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Egge für Bergbauern
Die bisher von der Industrie hergestellten eisernen Eggen eignen sich nur zur Bearbeitung von ebenen oder schwach geneigten Äckern und überdies nur für solche von grösseren Ausmassen, da das Wenden der Egge viel Platz erfordert.
Nachdem diese Bedingungen für die Bergäcker nicht zutreffen, benutzen unsere Bergbauem nach wie vor die von altersher gebräuchlichen Eggen mit Holzrahmen und eingesetzten Stahlzinken.
Diese Eggen werden vom Wagner und Schmied handwerksmässig hergestellt, erfordern also viel Arbeitszeit und sind daher verhältnismässig sehr teuer. Ausserdem ist Holz ein Material, das durch Witterungseinflüsse leicht zerstört wird, was einen weiteren Nachteil darstellt.
Eine Egge zum Zerkleinern der Ackerschollen und Einebnen der Ackerfläche muss pro Zahn ein hohes Belastungsgewicht haben, damit die Zähne entsprechend tief eingreifen. Dagegen muss eine Egge zum Einarbeiten des Saatgutes ein bedeutend geringeres Zahnbelastungsgewicht besitzen, um ein zu tiefes Einbauen des Samens zu verhindern. Ausserdem ist zu beachten, dass man bei schwächeren Zugtieren ein geringeres Eggengewicht und umgekehrt, bei stärkeren ein grösseres haben muss. Man müsste demnach für die verschiedenen Arbeiten auch verschiedene Eggen besitzen.
Die Konstruktion gemäss der Erfindung vermeidet nun alle die erwähnten Nachteile und schafft eine Egge, die für alle Arbeiten gleich vorteilhaft verwendbar ist. Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass an dem die Eggenzähne tragenden Metallrahmen lösbar befestigte, sich über die ganze Eggenbreite erstreckende Zusatzgewichte aus Flachstahl zur bedarfsweisen Änderung der Zahnbelastung durch Vergrösserung oder Verminderung des Eggengewichtes angeordnet sind. Überdies wird von der bei Eggen bekannten Einrichtung Gebrauch gemacht, an beiden Seiten eine Zugvorrichtung anzuordnen, um wahlweise die Eggenzähne mit ihrer runden, krümmelnden Seite bzw. mit ihrer scharfen, schneidenden Seite zur Wirkung zu bringen.
Die Grundform der alten Holzegge wird der
Hauptsache nach beibehalten, nur verwendet man für den Rahmen statt Holz Stahl, was die
Haltbarkeit wesentlich erhöht. Die Herstellung kann fabriksmässig erfolgen, wodurch an Zeit und damit an Herstellungskosten gespart wird.
Das Gewicht der eigentlichen Egge ist so bemessen, dass die Zahnbelastung der einer Saatgutegge entspricht. Will man nun die gleiche Egge zum Zerkleinern der Ackerschollen benützen, so wird ihr Gewicht nach Bedarf durch Befestigung der erfindungsgemässen Zusatzgewichte erhöht.
In der Zeichnung ist in beispielsweiser Ausführungsform eine Egge gemäss der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf diese, Fig. 2 einen Schnitt x-x und Fig. 3 einen Schnitt y-y. a ist ein aus Flachstahlstäben hergestellter Rahmen mit Verbindungsnieten b. c ist eine Verbindungsschraube mit Mutter d, auf der die Zugkette gleiten kann, und f sind Vierkantlöcher, in welchen die Zähne g befestigt werden. h sind die Flachstahlstücke, die durch Schrauben i od. dgl. am Rahmen als Zusatzgewichte in beliebiger Zahl, je nach Bedarf, befestigt oder ganz weggelassen werden können. Die Verbindungsschraube k mit Mutter 1 dient zur Führung der Zugkette e, wenn man die Egge bei ganz oder teilweise abgenommenen Zusatzgewichten für den Saatguteinbau verwenden will, wobei dann die Zugrichtung verkehrt ist.
Ausser dem geringen Eggengewicht verhindert hiebei auch die Biegung der Zähne ein zu tiefes Eindringen dieser in die Erde.
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