<Desc/Clms Page number 1>
Akustisch-optische Scheinwerferfernsteuerung.
Die Erfindung betrifft die Aufsuclung und Verfolgung eines schallerzeugenden Zieles durch Horchgerät, Scheinwerfer und optisches Beobaehtungsgerät. Zunächst erfolgt dabei eine Feststellung des Zielpunktes mit Hilfe des Horchgerätes, welches über eine Einrichtung zur Sehallverzugsberück- sichtigung mit Scheinwerfer und optischem Beobachtungsgerät verbunden ist. Scheinwerfer und optisches Beobachtungsgerät stellen sich somit auf die vom Horchgerät ermittelte Richtung ein.
Auf diese Weise wird es möglich, die weitere Beobachtung des Zielpunktes unter Ausschluss des Horchgerätes, allein unter Zuhilfenahme von optischem Beobachtungsgerät und Scheinwerfer durchzuführen.
Nur ein Umstand muss dabei berücksichtigt werden, der vielfach erhebliche Schwierigkeiten verursacht hat und die Übernahme der Beobachtung vom Horchgerät auf die optische Beobachtungseinrichtung sehr erschwert.
Ist nämlich mit Hilfe des Horchgerätes der Zielpunkt ermittelt und über ein Nachlaufwerk Scheinwerfer und optisches Beobachtungsgerät in die Zielrichtung eingestellt und damit der Zielpunkt im Fadenkreuz des Beobachtungsfernrohres vorhanden, so muss nach Abschaltung des Horchgerätes das Beobachtungsfernrohr der Zielbewegung folgend verstellt werden. Da die Antriebsvorriehtung für den Scheinwerfer im allgemeinen zwangsläufig mit Hilfe eines Befehlsgebers betätigt wird, der von dem das optische Beobachtungsgerät Bedienenden gesteuert wird, so ereignet es sich erfahrungsgemäss häufig, dass bei der Einlenkung des Befehlsgebers in die der jeweiligen Zielbewegung entsprechende Steuerlage das Ziel aus dem Beobachtungsfernrohr verschwindet.
Bei Benutzung der Erfindung ist dieser Übelstand vermieden. Die akustisch-optische Scheinwerferfernsteuerung ist dabei so ausgebildet, dass vom Horchgerät nicht nur Scheinwerfer und damit verbundenes optisches Beobachtungsgerät nach Massgabe der jeweiligen Zielbewegung gesteuert werden, sondern gleichzeitig auch noch ein Befehlsgeber zwangsläufig betätigt wird, der sich der durch das Horchgerät dem optischen Beobachtungsgerät aufgezwungenen Folgegesehwindigkeit entsprechend einstellt.
Fernerhin weist diese Scheinwerfersteuerung erfindungsgemäss noch das Merkmal auf, dass nach erfolgter Abstimmung des Befehlsgebers auf die gerade vorliegende Zielbewegung und bei Vorhandensein des
EMI1.1
Ein Ausführungsbeispiel einer im Sinne der geschilderten Scheinwerferfernsteuerung wirkenden Anlage ist in der Zeichnung dargestellt. Um Weitläufigkeiten und Wiederholungen bei der Beschreibung zu vermeiden, sind nur die Horizontalantriebe für das Horchgerät 1, den Scheinwerfer 2 und das optische Beobachtungsgerät 3 in der Zeichnung dargestellt, und auch nur die Wirkungsweise dieses Horizontalantriebes soll im nachstehenden beschrieben werden. Für den Vertikalantrieb ist demnach der gesamte Aufwand noch einmal erforderlich mit Ausnahme eines Steuerknüppels 5, der über eine nicht dargestellte Universalkupplung beiden Bewegungsrichtungen gemeinsam ist, und mit Ausnahme eines Umformermotors 17, der auch den Antrieb für den Leonardgenerator der Scheinwerf ervertikaleinstellung übernehmen kann.
Das Horchgerät 1 steuert den Scheinwerfer 2 und das optische Beobaehtungsgerät 3 so lange, bis das Ziel im Fadenkreuz des optischen Beobachtungsgerätes 3 erscheint. Gleichzeitig wird von dem
EMI1.2
<Desc/Clms Page number 2>
die die jeweilige Winkelgeschwindigkeit der Fernrohrbewegung abbildet. Mit Hilfe des Schalters 6, der vorteilhafterweise auf dem Griff des Steuerknüppels 5 angebracht sein kann, erfolgt die Abschaltung der Horchgerätbeeinflussung auf Scheinwerfer 2 und optisches Gerät 3 in dem Augenblick, in dem das Ziel gefunden ist und der Hebel 5 die richtige der Zielbewegung entsprechende Lage einnimmt.
Im einzelnen ist die Wirkungsweise der Anlage folgende :
Das Horchgerät 1 wird mit Hilfe des mechanischen Abtriebes 7 betätigt und ist über den Schallverzugsrechner 8 mit der Rotorachse des Phasenschiebers 9 fest gekuppelt. Dieser Phasenschieber 9 liegt statorseitig an einem Drehstromnetz und rotorseitig wird über die Schleifringe 10 eine Spannung solcher Phasenlage abgegriffen, die der jeweiligen Horchgeräteinstellung in der Horizontalebene entspricht. Diese Spannung wird über den Umschalter 11 dem Statorteil eines Dynamometers 12 zugeleitet, welches rotorseitig dem Einfluss der vom Phasenschieber 13 herrührenden Spannung unterliegt. Dieser Phasenschieber 13 ist mit der Achse des Scheinwerfers 2 verbunden.
In dem Dynamometer 12 kommt also so lange ein Drehmoment der Rotoraehse zustande, wie die Felder der Rotor-und Statorseite nicht orthogonal liegen. Wenn diese beiden Felder noch nicht senkrecht aufeinanderstehen, wird eine nicht dargestellte mit der Rotorachse des Dynamometers fest verbundene Blende im Strahlengang eines Lichtbündels verschoben, so dass nur immer ein bestimmter Teil der Lichtintensität auf eine in dem Röhrengerät 14 angeordnete Photozelle einwirken kann. Diese Photozelle beeinflusst ebenfalls in dem Röhrengerät 14 die Gittersteuerung eines Stromriohtgefässes im Stromkreis der einen Erregerwicklung des Leonardgenerators 15. Dieser Leonardgenerator 15 besitzt noch eine zweite Erregerwicklung, durch die ein ständig gleichbleibender Strom fliesst.
Die beiden Erregerwicklungen sind derart aufeinander abgestimmt, dass bei gleicher AW-Zahl in beiden Wicklungen die Spannung des Leonardgenerators null ist und je nach Überwiegen des Feldes der einen oder andern Wicklung der Leonardgenerator eine Spannung in dem einen oder andern Sinne abgibt. Auf diese Weise ist es nicht nur möglich, dem Leonardmotor 16 jede gewünschte Drehzahl einzuprägen, sondern ihn auch still- zusetzen und in umgekehrter Richtung laufen zu lassen. Der Antrieb des Leonardgenerators 15 erfolgt von dem Umformermotor 17 aus, der, wie schon oben erwähnt wurde, gleichzeitig zum Antreiben desjenigen Leonardgenerators benutzt werden kann, der die Vertikaleinstellung des Scheinwerfers besorgt.
Der Leonardmotor 16 treibt über das Schneckengetriebe 18 den Scheinwerfer an und betätigt gleichzeitig den als Drehwandler ausgebildeten Geber 19 einer Naehlaufgruppe, dessen Empfänger 20 völlig übereinstimmend mit dem Geber aufgebaut ist, dessen Rotor sich dadurch stets in dieselbe Lage einstellt, die der Geberrotor jeweils inne hat. Auf der Rotorachse des Empfängergerätes 20 ist die
Schnecke 21 angeordnet, die das optische Beobachtungsgerät 3 betätigt und dieses Gerät in Über- einstimmung mit der Lage der Scheinwerferachse in der Horizontalebene bringt. Erfahrungsgemäss reicht zur einwandfreien Einstellung des optischen Beobachtungsgerätes 3 auf die jeweilige Schein- werferstellung eine Nachlaufgruppe 19, 20 der geschilderten Art nicht aus.
Es empfiehlt sich vielmehr, parallel zu dem Leonardmotor 16 noch den Leonardmotor 22 zu legen, der zusammen mit dem
Empfänger 20 der Naehlaufgruppe die Einstellung des Beobachtungsgerätes in die durch die Achse des Scheinwerfers vorgegebene Richtung besorgt.
Durch den Umschalter 11 wird entweder der Phasenschieber 9 oder der Phasenschieber 23 an das Feld des Dynamometers 12 gelegt. Da das als Abgleichgerät benutzte Dynamometer 12 eine sehr geringe Trägheit besitzt, besteht die Gefahr, dass im Augenblick der Betätigung des Umschalters 11 eine plötzliche Verdrehung der Achse des Dynamometers und damit eine nicht erwünschte Steuerung von Scheinwerfer und optischem Beobachtungsgerät stattfindet.
Um diesen Übelstand zu vermeiden, ist der Schalter 11 so ausgebildet, dass im Augenblick des Umlegens seiner beweglichen Glieder der
Phasenschieber 9 und der Phasenschieber 23 gleichzeitig auf das Dynamometer 12 geschaltet sind.
Da die Betätigung des Umschalters erfindungsgemäss erst immer dann vorgenommen wird, wenn völlig oder nahezu Übereinstimmung zwischen den Phasenlage besteht, die vom Phasenschieber 9 und vom Phasenschieber 23 geliefert werden, so kann im Augenblick die Parallelschaltung dieser beiden Geräte ohne Bedenken geschehen ;
sofern der Abgleich noch nicht völlig vorhanden ist, d. h. also noch ein geringer Phasenunterschied zwischen der vom Phasenschieber 9 und der vom
Phasenschieber 23 gelieferten Spannung besteht, wirkt sich diese Massnahme sogar dadurch sehr vor- teilhaft aus, dass auf das Dynamometer 12 der Mittelwert aus beiden Phasenlagen zur Wirkung kommt.
Der Umschalter 11 wird von der Taste 6 aus betätigt, indem bei geschlossenem Stromkreis der
Kern 24 von dem Relais 25 gegen die Wirkung der Feder 26 angezogen wird. Bei diesem Vorgang wird gleichzeitig die Klinke 27 verschoben und gegen die Steuerscheibe 28 gedrückt, welche mit dem
Planetengehäuse des Differentialgetriebes 29 fest verbunden ist. Die Steuerscheibe 28 weist zwei
Lücken 30 und 31 und zwei 1J. nterbrechungsstellen 30'und 31'auf und besitzt ausserdem die vier metallischen Segmente 32,33, 34 und 35, die mit der Schleifringanordnung 36 verbunden sind und über die Bürste 37 mit den Erregerwicklungen der Relais 38 und 39 in Verbindung stehen. Die Stirnseite der Klinke 27 besteht aus leitendem Material und ist über eine Bürste 40 mit dem einen Pol einer Batterie verbunden, deren anderer Pol auf die Relais 38 und 39 geschaltet ist.
Je nachdem, mit welchem Segment- teil die Stirnseite der Klinke 21 jeweils in Berührung kommt, wird das eine oder andere der beiden
Relais 38 und 39 und dadurch stets einer der beiden Schalter 41 oder 42 betätigt. Dies ist auch dann
<Desc/Clms Page number 3>
noch der Fall, wenn die Stirnseite der Klinke 27 in eine der beiden Lücken. 30 oder 31 der Steuerscheibe 28 eingreift und sich gegen die leitenden Teile der Segmente anlegt. Nur wenn die Klinke 27 sich genau in der Mitte der Lücke 30 oder der Lücke 31 befindet, ist der Stromkreis unterbrochen und jede Schaltwirkung damit unmöglich.
Durch die Schalter 41 und 42 wird der Motor 43 in der einen oder andern Drehrichtung in Gang gesetzt, wodurch über das Schneckenradgetriebe 44 und die Rutschkupplung 45 sowohl der Steuerknüppel 5 als auch der Schleifkontakt des Potentiometers 46 verschwenkt werden. Der Doppelschalter 41, 42 ist so eingerichtet, dass auch dann noch, wenn sich die Klinke 27 gerade an die Stelle 30'oder 31'der Steuerscheibe legt und dadurch sowohl das Relais 38 als auch das Relais 39 betätigt wird, ein Stromkreis zum Motor 43 geschlossen ist.
Nach Massgabe der jeweiligen Stellung des Kontaktarmes auf dem Potentiometer 46 wird der Rotorteil des Motors 47 mehr oder weniger erregt und dadurch eine Rückmeldung der jeweiligen Stellung des Befehlsgebers 5,46 über das Schneckenradgetriebe 48 und die Rutschkupplung 49 sowie über den Phasenschieber 23 auf die Scheibe 28 übertragen. Die Rutschkupplung 49 lässt, solange wie das Horchgerät noch Scheinwerfer und optisches Beobachtungsgerät einstellt und die richtige Einspielung des Befehlsgebers 5,46 bewirkt, ein Gleiten des dem Einfluss des Antriebes 48 unterliegenden Kupplungsteiles über den mit dem Rotor des Phasen- schiebers. 33 zusammenhängenden Kupplungsteil zu.
Ist vom Horchgerät 1 der Befehlsgeber 5,46 so eingestellt, dass der Motor 47 die zur Zielverfolgung erforderliche Winkelgeschwindigkeit des optischen Beobachtungsgerätes 3 abbildet, so findet dagegen kein Gleiten der beiden Kupplungsteile aufeinander mehr statt. Die Rutschkupplung 45 dient dazu, eine Steuerung des Schwenkarmes vom Potentiometer 46 mit Hilfe des Steuerknüppels 5 vorzunehmen, ohne dass dabei der Rotor des Elektromotors 43 und das Getriebe 44 mitbetätigt werden.
Der Stromkreis über die Klinke 27, Kontaktscheibe 28 zu den Relais 38 oder 39 bleibt so lange geschlossen, bis sich die Klinke 27 genau in der Mittellage einer der beiden Lücken 30 oder 31 befindet. Ist dieser Zustand erreicht, so bildet der Befehlsgeber 5,46 genau die Zielbewegung oder die Winkelgeschwindigkeit der Einstellung des optischen Beobachtungsgerätes ab.
Solange das Horchgerät die Einstellung des Scheinwerfers und die Nachstellung des optischen Beobachtungsgerätes besorgt, ist die Taste 6 geschlossen und dadurch wird in dem Dynamometer 12 das Feld des Phasensehiebers 9 gegen das Feld des Phasensehiebers 13 so lange abgewogen, bis beide Feldvektoren aufeinander senkrecht stehen. Während der Steuerung von Scheinwerfer und optischer Beobachtungseinrichtung durch das Horchgerät ist also die Klinke 27 mit einem der vier Segmente der Steuerscheibe 28 in Berührung oder sie befindet sich in einer der beiden Lücken 30 bzw. 31 oder auf einer der Unterbrechungsstellen 30'bzw. 31'der Steuerscheibe 28.
Auf diese Weise kommt über die Relais 38 und 39 sowie über die Schalter 41 und 42 eine Steuerung des Motors 43 zustande, wodurch die Befehlsgeber 5 und 46 in eine Lage gebracht werden, die der Steuerungsgeschwindigkeit von Scheinwerfer und optischem Beobachtungsgerät entsprechen. Sobald das Ziel im Fadenkreuz des optischen
EMI3.1
und anderseits die Klinke 27 betätigt, indem die Feder 26 zur Wirksamkeit kommt. Durch den Umschalter 11 wird an Stelle des Phasensehiebers 9 der Phasensehieber 23 auf das Feld des Dynamometers 12 geschaltet und ferner wird der Motor 43 vom Netz getrennt. Die Steuerung des Scheinwerfers und des optischen Beobachtungsgerätes erfolgt von diesem Augenblick mit Hilfe des Steuerknüppels 5 über das Potentiometer 46.
Da schon im Augenblick der Abschaltung des Horchgerätes sieh der Steuerknüppel 5 in einer solchen Lage befindet, die der jeweiligen Verstellgeschwindigkeit des optischen Beobachtungsgerätes entspricht, so kann in einfacher und bequemer Weise nachgesteuert werden, ohne dass erst die für die vorliegende Zielbewegung notwendige Stellung des Schwenkarmes auf dem Potentiometer 46 ermittelt zu werden braucht. Der am optischen Gerät 3 Beobachtende übernimmt also über den Steuerknüppel 5 und das Potentiometer 46 die weitere Zielverfolgung, indem er den Motor 47 und dadurch den Phasenschieber 23 über Schneckengetriebe 48 und Rutschkupplung 49 steuert.
Solange das Horchgerät durch den Umschalter 11 von der Beeinflussung des optischen Beob- achtungsgerätes und des Scheinwerfers abgeschaltet ist, kann es zur Aufsuchung eines zweiten Zielpunktes benutzt werden und gegebenenfalls mit einer zweiten aus Scheinwerfer und optischem Gerät bestehenden Gruppe verbunden sein, welche ebenso aufgebaut ist wie die oben beschriebene Anlage.
Ein und dasselbe Horchgerät kann auf diese Weise nacheinander zur Aufsuchung und Einstellung mehrerer Gruppen von optischen Geräten dienen, womit der Vorteil erreicht ist, dass die Bedienungmannschaft des Horchgerätes bei Vorhandensein mehrerer Ziele auch dann weiter beschäftigt bleibt, wenn die eine aus optischem Beobachtungsgerät und Scheinwerfer bestehende Gruppe bereits die Verfolgung eines Zieles übernommen hat.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.