AT159621B - Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Gebührenanzeigern. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Gebührenanzeigern.

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AT159621B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Gebührenanzeigern. 



   Die Erfindung bezieht sich auf Schaltungsanordnungen für Fernsprechanlagen mit Gebührenanzeigern, bei welchen nach   Gespräehsschluss   die während des Gespräches aufgelaufene Gebühr selbsttätig beim Teilnehmer angezeigt wird. Im besonderen bezieht sich die Erfindung auf solche Fern- sprechanlagen, bei welchen die Zählung durch aufeinanderfolgende Zählstromstösse während des Gespräches erfolgt, indem je nach der Wertigkeit der hergestellten Verbindung die in der Vermittlungsstelle angeordneten Zähler in verschieden rascher Folge beeinflusst werden. 



   Die Erfindung besteht darin, dass die zur Zählung verschiedenwertiger Verbindungen während des Gespräches betätigte Speichereinrichtung nach Gesprächsschluss oder nach Erreichen der erfassbaren   Höchstgebühr   während der Rückstellung in ihre Ruhelage die Einstellung des Gebührenanzeigers derart bewirkt, dass die nur in einer Richtung fortsehaltbare Speichereinrichtung eine in bezug auf die Höchstzahl der   Zählstromstösse   komplementäre Anzahl von   Steuerstromstössen,   die also ein Mass für die anzuzeigende Gebühr bilden, zur Einstellung des Gebührenanzeigers aussendet.

   Ferner trennt das Speicherwerk zur Begrenzung der Sprechdauer entsprechend der erfassbaren   Höchstgebühr   bei Erreichen der dieser   Höchstgebühr   zugeordneten Stellung die eben bestehende Verbindung-bei niederwertigen Verbindungen nach längerer und bei hochwertigen Verbindungen nach kürzerer Sprechzeit. Weiters bezweckt die Anordnung die betriebssichere Einstellung des Gebührenanzeigers. Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass die Einstellung mit   Gleichstromstössen   erfolgt und dass durch einen überlagerten dauernden Wechselstrom während der gesamten Einstelldauer des Gebührenanzeigers der Fernsprechapparat der Teilnehmerstelle abgeschaltet wird. 



   Die Zeichnung, in welcher nur die für das Verständnis der Erfindung notwendigen Einzelheiten dargestellt sind, zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, auf welches sich diese jedoch nicht beschränkt. 



   Wenn der Teilnehmer N zwecks Herstellung einer abgehenden Verbindung seinen Hörer abhebt, so wird das Relais T erregt über : 
 EMI1.1 
 und t 2, wodurch über t 6,   t 2 und"an AS"'ein Anrufsucher   angelassen wird ; nach Stillsetzung des Anrufsuchers AS wird in bekannter Weise das Relais T mit Wicklung T   11   über   cl,     1,7, TII,   Minus ganz erregt und legt seine Kontakte t   3-t 7   um. Die Verbindung wird nun vom Teilnehmer N durch Betätigung seiner Wahlscheibe hergestellt. 



   Während des Gespräches wird von einer   Zähleinrichtung   ZE durch Stromstösse sowohl der 
 EMI1.2 
 



   Es wird also während des Gespräches die dabei auflaufende Gebühr durch den Wähler   S   gespeichert. 



   Beendet der Teilnehmer N das Gespräch und hängt er ein, so wird in bekannter Weise die Verbindung ausgelöst und das Relais T fällt ab. Dadurch wird, weil der Speicherwähler   S   ausserhalb der Ruhestellung steht und seine Nockenkontakte n 1, n 2 geschlossen sind, vorerst das Relais U erregt :
3.   Erde-t     6#i     2-n 2-U-Minus.   



   Nun wird mit den Kontakten u 2, u 3 die Verbindungsleitung A, B vom AS abgeschaltet und an die Wechselstromquelle RS gelegt. Der Wechselstrom wird parallel über beide Adern zum Gebühren-   anzeiger G, Wausgesendet   über : 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 x-W-Erde. 



   Es spricht im Gebührenanzeiger das Wechselstromrelais W an, trennt mit seinen Kontakten   w 1,     w 2   die Teilnehmerstation N ab und schaltet den Antriebsmagnet G des Gebührenanzeigers an die Leitungen A, B. Mit dem Ansprechen des Relais U wird der Speicherwähler S an den Relaisunterbreeher RU angeschaltet und bis in seine Ruhestellung weitergeschaltet über : 
 EMI2.2 
 



   Bei jeder Erregung des Antriebsmagneten des Speicherwählers S werden dessen Kontakte   s 1,   s   2 betätigt   und schalten den Gleichstrom für die Einstellung des Gebührenanzeigers ein über :
6.   Erde#s1#EI#u2#A#w1#G#B#u3#EII-s2#Minus.   



   Es erhält also der Antriebsmagnet G des Gebührenanzeigers ebensoviele Einstellstromstösse als der Speieherwähler S Heimlaufimpulse bekommt. 



   Sobald der Speicherwähler S seine Ruhestellung erreicht hat, öffnen die Noekenkontakte   n 1,   n 2, so dass das Relais U abfällt und durch die Kontakte   u2, u3   die Wechselstromaussendung beendet wird. 



   Die Spulen E I und EII sind Wicklungen einer Drosselspule E ; ebenso bilden die Spulen D   I   und   DII   eine Drosselspule. 



   Der Speieherwähler S ist mit einer Einrichtung versehen, durch die beim Erreichen der Höchstgebühr die Verbindung automatisch getrennt wird. Zu diesem Zwecke besitzt der Speicherwähler einen
Kontakt s 3 (Nockenscheibe od. dgl.), welcher bei der der   Höehstgebühr   entsprechenden Stellung des Speicherwählers S z. B. die Ader b 1 an Erde legt über :
7.   Erde-s.'3-t   3-b 1. 



   Dadurch wird in bekannter Weise die Auslösung der Verbindung herbeigeführt, indem das Relais T, Wicklung T II, stromlos wird, so dass dasselbe abfällt. Das Relais U spricht nach Stromweg 3 an,   da auch der Kontakt t 2 wiederin der Ruhelage ist. Ein Wiederansprechen des Relais T, Wicklung TI,   nach Stromlauf 1 wird durch den jetzt offenen Nockenkontakt n 3 des Speieherwählers S verhindert. 



  Es vollziehen sich also jetzt die schon beschriebenen Vorgänge für die Einstellung des Gebührenanzeigers G, W. 



   Es kann aber auch z. B. die Einstellung des Gebührenanzeigers von dem Einhängen des Teilnehmers N abhängig gemacht werden, wenn die Schaltung z. B. mit einer Abfangeeinrichtung be-   kannter Art kombiniert wird oder wenn die nachgeordneten Wahlstufen (I. GW od. dgl. ) für verzögerte   Auslösung (Fangen) ausgebildet sind. Das ist so zu verstehen. Die gezeichnete Anordnung zeigt eine Differenz zwischen dem   Gesprächszähler   GZ und dem Gebührenanzeiger beim Teilnehmer dann an, wenn z. B. ein abgehendes Ortsgespräch des Teilnehmers N durch ein ankommendes Ferngespräch unterbrochen wird. In diesem Falle ist die Benützung der   Leitungen A, J3 für   die Übertragung der Gebührenimpulse zum Teilnehmer N nicht zulässig.

   Wenn aber die Einstellung des Gebührenanzeigers in jedem Fall vom Einhängen des Teilnehmers abhängig gemacht wird, dann kann die Aussendung der Gebührenimpulse für das durch das Ferngespräch unterbrochene Ortsgespräch bis nach Beendigung des Ferngespräches aufgeschoben werden. Bei den Abfangeeinrichtungen wird der   Gespräehszähler   nach einer bestimmten Zeit stillgesetzt, z. B. wenn der Gegenpartner vorzeitig aufgelegt hat. In diesem Falle kann der Rufende ein neues Gespräch erst dann beginnen, nachdem er aufgelegt hatte und es hat betriebstechnische Vorteile, erst bei diesem Auflegen die Gebührenanzeige erfolgen zu lassen. 



   Durch die gezeigte Anordnung wird also erreicht, dass das während des Gespräches durch Zählstromstösse eingestellte Speicherwerk bei Gesprächsschluss in seine Ruhelage gebracht wird und gleichzeitig dabei den Gebührenanzeiger einstellt und dass ferner die Sprechdauer entsprechend der erfass- 
 EMI2.3 
 begrenzt wird. 



   Diese Anordnung bewirkt überdies in einfacher und betriebssicherer Weise durch Gleichstromstösse die Einstellung des Gebührenanzeigers und durch einen übergelagerten Wechselstrom die Abschaltung des Teilnehmerapparates während der Einstelldauer des Gebührenanzeigers. 



   Für das gezeichnete Ausführungsbeispiel ist in den beiden Tabellen gezeigt, wie die einzelnen 
 EMI2.4 
 der Ablesung der angezeigten Gebühr von Hand aus in seine Nullstellung zurückgestellt. Wenn z. B. während eines Gespräches die Gehühr ,,20" am Speicherwähler S gespeichert wird, so steht er in der 
 EMI2.5 
 gebracht, erhält also 9 Stromstoss. Diese 9 Stromstösse gelangen zum Gebührenanzeiger G, wodurch dieser in die Stellung ,,Schritt 9" gebracht wird. Diesem Schritt 9 entspricht auf der Gebührenskala die   Gebühr,, 20".   

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   Dementsprechend gilt für den Speicherwähler immer die Beziehung : gesamte Schrittzahl = gespeicherte Zählimpulse + erforderliche Rüekstellimpulse, wobei diese Rückstellimpulse gleichzeitig
Einstellimpulse für den Gebührenanzeiger sind. 



   Es ist also der Zweck der Erfindung erreicht, dass das die Zählstromstösse während des Gespräches aufnehmende Speicherwerk in seiner Grösse dem Gebührenanzeiger mit einer bestimmten anzeigbaren   Höchstgebühr   angepasst ist, indem die Schrittzahlen der beiden gleich gewählt werden und dass die zur Speicherung dienende Einrichtung nach   Gesprächsschluss   die Einstellung des Gebührenanzeigers bewirkt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung für   Fernsprechanlrgen   mit Gebührenanzeigern bei der Teilnehmer- stelle, welche von einer Speichereinrichtung gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Zählung verschiedenwertiger Verbindungen während des Gespräches betätigte Speichereinrichtung nach Gesprächsschluss oder nach Erreichen der erfassbaren   Höchstgebühr   während der Rückstellung in ihre Ruhelage die Einstellung des Gebührenanzeigers derart bewirkt, dass die nur in einer Richtung fortschaltbare Speichereinriehtung eine in bezug auf die Höchstzahl der   Zählstromstösse   komplementäre Anzahl von   Steuerstromstössen,   die also ein Mass für die anzuzeigende Gebühr bilden, zur Einstellung des Gebührenanzeigers aussendet.

Claims (1)

  1. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichereinrichtung und der Gebührenanzeiger als Schrittsehaltwerke (z. B. Drehwähler od. dgl. ) ausgebildet sind, welche zur Aufnahme einer konstanten Höchstzahl von Gebührenstromstössen mit gleichen Schrittzahlen ausgebildet sind, wobei die Speiehereinriehtung beim Erreichen dieser Höehstzahl die Sprechverbindung automatisch trennt.
    3. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennung der Verbindung bei Erreichen der höchsten zulässigen Sprechgebühr durch die Speichereinrichtung mittels eines ihr zugeordneten besonderen Kontaktes [z. B. Nockenkontakt (s ] durch unmittelbare Beeinflussung der Verbindungsadern [z. B. Spreehader (b1)] veranlasst wird.
    4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung des Gebührenanzeigers mit Gleichstomstössen über die beiden Sprechleitungsadern der Teilnehmeranschlussleitung erfolgt und dass durch einen dem Gleichstrom überlagerten, dauernden Wechselstrom, der parallel über beide Sprechleitungsäste und Erde während der gesamten Einstelldauer des Gebührenanzeigers gesendet wird, einerseits die Abschaltung des Fernsprechapparates der Teilnehmerstelle und anderseits die Anschaltung des mit Gleichstrom betriebenen Antriebsmagneten (G) des Gebührenanzeigers bewirkt wird.
    5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass nach Gesprächsanschluss ein der Speichereinrichtung zugeordnetes Schaltmittel (U) die Rückstellung des Speicherwerkes und gleichzeitig die Aussendung des Wechselstromes veranlasst.
    6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussendung der für die Einstellung des Gebührenanzeigers dienenden Gleichstromimpulse durch das Speicherwerk selbst erfolgt [Kontakte (s1,s2)].
AT159621D 1936-04-16 1936-04-16 Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Gebührenanzeigern. AT159621B (de)

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