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Fahrbare Materialfördervorrichtung für industrielle Ofen
Die Erfindung bezieht sich auf eine fahrbare
Materialfördervorrichtung für industrielle Öfen und besteht darin, dass die wagenartige Förder- bahn aus aufeinanderfolgenden karrenartigen
Gliedern gebildet ist, von denen sich jedes einzelne an einem Ende auf ein Räderpaar und am entgegengesetzten Ende auf das nächstfolgende karrenartige Glied gelenkig und leicht entkuppelbar abstützt.
Dadurch wird erreicht, dass die Förderbahn sich schmiegsam ihrer Unterlage anpasst und die Belastungsverteilung auf sämtliche Räder durch die Wärmeeinwirkung, die sich ja bekanntlich wegen der oft sehr grossen Temperaturen bzw. Temperatursprünge bei hoher Gewichtsbelastung der Materialbehälter sehr ungünstig auswirkt, sich ändert ; ausserdem können Einzelteile der Fördervorrichtung rasch und ohne Schwierigkeiten ausgewechselt werden und die Länge derselben kann je nach Bedarf vergrössert oder verkleinert werden.
Eine besonders zweckmässige Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, dass die Längsverbindungsteile der karrenartigen Glieder sich an ihrem einen Ende mittels einer Gabel auf ein Rad bzw. die Welle eines Räderpaares abstützen, während sie an ihrem anderen Ende mit den entsprechenden Längsverbindungsteilen des nächstfolgenden karrenartigen Gliedes gelenkig und in einfacher Weise lösbar gekuppelt sind, wodurch Verklemmungen durch Wärmedehnungen in den Lagern praktisch fast vollkommen ausgeschlossen sind und ausserdem ermöglicht wird, beschädigte Wagenglieder und insbesondere Einzelteile derselben, wie z. B. Radachsen u. dgl., in einfacher Weise rasch auszuwechseln.
Zwei aufeinanderfolgende Glieder können zweckmässig dadurch miteinander gekuppelt werden, dass an den einander zugekehrten Enden zweier Längsverbindungsteile mittels eines leicht herausnehmbaren Bolzens scharnierartig verbundene Lappen vorgesehen sind. Statt dessen können aber auch die an ihrem einen Ende sich mit einer Gabel gegen ein Räderpaar abstützenden Längsverbindungsteile mit
Vorteil an ihrem anderen Ende eine zweite Gabel zum Aufsetzen auf die Welle des nächstfolgenden
Räderpaares besitzen.
In der Zeichnung ist die Materialförder- vorrichtung gemäss der Erfindung in Fig. 1 in
Seitenansicht und in Fig. 2 die Verbindung zweier Glieder in Draufsicht dargestellt, u. zw. sind mit 1 die Längsverbindungsteile bezeichnet, die an ihrem einen Ende mit Gabeln 2 versehen sind. 3 sind die Radachsen, die mit den zu- gehörigen Rädern 4 eines Räderpaares jeweils einen Radsatz bilden, der zusammen mit den zugehörigen Längsverbindungsteilen jeweils ein karrenartiges Glied der Vorrichtung bildet. Die
Gabeln 2 der Längsverbindungsteile 1 stützen sich auf der Welle 3 des zugehörigen Radsatzes ab, während am anderen Ende der Längsverbindungsteile 1 Lappen 5 vorgesehen sind, die zur gelenkigen und leicht entkuppelbaren Verbindung mit dem nächstfolgenden karrenartigen
Glied dienen. Lediglich das letzte Glied der Reihe stützt sich auf zwei Radpaare.
Die gelenkige und leicht entkuppelbare Verbindung zweier aufeinanderfolgender Längsverbindungsteile gemäss Fig. 1 und 2 ist in Fig. 3 in Seitenansicht und in Fig. 4 in Draufsicht in vergrössertem Massstab dargestellt. Daraus ist die am einen Ende zweier aufeinanderfolgender Längsverbindungsteile vorgesehene scharnierartige Verbindung deutlich ersichtlich, welche durch einen Lappen 5, der am einen Längsverbindungsteil angeordnet ist, und einen Doppellappen 6 des anderen Längsverbindungsteiles gebildet wird, wobei die ineinandergreifenden Lappen 5 und 6 durch einen leicht herausnehmbaren Bolzen 7 gekuppelt sind.
Die Fig. 5 und 6 zeigen in Seitenansicht und Draufsicht eine andere Kupplung der Längsverbindungsteile, u. zw. ist dort mit 9 eine am Ende des vorhergehenden Längsverbindungsteiles vorgesehene Gabel bezeichnet, die in den Spalt der Doppelgabel 8 eingreift, welche am Anfang des nächstfolgenden Längsverbindungsteiles vorgesehen ist, wobei die Kupplung beider Längsverbindungsteile durch die gemeinsam mit
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ihren Gabeln umgriffene Welle des zugehörigen, in Fig. 5 und 6 der Einfachheit wegen nicht dargestellten Radsatzes gebildet wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fahrbare Materialfördervorrichtung für industrielle Öfen, dadurch gekennzeichnet, dass die wagenartige Förderbahn aus aufeinanderfolgenden karrenartigen Gliedern besteht, von denen sich jedes einzelne an einem Ende auf ein Räderpaar (4) und am entgegengesetzten Ende auf das nächstfolgende karrenartige Glied gelenkig und leicht entkuppelbar abstützt.