AT159620B - Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäurereste enthaltenden Kodensationsprodukten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäurereste enthaltenden Kodensationsprodukten.

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  Verfahren zur Herstellung von Sehwefelsäurereste enthaltenden Kondensationsprodukten. 



   Es wurde gefunden, dass man technisch wertvolle, Schwefelsäurereste enthaltende Kondensationsprodukte erhalten kann, wenn man Formaldehyd oder diesen liefernde Verbindungen auf Olefine oder ihre ungesättigten Halogenderivate in Gegenwart von   Schwefelsäure   oder sauren Salzen dieser als Kondensationsmittel und gegebenenfalls von organischen   Lösungsmitteln   einwirken lässt und die erhaltenen Produkte, soweit sie nicht schon Schwefelsäurereste enthalten, sulfoniert. 



   Zur Ausführung dieses Verfahrens eignen sich solche Olefine oder Halogen enthaltende Olefine, 
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 gesättigten Kohlenwasserstoffen durch Chlorierung und teilweise oder vollständige Abspaltung des Halogens als solchen oder als Halogenwasserstoff erhalten werden. Geeignete Olefine sind ferner erhältlich durch Dehydrierung oder   Kraekung   von Paraffinkohlenwasserstoffen oder durch Wasserabspaltung aus Alkoholen, insbesondere den   höhermolekularen   Alkoholen der Fettreihe. Sie lassen sich auch aus manchen Mineralölen oder Fraktionen dieser durch Extraktion, fraktionierte Destillation oder andere Massnahmen unmittelbar gewinnen. 



   Ausser Formaldehyd können auch Paraformaldehyd oder andere Formaldehyd liefernde Verbindungen, z. B. Formaldehydbisulfit oder Methylenchlorid, Verwendung finden. Bei der Kondensation können auch   Lösungs-oder Verdünnungsmittel   angewandt werden, die auch selbst in Reaktion treten können, falls sie z. B. Carboxylgruppen enthalten. Die so in die Kondensationsprodukte eingeführten Reste, z. B. Aeylgruppen, können gewünschtenfalls aus den erhaltenen Produkten, z. B. vor einer sulfonierenden Behandlung, wieder abgespalten werden. Im allgemeinen kann die Kondensation bei niedrigen Temperaturen erfolgen, jedoch ist mitunter zur Beschleunigung auch die Anwendung erhöhter Temperaturen vorteilhaft. 



   Treten bereits während der Kondensation Sulfogruppen in das Molekül ein, so können die Produkte unmittelbar, gegebenenfalls nach vorhergehender Reinigung oder Neutralisation, verwendet werden. 



  Sind sie nicht wasserlöslich, so können sie durch Behandlung mit sulfonierenden Mitteln, z. B. konzentrierter Schwefelsäure, Oleum oder Chlorsulfonsäure,   wasserlöslich   gemacht werden. 



   Die erhaltenen Produkte eignen sich als Netz-,   Reinigungs-und Dispergiermittel   sowie als Mittel zur Veredelung von Faserstoffen aller Art. Vor allem besitzen sie ein ausgezeichnetes   Waschvermögen,   hohe Beständigkeit in saueren oder alkalischen Behandlungsflotten und in hartem Wasser. Sie können z. B. als Zusatzstoffe zu Färbe-,   Beuch-,     Walk-oder Mereerisierbädern   vorteilhaft Verwendung finden. 



  Die höhermolekularen Produkte eignen sich auch zum Weichmachen von Faserstoffen, insbesondere zum Weichmachen von Kunstseide. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, niedrigmolekulare Aldehyde mit höhermolekularen ali-   phatischen   Alkoholen zu kondensieren und anschliessend   zu sulfonieren.   Abgesehen davon, dass die im vorliegenden Fall benutzten höhermolekularen ungesättigten Kohlenwasserstoffe besonders leicht zugänglich sind, während bei dem bekannten Verfahren die wertvollen   höhermolekularen   Alkohole als Ausgangsstoffe verwendet werden, sind die mit den Alkoholen   erhältlichen   Produkte von denen des vorliegenden Verfahrens wesentlich verschieden. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, Phenole mit Acetaldehyddisulfonsäure zu kondensieren.

   Die dabei erhaltenen Produkte besitzen leimfällende Eigenschaften und kommen als Gerbstoff in Betracht, während die nach dem vorliegenden Verfahren erhältlichen Produkte sich vorzüglich als Netz-,   Reinigungs-oder Dispergiermittel   eignen. 



   Beispiel 1 : In   100 Gewiehtsteilen Schwefelsäuremonohydrat werden 15 Gewiehtsteile   Paraformaldehyd in der Kälte gelöst und sodann 120 Gewichtsteile Oetadeeylen bei   5-100 eingetragen.   

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  Das erhaltene Reaktionsgemisch wird noch kurze Zeit gerührt, sodann auf Eis gegossen, neutralisiert und von geringen Mengen   unveränderter   Ausgangsstoffe durch Ausziehen der wässrig-alkoholischen Lösung mit Benzin befreit. Die erhaltene Lösung, die bei grosser Verdünnung stark   schäumt   und nur eine geringe   Oberflächenspannung   besitzt, wird eingeengt und das sieh ausscheidende Sulfonat getrocknet. 



   Beispiel 2 : Man löst in 200 Gewichtsteilen Eisessig 32 Gewichtsteile konzentrierte Sehwefelsäure und 33 Gewiehtsteile Paraformaldehyd unter kurzem Erwärmen auf   80  und   gibt dann zu dieser Lösung 122 Gewichtsteile Oetadecylen (Jodzahl 98), während man unter zeitweiser Kühlung die Temperatur bei   90-100'halt.   Das Reaktionsprodukt wird nach einigem Stehen in Wasser gegossen und abgetrennt. Es siedet unter   20mm Druck   bei   230-235'und   hat eine Verseifungszahl von 119 und eine Jodzahl von etwa 6. 



   Zwecks Abspaltung der bei der Reaktion in das   Molekül   eingetretenen Acetylgruppen wird das erhaltene Produkt mit alkoholischer Kalilauge verseift und dann in   ätherischer   Lösung mit der berechneten Menge Chlorsulfonsäure in   üblicher   Weise sulfoniert und aufgearbeitet. Man erhält ein Produkt, dessen wässrige Lösung starkes Sehaumvermögen besitzt und die Fähigkeit zeigt, die Abscheidung feiner Teilchen lange zu verhindern.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäurereste enthaltenden Kondensationsprodukten, dadurch gekennzeichnet, dass man Formaldehyd oder diesen liefernde Verbindungen in Gegenwart von Schwefelsäure oder sauren Salzen dieser als Kondensationsmittel und gegebenenfalls von organischen Lösungsmitteln auf höhermolekulare Olefine oder ihre ungesättigten Halogenderivate einwirken lässt und die erhaltenen Produkte, soweit sie nicht schon Schwefelsäurereste enthalten, gegebenenfalls nach Abspaltung von bei Verwendung von Carbonsäuren als Lösungsmittel in das Molekül eingetretenen organisehen Acylgruppen sulfoniert.
AT159620D 1938-05-14 1938-05-14 Verfahren zur Herstellung von Schwefelsäurereste enthaltenden Kodensationsprodukten. AT159620B (de)

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