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Vervielfältigungsgerät
Die Erfindung betrifft eine Verbesserung an jenen bekannten Vervielfältigungsgeräten zum zeilenweise Umdrucken von Spiegelschriftoriginalen, wie solche z. B. in der deutschen Patentschrift Nr. 538739 beschrieben sind. Bei diesen bekannten Geräten besteht der Nachteil, dass mit einem Apparat jeweils nur eine bestimmte Streifenbreite umgedruckt werden kann, die durch die Breite des Wischers und der Druckrolle gegeben ist. In der Praxis besteht aber das Bedürfnis, Umdrucke von verschiedenartigen Vorlagen, wie Kontoblättern od. dgl., durchführen zu können, wobei diese Vorlagen je nach der Art ihrer Beschriftung, der Art der Zeilenanordnung u. dgl. den Umdruck von breiteren oder schmäleren Streifen erforderlich machen.
Man hat sich daher genötigt gesehen, die bekannten Maschinen in verschiedenen Grössen zu erzeugen ; die Anschaffung und der Betrieb von mehreren Apparaten ist indessen unwirtschaftlich.
Der Versuch, ein Gerät der genannten Art durch Austausch der Druckrolle und des Wischers verschiedenen Druckbreiten anzupassen, scheiterte bisher an der Art der verwendeten Vorrichtungen zur Befeuchtung des Wischers. Bei den bekannten Vorrichtungen erhält der Wischer das notwendige Mass an Befeuchtungsflüssigkeit aus einem Vorratsbehälter, der entweder im Griff des verschieblichen Schlittens angeordnet ist und über eine Rohrleitung mit dem Feuchtfilz in Verbindung steht oder aus einem Vorratsbehälter, welcher in der den Filz tragenden längsverschieblichen Schiene sitzt. Es hat sich aber hiebei gezeigt, dass die Anpassung der je nach der Zeilenbreite verschiedenen Menge an verbrauchtem Lösungsmittel an den jeweiligen Bedarf zu Unzukömmlichkeiten führt.
Die Einregulierung der nachströmenden Flüssigkeit ist zeitraubend und macht die Herstellung von Probeabdrucken notwendig, wobei aber wegen der Gefahr der Überflutung des zu bedruckenden Blattes diese Probedrucke nicht mit einer Originalvorlage hergestellt werden können, weil die umdruckfähige Beschriftung derselben durch ein Übermass an Lösungsmittel verschmiert werden könnte.
Die Erfindung besteht nun darin, dass das Ende der den Wischer tragenden längsverschieblichen Schiene und die Anpresswalze derart ausgebildet sind, dass Anpresswalzen und Wischer verschiedener Breite in die bezüglichen Halteorgane eingesetzt werden können, wobei die Ergänzung des Flüssigkeitsinhaltes des Wischers durch einen am Rand der Grundplatte angeordneten Flüssigkeitsvorratsbehälter erfolgt, welcher mit einem, in dessen Flüssigkeitsfüllung eintauchenden Saugstopfen verschlossen ist und die Feuchtflüssigkeit lediglich dadurch an den Wischer abgegeben wird, dass dieser nach jedem Druckvorgang über diesen Stopfen gleitet und dabei aus diesem Flüssigkeit aufnimmt.
In der schematischen Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens unter Weglassung aller für die Erfindung unwesentlichen Einzelheiten veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 einen Querschnitt und Fig. 2 eine Draufsicht auf das neue Gerät, letztere nach Linie 2-2 der Fig. l geschnitten.
Es bezeichnet 1 die Grundplatte mit einem Lagerbock 2 und einem darin befindlichen Bolzen 3, um den sich der Kopfteil 4 mit den Gleitstangen 5 drehen kann. Auf diesen Gleitschienen läuft der die Anpressrolle 6 tragende Schlitten 7, der mit einer Schiebestange 8, letztere befestigt am Griffteil 9, verbunden ist.
Der Griffteil 9 trägt ferner eine Schiene 10, an deren äusseren Ende der Wischer 11 durch eine Abdeckplatte 12 befestigt ist. Die Schiene 10 ist in Verlängerungen 13 eines Joches 14, wie an sich bekannt, geführt. In die Grundplatte 1 ist ein Flüssigkeitsbehälter 15 eingesetzt und durch einen saugfähigen Stopfen 16, z. B. aus Filz, in der Weise verschlossen, dass die freie obere Fläche dieses Filzes bündig mit der oberen Fläche der Platte j ? abschliesst, so dass, nach Verschieben des Griffteiles 9 nach rechts, der Wischer 11 mit dem Filz 16 in Berührung kommt.
Diese kurzzeitige Berührung reicht auch bei flottem Arbeiten vollkommen aus, um dem Wischer die notwendige Flüssigkeitsmenge zu vermitteln. In der Grundplatte ist ferner noch das bekannte verschiebbare Lineal 17 zum Einspannen des Originals vorgesehen. Die Mittel, welche dieses Original beim Aufklappen der Teile 4 5 und 9 nach aufwärts (Pfeilrichtung A, unter dem Einfluss einer Zugkraft P) unterstützen, sowie der Anschlag für das zu bedruckende Blatt sind der Deutlichkeit halber nicht gezeichnet.
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Die Anpressrolle 6 und der Wischer 11 nebst Abdeckkappe 12 werden in verschiedenen Breiten geliefert und je nach Bedarf eingesetzt. Eine entsprechende konstruktive Ausbildung der diese Teile haltenden Mittel ermöglicht dieses Austauschen mit geringstem Zeitaufwand. Die Breite des Verschlussstopfens 16 ist zweckmässig so bemessen, dass sie eine verlässliche Befeuchtung der grössten gängigen Wischerbreite ermöglicht.
Es kann indessen auch zweckmässig sein, auch das Vorratsgefäss 15 auswechselbar auszuführen, besonders wenn die Maschine die Herstellung von Umdrucken erheblicher Breiten (etwa bis zu 10 cm) ermöglichen soll. In diesem Falle werden allerdings die die Rolle 6 und den Wischer 11 tragenden Teile durch solche entsprechender Breite ersetzt, um ein Einsetzen so breiter Druck- rollen bzw. Wischer und deren sichere Lagerung zu gewährleisten.