AT160224B - Doppelsitzventil. - Google Patents

Doppelsitzventil.

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AT160224B
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Austria
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valve
seat
ring
plate
elastic
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Inventor
Alfred Ing Raimann
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Alfred Ing Raimann
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  Doppelsitzventil. 



   Die Erfindung betrifft ein Doppelsitzventil, bei dem   erfindungsgemäss   die Abdichtung durch eine membranartige Scheibe bzw. Ring erzielt wird, bei der die bei   Längsverschiebung   in der Mitte auftretenden Deformationen sich nicht als zwangsläufige Deformationen und Spannungen auf den Dichtungsrand übertragen, sondern der   Dichtungsrand   von der Deformation der Mitte nicht beeinflusst wird und für sich jeder entstehenden Diehtungslinie sich anpassen kann. Dies geht sogar so weit, dass Unebenheiten, Ovalitäten od. dgl. ohne Einfluss auf das Dichtverbleiben sind. 



   Es ist bereits bekannt geworden, die Abdichtung eines Doppelsitzventiles dadurch zu erzielen, dass an einem oder beiden Ventilsitzen   Abdiehtungsmittel   verwendet werden, die es ermöglichen, beide Ventile derart auf die Sitze zu bringen, dass eine einwandfreie Abdichtung sichergestellt ist. 



   Mit den bisher geoffenbarten Mitteln aber ist eine   Abdichtung   in der gewünschten Weise nicht zu erzielen, da alle geoffenbarten Lösungen Scheibenringe od. dgl. aus einem Material verwenden, das zwar elastisch ist, also eine weitere Veischiebung des   Ventilkörpers   gestattet, aber keine Randabdichtung bei der Deformierung ermöglicht. Durch Versuche, die der Erfinder durchgeführt hat, wurde festgestellt, dass in Metallscheiben, die eine Durchfederung gestatten, Spannungen bei dem   Durchdrücken   auftreten, welche den Rand mehr oder weniger verziehen. Dadurch geht zwangsweise das allseitige Anliegen der Kantenfläehe auf den Ventilsitz verloren und es bilden sich Spalten, die dann ein Durchlassen des Saugzuges oder Druckes hervorrufen.

   Die eist kreisrunden Scheiben deformieren sich zu einer mehr oder weniger unrunden Kegelfläehe, die selbst bei kreisrunder Sitzkante ein völlig allseitige s   Aufliegen ausschliesst.   



   Im Gegensatz hiezu wird   erfindungsgemäss   als ausgleichsschaffende Abdiehtungsscheibe bzw. 



  Ring ein Ring bzw. eine Scheibe aus weichem, nachgiebigen Material, also einem Material verwendet, das eine Eigennachgiebigkeit besitzt, also bei weiterer Längsverschiebung nach Aufsitzen und auch in sich selbst nachgibt, so dass es durch den Druck unter entsprechender Deformierung allseitig auf 
 EMI1.1 
 Material aufgebaut sind, sind praktisch unmögliche Lösungen. Bei dem starken Bedürfnis, welches insbesondere bei der Flugzeugindustrie für derartige Ventile besteht, liegt auch der beste Beweis für die vorstehenden Folgerungen darin,   dass   sich bisher in der Praxis und im Handel noch keines der dem Stande der Vorteehnik angehörenden Ventile eingeführt hat. 



   Der Gegenstand der Erfindung ist in den Zeichnungen in einigen   Ausführungsbeispielen   dargestellt. 



   Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch ein Doppelsitzventil gemäss der Erfindung. Fig. 2 zeigt den z. B. ferngesteuerten Teil eines Doppelsitzventiles in einer Stellung, welche er im Verlaufe der zweiten Stufe der Betätigung beim Abheben aufweist. Fig. 3 stellt einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform eines Doppelsitzventiles dar, bei welcher der Ventilkörper in seiner Verstelleinrichtung in besonderer Art geführt ist. 



   In Fig. 1 ist 1 das Ventilgehäuse, dessen obere   Durchgangsöffnung   einen starren Ventilsitz 2 und dessen untere Durchgangsöffnung einen elastischen Ventilsitz 3 aufweist. Die untere Durchgangs- 
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 EMI2.1 
 öffnungen steuernde Ventilkörper weist einen mittleren an seinem oberen Ende mit   Schraubengewinden   versehenen Teil 9 auf. Derselbe   trägt-an   seinem unteren Ende einen stangenartigen Fortsatz 11. 



  Letzterer ist in einer im unteren Deckel 12 des Doppelsitzventiles eingesetzten   Büchse     M geführt.   Mit 14 ist die   Sehlussfeder   des Doppelsitzventiles bezeichnet. Der mittlere Teil 9 trägt den unteren Ventilteller 20. Der obere Abschlusskörper 22 mit dem elastischen Ventilteller 16 ist durch Schraubengewinde 21 mit dem mittleren Teil 9 des z. B. ferngesteuerten Ventilkörpers verbunden. Der Abschlusskörper 22 für die obere   Durchflussöffnung   besitzt eine Büchse   2 ; ;, mittels welcher   er auf der Stange   25   geführt ist, die mit dem Anker 26 eines   Elektromagneten 1''1 verbunden   ist. 27 ist der Kern mit Einsatzbüchse 28.

   Die Wicklung des Elektromagneten ist mit 29 bezeichnet. 30 ist ein in das Gehäuse 18 des Elektromagneten eingeschraubtes   Abschlussstück,   welches in seinem oberen Teile als Abdichtungbüchse zur Aufnahme des Dichtungsmaterials 31 und der Brille 32 ausgebildet ist.. 33 sind die zum Anziehen der Brille dienenden Schraubenbolzen. Das   Ahdichtungsstück 3C   ist mit Ausnehmungen. 34 zum Durchstecken des   Schraubenschlüssels   und an seinem oberen Ende mit einem Ringflansch 35 zwecks Verschraubung mit dem Gehäuse 18 des Elektromagneten versehen. 36 ist eine sich gegen den auf der Stange 25 aufgekeilten Teller stützende Pufferfeder. 



   Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende :
Wird der Elektromagnet eingeschaltet, so erfolgt zunächst eine mit schwachen ansteigenden Kräften beginnende Verschiebung des Ankers 26   über den   grössten Teil seines Verschiebweges. Dabei wird über den Stössel 25 und Teller   37   die   Pufferfeder   36   zusammengedrückt,   ohne ein Ablösen des Ventiles von seinen Sitzen zu bewirken. 



   Das kurze Ablösen findet erst während der Endverschiebung des Ankers, also mit   maximalen     Druckkräften,   statt, wobei gleichzeitig eine unmittelbare   Kraftübertragung   vom Anker auf das Ventil durch Aufsetzen der   Anlagefläche   auf das obere   Bolzenende zusätzlich   in Wirkung tritt. Der Magnet kommt dabei mit dem Kern in   Berührung.   



   Trotzdem tritt zufolge der in der Feder 36 aufgespeicherten Kraft nun durch deren Entspannung die weitere Verschiebung des Ventiles ein, u. zw. über seine lange Endstrecke unter gleichzeitigem Spannen der gegenüber der Feder   36   etwa halb so starken Feder 14. 



   Nach Abschalten des Elektromagneten wird das Ventil durch die Feder 14 wieder geschlossen. 



   Bei vorliegendem Ausführungsbeispiel wird zur vollkommenen Entlastung der fernzusteuernde Maschinenteil erfindungsgemäss an verschiedenen Stellen sowohl in der Richtung seiner Verstellung, als auch quer dazu, nachgiebig gelagert. Diese nachgiebige Lagerung quer zur Verstellrichtung des ferngesteuerten Maschinenteiles wird erfindungsgemäss einerseits durch elastischen Andruck der zusammenwirkenden Abdichtungsteile und anderseits durch entsprechend geringe Bemessung des Durchmessers   der stangenförmigen Führungsteile 11   und 25 erzielt, mittels welcher die Lagerung des ferngesteuerten   Ventilkörpers   erfolgt. Durch diese Anordnung wird auch der selbsttätige Ausgleich aller Unregelmässigkeiten des   Abdiehtungskörpers jmd   die Erhaltung der Abdichtung unter allen Bedingungen sichergestellt. 



   Im vorliegenden Ausführungsbeispiele wird die vollkommene Entlastung des Doppelsitzventiles auch dadurch erzielt, dass das Doppelsitzventil einen starren Ventilsitz 2 mit dazugehörigem elastischen Ventilteller 16 und einem elastischen Ventilsitz 3 mit dazugehörigem starren Ventilteller 20 aufweist. 



  Bei dieser Anordnung wird durch die Anpressung der Ventilteller ein Nachgeben an beiden Sitzstellen erreicht, so dass auch dadurch ein selbsttätiger Ausgleich von Unregelmässigkeiten oder   Längen-   änderungen stattfindet, die in mangelhafter Herstellung oder Montage, in der Abnutzung oder in
Temperaturunterschieden begründet. sind. Durch diese Anordnung wird der Hauptnaehteil aller bekannten Doppelventile beseitigt, dass sie nicht gleichzeitig an beiden Dichtungsstellen zum Auf- sitzen gebracht werden können. Bei diesen tritt selbst nach sorgfältigem Einsehleifen immer wieder
Undichtheit auf und macht sich der nachteilige Einfluss von Temperatureinflüssen in einer Verminderung der erreichbaren Abdichtung bemerkbar. 



   Um nun die Grösse des   Anpressdruckes   entsprechend einstellen zu können, sind erfindungsgemäss die elastisch ausgebildeten Dichtungsteile 3, 16 in Form von Ringscheiben ausgebildet. Dadurch,   dass   der eine elastische Sitzring 3 im Gehäuse, also am   Aussenumfang   festgehalten ist, während der andere
Sitzring 16 im Abschlusskörper sitzt, ergeben sich für den dem Druck ausgesetzten elastischen Ring ungleiche axiale Kräfte auf den Abschlusskörper, da bei dem aussen gestützten Ring 3 der grösste Teil der   Ringflächenpressung     (s/g)   vom Gehäuse aufgenommen und der kleinere Teil (%) auf den starren
Ventilteller 20 übertragen wird.

   Im Gegensatz dazu ist es bei dem im Ventilkörper sitzenden elastischen
Ring 16 umgekehrt, da dort 5/8 der Pressung auf den Ventilkörper wirksam sind und nur   % der  
Pressung von der starren Sitzfläche 2 im Gehäuse übernommen werden. Unter Berücksichtigung dieser
Zusammenhänge wird erfindungsgemäss das Verhältnis der beiden Sitzkantendurchmesser (Fig. 1)   D 2 derart gewählt, dass sich bei dem längs seines äusseren Umfanges gelagerten elastischen Ringsitz 3 7 f   derselbe axiale Abschlussdruck ergibt wie bei dem längs seines inneren Umfanges gelagerten elastischen
Ringteller 16. 

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   Es hat sich ergeben, dass zur   Ermöglichung     des Abziehens und um   die Durchbiegung der elastischen Ringstücke bei hohen   Drücken   zu verhindern, es notwendig ist, diese elastischen Teile besonders abzustützen. Gemäss der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass der elastische Ringteller 16 auf der Seite des dazu gehörigen Ringsitzes. 2 und der elastische Ringsitz 3 auf der Seite des dazugehörigen Ventiltellers 20 eine das Abziehen dieser Teile bewirkende Stütze   8,   5 besitzt. 



   In Fig. 3 ist 9 der den unteren Ventilteller 20 tragende mittlere Teil und 16 der obere Ventil-   teller. 36   ist die Pufferfeder. 



   Gemäss der Erfindung weisen die Stützen   8,   5 Führungsteile 8', J'auf, durch welche der ferngesteuerte Ventilkörper 9,22 in Richtung seiner Verstellung geführt wird. Statt einzelner rippen- 
 EMI3.1 
 Mittels versehen ist. Ferner sind die Kanten der Stützen   5,     8,   gegen welche die elastischen Abdichtungteile   ,   16 bei geschlossenen   Durchgangsöffnungen   angepresst sind, gemäss der Erfindung abgenommen vorteilhafterweise   abgeschrägt.   Infolge dieser Anordnung stützt sich der elastische Dichtungskörper bei seiner Gestaltsänderung infolge Anpressens unter Wirkung des Flüssigkeitsdruckes gegen die Abschrägung, wodurch insbesondere bei hohen Drücken jedwede Beschädigung bzw.

   Überbeanspruchung des elastischen Materials des   Dichtungskörpers   verhindert wird. 



   Erfindungsgemäss kann durch die Wahl der freien dem   Flüssigkeitsdruck   ausgesetzten Breite X der elastischen Ringscheiben (Fig. 1) der Anpressungsdruek auf jene Höhe gebracht werden, welche klaglose Abdichtung bei betriebssicherer Wirkungsweise des Ventiles gewährleistet. 



   Dem Doppelsitzventil gemäss vorliegender Erfindung kommt der Vorteil absoluter Dichtheit zu, weil der die Abdichtung bewirkende Kantendruck durch Wahl der Breite des dem Druck ausgesetzten elastischen Ringes beliebig gesteigert werden kann und infolge der nachgiebigen Lagerung jedwede   Ungleichmässigkeiten,   wie Ungenauigkeiten betreffs des Abstandes der Teller, selbsttätig ausgeglichen werden. 



     PATENT-ANSPRÜCHE   :
1. Doppelsitzventil, bei dem die eine oder beide Abdichtungsstellen bei ungenauer Einstellung des Ventiles eine Weiterverschiebung des Ventilkörpers bis zum Anliegen beider Abdichtungsstellen ermöglichen, gekennzeichnet durch die Ausbildung der mit   Stützringscheibell     (5,   8) versehenen 
 EMI3.2 
 nachgiebigen Material, z. B. aus Gummi (Fig. 1).

Claims (1)

  1. 2. Doppelsitzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die nachgiebigen Ahdichtungs- teile nach der Einströmseite zu liegen. EMI3.3
    5. Doppelsitzventil nach Anspruch 1, bei dem Leitführl1ngsteile am Stützteller oder Stützring vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsflächen der Leitführungsteile mit den aussen-bzw. innenliegenden Ringkanten der Stützringscheibe bündig abschliessen.
    6. Doppelsitzventil nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützen (8, 5) Führungsteile (8', 5') aufweisen, durch welche der die Durchflussöffnungen steuernde Ventilkörper (9, 22) in Richtung seiner Verstellung geführt wird (Fig. 3).
    7. Doppelsitzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem elastischen Ventilteller (16) und einem starren Ventilsitz (2) und einem starren Ventil teller (20) mit einem EMI3.4 beiden Tellerdurchmesser derart gewählt ist, dass sich bei dem längs seines äusseren Umfanges gelagerten elastischen Ringsitz (.'3) derselbe axiale Abschlussdruck ergibt, wie bei dem längs seines inneren Umfanges gelagerte elastische Ringteller (16) (Fig. 1).
    9. Doppelsitzventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der längs seines Umfanges gelagerte elastische Ringteller (16) auf der Seite des dazugehörigen Ringsitzes (2) und der längs seines äusseren Umfanges gelagerte Ringsitz (3) auf der Seite des dazugehörigen Ventil tellers (20) eine das Abziehen dieser Teile bewirkende Stütze (8, 5) aufweist (Fig. 1).
AT160224D 1937-06-04 1937-06-04 Doppelsitzventil. AT160224B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3146591A1 (de) * 1981-11-25 1983-06-01 Karl Dungs Gmbh & Co, 7067 Urbach "ventil oder regler"
EP0461736A3 (en) * 1990-06-15 1992-06-10 Mannesmann Aktiengesellschaft Valve device

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3146591A1 (de) * 1981-11-25 1983-06-01 Karl Dungs Gmbh & Co, 7067 Urbach "ventil oder regler"
EP0080181A1 (de) * 1981-11-25 1983-06-01 Karl Dungs GmbH & Co. Verfahren zur Montage eines Doppelsitzventils und Regler-Ventil-Kombination mit solchen Doppelsitzventilen
EP0461736A3 (en) * 1990-06-15 1992-06-10 Mannesmann Aktiengesellschaft Valve device

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