AT162831B - Anordnung zur Vermeidung eines unzulässigen Spanungsanstieges bei geringer Belastung eines Gleichrichters in Saugdrosselschaltung - Google Patents

Anordnung zur Vermeidung eines unzulässigen Spanungsanstieges bei geringer Belastung eines Gleichrichters in Saugdrosselschaltung

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AT162831B
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  Anordnung zur Vermeidung eines unzulässigen Spannungsanstieges bei geringer Belastung eines Gleichrichters in Saugdrosselschaltung 
Es ist bekannt, dass die Spannung eines Gleich- richters in Saugdrosselschaltung von einem ge- wissen niedrigen Gleichstromwert an, der gerade noch die normale Magnetisierung der Saugdrossel gestattet, bis zum völligen Leerlauf beträchtlich ansteigt und es sind auch schon verschiedene
Massnahmen zur Verminderung oder Beseitigung dieses Nachteiles bekannt, wie z. B. die Parallel- schaltung eines Kondensators zur Saugdrossel oder deren künstliche Erregung mittels einer zusätz- lichen Wicklung, die von einer geeigneten
Spannung der erforderlichen höheren Frequenz gespeist ist. 



   Wesentlich einfacher ist es jedoch, den uner- wünschten Spannungsanstieg dadurch zu ver- meiden, dass man an die Gleichstromklemmen einen Widerstand als Grundbelastung anschliesst, der dauernd einen so grossen Strom aufnimmt, dass eine ausreichende Magnetisierung der Saug- drossel sichergestellt ist. Dieses Verfahren ist jedoch in der bisher geübten Weise unwirtschaftlich, da die im Widerstand verbrauchte Energie nutzlos verloren geht. 



   Gemäss der Erfindung wird bei einem Gleichrichter in Saugdrosselschaltung die Grundbelastung mindestens zum Teil durch Nutzwiderstände, z. B. durch Heizeinrichtungen, die sonst aus dem Wechselstromnetz gespeist werden, gebildet. Insbesondere soll aber die Grundbelastung erfindungsgemäss durch solche Hilfseinrichtungen gebildet werden, die zur Aufrechterhaltung des Betriebes   de3   Gleichrichters dauernd mit Strom gespeist werden müssen. Dieser Gedanke kann z. B. dadurch verwirklicht werden, dass die zur Kühlung dienenden Apparate, wie etwa die Lüfter bei luftgekühlten Gleichrichtern, statt wie üblich, aus einem Wechselstromnetz von der Gleichrichtergleichspannung gespeist werden. 



  Ist diese Spannung für den Betrieb der Geräte zu hoch, so kann sie durch einen Vorschaltwiderstand, gegebenenfalls auch durch einen mit seinen Aussenklemmen an der vollen Gleichspannung liegenden Spannungsteilerwiderstand, auf einen entsprechend niedrigen, erforderlichenfalls einstellbaren Wert heruntergesetzt werden. Diese Widerstände können gleichfalls als Heizwiderstände ausgebildet sein. Zur Herabminderung der auf das einzelne Gerät entfallenden Spannung kann unter Umständen auch eine Reihenschaltung mehrerer Geräte vorgenommen werden. 



   Wenn bei einer Gleichrichteranlage eine von allen verfügbaren Spannungen abweichende, z. B. sehr niedrige Spannung zur Speisung von Relais und Betätigungsstromkreisen erforderlich ist, wie dies z. B. häufig bei selbsttätigen oder   fembe-   dienten Stromrichteranlagen der Fall ist, so kann diese Hilfsspannung gemäss der Erfindung statt einer eigens hiefür vorgesehenen Stromquelle ebenfalls einem in Spannungsteilerschaltung an die
Gleichstromklemmen der Anlage angeschlossenen Widerstand entnommen werden, wobei dieser Widerstand so bemessen (überbemessen) ist, dass er gleichzeitig die Aufgabe erfüllt, einen unzulässigen Anstieg der Gleichspannung zu vermeiden. 



   Die Figuren zeigen einige Ausführungsbeispiele. Es bedeutet 1 den Gleichrichtertransformator, 2 die Saugdrossel, 3 das Stromrichtergefäss sowie 4 und 5 die Gleichstromklemmen. Nach Fig. 1 wird die Grundbelastung durch die Reihenschaltung eines Widerstandes 6 und eines Lüftermotors 7 erzielt, bei der Schaltung nach Fig. 2 dagegen durch einen entsprechend bemessenen Widerstand 8, der gleichzeitig in Spannungsteilerschaltung die Spannung zur Speisung eines Ruhestromkreises 9 liefert, bei dessen Unterbrechung der Schalter 10 die Anlage abschaltet. Gemäss Fig. 3 wird die Grundbelastung durch die Reihenschaltung eines Widerstandes 6 mit den untereinander parallel ge- 
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 lampe, 12 kann z. B. die Spule eines Spannungs- überwachungsrelais sein und 13 die Spule eines Ruhestromsystems, z.

   B. die Nullspannungsspule eines Schutzschalters, über den etwa die Speisung des Erregerstromkreises des Gefässes 3 aus einem fremden Netz geeigneter Spannung erfolgt und durch dessen Auslösung daher die Erregung bei Ausserbetriebsetzung der Hauptstromkreise des Stromrichters ebenfalls abgeschaltet wird. 



   Einer der beiden Gleichstrompole einer Gleichrichteranlage ist sehr häufig geerdet. Man ordnet dann die nicht an der vollen Gleichspannung 

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 liegenden Hilfsgerät bzw. Hilfskreis (7, 9, 11, 12,   13)   vorzugsweise so an, dass sie an den geerdeten Pol unmittelbar angeschlossen sind und daher nur einer ihrer (niedrigen) Betriebsspannung entsprechenden Isolierung gegen Erde bedürfen. 



   Der durch die Erfindung erzielte Fortschritt besteht nicht nur darin, dass der Gesamtwirkungsgrad der Anlage nicht unbeträchtlich erhöht wird, sondern es ist auch die durch die Erfindung ohne   VerwendungvonHilfsgleichrichtern odersonstigen   Hilfsstromquellen möglich gewordene Speisung der Hilfsbetriebe mit Gleichstrom häufig wesentlich günstiger als die mit Wechselstrom. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Gleichrichteranlage in Saugdrosselschaltung mit einer Grundbelastung zur Vermeidung eines unzulässigen Spannungsanstieges, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundbelastung mindestens 
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 aus dem Wechselstromnetz oder über einen Hilfsgleichrichter gespeist werden.

Claims (1)

  1. 2. Gleichrichteranlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die der Hilfseinrichtung oder den Hilfseinrichtungen zugeführte Spannung mittels eines (gemeinsamen) Vorschalt-oder Spannungsteilerwiderstandes auf einen unter der Gleichspannung des Gleichrichters liegenden Wert herabgesetzt wird.
    3. Gleichrichteranlage nach Anspruch 1 oder 2, insbesondere selbsttätige oder fernbediente Anlage, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung für die Speisung der vorzugsweise in Ruhestromschaltung arbeitenden Relais und Betätigungsstromkreise der Anlage einem an die Gleichstromklemmen angeschlossenen Spannungsteilerwiderstand entnommen wird, der so bemessen ist, dass er gleichzeitig die Aufgabe erfüllt, eine Unterschreitung der zur Vermeidung eines unzulässigen Spannungsanstieges erforderlichen Mindestbelastung des Gleichrichters zu verhindern.
    4. Gleichrichteranlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil des Spannungsteilerwiderstandes durch Nutzstromverbraucher ersetzt ist (Fig. 3).
    5. Gleichrichteranlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere mit hoher Gleichspannung, dadurch gekennzeichnet, dass nicht an der vollen Gleichspannung liegende Ver- brauchermiteinemPolunmittelbar oder mindestens über einen hinreichend kleinen Teilwiderstand des gesamten Vorschalt-oder Spannungsteilerwiderstandes an einem geerdeten Gleichstrompol der Anlage angeschlossen sind, so dass sie nicht für das volle Potential bemessen zu sein brauchen.
AT162831D 1947-06-24 1947-06-24 Anordnung zur Vermeidung eines unzulässigen Spanungsanstieges bei geringer Belastung eines Gleichrichters in Saugdrosselschaltung AT162831B (de)

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