AT163236B - Vorrichtung zur Ausführung verschiedener Schmiede-, Schlosserarbeiten u. dgl. - Google Patents

Vorrichtung zur Ausführung verschiedener Schmiede-, Schlosserarbeiten u. dgl.

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AT163236B
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Inventor
Eryk A Kollontay
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Eryk A Kollontay
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  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description


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  Vorrichtung zur Ausführung verschiedener Schmiede-, Schlosserarbeiten u. dgl. 



   Die Erfindung macht sich zur Aufgabe, eine Vorrichtung zu schaffen, die zur Ausführung verschiedener Schmiede-, Schlosser-und einschlägiger Arbeiten gut brauchbar ist und daher in gewissem Sinne als ein Universalgerät gelten kann, das verhältnismässig wenig Raum und wertvolles Material beansprucht bzw. erfordert, die Anzahl der notwendigen Einzelteile sehr verringert und ausserdem die verschiedenen Werkzeuge und Hilfsmittel stets an der gleichen Arbeitsstelle zur Wirkung bringt. Der Erfindung gemäss besteht diese Vorrichtung aus einem bleibenden Teil und einer Reihe auswechselbarer oder wegnehmbarer Arbeitsmittel, wobei letztere so ausgebildet sind, dass sie sämtlich mit dem bleibenden Teil in Verbindung gebracht werden können und für die Ausführung einer oder mehrerer einschlägiger Metallarbeiten geeignet gestaltet sind.

   Die Vorrichtung besteht aus einem Arbeitsständer, der am Kopfe einen Amboss oder eine Arbeitsplatte als bleibenden Teil trägt und ferner ein oder mehrere mit Reduzierhülse versehene Lager aufweist. Diese Lager dienen zur auswechselbaren, mit einheitlichen Mitteln erfolgenden Festlegung von Dornen verschiedener Stärke und verschiedenen Querschnittes zur Ausführung von verschiedenen Schmiedearbeiten oder zur undrehbaren Lagerung von mit Kurven versehenen Biegeschablonen samt Handhebel und Biegerolle zur Ausführung verschiedener Biegearbeiten. 



  Der Amboss bzw. die Arbeitsplatte bildet ferner den einen Teil eines zweiteiligen Werkzeuges, wie z. B. einer Blechschere bzw. eines Schraubstockes, das durch bleibende oder lösbare Anordnung des dazugehörigen zweiten Teiles zur gewünschten Blechschere oder einem Schraubstock ergänzt wird. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1 und 2 den Ständer mit auswechselbaren Arbeitsdornen in zwei verschiedenen Ansichten mit teilweisem Schnitt nach   A-B   bzw. C-D der Fig. 3 und in Fig. 3 im Querschnitt nach E-F der Fig. 1. Fig. 4 zeigt mehrere Querschnitte für die auszuwechselnden Dorne. Die Fig. 5 und 6 veranschaulichen den oberen Teil des Ständers in Verbindung mit einer Biegevorrichtung für Flachstäbe. Die Fig. 7 und 8 zeigen die wesentlichen Teile einer Biegevorrichtung für Hochkantstäbe bzw. Rohre. Die Fig. 9 und 10 zeigen ein Ausführungsbeispiel der Ausbildung des Arbeitsgerätes als Blechschere und die Fig. 11 und 12 als Schraubstock. 



   Die Fig.   l   bis 3 zeigen einen Ständer mit kastenförmigen Querschnitt, der aus zwei U-förmigen Profilen 1, 2 gebildet ist, die, mit ihrer Öffnung einander zugekehrt, mit einer dazwischen durchlaufenden gegebenenfalls durchbrochenen Versteifungsplatte   3,   die an beiden Seiten bei 3', 3'vorsteht, verschweisst sind. Das dadurch gebildete Hohlgerippe wird unten in die Öffnung einer Bodenplatte   4 mit n-förmigem   Querschnitt so eingesetzt, dass die Versteifungsplatte 3 auf der Oberseite der Bodenplatte aufsteht und dann mit ihr verschweisst. Der Hohlraum wird durch die Platte 5 abgedeckt, die am Boden aufruhen kann und der Kastenhohlraum mit Sand, Beton od. dgl. gefüllt, wodurch der Ständer ein grösseres Gewicht (bei Ersparung an wertvollerem Material) erhält und widerstandsfähiger wird. 



   Oben ist der Ständer beim gezeigten Beispiel durch einen Ambossblock 6 abgeschlossen, der mit einem an seiner Unterseite angebrachten ansatzartigen Teil 7 in den dort steglosen Hohlquerschnitt der U-Eisen einpasst. Unter dem Amboss ist durch Einschweissen eines gelochten Füllstückes 8 ein Lager 9 gebildet, das zum auswechselbaren Einsetzen und Befestigen von verschiedenen Teilen mit einheitlichen Mitteln dient. 



  Die Fig. 2 zeigt einen eingesetzten konischen Dorn   10,   dessen im Lager sitzender Zapfen 11 rückwärts mittels eines Keiles 12 drehsicher festgelegt wird, der einen Längsschlitz des Zapfens durchsetzt und in eine Querrinne 13 der Ständerwand eingreift. Dieser konische Dom dient z. B. zur Herstellung von Ringen verschiedenen Durchmessers, insbesondere aus Schmiedeeisen, oder, wenn er mit einer Längsrinne versehen ist, zum Biegen von kegelförmig verlaufenden Federn oder zur Formung und Nietung der Hülse von Hauen u. dgl. mehr. 



   Statt dieses konischen Domes kommen zylindrische Dorne oder solche mit eckigem, halbrundem oder ovalem u. dgl. Querschnitt zur Anwendung, von denen jeder mittels desselben Keiles 12 im Lager 9 drehsicher befestigt wird. 



  Solche Querschnitte zeigt Fig. 4. Diese Dorne ermöglichen die Herstellung verschiedener 

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Schmiedearbeiten, wie Biegen von Federn, Ringen entsprechend dem jeweiligen Domquerschnitt,
Bördeln, Formen und Rundbiegen von Blech,
Herstellung von Kettengliedern u. dgl. mehr. 



   Nach Einsetzen einer Reduzierhülse in das
Lager 9 können alle erwähnten Arbeitsdome von entsprechend geringerer Stärke benützt werden. 



   Auch das zeitweilige Anbringen der wesentlichen
Teile einer Biegevorrichtung (Biegegerätes) ist für den Gebrauchsfall möglich. Es kommt ins- besondere eine Biegevorrichtung für Flachstäbe
Hochkantstäbe, Rohre oder Rundstäbe in Betracht. 



   Fig. 5 und 6 zeigen die Anbringung einer Biege- vorrichtung für Flachstäbe an Stelle der Dorne. 



   Auf einer Achse 14, die im Ständelager 9 mittels des Keiles 12 drehsicher befestigt wird, sitzt eine durch Klemmung festgelegte Trommel 15 oder statt dessen eine Scheibe, Segment oder irgend eine kurvenförmige Schablone sowie ein drehbarer längerer Handhebel16, an dem in einem Längs- schlitz 17 eine Biegerolle 18 drehbar und einstell- bar gelagert ist. An verschiedenen Umfangs- stellen der Trommel kann ein   Querbügel   an- geordnet werden, der zum Festhalten des ein- geführten Endes des zu biegenden Stabes 20 dient. Beim Drehen des Handhebels in der Pfeil- richtung (Fig. 6) biegt die Rolle 18 den Stab auf die Trommel nieder und bringt ihn dadurch in
Bogenform, die dem jeweiligen Trommeldurchmesser entspricht, und gegebenenfalls schliesslich in Ringform. 



   Zum Hochkantbiegen von Flachstäben sind die
Scheibe 15'und die Biegerolle   18'   (Fig. 7) mit einer entsprechend tiefen Ringnut 15 a bzw. 18 a versehen, die in einer Flucht liegen und den Hochkantstab 22 beim Biegen aufnehmen, so dass er seitlich nicht ausknicken kann und der gestauchte bogeninnere Teil im wesentlichen von der Rinne der Scheibe aufgenommen und dadurch an einer Deformation verhindert wird. Diese Vorrichtung kann auch zum Biegen von Profileisen von   T-und   L-förmigen Querschnitt dienen, wobei die Ringnuten   15 a, 18 a   dem Steg bzw. einem Flansch des Querschnittes angepasst sind. 



   In Fig. 8 sind die Scheibe   J"und Biegerolle. M"   einer Biegevorrichtung für Rohre 23 dargestellt. 



  Scheibe und Rolle sind mit einer konkaven Nut 15 b bzw. 18 b versehen, die das Rohr aufnehmen und es beim Biegen stützen, so dass es auch ohne Ausfüllen nicht knicken kann. Auf diese Weise können Rohre mit kreisrundem oder ovalem Querschnitt aber auch Vollstäbe gebogen werden. Bei Anordnung mehrerer Lager 9 sind dieselben insbesondere nebeneinander vorgesehen, so dass sie gegebenenfalls auch gleichzeitig benützt werden können, namentlich dann, wenn die Arbeitsmittel an den gegenüberliegenden Seiten des Ständers befestigt werden. 



   Bei vielen der vorgenannten Arbeiten sind auch Werkzeuge notwendig, die aus zwei Hauptteilen bestehen und eine gute Lagerung erfordern. Es ist hier insbesondere an die Blechschere und an den Schraubstock gedacht, deren Hauptteile zwei Messer bzw. Klemmbacken bilden. Es ist er- kennbar, dass bei Anordnung dieser Werkzeuge an der beschriebenen Vorrichtung die früher erwähnten Vorteile noch mehr geltend gemacht werden. Diese Werkzeuge werden so an der Vorrichtung angebracht, dass beide Teile (beide   Messer, Klemmbacken od. dgl. ) oder statt dessen   nur der eine Teil des Werkzeuges an einer Seitenfläche des Ambosses oder der Arbeitsplatte und der zweite Teil am Ständer bleibend oder lösbar angebracht wird, wobei als Seitenfläche insbesondere eine der freien Flächen gewählt wird. 



   Die Fig. 9 und 10 stellen ein Ausführungsbeispiel für eine Blechschere dar, die in Fig. 2 der Deutlichkeit wegen nur zum Teil angedeutet ist. 



  Am einfachsten ist es für diesen Zweck, das eine Messer 26 der Schere in einer Ausnehmung an der Seitenfläche des Ambosses 6 anzuordnen (siehe auch Fig. 2) und zwar entweder bleibend oder lösbar (z. B. mittels Schrauben 27) und besonders im ersten Fall so, dass es der Ausführung anderer Arbeiten nicht im Wege steht, d. i. insbesondere bei Anordnung des Messers an jener Seitenfläche des Ambosses, an der die hintere Öffnung des Lagers 9 liegt, und ferner so, dass es an der oberen Ambossfläche nicht vorsteht. Ein das zweite Messer 28 tragender oder bildender längerer Handhebel 29 wird gleichfalls bleibend oder lösbar daneben am Amboss gelagert und im zweiten Fall bei Gebrauch mittels einer seitlich des Messers 26 vorgesehenen Bohrung oder eines Zapfens 30 angebracht. 



   Nicht minder wichtig ist für die Ausführung verschiedener Arbeiten die Anbringung eines Schraubstockes, der am feststellbaren Ständer bleibend oder abnehmbar angeordnet werden kann. 



  Die Fig. 11 und 12 und teilweise auch Fig. 1 zeigen ein Ausführungsbeispiel hiefür. Der Amboss 6 ist an einer der Seitenflächen, an welcher keine der Lageröffnungen liegt, d. i. an einer der freien Schmalflächen, zu einer Klemmbacke 31 ausgebildet oder es ist eine Klemmbacke am Amboss bleibend oder lösbar befestigt. Die zweite Klemmbacke 32 ist an einem Schraubstockteil 33 vorgesehen, der seitlich am Ständer in irgend einer bekannten Art beweglich, u. zw. gleichfalls bleibend oder lösbar angeordnet, z. B. unten bei 34 verschwenkbar gelagert ist und mittels Handhebels 35 und Schraube 36 bewegt werden kann. Der Schraubstock steht bei dieser Anbringung keinem anderen am Ständer angebrachten Arbeitsmittel beim Gebrauch im Wege. Es ist zweckmässig, die Klemmbacke 31 bleibend und die Klemmbacke 32 abnehmbar anzuordnen. 



   Bei Anordnung einer Arbeitsplatte übernimmt diese im wesentlichen die Funktion des Ambosses, wobei sie an den erforderlichen Seiten nicht weit ausladen wird. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur Ausführung verschiedener Schmiede-, Schlosserarbeiten u. dgl., gekennzeichnet durch einen Ständer, der in seinem oberen Teil mit einem oder mehreren, gegebenenfalls durch Reduzierhülse verkleinerbaren Lagern zur <Desc/Clms Page number 3> auswechselbaren bzw. lösbaren, mit einheitlichen Mitteln erfolgenden Festlegung von Arbeitsdornen verschiedener Stärke und verschiedenem Querschnitt für die Ausführung von Schmiedearbeiten oder zur undrehbaren Lagerung von kurvenförmigen Biegeschablonen samt Handhebel mit Biegerolle für die Ausführung von Biegearbeiten versehen ist und am Kopf einen Amboss oder eine Arbeitslpatte trägt.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anbringung von zweiteiligen Werkzeugen, wie Blechschere, Schraubstock od. dgl. in der Weise, dass beide Teile (beide Messer, Klemmbacken od. dgl. ) oder nur der eine Teil des Werkzeuges an einer freien Seitenfläche des Ambosses oder der Arbeitsplatte bleibend oder lösbar angebracht sind oder die freien Seitenflächen direkt zu je einem Teil der genannten Werkzeuge ausgebildet sind.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständer kastenförmigen Querschnitt hat, mit Sand, Beton od. dgl. gefüllt ist und oben vom Amboss bzw. der Arbeitsplatte abgeschlossen ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ständer durch Zusammenschweissen von zwei mit ihrer Öffnung einander zugekehrten U-Profilen mit einer dazwischen angeordneten, vorstehenden Versteifungsplatte gebildet ist.
AT163236D 1945-12-03 1945-12-03 Vorrichtung zur Ausführung verschiedener Schmiede-, Schlosserarbeiten u. dgl. AT163236B (de)

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