AT16226B - Selbstkassierender Gasverkäufer. - Google Patents

Selbstkassierender Gasverkäufer.

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AT16226B
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gas
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Hermann Dr Aron
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Hermann Dr Aron
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Selbstkassierender Gasverkäufer. 
 EMI1.1 
 worauf durch Festhalten des Gasmessertriebwerks ein sicherer Abschluss des Gases erreicht wird, wenn die bezahlte Menge verbraucht ist. Wenn man nämlich die Absperrung des 
 EMI1.2 
 dasselbe ganz dicht schliesst, was für die Dauer wohl niemals unbedingt zu erreichen ist, denn das Gas führt kleine feste Partikolchen mit sich, die am   Ventilsitz hängen bleiben   und Undichtigkeiten zur Folge haben. Die geringste Undichtigkeit bewirkt zunächst, dass Gasverluste entstehen. Dieses ist aber oft der geringere Nachteil, denn die Gasmengen. die dadurch verloren gehen, werden nicht immer bedeutend sein.

   Ein grösserer Nachteil tritt jedoch auch schon bei ganz winzigen Gasverlusten ein, wenn ein Gasmesser mit ge- 
 EMI1.3 
   Gas nur den geringen Druck   von 4 g pro Quadratzentimeter besitzt, so wirkt doch   infolge'   der grossen Flächen und der bedeutenden Übersetzung z.

     H.   an dem   Schneckenradc eines     fünflampigen     Gasmessers, das   in die   Zählwerkswelle   eingreift, ein Druck von mehreren hundert   Kilogramm.     Diese Kräfte bewirken bei einem   solchen lange mit geschlossenem aber   undichtem   Ventil   dastehenden   Gasmesser, dass der Bewegungsmechanismus (Trommel, Bälge) langsam aber sicher weitergeht und   hiebei werden Zähne verbogen,   Räder gelockert oder ausser Eingriff gebracht.

   Auch eine andere bei   ielen   Konstruktionen beobachtete   Erscheinung, dass nämlich die Angaben   des Zählwerks niemals mit den eingezahlten Münzen 
 EMI1.4 
 die   Gasabsporrung   durch   Bremsung   geschieht. Eine solche Bremsung ist aber unbrauchbar, denn durch Versuche wurde festgestellt, dass weder eine vollkommene Warnung noch eine Gasabsperrung durch Bremsung zu erreichen ist. Infolge   ungleichmässiger   Reibung wird 
 EMI1.5 
 

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 EMI2.1 
 noch ein Ventil hinzugefügt worden, das aber nicht   a) s Absperrorgan, sondern nur zum   Warnen dient, welchen Zweck es auch, ohne völlig dicht zu sein, erfüllen kann.

   Die oben beschriebene Vereinigung von Warnung und   Gasabsperrung   bringt zwei Konstrlktionsbedingungen mit sich. Wenn nämlich beim Verbrauch der   Gaszufll1ss   sich seinem Ende   nähert, so warnt der Apparat zunächst   mit einem Ventil. Wenn aber das Ventil etwas   undicht   ist, so hat der Bewegungsmechanismus des Gasmessers das Bestreben, fortzuschreiten, würde aber daran durch seine feste Verbindung mit dem Ventil, das nicht weiter gehen kann, gehindert werden und alle Nachteile, die oben hervorgehoben worden sind, nämlich das Verbiegen von Zähnen oder dgl. würden entstehen.

   Es ist daher zwischen Bewegungsmechanismus und Ventil eine Feder eingeschaltet worden, die das Vorrücken der beweglichen Teile so lange gestattet, bis der völlige   Gasabschluss   durch Festhalten derselben erfolgt. Da ferner die zur Warnung erforderlichen Gasmengen nach der Zahl der brennenden Lampen verschieden sind und diese Gasmengen verschiedenen Ventilstellungen entsprechen, so muss sich das Ventil langsam und stetig schliessen, damit diese Stellungen sich nicht zu rasch ändern d. h. damit die Warnung eine gewisse Zeit andauert. Ein sprungweise sich schliessendes Ventil, wie es mehrfach bekannt ist, kann wohl den Zweck des   Gasabschlusses,   aber nicht den der Warnung erfüllen, wenn auch die einzelnen Teilhewegungen sehr klein sein sollten.

   Im letzteren Falle würde dann wohl bei grossen gasentnahme eine unvoll-   kommene Art   von Warnung eintreten ; bei geringerer Gasentnahme, wie sie z.   B.     ein Auor-   brenner beansprucht, würde eine solche Warnung gar nicht bemerkbar werden, sondern ein   plötzliches Verlöschen eintreten.   Es ist daher zweitens die Konstruktion derart gestaltet worden, dass das Ventil sich langsam und stetig   schliesst, während   der Bewegungsmechanismus   plutzlich   an einem sich schnell bewegenden Element festgehalten wird, um einem   Verderben   des Apparates vorzubeugen. 



   Die Zeichnung stellt die hintere Ansicht der Warnungs-und Absperrvorrichtung dar. 



  Darin sind d und c mit den Lücken r und 3 die auf der Welle v befestigten Schaltscheiben, die einerseits durch eine (nicht gezeichnete) Einwurfsvorrichtung in der Pfeilrichtung   &alpha;   und andererseits vom Gasmessertriebwerk in der Pfeilrichtung ss gedreht werden. m ist eine Feder, die mit dem Ventil   M'fest   verbunden ist.   Der Winkelhebel f a   dient zur Auslösung und Sperrung des vom Gasmessertriebwerk gedrehten zweiarmigen Hebels e. Dieser Hebel s bewegt sich sehr rasch und es ist daher nur eine geringe Kraft erfordertich, um ihn festzuhalten.

   Der leicht auf der Welle v drehbare Hebel g mit der scharfen Kante k, der durch die Feder   y an den Stift o   der Scheibe   d   gedrückt wird, hat den Zweck, bei der Absperrung ein möglichst rasches Abfallen des Hebels f an der scharfen   hante 1.   in die Lücke zu ermöglichen.

   Die Scheibe d wird nämlich vom Zählwerk sehr langsam bewegt und ist es daher   unmöglich,   dem Hebel f den abgerundeten Teil der   Lücke'als Bahn anzuweisen,   da dann die Kante 2 des anderen Schenkels a sich langsam dem rasch sich drehenden Hebel e nähern und von ihm (e) vor der endgiltigen Absperrung mehrere Stösse erhalten würden   Hei der Auslösung dagegen   wird die Scheibe d rasch durch   Drehen der Einwurfsvorrichtung mit der Hand bewegt   und der   Ilebel f wird   daher schnell durch die abgerundete Fläche der   Lücke     r-auf   den Rand der Scheibe d gehoben.

   Wird nun in dem Münzeinwurf eine Münze eingeführt, so drehen sich die Scheiben d und c mit ihren   Lücken,. und 3   und den beiden Stiften o und 4 in der Pfeilrichtung   &alpha;   (der Stift o sitzt vorn, der Stift 4 hinten auf der Scheibe d). Der Stift 4 entfernt sich von der Feder   m,   die mit dem zweiarmigen Hebel der Ventilklappe w verbunden ist und die
Ventilklappe öffnet sich rasch durch ihr Eigengewicht. Für den Fall, dass die Klappe w etwa durch Adhäsion an ihrem Sitze festgehalten wird, ist die Scheibe e mit einer Lücke 3 versehen. Eine Fläche derselben drückt, nachdem der Stift 4 von der Feder   Mt   entfernt ist, auf letztere und öffnet so das   Ventil. Die Klappe : c   ist mit dem längeren Hebel im
Gehäuse 5 auf der Welle x befestigt.

   Ausserhalb des Gehäuses 5 ist auf der Welle der kurze Hebel mit der Feder in angebracht. Gleichzeitig mit der Öffnung des Ventiles wird die Sperrvorrichtung ausgelöst, u. zw. durch die Scheibe d. Die   Lücke r ist,   wie schon   erwähnt,   an der Seite, wo der Hebel f angreift, abgerundet. Solange der Messer gesperrt ist, verdeckt der federnde Hebel   9   den abgerundeten Teil der Lücke r.

   Wird aber die
Scheibe d von der Einwurfsvorrichtung aus rasch in der Pfeilrichtung   x   gedreht, so gibt der Hebel 9 dem Druck des Hebels f nach, die Lücke   r wird   frei und der Hebel f wird durch die abgerundete Fläche der Lücke 'angehoben und gelangt auf den Rand der
Scheibe d, wobei der Schenkel a den zweiarmigen Hebel e. freigibt, so dass der Bewegungs- mechanismus des Gasmessers in Tätigkeit treten kann. Der federnde Hebel   9   nimmt dann seine ursprüngliche Lage am Stift o wieder ein.

   Wenn das bezahlte Gas fast verbraucht ist und die Scheibe d sich so weit in der Pfeilrichtung ss zurückgedreht hat, dass der 

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   Hebel f nahe   bei der   Kante k angelangt   ist, so drückt der Stift 4 auf die Feder m und schliesst nach und nach unter gleichzeitiger Warnung das Ventil. Ist das Ventil ? nicht ganz dicht, so rUckt der Bewegungsmechanismus des Gasmessers langsam vorwärts und dreht die Scheibe d in der Pfeilrichtung weiter   zurück,   während das Ventil w bereits aufsitzt und sich nicht weiter bewegen kann. Die Möglichkeit dieser Weiterbewegung wird mit Hilfe der Feder   ? M erreicht,   die hiebei vom Stift 4 so lange durchgebogen wird, bis 
 EMI3.1 
 Weiterbewegung hindert, wodurch das Gas völlig abgesperrt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Selbstkassierender Gasverkäufer, bei dem die Beendigung der Lieferung der ver-   kauften Gasmenge durch Schliessung   eines   Leitungsventiles   und Hemmung des Triebwerkes erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Hemmung des Triebwerkes zur Erzielung eines sicheren Gasabschlusses auch bei undichtem Ventil durch Eingriff eines Sperrglieds   (a,   2) in die Bahn eines vom Triebwerk angetriebenen Teiles, z. B. eines rasch rotierenden Flügels (e) erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Selbstkassierender Gasverkäufer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schliessung des Yontils und dio Sperrung des Triebwerkes durch eine Scheibe (d) derart bewirkt werden, dass die Sperrung des Triebwerkes durch Einfall eines die Sperrklinke (a, 2) tragenden Hebels (f) in eine Rast (r) der Scheibe (d), die Schliessung des Ventils dagegen durch Druck eines Stiftes (4) der Scheibe (d) gegen eine am Ventil (w) befindliche EMI3.2 schaffen ist, die gestattet, dass auch bei geschlossenem aber undichtem Ventil das Triebwerk noch bis in die Sperrstellung vorrückt. EMI3.3
AT16226D 1901-08-10 1903-06-15 Selbstkassierender Gasverkäufer. AT16226B (de)

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