AT1603U1 - Verwendung von additivflugaschen als verfüllgut zur bodenverbesserung - Google Patents

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AT1603U1
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Austria
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additive
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AT0803297U
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Friedrich Dipl Ing Faukal
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Geodrill Bohr Gmbh
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    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/91Use of waste materials as fillers for mortars or concrete

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  • Soil Conditioners And Soil-Stabilizing Materials (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Abstract

Vorgeschlagen wird die Verwendung von Additivflugaschen, insbesondere solchen mit Blaine-Werten von mindestens 1500 cm2 /g, mindestens 5 Gew.-% gebundenem und mindestens 2 Gew.-% freiem CaO, gegebenenfalls zusammen mit Zumahlstoffen, Zusätzen und/oder Zuschlägen, als Verfüllgut zur Bodenverbesserung, mit dem Kennzeichen, daß in Abhängigkeit vom Feuchtigkeitsgehalt des Bodens und der gewünschten Verbesserung im Verfüllbereich ein Wasser/Feststoffverhältnis bis hinauf zu 2,5 eingestellt wird.

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Die Erfindung betrifft die Verwendung von Additivflugaschen, insbesondere solchen mit Blaine-Werten von mindestens 1500 cm2/g, mindestens 5   Gew.-%   gebundenem und mindestens 2   Gew.-%   freiem CaO, gegebenenfalls zusammen mit Zumahistoffen, Zusätzen und/oder Zuschlägen,   als Verfüllgut   zur Bodenverbesserung. 



  Additivflugaschen oder REA-Produkte sind grosstechnische Abfallprodukte kalorischer Kraftwerke, bei denen zur Rauchgasentschwefelung im Sprühabsorptionsverfahren Kalziumverbindungen, vor allem Kalksteinmehl, verwendet werden. Durch die Umsetzung mit den Rauchgasen enthalten diese Aschen Reaktionsprodukte von   CaO   und freies CaO. 



  Eine typische Zusammensetzung eines derartigen REA   (Rauchgasentschwefelungsanlage)-Produkts ist    
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> Gew.-%
<tb> Flugasche <SEP> 20
<tb> Ca-sulfithalbhydrat <SEP> 65
<tb> Ca-sulfathalbhydrat <SEP> 5
<tb> Ca-carbonat <SEP> 5
<tb> CaO <SEP> 5
<tb> 
 und aufgrund der hohen Anfallmengen und des hydraulischen Abbindeverhaltens wurden folgende technischen Verwendungen vorgeschlagen : a) Zuschlag in Betonbaustoffen in Mengen von 5-10   Gew.-%,   b) Baustoff im Tiefbau (als Dichtstoffe zusammen mit   Inertfüllern, z. B. Steinmehl),   c) Dichtschichten für Deponien, d) als abbinderegelnder Zementzusatz im Austausch für Gips und Anhydrit, sowie e) zum thermischen Recycling unter Erhalt von Schwefelsäure und Zementklinker. 



  Am Tiefbaugebiet ist dabei bekanntgeworden, REA-Produkte zur Erzielung einer temporären Bodenabdichtung einzusetzen, wobei keine oder keine nennenswerte 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Bodenverfestigung angestrebt wird, dafür aber eine automatische Rückbildung der ursprünglichen Bodenporosität. Dies ist insbesondere interessant für temporäre Baugrundabdichtungen gegen anstehendes Grundwasser oder Wasserbaustellen ohne Wasserhaltung. Hiezu wurde vorgeschlagen, REA-Produkte als Bindemittel zu verwenden und in der Bodenverfüllmasse ein   Wasser/Feststoffverhältnis   im Bereich von 0, 5 bis   2, 5 einzustellen.   Dies mit dem Ziel, durch höheren Wasseranteil die Abdichtungsdauer herabzusetzen und umgekehrt. 



  Anderseits ist im Tiefbau zur Herstellung von hydraulischen gebundenen Tragschichten, stabilisierten frostbeständigen Bodenschichten und zur Bodenverfestigung auch die Verwendung von REA-Produkten zusammen mit Zement als Bindemittel vorgeschlagen worden-und zwar ausgehend von einem Stand der Technik, nach dem Bodenverfestigung mit Zement - die nur dann funktioniert, wenn der Boden nicht zu feucht ist-mit Kalk, mit REA-Produkten sowie mit REA-Produkten zusammen mit Kalk bereits vorgeschlagen worden war. 



  Dabei kann der zwingend vorgesehene Zementanteil bis zu 70   Gew.-%,   bezogen auf das REA-Produkt ausmachen und es können auch natürliche oder künstliche Puzzolane sowie andere latent hydraulische oder hydraulische Stoffe mitverwendet werden. 



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist hingegen, ausgehend von der bekannten Verwendung von REA-Produkten zur Bodenverfüllung die Situation am Verfüllort so abzustimmen, dass der jeweils gewünschte   Verfüllzweck   erreicht werden kann. Dies erfolgt erfindungsgemäss durch Einstellung des Wasser/Feststoffverhälnisses im   Verfüllbereich - somit   durch Abstimmen des   Wasser/Feststoffverhältnisses   in der Verfüllmasse auf das vor Ort vorliegende in Abhängigkeit von der durchzuführenden Bodenverbesserung.

   Dabei ist selbstverständlich eine Mitverwendung von Zement nicht 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass in Abhängigkeit vom Feuchtigkeitsgehalt des 
 EMI3.1 
 Es können je nach Bedarf alle auf dem Bau- und Zementsektor üblichen Hilfsstoffe zur Anwendung kommen,   d. h.   auf der einen Seite Zuschläge wie frische oder rezyklierte Baumaterialien, z. B. zerkleinerter Bauschutt, Erdreich, Sand, Kies, Splitt, geblähter Ton, Schiefer oder   Perlit, Kunststoffschaumteilchen, natürliche   oder synthetische, anorganische oder organische Fasern od. dgl., Zemente, natürliche oder künstliche Puzzolane, wie   z. B. herkömmliche   Flugaschen oder Trasse, latent hydraulische Stoffe, wie z.B.

   Hochofenschlacken, Branntkalke, Weisskalkhydrat, hydraulische Kalke, hochhydraulische Kalke, Kalziumsulfat, Gipse, gebrannte Gipse und/oder Anhydrite, Alkaliverbindungen, insbesondere Karbonate, Bikarbonate, Hydroxyde, Sulfate, Silikate, Aluminate und/oder alkalihältige Abfallprodukte, insbesondere Zementofenflugstaub, erhärtungsverbessernde Zusätze, wie   Caca2,   oder auf der anderen Seite Verflüssiger sowie hydrophobierende Mittel oder Treibmittel oder andere Schaumbildner, sowie Tenside - diese Zusätze werden wie üblich auf die Situation abgestimmt und grossteils dann verwendet, wenn bleibende Festigkeit gefordert ist. 



  Die Abstimmung erfolgt anhand vor Ort gezogener Bodenproben, da im Tiefbau nicht nur die unterschiedlichsten Bodenverhältnisse, sondern auch die unterschiedlichsten Vorschriften zu berücksichtigen sind.

Claims (3)

  1. EMI4.1 EMI4.2 freiem CaO, gegebenenfalls zusammen mit Zumahlstoffen, Zusätzen und/oder Zuschlägen, als Verfüllgut zur Bodenverbesserung, dadurch gekennzeichnet, dass in Abhängigkeit vom Feuchtigkeitsgehalt des Bodens und der gewünschten Verbesserung im Verfüllbereich ein Wasser/Feststoffverhältnis bis hinauf zu 2, 5 eingestellt wird.
  2. 2. Verwendung nach Anspruch 1 unter Zusatz von inerten, puzzolanischen und/oder, insbesondere latent, hydraulischen Zumahistoffen, z. B. Steinmehlen, Trassen, Schlacken, Kalken, Gipsen und Zementen.
  3. 3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2 unter Zusatz von in der Bauindustrie, insbesondere im Tiefbau, üblichen Zuschlägen, wie Sand, Kies, Splitt oder Erdreich.
AT0803297U 1996-08-20 1997-05-05 Verwendung von additivflugaschen als verfüllgut zur bodenverbesserung AT1603U1 (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT406584B (de) * 1998-05-19 2000-06-26 Spz Zementwerk Eiberg Gmbh & C Bindemittel zur schadstoffbindung in kontaminierten bodenbereichen und/oder zur bodenstabilisierung
DE20206256U1 (de) 2002-04-19 2002-09-12 Klose, Siegfried, 56626 Andernach Additiv zur Bodenverbesserung und Bodenverfestigung unter Verwendung sekundärer Bindemittel

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EP0209613A1 (de) * 1985-07-20 1987-01-28 GFR Gesellschaft für die Aufbereitung und Verwertung von Reststoffen mbH Verfahren zur umweltfreundlichen Deponierung von Kohlekraftwerk-Reststoffen
DE3639841A1 (de) * 1985-05-22 1988-06-16 Knauf Westdeutsche Gips Baumaterial, verfahren zur herstellung und verwendung desselben

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