AT160416B - Nachsteuereinrichtung für einem Richtungsanzeiger. - Google Patents
Nachsteuereinrichtung für einem Richtungsanzeiger.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Nachsteuereinrichtung für einen Richtungsanzeiger. EMI1.1 <Desc/Clms Page number 2> Die Fig. 1 zeigt einen senkrecht zur Kreiselumlaufachse gelegten Längsschnitt durch das Gerät. Fig. 2 ist ein Schnitt längs der Linie 2-2 in Fig. 1. Fig. 3 zeigt das Gerät von unten gesehen. In den Fig. 4 und 5 ist ein Teil des Gerätes in etwas anderer Ausführungsform im Längsschnitt und in einer Ansicht von unten dargestellt. Die horizontale Umlaufachse des Kreiselläufers 1 ruht in den Lagern 3 des Kreiselumlauf- achsenträgers 4. Dieser trägt eine Luftzuführungsleitung 5 für den Kreiselantrieb, zwei symmetrisch einander gegenüberliegende Membrangehäuse 6, ein Magnetsystem 7 sowie eine Sehnellsteuerein- richtung 9, 10, deren Zweck im Laufe der Beschreibung noch erläutert wird. Auf der lotrechten Drehachse 32 des Magnetsystems 7, das in dem Lager 33 ruht, sitzt eine Steuerscheibe 8, die aus zwei Düsen 18 austretende Luftstrahlen in Abhängigkeit von der Stellung des Magnetsystems steuert. Der Kreiselumlaufachsenträger 4 ist um eine zur Kreiselachse senkrechte horizontale Achse in den Lagern 11 des Kardanrahmens 12 drehbar, der seinerseits in Lagern 13 um eine lotrechte Achse beweglich ist. Die Betriebsluft tritt durch das untere Lager 13 des Kardanrahmens, strömt durch dessen hohle linke Seite und das Lager 11 hindurch in den Hohlraum 14 des Kreiselumlaufaehsenträgers 4. Von dort gelangt die Antriebsluft für den Kreisel durch die Leitung 5 und die Antriebsdüse 15 in das Gehäuse 16 des Kreiselläufers und beaufschlagt dessen Schaufeln. Mit dem Hohlraum 14 steht in nicht weiter gezeigter Weise die Kompasskammer 17 in Verbindung, aus der die Druckluft durch die Düsen 18 in einen Hohlraum 22 und von dort durch Öffnungen. 21 ins Freie gelangt. Dem Düsenpaar 18 gegenüber liegen zwei Düsen 19, die je nach der Stellung der exzentrischen Scheibe 8 verschieden stark abgeschirmt werden. Dadurch entsteht in der einen der beiden Leitungen 20, die'zu den Membrangehäusen 6 führen, ein Überdruck, auf Grund dessen sich die Membranen 23 in der entsprechenden Richtung bewegen. Die Membranen sind durch ein um den Kreisel herumgeführtes rechteckförmiges Gestänge 24 miteinander starr verbunden und werden durch eine Feder 25 in ihrer Mittelstellung gehalten. Durch die Membranbewegungen werden Pendelschieber 27 gesteuert, die um einen Drehpunkt 34 beweglich sind und die aus zwei Düsen 26 austretende, einander entgegenwirkende Luftströme steuern. Diese üben auf den Kreisel ein Drehmoment um dessen waagrechte Empfindliehkeitsachse aus, wodurch je nach Überwiegen der Stärke des einen oder des andern Luftstrahles eine Präzessionsbewegung um die lotrechte Kardanachse im einen oder andern Sinne erfolgt. Auf diese Weise wird der Kardanrahmen 12 stets in gleicher relativer Stellung zu dem Magnetnadelsystem 7 gehalten. Die aus den Öffnungen 26 austretende Luft kann entweder unmittelbar von der Leitung. M abgezweigt sein oder es kann hiezu Luft von geringerem Druck Verwendung finden, die bereits zum Antrieb des Kreisels gedient hat. Die Präzessionskräfte sind jedenfalls so klein gehalten, dass kurze Kompassschwingungen praktisch ohne Einfluss auf die Stellung des Kardanrahmens bleiben. Zum Zweck eines schnelleren Einsteuern der richtigen Azimutstellung des Kardanrahmens bei Inbetriebnahme des Gerätes werden zusätzliche Ausströmöffnungen 28 mit Druckluft gespeist. Die selbsttätige Abschaltung dieser Luftstrahlen erfolgt durch den im Zylinder 10 beweglichen Kolben 9, dessen untere Seite durch eine Druckluftleitung 30 mit dem Hohlraum 14 des Kreiselumlaufachsen- trägers 4 in Verbindung steht. Beim Einschalten der Druckluft wird der Kolben 9 unter Überwindung der Spannung der Feder 29 und des in dem Zylinder 10 eingeschlossenen Luftvolumens nach oben gedrückt und gibt dadurch eine Leitung 31 frei, die mit zusätzlichen Ausströmöffnungen 28 in Verbindung steht. Der Kolben 9 ist mit einer gewissen Undichtigkeit in den Zylinder 10 eingepasst, so dass unter der Wirkung der Feder 29 der Kolben nach erfolgtem Druckausgleich sich wieder nach unten bewegt und dadurch nach einer bestimmten Zeit die Leitung 31 abgesperrt wird und somit aus der Öffnung 28 keine Druckluft mehr austreten kann. Die Rücldaufzeit des Kolbens 9 ist so zu bemessen, dass bei der grösstmöglichen Abweichung zwischen Kreisel- und Magnetsystemstellung von 1800 die Leitung 31 nicht eher geschlossen wird, bis die Stellung des Kreisels mit der des Magnetsystems übereinstimmt. In den Fig. 4 und 5 ist eine Abwandlung der die Schnellsteuerung einschaltenden Einrichtung gezeigt. Der Kolben 9 wird in diesem Falle in der angehobenen Stellung durch einen Stift 38 verriegelt, der unter der Wirkung einer Feder 37 in die Aussparung 35 eines an dem Kolben 9 sitzenden Ansatzes 36 geschoben wird. Die Entriegelung erfolgt durch einen exzentrischen Ansatz 39 an dem Schieber 27, wenn dieser seine neutrale Stellung erreicht hat. Die Druckluft strömt somit aus der Öffnung 28 zusätzlich aus, bis die beiden Schieber 27 ihre Mittelstellung erreicht haben, was dann der Fall ist, wenn die Exzenterscheibe 8 die Düse 19 in gleichem Masse bei Übereinstimmung der Stellung des Magnetnadelsystems'7 und des Kardanrahmens 12 abschirmt. Zweckmässig wird der am Kolben 9 sitzende Ansatz 36 so ausgebildet, dass nach der Entriegelung beim Herabfallen des Kolbens der Stift 38 ausser Eingriff mit dem Ansatz 39 gebracht wird, um so ein reibungsfreies Arbeiten des Schiebers 27 zu gewährleisten. Hiefür wird der Ansatz 36 zweckmässig mit einer leichten Schräge versehen, wie in Fig. 4 gezeigt ist. In ähnlicher Weise wie bei dem in der deutschen Patentschrift Nr. 640131 geschilderten Gerät wird die waagrechte Lage der in Ostwestrichtung liegenden Kreiselumlaufachse durch zwei Pendelschieber 40 gewährleistet, die ihren Drehpunkt bei 41 haben. Von diesen werden aus Öffnungen 42 in entgegengesetzter Richtung austretende Luftstrahlen gesteuert, die bei Abweichungen der Kreisel- <Desc/Clms Page number 3> Umlauf achse und somit des Magnetsystems aus der Waagrechten ein Drehmoment um die lotrechte' Kardanaehse ausüben und so eine Präzessionsbewegung um die waagrechte Kardannebenachse herbeiführen. Auf diese Weise wird die fehlerhafte Beeinflussung des Magnetsystems durch die Vertikalkomponente des magnetischen Erdfeldes verhindert. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Naehsteuereinrichtung für einen Richtungsanzeiger, der durch um die waagrechte Empfind- lichleitsaehse eines statischen Kreisels wirkende, von einem Magnetkompass gesteuerte Drehmomente infolge von dadurch ausgelösten Präzessionsbewegungen um die lot-rechte Achse in seiner Azimutstellung gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass bei den den normalen Bereich der Kompass- sehwingungen überschreitenden Stellungsabweichungen zwischen dem Kompass und dem diesem nachgesteuerten System die Nachsteuerkräfte vervielfacht sind.
Claims (1)
- 2. Nachsteuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Magnetkompass gegebenen Steuerimpulse durch Zwischenschaltung eines Relais verstärkt auf den Kreisel zur Einwirkung gebracht sind.3. Nachsteuereinriehtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Präzessionsbewegung durch Luftstrahlen ausgelöst wird, die aus in Abhängigkeit von der Kompassstellung gesteuerten Öffnungen austreten, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des normalen Steuerbereiches nur ein kleiner Querschnitt, bei Überschreiten desselben jedoch ein vielfach grösserer Querschnitt freigegeben ist.4. Nachsteuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Präzessionsbewegung durch die Rückstosskräfte von Luftstrahlen ausgelöst wird, die aus in Abhängigkeit von der Kompassstellung gesteuerten Öffnungen austreten, dadurch gekennzeichnet, dass nach Überschreiten des normalen Steuerbereiches aus vorzugsweise zusätzlich freigegebenen Öffnungen ausströmende, unter höherem Betriebsdruck stehende Luftstrahlen zur Schnellsteuerung dienen. EMI3.1 die Vorrichtung für die Schnellsteuerung absehaltbar ist.6. Nachsteuereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschaltung beim Anlaufen des Kreisels nach Erreichen der neutralen Impulsgeberstellung selbsttätig erfolgt.7. Nachsteuereinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, bei der zur Auslösung der Präzessionsbewegungen Druckluft dient, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe auf einen unter Federspannung stehenden Kolben wirkt, der mit vorzugsweise einstellbarer Undichtigkeit einen Hohlraum abschliesst, derart, dass beim Einschalten der Druckluft die Schnellsteuerung durch die erfolgende Kolbenbewegung so lange wirksam ist, bis infolge Druckausgleich auf beiden Seiten des Kolbens dieser seine Ausgangsstellung wieder einnimmt.8. Nachsteuereinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben in seiner ausgelenkten Stellung verriegelt und die Verriegelung bei neutraler Stellung der Impulsgeberteile bzw. des zwischengeschalteten Relais selbsttätig auslösbar ist.9. Nachsteuereinriehtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Entriegelung in der neutralen Stellung einer in Abhängigkeit von vom Magnetkompass gesteuerten Kurvenscheibe erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT160416D AT160416B (de) | Nachsteuereinrichtung für einem Richtungsanzeiger. |
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