage die Gitterstäbe vor dem Einbau und nach dem Einbau besitzen. Die Stäbe des rückwärtigen Gitters werden durch Parallelverschiebung der Streben 1 in Richtung der Pfeile aus der strichliert gezeichneten Lage in die voll gezeichnete Lage gebracht, so dass sich die Stäbe der beiden Gitter kreuzen. Das gleiche, nur in entgegengesetzter Richtung, kann auch mit dem vorderen Gitter geschehen. Um Baustoff zu sparen, kann man auch in der durch Fig. 3 und 4 dargestellten Weise vorgehen. Man stellt das Leitergitter vorteilhafterweise fortlaufend her, schneidet einzelne Längenteile schräg zu den Streben ab und verschiebt die Streben in der durch die Pfeile angedeuteten Weise, so dass die Endpunkte der Streben 1 in eine zu den Streben senkrechte Linie zu liegen kommen.
Dann wird eines der beiden Gitter zu dem andern, wie an sich bekannt, in eine spiegelbildliche Lage gebracht, so dass dann die Gitterdrähte oder-stäbe die in Fig. 4 gezeichnete Stellung einnehmen.
Bei prismatischen Gitterflächen kann das Überkreuzen der Gitterdrähte dadurch erzielt werden, dass man etwa bei einem der beiden Gitter oder auch bei beiden zwei einander diagonal gegenüberstehende Streben gegeneinander parallel verschiebt-also in den Fig. 5 und 6 etwa die Streben 4 und 5 oder auch die Streben 6 und 7. Die Gitterstäbe nehmen dann die in Fig. 7 dargestellte Lage ein.
Ähnlich wird bei Gittern mit kreisringförmigen oder ovalen Gitterdrähten vorgegangen, wie die Fig. 8 und 9 zeigen.
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In Fig. 8 ist die Grundform solcher Gitter gezeigt. Fig. 9 stellt zwei solche Gitter dar, bei welchen durch Parallelverschiebung der Streben 8 und 9 ein Überkreuzen der Gitterdrähte herbeigeführt worden ist. Dieses Verfahren ist auch für schraubenförmig gewickelte Gitter anwendbar. Auch bei prismatischen und zylindrischen Gittern kann man, ähnlich wie bei den Gittern nach den Fig. 3 und 4, aus einem fortlaufend hergestellten Körper durch schräges Abschneiden, Parallelversehieben der Streben und, wie bekannt, verkehrtes Einsetzen eines der beiden Gitter die gewünschte gegenseitige Lage der Drähte erzielen. Bei schraubenförmig gewickelten Gittern erspart man sich auf diese Weise Wickelmaschinen, welche ein Wickeln von Rechts- und Linksgewinden ermöglichen. Dadurch wird die Herstellung solcher Gitter vereinfacht.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung einer Röhre mit mehreren hintereinander angeordneten Gittern, insbesondere mit Steuergitter und Schirmgittern, bei welchen die Gitterdrähte durch parallele Streben gehaltert werden und die Drähte der einzelnen Gitter windschief zueinander verlaufen, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterteile zunächst als gleichartige oder geometrisch ähnliche Gebilde hergestellt werden, sodann durch Parallelverschieben der Gitterstreben gegeneinander die gewünschte gekreuzte Lage der Gitterdrähte erzielt wird und daraufhin die Gitterteile montiert werden.