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Zweitakt-Brennkraftmaschine
Die Erfindung bezieht sich auf Zweitakt-
Brennkraftmaschinen mit vom Kolben gesteuerten
Ein-und Auslassschlitzen, und bezweckt eine
Verbesserung der Drehmomentcharakteristik der- artiger Motoren.
Der Verlauf des Drehmomentes von Brennkraft- maschinen hängt im wesentlichen vom Einlass- querschnitt und den Einlasszeiten ab. Bei Vier- takt-Brennkraftmaschinen ist es bereits bekannt, die Einlassquerschnitte und Einlasszeiten durch geeignete, entweder von Hand aus oder auto- matisch betätigte Regeleinrichtungen so zu ver- ändern, dass sich eine möglichst günstige Dreh- momentkennlinie ergibt. Bei Zweitaktmotoren sind die vom Kolben gesteuerten Einlassquer- schnitte unveränderlich. Dadurch ergibt sich ein
Drehmomentverlauf, der nur in einem bestimmten
Drehzahlbereich günstig ist. Maschinen, deren günstiger Arbeitsbereich bei einer niederen Dreh- zahl liegt, weisen im oberen Drehzahlbereich ein geringeres Drehmoment und damit eine geringere
Höchstleistung auf.
Umgekehrt zeigen Maschinen mit einer im oberen Drehzahlbereich günstig verlaufenden Drehmomentcharakteristik bei geringeren Drehzahlen eine abfallende Leistungskennlinie.
Durch die Erfindung wird die Drehmomentkennlinie derartiger Zweitakt-Motoren wesentlich verbessert, indem ein möglichst flacher, d. h. gleichbleibender Verlauf des Drehmomentes über einen möglichst grossen Bereich der Betriebsdrehzahl erreicht wird.
Die Erfindung betrifft Zweitakt-Brennkraftmaschinen, bei welchen jeder einzelne Zylinder mit zwei oder mehreren Einlassöffnungen für den Gas-und/oder Lufteintritt versehen ist, wobei die Einlassquerschnitte gleiche oder verschiedene Abmessungen besitzen und zu gleichen oder verschiedenen Zeiten geöffnet und geschlossen werden, und ist dadurch gekennzeichnet, dass im unteren Drehzahlbereich nur ein oder nur eine Gruppe von Einlassöffnungen zur Verwendung kommt, während bei höheren Drehzahlen der zweite, bzw. die zweite Gruppe von Einlassöffnungen entweder für sich allein geöffnet oder der ersten Gruppe zugeschaltet wird.
Die Zu-und Abschaltung eines oder einer
Gruppe von Einlassöffnungen kann dabei entweder von Hand aus oder durch ein drehzahlabhängiges
Regelorgan automatisch erfolgen.
Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem
Ausführungsbeispiel für einen Zweitakt-Ver- gasermotor mit Kurbelgehäuse-Ladepumpe dar- gestellt. Die Fig. 1 zeigt einen schematischen
Querschnitt durch den Zylinder einer Zweitakt-
Brennkraftmaschine mit den vom Kolben ge- steuerten Einlassöffnungen und der Anordnung der Steuerorgane. In der Fig. 2 ist eine der möglichen Arten der Steuerung dargestellt. In den Figuren bedeuten : 1 den ersten Vergaser mit dem zugehörigen Einlasskanal ; 2 den zweiten
Vergaser samt Einlasskanal, während 3 bzw. 4 die zugehörigen, vom Kolben gesteuerten Ein- lassöffnungen sind. Mit 5 bzw. 6 sind die zum ersten bzw. zweiten Einlasskanal gehörigen Drossel- organe bezeichnet ; 7 und 8 sind die entsprechenden
Seilzüge zur Betätigung der Drosselorgane und
9 bzw. 10 die dazugehörigen Betätigungshebel.
Mit 11 ist der Hubnocken für das erste und mit 12 der Hubnocken für das zweite Drosselorgan bezeichnet.
Bei diesem Ausführungsbeispiel steuert die
Unterkante des Arbeitskolbens die beiden Einlassöffnungen 3 bzw. 4. Jede dieser Öffnungen steht durch einen Kanal mit einem Vergaser 1 bzw. 2 in Verbindung. Die Verbindung zwischen Einlassöffnung und dem zugehörigen Vergaser kann durch ein Drosselorgan 5 bzw. 6 hergestellt oder unterbrochen werden, wobei auch der jeweils freigegebene Drosselquerschnitt veränderlich ist.
Ein in dem Beispiele mit Hubnocken 11 bzw. 12 versehener Mechanismus, der von Hand aus oder durch ein drehzahlabhängiges Regelorgan verstellt wird, besorgt zuerst das Öffnen des einen Einlasskanales. Erst wenn dieser ganz oder teilweise geöffnet ist, wird durch den zweiten Hubnocken, der gegenüber dem ersten versetzt angeordnet ist, der zweite Einlass zugeschaltet.
Durch diese Anordnung kann also der Einlassquerschnitt verändert werden. Ebenso ist es aber möglich, durch Versetzen der Einlass- öffnungen 3 bzw. 4 der Höhe nach oder durch
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verschiedene Bemessung der Einlassquerschnitte in der Richtung der Zylinderachse eine Verschiebung der Einlasszeiten zu erreichen.
Die Zu-bzw. Abschaltung des zweiten Einlasses oder der zweiten Gruppe von Einlässen kann durch entsprechende Ausbildung des Regelmechanismus, beim gezeigten Ausführungsbeispiel durch entsprechende Formgebung der Steuernocken 11 und 12, so erfolgen, dass im oberen Drehzahlbereich weitere Einlassöffnungen zugeschaltet oder aber, bei gleichzeitiger Drosselung der ersten Einlassgruppe, für sich allein wirksam werden.
Bei Zweitakt-Brennkraftmaschninen mit zwei oder mehreren getrennten und voneinander unabhängigen Einlassöffnungen ist es durch die erfindungsgemässe Anordnung möglich die Einlassmenge stufenweise oder allmählich durch Öffnen der Drosselorgane zu verändern und so die Drehmomentkennlinie zu beeinflussen.
Auch kann durch die Kombination mit in der Höhe der Zylinderlaufbahn versetzten oder verschieden lang ausgeführten Einlassöffnungen sowohl die Menge als auch der Einlasszeitpunkt und die Dauer des Einlasses beeinflusst und damit eine über einen grossen Drehzahlbereich günstig verlaufende Drehmomentkennlinie erzielt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zweitakt-Brennkraftmaschine mit zwei oder mehreren Einlassöffnungen für den Gas-und/oder Lufteintritt, wobei die Einlassquerschnitte gleiche oder verschiedene Abmessungen besitzen und zu gleichen oder verschiedenen Zeiten geöffnet bzw. geschlossen werden, dadurch gekennzeichnet, dass im unteren Drehzahlbereich nur eine oder nur eine Gruppe von Einlassöffnungen (3) zur Verwendung kommt, während bei höheren Drehzahlen die zweite, bzw. die zweite Gruppe von Einlassöffnungen (4) entweder für sich allein geöffnet oder der ersten Gruppe zugeschaltet wird.
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