AT159617B - Verfahren zur Darstellung von Kohlenwasserstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kohlenwasserstoffen.

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AT159617B
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methane
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Eulampiu Slatineanu
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Gewerkschaft Auguste
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Darstellung von Kohlenwasserstoffen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren, nach welchem es gelingt, in industriellem Massstabe an sich stark endotherme Reaktionen durchzufÜhren, bei denen Kohlenwasserstoffe aus Methan und Kohlenmonoxyd und (oder) Kohlendioxyd erzeugt werden sollen ; so z. B. ist es bekannt, Kohlenwasserstoffe aus Methan bzw. methanhaltigen Gasgemischen, Kohlenoxyd und Kohlendioxyd herzustellen (vgl. amerikanische Patentschrift Nr.   18517"tu).   



   Gemäss der Erfindung wird obiges dadurch ermöglicht, dass man durch gleichzeitigen Ablauf einer   als"Steuerungsreaktion"zu bezeichnenden   exothermen Reaktion, wie z. B. 
 EMI1.1 
 die algebraische Summe der freien Energien beider Reaktionen, d. h. die freie Energie der resultierenden Reaktion, in thermodynamisch geeignete Gebiete   hinüber   steuert. Durch diese Steuerungsmassnahme gelingt es, die Endprodukte von Reaktionen zu erhalten, welche bisher infolge ihrer thermischen Verhältnisse, d. h. infolge ihres stark endothermen Verlaufes, technisch schwer oder überhaupt nicht zu verwirkliehen waren. 



   Die freien Energien geben einen Massstab für den Reaktionsablauf. Ihre   algebraisehe   Summe soll gemäss der Erfindung   +5500   qeal   (Grammcalorien)   pro Mol erzeugten Kohlenwasserstoffes (berechnet nach der von Lewis und Randall z. B. in "Thermodynamik und die freie Energie" [Verlag Julius Springer, Wien 1927] angegebenen Methode) nicht übersteigen und kann auch negativ sein. 



   Die durch diese Arbeitsregel erzielte Beherrschung der freien Energie hat die günstige Folge, dass man die Reaktionen unter hohem Druck durchführen kann. Der hohe Druck ist notwendig, weil bei gewöhnlichem Druck das Methanmolekül sehr stabil ist und nicht leicht in eine Reaktion eintritt. 



  Durch genügend hohen Druck wird es aber aktiviert (polarisiert) und stellt dann eine sehr reaktionsfähige Verbindung dar. Nach dem Massenwirkungsgesetz erhöht der Druck auch die Ausbeute, so dass man gemäss der Erfindung auch Reaktionen gut   durchführen   kann, die eine verhältnismässig kleine physikalisch-chemische Konstante   J {und   demgemäss eine nur kleine negative oder sogar eine positive freie Energie (von nicht über 5500 geal) besitzen. Ausserdem hat der hohe Druck den Vorteil, dass die Reaktion stark beschleunigt wird. 



   Es wurde gefunden, dass man nach diesen Regeln imstande ist, aus Gemischen von Methan mit Kohlenmonoxyd und/oder Kohlendioxyd und Wasserstoff und (oder) Wasser, Kohlenwasserstoffe und deren Polymere und Isomere mit oder ohne Seitenketten zu erzeugen, welche wahlweise vorwiegend entweder aliphatischer oder hydroaromatischer oder aromatischer Natur sind. 



   Die Erfindung soll zunächst an dem Beispiel der Drucksynthese des Oktans näher erläutert werden. Sie wird in der Weise durchgeführt, dass man in der stark endothermen (und daher schwer oder überhaupt nicht verwertbaren) Grundreaktionsgleichung 
 EMI1.2 
   unter Benutzung der bteuerungsreaktion (a)   das Methan teilweise durch ein Gemisch von Wasserstoff und Kohlenoxyd im molekularen Verhältnis 3 H2 zu 1 CO ersetzt. Man führt   H2   und CO naeh und nach so lange in die endotherme Grundreaktionsgleichung ein, bis man eine Reaktionsgleichung erhält, deren freie Energie unterhalb +5500 geal pro Mol Oktan liegt.

   Durch die Einführung von   R ;     und CO in dem oben angegebenen molekularen Verhältnis steuert man also gewissermassen aus dem thermodynamisch ungiinstigen Gebiet in ein unter hohem Druck thermodynamisch günstiges Gebiet hinein.   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Wurde man das Ganze nach der Grundreaktionsgleichung 
 EMI2.1 
   einzuführende CH"durch   ein Gemisch von 3 Teilen H2 und 1 Teil CO ersetzen, so   würde man zu   der   deiphnnp'   
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 leicht lokale Überhitzungen auftreten, die zu einer Zersetzung des gewünschten Kohlenwasserstoffes und zur Bildung von Methan als unerwünschtem Nebenprodukt führen würden. 



   Die technische Schwierigkeit, die entstehenden grossen Wärmemengen schnell genug   abzuführen.   macht sich insbesondere beim Arbeiten unter hohem Druck nachteilig bemerkbar, weil die Wärmemengen dann in einem kleineren Raum entwickelt werden und entsprechend schnellere und grössere Temperatursteigerungen hervorrufen. Daher werden Reaktionen, die unter den gewählten Arbeitsbedingungen sehr stark exotherm sind, gemäss der Erfindung vermieden. Bei der Darstellung von Oktan kann man z. B. mit Vorteil solche Reaktionsgleichungen wählen, bei denen die freien Energien unter 4-5500 geal und   zwischen 4-5500 und #10.000 gral   pro Mol erzeugten Oktans liegen. 



   Zwischen der oben angegebenen   Grundreaktionsgleiehung   und der obengenannten Endreaktionsgleichung kann man beliebig viele verschiedene   Reaktioll8g1l'ichungen   aufstellen, indem   man   beliebige Teile der nach der Grundreaktionsgleichung erforderlichen   l\1ethanmenge   durch die entsprechende Menge eines Gemisches von 3   H2   + CO ersetzt. Die freien Energien dieser Zwischengleichung liegen zwischen der freien Energie der Grundreaktion und derjenigen der Endreaktion ; man bestimmt sie in an sieh bekannter Weise und bringt dann die Ausgangsstoffe in denjenigen Molverhältnissen zusammen, die einer Zwischenreaktion entsprechen, deren freie Energie bei der Arbeitstemperatur den Wert von +5500 geal pro Mol Oktan nicht überschreitet, also auch negativ sein kann.

   Zweckmässig arbeitet man mit Gemischen, die bei den angewandten Drucken und Temperaturen keine oder nicht zu grosse Wärmemengen entwickeln, z. B. mit Gemischen, die den folgenden Gleichungen entsprechen : 
 EMI2.4 
 oder : 
 EMI2.5 
 oder : 
 EMI2.6 
 
Die beigefügten Zahlen geben den ungefähren Wert der freien Energien bei   550'bzw. 575'abs.   



  (Grad Kelvin) und man bevorzugt bei   5500 abs.   die beiden ersten Gleichungen, bei   5750 abs.   die beiden letzten. 



   Die Synthese von Oktan nach der Grundgleichung 
 EMI2.7 
 kann man auch mit Hilfe der Reaktion 
 EMI2.8 
 
 EMI2.9 
 
 EMI2.10 
 
Man bestimmt wieder die freien Energien der Zwischenstufen und wählt zur   Durchführung   eine   geeignete nach den geschilderten Regeln aus. 



  Für die Herstellung von Oktan kann man auch von den Grundreaktionsgleichungen   
 EMI2.11 
 oder 
 EMI2.12 
 ausgehen. Als Steuerungsreaktion kann ausser den bereits angegebenen   steuerungsreaktionen (a)   und (b) auch die Steuerungsreaktion 
 EMI2.13 
 dienen. 



   Als weitere Steuerungsreaktion ist ferner für alle Grundreaktionsgleichungen die Reaktion 
 EMI2.14 
 zu verwenden. 



   Die obigen Erläuterungen werden für Oktan gegeben, weil diese Verbindung als wichtigster Vertreter der Benzingruppe gilt und in der Mitte der aliphatischen Reihe der   Benzin-Kohlenwasser-   Stoffe steht.. Bei der praktischen   Durchführung   der Reaktionen entsteht aber schon deshalb nicht 

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 chemisch reines Oktan, weil z. B. die freie Energie folgender Kombinationen die gleiche ist : 
 EMI3.1 
 
Diese verschiedenen Stoffe entstehen daher nebeneinander. 



   In grundsätzlich der gleichen Weise, wie es hier für die Herstellung aliphatischer Verbindungen geschildert wurde, lassen sieh nach dem neuen Verfahren nun auch vorwiegend aromatische oder vorwiegend hydroaromatisehe (alicyclische) Verbindungen herstellen. Man verwendet bei der Herstellung dieser Verbindungen einen verhältnismässig höheren Prozentsatz an Kohlenstoffoxyd als bei der Herstellung der entsprechenden aliphatischen Verbindungen, die ja reicher an Wasserstoff sind. 



   Man kann z. B. stark endotherme Reaktionen, bei denen aus Methan und   Kohlenstoffoxvden   entweder Benzol oder   Hexahydrobenzol   entsteht, in unter hohem Druck   thermodynamisch günstige   Gebiete hineinsteuern, d. h. in solche Gebiete, in denen die dann   tatsächlich verlaufenden Reaktionen   freie Energien besitzen, welche unterhalb   +5500 gl'l1l liegen.   



   Dies geschieht   z.   B. wieder durch   Einschaltung   oder gleichzeitigen Ablauf der stark   exothermen   Reaktion 
 EMI3.2 
 in der oben beschriebenen Weise. 



   So kann man sich die Erzeugung von Benzol aus Methan und Kohlenoxyd z. B. durch folgende   Grundreaktionsgleichung vorstellen   : 
 EMI3.3 
 
Diese Reaktion ist sehr stark endotherm. Ihre freie Energie beträgt z. B. bei 327  C +14019 geal, sie lässt sich daher technisch schwer oder überhaupt nicht   durchführen. Gemäss   der Erfindung ersetzt man nun in dieser Grundreaktionsgleichung das CH4 teilweise durch   H2   und CO im molekularen Verhältnis von 3 : 1, indem man in die Grundreaktiollsgleichung diejenige Menge dieses Gemisches einführt, welche gemäss Gleichung (a) der   Methanmenge   entspricht, die man in der Grundreaktiongleichung ersetzen will.

   Man ersetzt so viel CH4 durch je 3 Teile H2 und 1 Teil CO, dass die freie Energie der resultierenden Reaktion bei der Arbeitstemperatur +5500 goal pro Mol gewünschten Kohlenwasserstoffes nicht übersteigt. 



   Nachfolgendes Beispiel zeigt in einer etwas andern Formulierung, als sie oben bei der Darstellung von Oktan benutzt wurde, wie der Ersatz des Methans durch Wasserstoff und Kohlenoxyd in der vorbeschriebenen Weise erfolgt : 
 EMI3.4 
 
 EMI3.5 
   in dem vorstehenden Beispiel entsprechend der Anzahl CI-Il-Moleküle der Grundreaktionsgleiehung nicht grösser als 3 sein kann ; denn wenn n gleich 3 wird, ist das gesamte Methan ersetzt und die Grund-   reaktionsgleichung 
 EMI3.6 
 gent aurez Aadition von 
 EMI3.7 
   uoer in aie inareaKtion   : 
 EMI3.8 
 
Man kann durch Variierung von n beliebig viele verschiedene   Reaktionsgleiehungen aufstellen,   die zwischen diesen beiden Gleichungen liegen und deren freien Energien zwischen der freien Energie der Grundreaktion und derjenigen der Endreaktion liegen.

   Aus diesen   Zwisehengleiehungen   sucht man sich für die praktische Durchführung solche aus, die bei den Reaktionstemperaturen, bei denen man arbeiten will, die für die   Durchführung   der Reaktion unter hohem Druck thermodynamisch 
 EMI3.9 
 
 EMI3.10 
 (oder eines Bruchteiles oder eines Vielfachen derselben) gelangt man zu   Bruttoformeln, mitteis deren   man die freien Energien in beliebigen Grenzen innerhalb der freien Energien der Grundreaktionsgleichung und der   Endreaktionsgleichung variieren   kann. 



   Bei allen diesen Berechnungen kann man natürlich auch von der exothermen Endreaktion ausgehen ; in diesem Fall muss man den Wasserstoff und das Kohlenmonoxyd teilweise durch Methan ersetzen. 



   Auf die gleiche Weise lässt sich z.   B Toluol   als Hauptprodukt erzeugen, indem man von der stark endothermen Grundreaktion 
 EMI3.11 
   ausgeht, die bei 327  eine freie Energie von +50. 865 geal hat, die eine technische Durchführung der Reaktion praktisch unmöglich machen würde. Gemäss der Erfindung kann sie durch die oben ange-   gebenen Steuerungsreaktionen so gesteuert werden, dass die freie Energie unterhalb von +5500 geal pro Mol erzeugten Toluols liegt. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Die Herstellung anderer aromatischer Verbindungen lässt sieh nach den   gleichen   Regeln durchführen. Will man vorwiegend   hydroaromatische   Verbindungen herstellen, z. B. Hexahydrobenzol, so kann man von der   Grundreaktionsgleiehung   
 EMI4.1 
 ausgehen, die z. B. bei   327    eine freie Energie von +34.780 geal hat oder für die Herstellung von Tetrahydrobenzol von der Grundreaktionsgleiehung 
 EMI4.2 
 die ebenfalls für praktische Zwecke zu stark endotherm ist. Man gelangt zu rraktiseh günstigen Bedingungen, wenn man in diesen Gleichungen einen Teil des Methans je nach der angewandten Steuerungreaktion durch ein Gemisch von Kohlenoxyd und Wasserstoff im molekularen Verhältnis 3   :]   oder 2 : 2 ersetzt. 



   Immer kombiniert man die Grundreaktionsgleichung mit der Steuerungsreaktionsgleiehung in solchem Verhältnis, dass man eine   Bruttoreaktionsgleiehung   erhält, deren freie Energie unterhalb +5500 geal liegt und lässt die Ausgangsstoffe in den von dieser   Bruttoreaktionsgleichung   angezeigten   Mengenverhältnissen   miteinander reagieren, indem man sie den entsprechenden Temperatur-und Druckbedingungen aussetzt. 



   Die   folgenden Grundreaktionsgleiehungen   
 EMI4.3 
 stellen weitere Grundtypen für die Herstellung von aliphatischen,   hydroaromatisehen   und aromatischen Kohlenwasserstoffen dar und können gemäss der Erfindung mit Steuerungsreaktionen in   dlr   angegebenen Weise kombiniert werden. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese Grundtypen beschränkt. 



  Man kann z. B. ebensogut von Grundreaktionsgleichungen ausgehen, bei denen Homologe der genannten Verbindungen, gegebenenfalls auch mit Seitenketten, entstehen. 



   Aus den freien Energien lässt sich die Gleichgewichtskonstante berechnen, die nach dem Massenwirkungsgesetz einen Anhalt für die Errechnung der Ausbeute und der erforderlichen Drucke gibt. 



   Die Polarisierung des Methans wird schon bei verhältnismässig niedrigen Drucken erreicht, wenn im Gemisch grössere Mengen CO vorhanden sind, dessen Molekül verhältnismässig labil ist, d. h. verhältnismässig leicht stark polarisiert wird und durch Influenz zur Polarisierung des Methans beiträgt. 



  In den meisten Fällen wird man bei hohen Gesamtdrueken von über 500, vorzugsweise über 1000 Atm., arbeiten. Die Arbeitstemperatur wird gewöhnlich vorteilhaft zwischen 450 und   8000 absolut   (Grad Kelvin) gewählt werden. 



   Praktisch lassen sich die hier in Betracht kommenden Reaktionen mit Vorteil nur ausführen, wenn im Ausgangsgasgemisch die molekulare Menge des vorhandenen CH, mindestens ein Viertel der vorhandenen Menge an Kohlenstoffoxyden beträgt. 



   Die Anwesenheit von   CH,   im Ausgangsgasgemisch bietet auch den Vorteil, dass gemäss dem Massenwirkungsgesetz die unerwünschte Bildung von   Chue unterdrückt   und verhindert wird. Ausserdem bringt die Verwendung von   CH,   an Stelle von   H2   eine Verminderung von Kohlenstoffoxyden im Aus- 
 EMI4.4 
 Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn man unter sehr hohen Drucken arbeiten will, bei denen überschüssige Wärme infolge des geringen spezifischen Volumens schwer schnell genug abgeführt werden kann. 



   Wie oben bemerkt wurde, reagieren die Ausgangsstoffe in der Regel miteinander nicht nur nach einer einzigen Reaktionsgleichung, sondern es verlaufen mehrere Reaktionen nebeneinander, so dass ein Gemisch verschiedener Stoffe entsteht. Je nach den Mengen von   CH, CO   oder CO2, die verwendet werden, d. h. je nach den   Grundreaktionsgleiehungen,   nach denen man im Sinne der obigen Ausführungen arbeitet, erhält man vorwiegend aliphatische oder aromatische oder hydroaromatische Verbindungen. 



   Die Ausgangsstoffe brauchen nicht chemisch rein zu sein ; es können vielmehr in dem Reaktionsgemisch inerte Gase anwesend sein, die sich an der Reaktion nicht beteiligen. Man kann z. B. Naturgas und manche in der Industrie anfallende Gase, die Wasserstoff, Kohlenstoffoxyde und/oder Methan enthalten, als Ausgangsmaterial verwenden, nachdem man sie gegebenenfalls nach den bekannten Methoden einer thermischen Vorbehandlung oder einer Konvertierung unterworfen hat. 



   Zur Beschleunigung der Reaktionen dienen, besonders bei nicht allzu hohen Drucken, zweckmässig Katalysatoren, die in an sich bekannter Weise hergestellt und benutzt werden können. Verwendet man Katalysatoren mit selektiver Wirkung, d. h. Katalysatoren, die die Bildung verschiedener Verbindungen aus den gleichen Ausgangsstoffen verschieden stark beschleunigen, so kann hiedurch die Zusammensetzung des Endproduktes   npeli-n sich belannten   Grundsätzen beeinflusst werden ; 

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 in diesem Falte gelten die obigen Ausführungen sinngemäss für die   Grundreaktionsgleiehungen,   die von dem betreffenden Katalysator bevorzugt beschleunigt werden sollen. 



   Beispiel 1 : Durch ein mit einem Eisen-Molybdän-Kontakt gefülltes Kontaktrohr werden nach erfolgter Reduktion des Katalysators im kontinuierlichen Verfahren   stündlich   1000 m3 eines Gasgemisches folgender Zusammensetzung gepresst : 38 Vol.-% Wasserstoff, 31   Vol.-%   Kohlenoxyd und 31   Vol.-%   Methan. Der Druck wird auf 850 Atm. gehalten, die Temperatur auf   2500.   



   Als Ausbeute wurden erhalten 315 kg Kohlenwasserstoffe, die im wesentlichen aus n-Oktan bestehen und 195 kg Wasser. 



   Es hat in der Hauptsache die Reaktion 
 EMI5.1 
 (freie Energie   :-283 geal)   stattgefunden. Als Steuerungsreaktion ist die Reaktion 
 EMI5.2 
 (freie Energie   : #21.019 geal)   verwandt worden, um die stark endotherme Grundreaktion 
 EMI5.3 
 (freie energie :   geai)   in die Reaktion 
 EMI5.4 
 (freie Energie   :-849 geal)   bzw. 
 EMI5.5 
 überzuführen. 



   Beispiel 2 : 1000   n     eines Gasgemisches,   das aus   33-3     Vol.-% H2, 33#3 Vol.-%   CO und 33-4   Vol.-% CH   besteht, strömen stündlich durch ein Kontaktrohr. Als Kontakt wird reduziertes Molybdän-Eisen verwendet. Der Druck wird auf 800   Atm.,   die Temperatur auf   225#230  gehalten.   Es entstehen stündlieh   380 leg Kohlenwasserstoffe,   die hauptsächlich aus Cyclohexan bestehen, und   240 leg   Wasser. 



   Es ist hier die Reaktion
3 H2 + 3 CH4 + 3 CO = 3 H2O + c6H12 durchgeführt worden, deren freie Energie bei der Arbeitstemperatur +2698   geal   für 1 Mol C6H12 beträgt. 



  Die Reaktion resultiert aus der   Grundreaktionsgleiehung  
4 CH4 + 2 CO = 2 H2O + C6H12 (deren freie Energie bei der Arbeitstemperatur +25. 178 beträgt), indem man ihr gemäss der Steuerungsreaktion
3 H2 + CO = CH4 + H2O, deren freie Energie bei der Arbeitstemperatur-22. 480 geal (für 1 Mol CH) beträgt, gerade 1 CH4 durch 3 H2 + 1 CO ersetzt. 



   Beispiel 3 : Durch das mit dem gleichen Katalysator beschickte Kontaktrohr werden in kontinuierlichem Verfahren stündlich 1000 m3 folgenden Gasgemisches gepresst : 33-3 Vol.-% H2,   22-2     Vol.-% CH4, 44#5 Vol.-%   CO. Der Druck wird auf 890 Atm., die Temperatur auf   370-380'go-   halten. Es entstehen   stündlich   212 kg aromatische Kohlenwasserstoffe, die im wesentlichen aus Benzol bestehen, daneben fallen etwa 200 kg Wasser an. 



   Hier ist die Reaktion 
 EMI5.6 
 die bei der Temperatur des Beispiels eine freie Energie von   +3295     geal   pro Mol Benzol besitzt, durchgeführt worden. 



   Die verwendete Grundreaktionsgleichung 
 EMI5.7 
 besitzt bei 370-380 die freie Energie +16. 917 geal pro Mol Benzol. Sie wird durch die   Steuerungs-   reaktion (a) 
 EMI5.8 
 (freie   J nergie :-13. 622 ocal)   in das oben angegebene thermodynamisch günstige Gebiet für diese Arbeitsbedingungen hineingesteuert. 



   Beispiel 4 : Durch das Kontaktrohr, das mit demselben Katalysator beschickt ist, werden stündlich 1000 m3 eines Gasgemisches folgender Zusammensetzung gepresst :   41#7     Vol. -% H2'16'7 Vol. -%     CH4, 41-6 Vol. -%   CO. Der Druck wird auf 1450 Atm., die Temperatur auf   370-3800 gehalten. Es   entstehen   stündlich   273 kg aromatische Kohlenwasserstoffe, die hauptsächlich aus Toluol bestehen, und ungefähr   270 leg   Wasser. 



   Die Bildung des Toluols hat nach der Gleichung 
 EMI5.9 
 (freie Energie   : #2061 geal)   stattgefunden. 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 



  In der mit der Steuerungsreaktion (a) 
 EMI6.1 
   (freie Energie: #13.622 geal)   
 EMI6.2 
 
 EMI6.3 
 sind 5 Mol   C durch   ein Gemisch von 5 CO   + 15 H,   gemäss der Steuerungsreaktion (a) ersetzt worden, so dass man zu der Reaktionsgleichung mit dem oben angegebenen prozentualen Ausgangsgemisch 
 EMI6.4 
 (freie Energie   : - 6184 goal)   bzw. 
 EMI6.5 
 gelangt. 



   Beispiel 5 : Durch das gleiche. Kontaktrohr werden   stündlich     fOOOm eineg Gasgemisches   folgender Zusammensetzung gepresst :   22#2     Vol.-% Ch4, 77#8 Vol.-% CO. Der Druck   wird auf 1300 Atm., die Temperatur auf   370-3800 gehalten.   Es entstehen   stündlich   329 kg Kohlenwasserstoffe, die vorwiegend aus Benzol bestehen, 76 kg Wasser und 556 kg Kohlendioxyd. 



   Es hat hier   hauptsächlich   die Reaktion 
 EMI6.6 
 stattgefunden, deren freie Energie bei der   Arbeitstemperatur-6768 geal   pro Mol erzeugten Benzols beträgt. 



   Man ist hier von der Grundreaktionsgleichung 
 EMI6.7 
 (freie Energie :   +16.   917 geal) 
 EMI6.8 
 
 EMI6.9 
   (freie Energie :-23. 685 geai in die verwendete Reaktionsgleichung übergeführt worden ist.   



   Beispiel 6 : Durch das gleiche Kontaktrohr werden stündlich 1000 m3 eines Gasgemisches gepresst, das aus   16-7 Vol.-% K :, 16-7 Vol.-% CH4   und   66-6 Vol.-% CO besteht.   Der Druck wird auf 
 EMI6.10 
 Hier hat im wesentlichen die Umsetzung 
 EMI6.11 
 stattgefunden, deren freie Energie unter den   Versuchsbedingungen #1057 geal   beträgt. 



   Die Grundreaktion 
 EMI6.12 
 
 EMI6.13 
 technisch nicht durchführbar ist, wird durch die   Steuerungsreaktion (b)   
 EMI6.14 
 (freie Energie :-16. 976   graf)   in das thermodynamisch günstige Gebiet der durchgeführten Reaktion gesteuert. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Darstellung von Kohlenwasserstoffen, die wahlweise vorwiegend aus aliphatischen oder aus hydroaromatischen oder aus aromatischen Kohlenwasserstoffen bestehen, bei hohem Druck, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundreaktion die endotherm verlaufende Einwirkung von Methan auf   Kohlenoxyde   gewählt wird, wobei man das zur Bildung der gewünschten Kohlenwasserstoffe aus Kohlenstoffoxyden erforderliche Methan teilweise durch die exotherme Reaktion aus Wasserstoff oder Wasser und Kohlenmonoxyd und (oder) Kohlendioxyd sich bilden lässt und die   molekularen Verhältnisse   der Reaktionskomponenten bei den obwaltenden Reaktionsbedingungen von mindestens 500 Atm.

   Gesamtdruck und erhöhter Temperatur, zweckmässig   180-530  bei   Gegenwart einer molekularen Menge von mindestens 25% Methan, gerechnet auf die molekulare Menge von Kohlen-   monoxyd   und (oder) Kohlendioxyd so wählt, dass die algebraisehe Summe der bei den Reaktionen auftretenden freien Energien +5000 qeal pro Mol der erzeugten Kohlenwasserstoffe (Sehreibweise Lewis und Randall) nicht übersteigt und auch negativ sein kann.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umsetzung bei einem Gesamtdruck von mindestens 1000 Atm. durchgeführt wird.
    3. Besondere Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, zwecks Darstellung aliphatischer Kohlenwasserstoffe, dadurch gekennzeichnet, dass Gemische von Methan, Kohlenoxyd und Wasserstoff unter einem Druck von ungefähr 800 Atm. bei ungefähr 2000 zur Umsetzung gebracht werden..
AT159617D 1936-11-23 1936-12-11 Verfahren zur Darstellung von Kohlenwasserstoffen. AT159617B (de)

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